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Die meisten US-Amerikaner haben nicht genug Geld für den Ruhestand gespart. Man könnte davon ausgehen, dass dies vor allem ein Problem des niedrigeren Einkommensschichten sei, doch ein Bericht des Think Tanks SCEPA – The New School zeigt, dass selbst wohlhabende US-Bürger bei weitem nicht genug Geld gespart haben.Millionen von Hochverdienern kämpfen immer noch darum, genug zu sparen. Laut der Studie von SCEPA haben schockierende 27 Prozent der Arbeitnehmer mit einem Einkommen über der sozialversicherungsrelevanten US-Lohngrundgrenze keinerlei Altersvorsorge. Die Lohngrundgrenze liegt für das Jahr 2020 bei 137.700 USD. Dies bedeutet, dass mehr als ein Viertel der Arbeitnehmer mit einem sechsstelligen Einkommen nicht in der Lage ist, Geld für den Ruhestand zurückzulegen.Auch andere Gutverdiener haben hier erhebliche Probleme. Bei Sparern mit einem Einkommen von mehr als 137.700 USD, beträgt das durchschnittliche Anlagevermögen lediglich 252.000 USD.

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Wenn es um wachsenden Wohlstand für den Ruhestand geht, ist die größte Waffe, die uns zur Verfügung steht, die Zeit. Stellen Sie sich vor, Sie fangen mit 40 Jahren an, 300 EUR pro Monat für den Ruhestand zu sparen, und gehen mit 65 in Rente. Wenn Ihre Investitionen eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7 Prozent bringen – eine absolut realistische Durchschnittsrendite von Aktien –, werden Sie am Ende etwa 227.700 EUR besitzen. Davon entfallen 137.700 USD auf Gewinne, da Sie im Laufe dieser 25 Jahre 90.000 EUR (3.600 EUR pro Jahr * 25 Jahre) eingezahlt haben. Aber stellen Sie sich nun vor, Sie fangen stattdessen im Alter von 30 Jahren an, diese 300 EUR pro Monat zu sparen. Plötzlich haben Sie ein Zeitfenster von 35 Jahren, nicht von 25 Jahren. Unter der Annahme, dass die gleichen 7 Prozent Rendite erzielt werden, wird Ihr Vermögen am Ende etwa 497.600 EUR beinhalten. Das entspricht einem Gewinn von 371.600 EUR, wenn man die 126.000 EUR einbezieht, die Sie selbst einzahlen werden (3.600 EUR pro Jahr * 35 Jahre). Auch wenn Sie vielleicht geneigt sind, Ihr Alterssparen auf einen späteren Zeitpunkt im Leben zu verschieben: Ihr Vermögen wird je stärker wachsen, desto früher Sie mit dem Aktiensparen beginnen. Und das könnte den Unterschied ausmachen, ob Sie Ihre goldenen Jahre genießen oder von der Hand in den Mund leben müssen.

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Unsere Art zu denken basiert auf einer sehr frühen Prägung. Unser Verstand ist wie ein Rechner, auf dem schon in Kindheit und Jugend die wichtigsten Programme installiert werden. Durch Aussagen, die wir  von unseren Eltern auch über das Thema Geld hören, werden Vorstellungen fest in unserem Verstand abgespeichert. „Das hat meine Mutter immer so gemacht“ ist auf die Frage, warum man Geldfragen auf eine bestimmte Weise behandelt, genauso gültig wie auf welche Weise man Spaghetti zubereitet. Wer etwa auf die Bitte nach Geld von der Mutter immer an den Vater verwiesen wird, prägt sich ein, dass der Mann im Haus die Finanzen in der Hand hält und Frauen nicht selbstständig über Geld verfügen können. Oder wenn zum Beispiel die Eltern im Zweiten Weltkrieg oder in einer harten Wirtschaftskrise gelebt haben, werden deren Erfahrungen der Knappheit die eigenen Verhaltensmuster beeinflussen und man wird immer davon ausgehen, dass Geld nie in ausreichendem Maße vorhanden sein kann. Erfahrungen, die man als junger Mensch gemacht hat, sind essenziell für die ersten eigenen Schritte im Umgang mit Geld, da man das Verhalten der Eltern genau studiert und im Unterbewusstsein abspeichert. Wenn man als junger Erwachsener selbst ans Geldverdienen kommt, kupfert man die Einkommensmuster der Eltern ab, ohne sich dessen bewusst zu sein. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und was er sich erst einmal angelernt hat, ändert er nicht so einfach. Man kann sich später nur von den elterlichen Denkstrukturen lösen, indem man sich ihrer bewusst wird und sich dann entsprechend umpolt. Damit Sie fortan die richtigen finanziellen Entscheidungen fällen, müssen Sie verinnerlichen, dass Sie die Kontrolle über Ihr (Geld-)Leben haben. Hören Sie auf, Lotto zu spielen und beginnen Sie Ihre Finanzen gründlich zu analysieren. Ist das Zertifikat, das Ihnen Ihr Bankberater verkauft hat, wirklich so wertvoll wie besprochen?

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Viele Leute denken, dass sie allein schon aufgrund des hohen Gehaltes, das am Monatsanfang auf ihrem Konto landet, bereits vermögend sind. Doch damit liegen sie falsch. Der richtige Maßstab für Wohlstand ist das Nettovermögen einer Person – also der Geldwert aller Assets. Neben dem Einkommen zählen dazu beispielsweise Ersparnisse und Erträge aus Investitionen. Dies können idealerweise Dividenden aus Unternehmensbeteiligungen sein. Wenn Sie ein Vermögen aufbauen möchten, sollten Sie so früh wie möglich damit beginnen, Ihr Geld nicht auf dem Sparbuch oder unter der Matratze versauern zu lassen, sondern klug mit ihm zu wirtschaften.

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Die Erholung an den Börsen im zweiten Quartal sorgte unter deutschen Börsianern für Aktiengewinne in Höhe von 74 Mrd. EUR. Die Deutschen kauften Aktien und andere Beteiligungen im Volumen von 16 Mrd. EUR sowie Investmentfonds im Umfang von 13 Mrd. EUR. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Bundesbank hervor.

Die Stärke der deutschen Wirtschaft liegt im MDAX Auf den DAX schielt bereits die Sartorius AG aus Göttingen.

Seit dem Mini-Crash im März dieses Jahres stieg der Aktienkurs um 111 Prozent. Diese Schnapszahl erfreut nicht nur kölsche Aktionäre. Während Corona auch dem Karneval einen dicken Strich durch die Rechnung macht, surft der Göttinger Laborzulieferer Sartorius auf der PCR-Test-Welle. Im dritten Quartal 2020 stieg der Umsatz um 35,1 Prozent auf 623,2 Mio. EUR. Das operative Ergebnis wuchs um 58,1 Prozent auf 195,1 Mio. EUR. Unter dem Strich entfiel auf die Anteilseigner ein Gewinn von 68 Mio. EUR.

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Die Margen sind stark: brutto 51 Prozent, netto 7,8 Prozent. In den letzten Dekade wuchs der Umsatz um fast 12 Prozent pro anno, der Nettogewinn um 66 Prozent. In den letzten 12 Monate generierte Sartorius einen Free Cashflow von 227 Mio. EUR. Das Current Ratio von 1,3 deutet auf eine recht stabile Bilanz. Die aktuelle Bewertung am Markt erscheint aber zu hoch. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis steht bei 127, das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei fast 10, das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 23. Sartorius wiegt aktuell schwerer als die DAX-Unternehmen Eon, Beiersdorf und Fresenius. Sollte der DAX zum März wirklich auf 40 Titel aufgestockt werden, hätte Sartorius gute Chancen auf den Aufstieg.

Stecken wir schon in einer neuen Bubble?

Corona ist ein ganz starker Katalysator für die großen Tech-Player. FAANG profitiert ordentlich von Home Office, Online-Events und sozial distanzierter Langeweile auf der Couch. Entsprechend stiegen zuletzt die Kurse. Doch im Gegensatz zur Dotcom-Blase während der Jahrtausendwende wachsen Amazon, Netflix und Co. in den letzten fünf Jahren um 200 bis 600 Prozent wuchsen, galoppierten die Aktien von Cisco, General Electric, Lucent und Nortel Ende der 1990er Jahre auf bis 4.000 Prozent. Die damaligen Investoren waren zu früh dran. Heute ist „Mr. Market“ etwas vernünftiger geworden – zumindest in Sachen Big Tech.

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Turbo für Disney+

Lange Zeit hat die Wall Street die steigende Zahl neuer Covid-19-Fälle ignoriert. Doch der Wind dreht in diesen Tagen. Laut „Wall Street Journal“ hat Europa die USA in Sachen Neuinfektionen eingeholt. In zahlreichen britischen und französischen Städten wurden die Maßnahmen bereits verschärft.

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Der Pharmakonzern Eli Lilly pausiert seinen Antikörper-Test. Und auch Konkurrent Johnson & Johnson stoppt die Versuchsreihe eines potenziellen Impfstoffs. Aus medizinischer Sicht sind solche Versuchsbeendigungen nichts Ungewöhnliches, doch in der gegenwärtigen medialen Lage kann daraus schnell Sprengstoff werden. Die Furcht vor einer weiter schwachen Konjunktur ist groß. Alcoa warnt nun vor Engpässen im Aluminium-Sektor. Im vierten Quartal werden die Ziele wahrscheinlich nicht erreicht. Auch die Roche Holding bleibt unter den Umsatzerwartungen.

Streaming gibt den Kinos Kontra

Disney will sich zukünftig noch mehr auf das Streaming-Geschäft konzentrieren. Der Mediengigant  musste im Zuge von Corona einige seiner Freizeitparks schließen und konnte sie nur mit stark verminderter Kapazität wiedereröffnen. Vor wenigen Tagen kündigte das Unternehmen an, dass es 28.000 Mitarbeiter entlassen werde, da seine Disneyland-Parks in Kalifornien nicht bald wiedereröffnet würden. Disney musste den Betrieb seiner Disney Cruise Line und viele Filmproduktionen einstellen. Eine Zeit lang gingen auch die Live-Sportveranstaltungen für ESPN aus. Disney stoppte und verzögerte die Verteilung von Filmen an die Kinos, da die Kinos geschlossen waren. Doch als sie wieder öffneten, kamen die Leute nicht.

Aber Disney+, der abonnementpflichtige Video-on-Demand-Streaming-Dienst, der im November 2019 eingeführt wurde, ist einer der Stars der Pandemie, denn der Konsum allgemein hat sich in vielerlei Hinsicht massiv in die Wohnungen der Konsumenten verlagert.

Mulan war erst der Anfang. Am 8. Oktober gab Disney bekannt, dass auch sein Pixar-Zeichentrickfilm Soul nicht in den Kinos, sondern am 25. Dezember bei Disney+ debütieren wird.

Disney berichtete im August, dass die Zahl der zahlenden Abonnenten für Disney+ bereits Ende Juni auf 57,5 Mio. gestiegen war. Und der Konzern meldete auch 35,5 Mio. Abonnenten bei Hulu (gegenüber 27,9 Mio. im Vorjahr) und 8,5 Mio. Abonnenten bei ESPN+ (gegenüber 2,4 Millionen im Vorjahr). Insgesamt freut sich Disney über 101 Mio. zahlende Abonnenten auf seinen Streaming-Plattformen.

Für die Kinos ist das pures Gift

Die Cineworld Group kündigte am 5. Oktober an, dass sie alle 536 Kinos seiner Regal Entertainment Group, die zweitgrößte Kinokette in den USA hinter AMC, schließen werde.

Die Action verlagert sich jetzt auf die eigenen Streaming-Dienste der Produzenten und weg von den Kinos. Universal Pictures, das sich im Besitz von Comcast befindet, hat diesen Weg ebenfalls eingeschlagen und verkauft die Trolls World Tour direkt auf den Plattformen von Comcast, anstatt sie in den Kinos zu präsentieren.

Doch ohne neue Blockbuster können die Kinos nicht überleben. All dies ist Teil der breiteren Kernschmelze, die vor Jahren begann, als der E-Commerce im Einzelhandel und das Streaming im Film- und Musikgeschäft immer mächtigere Kräfte wurden. Netflix, Amazon und andere vertreiben nicht nur Filme per Streaming, sondern erstellen auch ihre eigenen Filme und verkaufen sie direkt an die Verbraucher.

Bezüglich der Fokussierung auf das Streaming sagte der CEO von Disney, Bob Chapek, vor wenigen Tagen bei CNBC, er „würde es nicht als eine Reaktion auf Covid bezeichnen. Ich würde sagen, dass Covid die Geschwindigkeit, mit der wir diesen Übergang vollzogen haben, beschleunigt hat, aber dieser Übergang hätte sowieso stattgefunden.“ Corona ist ein gigantischer Katalysator der Digitalkultur. Die Geschwindigkeit dieses weltweiten Strukturwandels ist atemberaubend.

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Der CPU-Dino lockt mit günstiger Bewertung

Sie kennen diesen Dinosaurier der Computerwelt. Und womöglich haben auch Sie noch diesen charakteristischen Klingelsound der TV-Werbung aus den 90er Jahren im Ohr.

Im Server-Bereich hält Intel zurzeit ca. 90 Prozent der Marktanteile. AMD holt auf und Nvidia wird mit dem ARM-Zukauf, falls er genehmigt wird, auch ordentlich Druck machen. Es gibt zudem Gerüchte, dass Intel ab der nächsten Generation seine Fertigung an TSMC abgeben will, wo auch die Apple-Prozessoren gefertigt werden. Ein erstes Indiz dafür, dass Intel mit der Produktion Probleme haben könnte.

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Der Markt scheint sich bereits Sorgen zu machen. Das recht starke Wachstum der letzten Monate wird nur langsam eingepreist. Das KGV liegt bei nur 9,2.

Intel arbeitet sehr profitabel. Das Geschäft mit Laptop-, Desktop- und Server-CPUs ist eine Cashcow. Der Free Cashflow hat sich seit 2017 verdoppelt. Im ersten Halbjahr 2020 wuchs der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent auf 39,5 Mrd. USD. Der Nettogewinn ist um 32 Prozent auf fast 10,8 Mrd. USD gestiegen. Umsatz und Gewinn liegen höher als je zuvor. Allein im zweiten Quartal 2020 lag der Umsatz bei 19,7 Mrd. USD. Gegenüber dem Vorjahreswert war das eine Steigerung um 20 %. Und das, obwohl Intel bereits ein Riese ist.

Ordentlich Schub gab hier auch Corona. Die Nachfrage nach Servern und PCs für Privatpersonen stieg rasant. Im weiteren Verlauf ist mit einer Abkühlung zu rechnen. Unterm Strich ist im zweiten Quartal ein Gewinn nach Steuern von 5,1 Mrd. USD übrig geblieben. Im gesamten Jahr 2019 wurde ein Nettogewinn von 21 Mrd. USD oder 4,71 USD je Aktie erwirtschaftet.

Die operative Marge liegt beständig bei rund 30 Prozent. Der Free Cashflow wuchs zwischen 2017 und 2018 um 37 Prozent YoY, bis 2019 um 18 Prozent YoY. Es gibt nur wenige Unternehmen in den USA, die diese Art von Free Cashflow generieren.

Die Fundamentaldaten insgesamt sind ordentlich. Allein es fehlt die zukünftige Wachstumsfantasie… Wachstum ist mit hohen Dividenden und Aktienrückkäufen nicht zu machen. Dies hat der Markt bereits eingepreist. Intel hinkt in Sachen Transistordichte hinterher. Mit zügigen Kurssteigerungen ist nicht zu rechnen.

Intel läuft vor allem Gefahr den PC-Markt zu verlieren. Die große Gefahr besteht darin, dass die Hersteller früher oder später auf Chips mit ARM-Architektur umsteigen werden. Apple hat es mit seinen MacBooks schon vorgemacht.

ARM steht für „Acorn RISC Machines“ und zeichnen sich durch einen reduzierten Befehlssatz und hohe Energieeffizienz aus. Zudem werden sie auch in Sachen Performance immer besser.

Zumindest in den unteren Preissegmenten wird Intel aller Voraussicht nach bald Anteile verlieren.

Doch dies ist nicht das einzige Risiko…

Der Markt nimmt Intel die Verzögerung in Sachen 7 nm sehr übel. Apple ist dank ARM und Taiwan Semiconductors bereits bei 5 nm.

In den letzten 12 Monaten hat das Geschäft enorm an Dynamik gewonnen. Die großen Wettbewerber wachsen aktuell zweistellig.

Doch Intel ist immer noch Marktführer bei Chips für Laptops und Desktop-Rechner sowie für Server. Insbesondere mit Microsoft verbindet Intel eine jahrelange Partnerschaft. Intel hat rund 90 Prozent Anteil am Server-Markt. Über das besondere Standing und den guten Ruf konnte Intel zuletzt einige Leistungseinbußen wettmachen.

Die seit Jahren enge Kooperation mit Microsoft entspricht in etwa einem Abo-Modell. Microsoft-Kunden benötigen Intel-Chips für eine performante Leistung ihrer Systeme. Ein Netzwerkeffekt besteht jedoch nicht. Ein einzelner Intel-Rechner wird nicht aufgrund seiner Einzigartigkeit wertlos. Für den Netzwerkeffekt zählt die Software.

Wettbewerbsvorteile sind also noch in gewisser gegeben. Sie bröckeln aber. Die Konkurrenz eilt in Siebenmeilenstiefeln hinterher.

Intel hat jahrelange auf große Chip-Monolithen und hohe Performance im Kern gesetzt, um auch alte Software performant laufen lassen zu können. Doch dieser Ansatz kommt in die Jahre. Und er wird immer teurer.

AMDs Ansatz war, lieber mehrere kleinere Teile zu bauen, und aus denen dann auf dem Prozessor eine Art Netzwerk zu bauen. Das hat den Vorteil, dass die Herstellung viel billiger ist und man viel weniger Ausschuss hat. Der Nachteil ist hier die hohe Latenz, also die Zeit die ein Signal zwischen den CPU-Teilen benötigt.

Nun hat AMD vor kurzem angekündigt 20% Performancegewinn mit seinen neuen Chips gewonnen zu haben. Und ein Großteil dieses Gewinns kommt genau von der Reduktion dieser Latenz.

Das ist ein extremer Schritt von AMD. Und das Intel-Management ist vielleicht schon in Panik geraten. Denn die Core-Performance der Intel-Chips war eines seiner letzten Verkaufsargumente. Wundern Sie sich nicht, liebe Zuhörer, wenn AMD bald seine Preise erhöhen wird. AMD hat es nicht mehr nötig, billiger als Intel anzubieten.

Zurück zu Intel…

Ist das Unternehmen noch ein Investment wert?

Anleger, die bereits investiert sind, freuen sich natürlich über so manche Wohltat des Managements.

Intel scheut sich nicht, die Dividende zu erhöhen oder Aktien zurückzukaufen. Mit Rückkäufen in Höhe von fast 14 Mrd. USD im letzten Jahr ist Intel nach diesem Maßstab eines der besten Unternehmen auf dem Markt.

Die Payout Ratio liegt seit 2019 unter 30 Prozent. Dividende wurde seit 2014 jedes Jahr angehoben.

Grundsolide ist auch weiterhin die Bilanz: Das Current Ratio ist mit 1,9 sehr gut. Debt to Equity ebenfalls gut mit 0,4.

Alles in allem aber sieht es in Sachen Wachstum sehr mau aus. Die Konkurrenz ist stark und Intel kommt nicht aus dem Quark. Der Markt hat dies bereits erkannt. Operativ steuert Intel auf extrem raue See zu und wird sich langfristig eher als klassische Value Trap erweisen.

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Sind Bethesda und id Software so viel Geld wert?

Ende September gab Microsoft bekannt, ZeniMax Media Inc. zum Preis von 7,5 Mrd. USD zu kaufen. In der zweiten Jahreshälfte 2021 soll die Integration abgeschlossen sein. Zum Vergleich: Für Lucasfilm hat Disney vor einigen Jahren 4 Mrd. USD auf den Tisch gelegt. Für weitere 4 Mrd. USD erhielt der Mäuse-Konzern auch das Marvel-Universum.

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Im Geschäftsjahr 2020 summierte sich der Nettogewinn von Microsoft auf 44,2 Mrd. USD. ZeniMax kostet die Redmonder also fast 17 Prozent ihres Nettogewinns 2020, aber auch nur 5,8 Prozent ihres riesigen Cash-Berges.

Die starke Bilanz wird durch den ZeniMax-Deal zwar nicht gefährdet, aber mit Blick auf zukünftiges Wachstum muss er einschlagen. Vor allem im Rennen gegen Sonys Playstation soll er weiterhelfen. In Kürze erscheinen neue Konsolengenerationen beider Unternehmen. Noch steht Sony dank stärkerer Exklusivtitel höher in der Gunst der Spieler.

In der Vergangenheit hat Microsoft schlechte Erfahrungen gemacht mit hochpreisigen Akquisitionen. Der 7,2 Mrd. USD schwere Kauf von Nokias Smartphone Business hinterließ tiefe Goodwill-Spuren und musste zu großen Teilen abgeschrieben werden.

Ein großer Knackpunkt: Bis dato erwirtschaftete ZeniMax den Großteil seines Umsatzes durch den Verkauf seiner Spiele über verschiedene Plattformen hinweg. Allzu stark auf Exklusivität zu setzen, könnte für Microsoft also wie ein Boomerang wirken. Die Chance, dass das Management sich in einigen Jahren darüber ärgern wird, statt der Übernahme nicht einen Exklusivvertrag mit den entsprechenden Entwicklerstudios vereinbart zu haben, ist nicht gering. Noch spricht es nur von „minimalen Auswirkungen auf den operativen Gewinn in 2021 und 2022“.

Aber mit ZeniMax hat Microsoft, zumindest in Sachen Content, deutlich an Boden gewonnen. Zu der Holding gehört eine ganze Reihe hochwertiger, gut laufender Marken und produktiver Studios. Neben den Bethesda Game Studios (bekannt für die Fallout-Reihe) sind dies auch die Arkane Studios (Dishonored), id Software (Doom und Quake), Machine Games (Wolfenstein – The New Order) sowie ZeniMax Online Studios (Elder Scrolls). Die Zahl der Xbox-Studios steigt mit diesem Deal von 15 auf 23.

Schritt für Schritt wird nun der ZeniMax-Katalog im Gamepass für Konsole und PC verfügbar gemacht. Im Gamepass versorgt Microsoft weltweit 15 Mio. Abonnenten mit mehr als 100 Spielen. Die Abonnenten zahlen monatlich rund 10 USD und können den gesamten, monatlich aktualisierten Spiele-Katalog beliebig in der Flatrate nutzen.

Phil Spencer, Chef der Xbox-Sparte, erläuterte, dass die zeitliche Exklusivität einiger Veröffentlichungen im Herbst und Winter 2020 aus dem ZeniMax-Portfolio für die Sony Playstation erhalten bleiben wird. Bei zukünftigen Titeln wird eine Xbox-Exklusivität, in welcher Form auch immer, von Fall zu Fall abgewogen. Die Strukturen sowie die Geschäftsführung der ZeniMax Media bleiben laut Microsoft unverändert.

Nicht zu vergessen: Ein erster wichtiger Schritt in Richtung Wettbewerb mit Googles Streaming-Dienst Stadia war die kürzliche Einführung des Dienstes xCloud. Mit diesem können Gamepass-Nutzer die Games auch aus der Cloud heraus auf ihrem Android-Smartphone spielen. Eine Konsole ist dafür nicht notwendig. Und nicht ganz nebensächlich: Zu dem ZeniMax-Paket gehört auch die Spiele-Streamingtechnologie Orion. Mittelfristig wird Microsoft damit ein ganz starker Player im Cloud-Gaming-Bereich.

Turbo für das Abo-Modell

Der Kauf von Hardware über eine monatliche Gebühr war bisher weitgehend auf Smartphones beschränkt, doch selbst diese Strategie wird nun von Microsoft adaptiert. Obwohl solche Modelle nicht explizit als „Abonnementdienste“ feilgeboten werden, sind sie in Nordamerika überaus erfolgreich, da sie den Schlag in den Geldbeutel deutlich abfedern. Konsumenten, die die Kosten beispielsweise für ein Telefon in monatlichen Raten begleichen, haben zumindest das Gefühl, weniger auszugeben – auch wenn Sie auf lange Sicht vielleicht mehr bezahlen werden.

Nun bietet Microsoft für seine neue, ab dem 10. November in Deutschland erhältliche, Konsolengeneration ein Abo-Modell an. Die Kunden können eine monatliche Gebühr entrichten und bekommen im Gegenzug – ganz ähnlich wie bei Handy-Verträgen – die neue Hardware mitsamt Zugriff auf den Gamepass. Vielen Kunden wird das Angebot attraktiv erscheinen: Rund 20 bis 60 USD sparen sie innerhalb dieser 24 Monate im Vergleich zum Kauf der Xbox Series X und der zusätzlichen Buchung des regulären Gamepass-Abos.

Noch attraktiver wurde der Gamepass unlängst durch die Kooperation mit Electronic Arts. Dessen Spiele-Flatrate EA Play wird, ebenfalls ab dem 10. November 2020, integriert und mit ihm so berühmte Titel wie die FIFA-Serie oder die Need-for-Speed-Rennspiele.

Und selbst  im Office-Bereich weitet Microsoft sein Abo-Modell auf die Hardware aus. Hier bietet das Unternehmen in seinem Programm Surface All Access Laptops zusammen mit Microsoft 365 ab einem Preis von 26 USD monatlich an.

Zur Finanzierung des Xbox-Abonnements in den Vereinigten Staaten arbeitet Microsoft mit dem  Kreditunternehmen Citizens One zusammen. Warum „Finanzierung“? Aus dem Kleingedruckten der Abo-Verträge geht hervor, dass es sich bei diesen in Wirklichkeit um „Kreditlinien mit einer jährlichen Zinsrate von 0 Prozent und 24 Monaten Laufzeit“ handelt. Im Gegensatz zu Spotify beispielsweise, bei dem Kunden den Zugriff einfach verlieren, wenn sie die Zahlung einstellen, kann das Xbox-Abo während der 24-monatigen Laufzeit nicht gekündigt und die Hardware nicht zurückgegeben werden.

Kampf der Metaversen

Kennen Sie das Buch „Snow Crash“ von Neal Stephenson?

Amazon-Gründer Jeff Bezos soll mit Stephenson befreundet und von diesem im Jahr 1999 zur Gründung seiner Space-Firma Blue Origin ermutigt worden sein. „Snow Crash“ handelt von einer dystopischen, durchtechnisierten Zukunft. Megakonzerne herrschen, der Staat hat sich zurückgezogen. Ein zentrales Konzept ist das „Metaversum“, eine digitale Zwischenwelt, in die die Menschen eintauchen, um aus der deprimierenden Realität zu fliehen.

Im Jahr 2019 sagte Epic-Gründer Tim Sweeney, das letzte Ziel seines Unternehmens sei es, „etwas Ähnliches wie das Metaversum zu bauen“. Auf diesem Weg wird er nicht der Einzige sein. Was wir aktuell in der Welt des Internets beobachten, sind womöglich die Geburtswehen unterschiedlicher, miteinander konkurrierender digitaler Konsum-Entertainment-Parallelwelten – erste Scharmützel um Klicks und Bewohner inklusive.

Abo-Modelle sind hier eine zentrale Komponente der Waffenarsenale. Mit seinem beliebten Gamepass, der ZeniMax-Akquisition und der Kooperation mit Electronic Arts sowie seiner „Mixed Reality“-Brille Hololens verfügt Microsoft über die nötige technische Infrastruktur, die nötige Hardware und einen umfangreichen Content-Katalog, um seine Anhängerschaft zukünftig immer weiter in seine Parallelwelt hineinzuziehen. Nicht zu verachten sind hier auch das populäre Weltenbau-Spiel Minecraft sowie hunderte Millionen registrierte Nutzer der Office-Produkte und des Business-Netzwerks LinkedIn.

Der Gaming-Bereich ist nur der Anfang. Jegliche Art digitaler Erlebnisse wird zukünftig noch abhängiger sein von der Plattform, dessen Abonnent der Konsument ist.

Dieser Wettbewerb unter den Parallelwelten wurde durch Corona, Lockdowns, freiwillige und unfreiwillige Quarantäne-Zeiten nur verstärkt. Abgeschottet von der Außenwelt stellt sich nicht mehr die Frage „Kicken oder Kino?“. Entscheidungen werden nun gefällt zwischen Netflix und Playstation.

Den Tech-Konzernen geht es dabei lange nicht mehr um den Verkauf von Produkten, von Hard- oder Software. Es geht um den Zugang. Die Konzerne wollen die Kunden nicht mehr aus ihrem jeweiligen Kosmos herauslassen. Je mehr Zeit der Kunde mit den Angeboten von Microsoft verbringt, desto weniger Aufmerksamkeit kann er Netflix, Twitter oder Facebook schenken.

Wird Microsoft vom ZeniMax-Deal profitieren? Schwer zu sagen. Cash für Akquisitionen ist reichlich vorhanden. Das bilanzielle Risiko ist sehr gering. Ob die Aktie, die in den letzten Monaten sehr gut lief, vor diesem Hintergrund ein guter Deal für Anleger ist, verraten wir unseren ? Abonnenten und Clubmitgliedern in unserer Privatinvestor Jahresausgabe 2020, die Mitte Oktober erscheinen wird.

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Covid-19: Google Trends unterstützt die Forschung

+ aus der Praxis: So erkennen Sie starke Pioniere einer Branche

Was war in den letzten Tagen besonders wichtig an den Börsen? Ich werde es Ihnen verraten:

  1. Laut einer Analyse von ING Deutschland waren Privat- und Kleinanleger in der ersten Hälfte des Jahres 2020 besonders eifrig an den Märkten. Die Zahl der Anleger, die mindestens einmal in diesem Zeitraum mit Wertpapieren handelten, stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um 69 Prozent. Auch das Handelsvolumen schnellte in die Höhe: Das Kaufvolumen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 166 Prozent, das Verkaufsvolumen um 156 Prozent an.
  2. Laut einer vorläufigen Anordnung der irischen Datenschutzbehörde gegen Facebook soll das soziale Netzwerk seine Datenübertragung in die USA stoppen. Die Beamten berufen sich auf das Urteil des EuGH, mit dem Mitte Juli der Privacy Shield gekippt wurde. Demnach seien die Daten europäischer Bürger und Bürgerinnen nicht ausreichend geschützt, da US-amerikanische Geheimdienste darauf zugreifen könnten.
  3. Dies konnte Donald Trump nicht verbieten: Laut Analyse von SensorTower war TikTok im August 2020 die Non-Gaming App mit den meisten Downloads: 63,3 Mio. weltweit. Vor allem in Indonesien und Brasilien konnte Bytedance viele neue User gewinnen. Das Video-Meeting-Tool Zoom rückte zwischen Juli und August 2020 von Platz drei auf zwei vor und generierte 52,2 Mio. Downloads.
  4. Ex-NSA-Direktor Keith Alexander sitzt nun im Board of Directors von Amazon. Ein Schelm, wer böses dabei denkt… Von der Berufung Alexanders in den Verwaltungsrat dürfte sich Amazon Unterstützung in der Arbeit mit dem US-Militär und den Nachrichtendiensten versprechen. Kurz gefragt: Haben Sie schon Ihr Prime-Abo verlängert?
  5. Der Termin für Apples Herbst-Event steht: Die Veranstaltung findet am 15. September 2020 um 19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit statt. Geplant ist die Vorstellung eines neuen kompakteren 5,4-Zoll-iPhones, zweier Varianten mit einer Bildschirmdiagonale von 6,1 Zoll sowie des neuen Max-Modells mit größerem 6,7-Zoll-Display

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Da sind wir ja schon wieder bei den Tech-Giganten gelandet. Wir kommen einfach nicht an ihnen vorbei…

Letzte Woche hat die Alphabet-Tochter Google ihre Daten zu Suchtrends im Zusammenhang mit den Covid-19-Symptomen veröffentlicht. Der Datensatz, der aus den Suchgewohnheiten der Nutzer gesammelt und zum Schutz ihrer Privatsphäre anonymisiert wurde, in erster Linie aus dem Suchvolumen von „mehr als 400 Symptomen, Anzeichen und Gesundheitszuständen wie Husten, Fieber und Atembeschwerden“. Er umfasst auch das Land und die Region der Suchenden.

Die gesammelten Daten können nun mehrere Verwendungszwecke haben. Naheliegend erscheint folgender: Epidemiologen haben seit den frühen Tagen der Pandemie daran gearbeitet, Hotspots vorherzusagen, und theoretisch könnte Google Trends dabei helfen, diese Vorhersagen zu erstellen.

Doch „es ist extrem schwierig, sich einen Datensatz wie diesen anzusehen und zu sagen: Ich weiß, was in der Welt vor sich geht.“, sagt Stephen Mooney, Assistenzprofessor für Epidemiologie an der Universität Washington. Dieser Datensatz allein könne nicht die volle Wahrheit über die Verbreitung von Covid-19 enthüllen.

Im Hinblick auf die Bekämpfung von Covid-19 könnte Google Trends für Wissenschaftler, die die gesundheitlichen Auswirkungen der Krankheit herausfinden wollen, dennoch nützlich sein. Da das Virus noch relativ neu ist, sind die Forscher noch dabei, die langfristigen Auswirkungen für diejenigen herauszufinden, die sich von einer Infektion erholt haben. Daten zu Suchtrends könnten ein Ausgangspunkt für Forscher sein, um andere Auswirkungen der Krankheit zu untersuchen.

Und ein letzter Schwenk zu Amazon: In den vergangen Tagen habe ich Ihnen an dieser Stelle mehrfach interessante Details zum Imperium von Mukesh Ambani berichtet. Nun bietet er Jeff Bezos einen Anteil an seinem Einzelhandelsgeschäft in Indien. Der Konzern Reliance Industries ist bereit, rund 40 Prozent seines Retail Business für rund 20 Mrd. USD zu verkaufen. Der Deal wäre für Amazon der bis dato größte. Der lokale Offline-Einzelhandel ist in Indien noch sehr stark. Amazon würde mit dem Investment ein großes Stück dies Kuchens bekommen.

Pionier oder Platzhirsch? Sie haben die Wahl!

Eng verknüpft mit Ihrer persönlichen Anlagestrategie und Ihrer individuellen Lebenssituation ist die Art der Unternehmen, nach denen Sie suchen sollten. Grob gesagt, existieren auf der Welt zwei Arten von Firmen an der Börse:

  1. Unternehmen, die mächtig wachsen, aber noch keine Gewinne erzielen. Hier steht das Wachstum der Kundenbasis an oberster Stelle. Erst wenn möglichst die gesamte Welt die Produkte und Dienste kennt, werden Preise, Produktionsverfahren und Infrastruktur so angepasst, dass von jedem Euro Umsatz möglichst viel Gewinn hängen bleibt. Aktuell vielleicht prominentestes Beispiel: Delivery Hero. Ich nenne sie Pioniere. Empfehlung: Eher etwas für junge Anleger mit weitem Anlagehorizont.
  2. Unternehmen, die nicht mehr wachsen, aber sehr profitabel arbeiten, haben diese zweite Stufe bereits erreicht. Womöglich haben sie noch etwas Potenzial in den Entwicklungsländern und können auch noch mit dem einen oder anderen neuen Service weitere Kunden begeistern, doch für Sie geht es nun vor allem um drei Dinge: Gewinne, Gewinne, Gewinne. Gut für uns Anleger: Wir profitieren meist in Form von Dividenden. Beispiele gibt es viele: Die großen Händler von Konsumprodukten, wie Unilever und Procter & Gamble fallen Ihnen hier vielleicht zuerst ein. Ich nenne sie Platzhirsche. Empfehlung: Eher etwas für ältere Semester, die mit Dividenden ein passives Einkommen erzielen möchten.

So weit, so gut. Zu den Erstgenannten möchte ich Ihnen an dieser Stelle etwas mehr erzählen.

Solche wachstumshungrige Unternehmen müssen Pioniere sein, First Mover in bestimmten Branche, die ersten mit einem absolut innovativen Produkt oder ähnliches…

Sie können es sich natürlich denken: Wir Investoren haben niemals die Garantie, dass solche trendprägenden Unternehmen auch auf lange Sicht zu den Gewinnern zählen werden. Aber die First Mover sind zumeist in der besten Lage, herausragende Talente an Land zu ziehen, lukrative Partnerschaften zu schließen und damit auch die lukrativsten Wachstumspotenziale zu erschließen.

Hinter jedem dieser First Mover reihen sich unzählige kleine Nachahmer ein. Und vor allem erkennen natürlich Schwergewichte, die Platzhirsche aus verwandten Branchen die neuen Chancen und investieren ihre Gewinne in entsprechende Forschung. Die Konkurrenz wird also schnell größer. Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen zu erkennen, die sich solcher Wettbewerber erwehren können. Keine leichte Aufgabe…

Doch ich habe für Sie ein ganz starkes Kriterium, das Ihnen helfen wird, starke Pioniere von schwachen One Hit Wonders zu unterscheiden:

Starke Pioniere besitzen eine durchdachte und gut funktionierende Marketing- und Vertriebsstrategie. Ihnen gelingt es, ihr innovatives Produkt auch an den Mann und an die Frau zu bringen. Ihre Problemlöser und Services versauern nicht auf Flipcharts, sondern finden den Weg zum Kunden.

Beispiel Google: Die Alphabet-Tochter war zu Beginn des Internet-Booms bei weitem nicht die einzige Suchmaschinen im Internet. Sie war aber die erste, bei der die Beliebtheit einer Website Auswirkung auf deren Rang in den Suchergebnissen hat – ein klarer Mehrwert für die Nutzer. Google präsentierte die besten Ergebnisse.

Beispiel Amazon: Mit einem aggressiven Marketing gelang es dem heutigen Giganten in immer mehr Geschäftsbereiche und Konsumsektoren vorzudringen. Zudem stand die Kundenzufriedenheit – zumindest anfangs – an oberster Stelle. Auch deshalb ist Amazon heute so dominant.

Google und Amazon sind schillernde Ausnahmen. Wie viele ehemalige Pioniere haben sich schon verlaufen im Dickicht der Kundenwünsche und festgefahren in den Sümpfen fehlender Finanzkraft? Starke Pioniere zu finden ist und bleibt eine Paradedisziplin. Wer sie jedoch treffsicher erkennt, wird nicht selten sein Investment verzehnfachen.

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Welchen Effekt hat Robinhood auf die Aktienmärkte?

+ aus der Praxis: Warum Sie die Konkurrenz nicht aus dem Blick verlieren sollten

Für einige Wochen nach dem Corona-Crash an den Börsen war eine Story besonders populär: Die Trading App Robinhood und ihre zumeist jungen Nutzer beeinflussen den Markt. Immer mehr Kleinanleger investieren ohne echte Analyse oder Vorkenntnis in gehypte Aktien. Auch in unserem Podcast hatte ich mit Florian König, Alan Galecki und Pascal Andres darüber gesprochen.

Eine Analyse von Barclays läuft dieser Story nun zuwider. Die Studie verglich die Aktien, die Robinhood-Nutzer kauften, mit der Bewegung im S&P 500. Ein Zusammenhang wurde nicht entdeckt. Insbesondere soll es keine Korrelation geben zwischen der Day-to-Day-Veränderung eines Aktienkurses und der Veränderung der Anzahl der Robinhood-Investoren, die diese Aktien halten.

Zwar übten Robinhood-Anleger Einfluss beispielsweise auf den Kurs von Kodak aus, doch das bedeute nicht, dass sie größere Unternehmen (wie Apple oder Amazon) oder den Aktienmarkt insgesamt wesentlich beeinflussen. Es scheint einige Aktien zu geben, bei denen der Robinhood-Effekt real ist, aber bei den meisten Aktien sei dies nicht der Fall.

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Das E-Rezept kommt: Gigant Amazon erscheint am Horizont

Jeff Bezos hat mit dem Kauf von Pillpack in den USA seinen Handschuh bereits in den Ring geworfen. Im morgigen Podcast Nummer 20 sprechen wir auch über Zur Rose, das Mutterschiff des Medikamenten-Händlers DocMorris. Die größte europäische Versandapotheke sieht sich für einen möglichen Einstieg von Amazon in den Medikamentenmarkt gut gewappnet. „Wir geben Gas, wir bauen unseren eigenen Online-Gesundheitsmarktplatz auf“, sagt Walter Oberhänsli, Chef der Zur-Rose-Gruppe. Die neue Plattform soll noch in diesem Jahr in Deutschland starten. Die Vision dahinter: Ein Online-Marktplatz, der neben einem E-Rezept-Service und Angeboten stationärer Apotheker auch Serviceleistungen von Krankenkassen, Versicherungsprodukte und Apps zum Gesundheitsmanagement anbietet. Als Plattformbetreiber würde die Zur-Rose-Gruppe an Umsätzen mit rezeptfreien Medikamenten anderer Händler, die dort Dienste anbieten, mitverdienen – wie Amazon auf seiner eigenen Plattform. Das Unternehmen kassiert nach Branchenangaben 15 Prozent.

Auch Gedankenspiele über eine Fusion mit der zweitgrößten Versandapotheke Europas, Shop Apotheke Europe, sind noch nicht vom Tisch.

Künstliche Intelligenz für die Psyche

Der gesamte Gesundheitsmarkt ist hart umkämpft. Mit der Ankündigung eines neuen Sprachüberwachungs-Tools namens Tone versprach Amazon vor wenigen Tagen, dass es sogar wisse, wie sich Glück anhört.

Tone wird ein Bestandteil von Amazons neuem tragbaren Health Tracker mit dem Namen Halo sein. Die Benutzer haben die Wahl, ob sie den ganzen Tag über Ausschnitte ihrer Rede testen möchten oder ob sie das Gerät bis zu 30 Minuten am Stück einschalten möchten, um einen detaillierten Bericht darüber zu erhalten, wie sie in einem bestimmten Gespräch geklungen haben. Basierend auf KI-Algorithmen, die entwickelt wurden, um die „Positivität“ und „Energie“ in menschlichen Stimmen zu erkennen, gibt das Tool vor, den Benutzern Feedback zum Klang ihrer Stimme zu geben, damit sie ihre Kommunikationsfähigkeiten und Beziehungen verbessern können.

„Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass es ein einziges objektives Maß geben könnte“, sagt jedoch Jim Allen, Professor für Psychologie an der State University of New York. Er schreibt und lehrt über die Psychologie des Glücks. Unsere Wahrnehmung, wie eine glückliche Stimme klingt, variiere je nach Kultur, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und anderen persönlichen Faktoren.

Ein Sprecher von Amazon sagte, dass die Entwickler diesen Unterschieden Rechnung getragen hätten, indem sie Stimmproben von Zehntausenden von Stimmen aus verschiedenen Regionen und demographischen Gruppen der USA herangezogen hätten. Ein Team von Amazon-Mitarbeitern hörte sich dann die Aufnahmen an und bewertete die Stimmen als glücklich oder traurig, um „Positivität“ zu bestimmen.

Amazon vs. Zur Rose: Der Gesundheitsmarkt bietet in diesen Tagen spannende Beispiele dafür, worauf wir Anleger achten sollten.

Drehen Sie jeden Stein zweimal um – nein, dreimal!

Als Investor arbeiten Sie wie ein Detektiv. Sie recherchieren gründlich und analysieren alle verfügbaren Daten so präzise wie möglich, um Ihr Geld am Ende effektiv anzulegen.

Wenn Sie das Investitionspotenzial eines Unternehmens bewerten wollen, müssen Sie detaillierte Informationen über das Unternehmen aus allen möglichen Blickwinkeln sammeln.

Nicht nur die Informationen, die Sie auf den Investor-Relations-Seiten des Unternehmens finden, sind relevant. Auch die Konkurrenz kann Ihnen viel verraten über das Marktumfeld, die Branche und die Zukunftsaussichten des Geschäftsmodells.

Wollen Sie heute noch eine Amazon-Aktie kaufen? Dann schauen Sie doch vor mal in die Geschäftsberichte von Zur Rose. Womöglich erkennen Sie dann das volle Potenziale und auch die Risiken des Gesundheitsmarktes. Der Blick auf die Konkurrenz gehört zu jeder guten Fundamentalanalyse.

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Das neue Öl: Super Apps mischen den asiatischen Markt auf

+ aus der Praxis: 4 Grundregeln, die helfen, auch 2020 langfristig souverän zu investieren

Im August legten die Aktienmärkte weltweit weiter zu. Der DAX kletterte um 5,13 Prozent, der breiter aufgestellte Stoxx Europe 600 um 2,86 Prozent, In den USA gewann der S&P 500 weitere 5,64 Prozent. Viele aktuelle Quartalsberichte gaben diesen Kletterpartien den nötigen Halt. Vor allem in den USA, aber auch in Deutschland gab es Anlass zu neuer Hoffnung. Die Unternehmen des S&P 500 beispielsweise übertrafen die Gewinnerwartungen der Analysten um 23 Prozent.

Auch so manches Konjunkturdatum entwickelte sich besser als von vielen erahnt. Der deutsche Einkaufsmanagerindex kletterte um 2 auf 53 Punkte – der höchste Stand seit 2018. Der ifo-Geschäftsklima-Index stieg von 90,4 auf 92,6 Punkte und der ZEW-Konjunkturindex von 59,3 auf 71,5 Punkte.

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Nicht wenige Investoren rechnen in diesen Tagen mit unablässig sprudelnder staatlicher Unterstützung. Die Fed hat inzwischen so ziemlich alle Register gezogen, um der US-Wirtschaft zu helfen. Anleihen im Wert von 80 Mrd. USD pro Woche wurden bereits gekauft, um die Zinsen niedrig zu halten. Die Fed kündigte an, dass sie die Zinsen auch dann niedrig halten wird, falls der Preisanstieg wieder anziehen sollte.

Niedrigere Kreditkosten sollten es den Unternehmen leichter machen, sich zu refinanzieren, wodurch Ausfälle weniger wahrscheinlich werden. Da sicherere Anlagen so wenig Ertrag abwerfen, haben die Anleger möglicherweise das Gefühl, dass sie kaum eine andere Wahl haben, als Aktien zu kaufen.

Auch Trading Apps à la Robinhood gaben den Aktien in den vergangenen Monaten Rückenwind. Noch nie war es einfacher, Aktien zu kaufen. Eine frische, junge Generation von Anlegern schaffte es per Smartphone auf den Aktienmarkt. Inmitten der weit verbreiteten Lockdowns zu Beginn dieses Jahres hatten viele Menschen wahrscheinlich kaum andere Gelegenheiten, ihr Geld zu verkonsumieren. Die klassischen Wettbüros waren mangels sportlicher Events geschlossen. Viele hatten dank der staatlichen Stimulierung auch zusätzliches Geld in der Tasche.

Die Frage bleibt, ob der Aktienmarkt und die High Flyer der Tech-Branche, die ihn tragen, weiterhin der Schwerkraft trotzen werden. Wenn der US-Arbeitsmarkt und die Wirtschaft nicht in Schwung kommen, kann es eng werden.

Noch rockt die Stimuli-Party…

Die viel beachtete Zahl der Anträge auf US-Arbeitslosenunterstützung stieg zuletzt um 2,2 Millionen auf 29,2 Millionen – der größte Anstieg seit dem 1. August. Am gestrigen Montag, den 7. September begann das kalifornische Ministerium für Beschäftigungsentwicklung mit der Auszahlung von 900 USD an 3,1 Mio. anspruchsberechtigte Antragsteller auf Arbeitslosenversicherung. Diese Pauschalzahlung besteht aus drei wöchentlichen Zahlungen in Höhe von 300 USD  im Rahmen des bundesstaatlichen Lost Wages Assistance Program, das durch die Executive Order von Präsident Trump genehmigt wurde und auf den Katastrophenhilfsfonds der FEMA zurückgreift. Sie erfolgt zusätzlich zur regulären Arbeitslosenversicherung auf bundesstaatlicher Ebene und ersetzt die 600 USD pro Woche, die Ende Juli mit dem CARES Act ausgelaufen waren.

Kalifornien steht nicht allein da. Die Zusatzzahlungen werden Schritt für Schritt in den gesamten USA eingeführt. Jedoch ist keinerlei Finanzierung in Sicht, sobald die anfänglich genehmigten 44 Mrd. USD aus dem FEMA-Fonds aufgebraucht sind.

Wie nachhaltig ist die Erholung?

In Europa warnt die Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) nun vor einer „verlängerten Risikolaufzeit für institutionelle und private Anleger“ sowie  „möglicherweise erheblichen Marktkorrekturen“. „Besonders besorgniserregend“ seien die Nachhaltigkeit der jüngsten Markterholung und die möglichen Auswirkungen eines weiteren breiten Marktausverkaufs, so die ESMA in ihrem Bericht über Trends, Risiken und Schwachstellen im Jahr 2020.

Abgesehen von den unmittelbaren Risiken, die von einer zweiten Corona-Welle ausgingen, könnten auch andere externe Ereignisse wie der Brexit oder Handelsspannungen zwischen den USA und China die aktuell fragilen Marktbedingungen in naher Zukunft weiter destabilisieren.

Langfristig gesehen dürfte die Krise die Wirtschaftstätigkeit dauerhaft beeinträchtigen – „aufgrund dauerhafter Arbeitslosigkeit oder struktureller Veränderungen, die sich auf die künftigen Erträge auswirken könnten“. Der Anstieg der Verschuldung des privaten und öffentlichen Sektors könnte auch zu Solvenzproblemen führen.

Derivate-Problemberg bei SoftBank

Am gestrigen Montag verlor die Aktie des japanischen Telekommunikationskonzerns deutlich mehr als 7 Prozent. Einige Stunden zuvor hatte die Financial Times von massiven Wetten des Konzerns auf US-Tech-Werte berichtet. Bei der nächsten Korrektur drohen hohe Verluste. Insgesamt sollen Kaufoptionen im Wert von rund 30 Mrd. USD im Raum stehen. SoftBank selbst hat zuletzt Investitionen in Höhe von 4 Mrd. USD in die Aktien von Amazon, Microsoft, Netflix und Tesla offengelegt.

Bereits in dessen Gründungsjahr 1999 steckte SoftBank 25 Mio. USD in den B2B-Marktplatz Alibaba von Jack Ma. Der Börsengang von Alibaba folgte 2014 und ließ 25 Mrd. USD in die Unternehmenskassen fließen. Zum Vergleich: Facebooks IPO im Jahr 2012 generierte „nur“ 16 Mrd. USD.

Das bis dato wichtigste Alibaba-Produkt ist womöglich die App Tmall. Für westliche Augen eine schnöde Shopping App. Doch langfristig soll sie mehr werden als nur ein Marktplatz für die Hosentasche. Sogenannte „Super Apps“, die Chats, Video-Streaming, Shopping und Bezahlsysteme vereinen, sind in Asien der große Renner.

Das Rennen in Indien

Reliance Jio, von dem ich Ihnen an dieser Stelle bereits vergangene Woche berichtet habe, kooperiert aktuell mit Facebook, um zeitnah die Jio Super App auf den indischen Markt zu bringen. Diese soll das enorme Netzwerk von 10.901 Retail-Filialen ergänzen und den großen internationalen Wettbewerbern Amazon und Walmart Paroli bieten.

Mukesh Ambani, Vorstandsvorsitzender von Jio, kennen Sie sicherlich bereits dank seines Ausspruchs „Daten sind das neue Öl“. Im Jahr 2007 erweiterte er sein Petrochemie-Konglomerat Reliance Industries um den Mobilfunkanbieter Jio Infocomm. Seitdem wurde das Portfolio um Streaming, E-Commerce, Virtual Reality und diverse Unterhaltungsmedien ergänzt. Die in Kooperation Facebook entwickelte App soll alsbald den Schlussstein bilden, der das Gesamtgefüge zusammenhält und in bare Münze wandelt.

Das Internet wird in Indien massentauglich. Im Jahr 2016, bevor die Dienste von Jio eingeführt wurden, kostete ein einziges Gigabyte an mobilen Daten im Durchschnitt umgerechnet rund 2,60 EUR. Im Jahr 2019 lagen die durchschnittlichen Kosten für ein Gigabyte bei etwa 0,20 EUR. Die Ankunft von Jio  auf dem indischen Markt zwang andere Telekommunikationsanbieter in einen Preiskampf, wodurch Kosten und Preise auf breiter Front sanken. Diese Preisaggressivität, zusätzlich zur gut ausgebauten und günstigen 4G-Infrastruktur, machte Jio zur Nummer eins unter den Mobilfunkbetreibern des Landes.

Nicht nur Facebook blickt mittlerweile konzentrierter nach Asien. Im dortigen Streaming-Sektor halten Netflix und Amazon Prime Video jeweils rund 20 Prozent Marktanteil. Mike Hopkins, Senior Vice President von Prime Video und Amazon Studios, nannte Indien kürzlich einen „Prioritätsmarkt“, auf dem die Plattform über ein Dutzend eigener Originale veröffentlichen wird.

Netflix hat bisher aufgrund seiner hohen Preise nur wohlhabende Nutzer in Indien angezogen, versucht nun jedoch Wege zu finden, auch die Massen zu umwerben. Anfang September begann Netflix, indischen Android-Benutzern freien Zugang zu einigen seiner beliebtesten Titel wie Stranger Things, Bird Box, Love Is Blind und Grace and Frankie ohne Abonnement anzubieten. Ein Marketing-Versuch. Darüber hinaus begann der in Kalifornien ansässige Streaming-Gigant mit dem Testen eines „Mobile+“-Plans, mit dem Benutzer in High-Definition über Handys, Tablets und Computerbildschirme streamen können, und der für umgerechnet 4 EUR pro Monat angeboten wird. Und Disneys Streaming-Dienst Hotstar hat zwischen April und Juni 625.000 neue Abonnenten in Indien gewonnen.

Lassen Sie sich nicht abschrecken

Warnungen von Behörden, Pessimismus der Analysten, übermächtige Player und drohende Monopolbildung… Die Welt steht auch 2020 vor Herausforderungen. Doch war es jemals anders?

Mit einem breit diversifizierten Aktienportfolio ist es Ihnen langfristig möglich, erfolgreich zu investieren. Einige wenige Regeln sollten Sie aber stets beachten:

  1. Bleiben Sie realistisch: Die jährliche Realrendite von Aktien inklusive der reinvestierten Dividenden beträgt ca. 6,5 Prozent. Das bedeutet eine Verdopplung Ihres Vermögens alle zwölf Jahre.
  2. Investieren Sie langfristig: Bei Anlagezeiträumen von mindestens 20 Jahren sollten Sie den überwiegenden Teil Ihres Vermögens in Aktien investieren – auch um es vor Inflation zu schützen., Anleihen haben ein wesentlich höheres Inflationsrisiko als Aktien.
  3. Investieren Sie international: In Zukunft wird es keine Rolle mehr spielen, wo ein Unternehmen seinen Firmensitz hat. Entscheidend wird sein, welche Produkte es wo und an wen verkauft.
  4. Investieren Sie strategisch: Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen leiten. Verfolgen Sie stattdessen diszipliniert eine einmal festgelegte Strategie.

Mit unserem Börsenbrief Der Privatinvestor helfen wir Ihnen hier gerne weiter.

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Wie legen Sie 100.000 Euro am besten an?

Privatinvestor Podcast #21

Immer wieder werden wir gefragt: Wie lege ich eine Summe X am besten an? Menschen kommen zu uns und fragen nach Investmentchancen für 10.000, für 50.000, für 100.000 und sogar für 1 Million Euro und mehr. In Episode 21 des Privatinvestor Podcast zeige ich Ihnen, wie Sie hier vorgehen sollten.

Den Podcast finden Sie bei Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer, Audible, Amazon Music und in Ihrem favorisierten Podcatcher!

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Transkript

Immer wieder werden wir gefragt: Wie lege ich eine Summe X am besten an? Menschen kommen zu uns und fragen nach Investmentchancen für 10.000, für 50.000, für 100.000 und sogar für 1 Million Euro und mehr. Heute zeige ich Ihnen, wie Sie hier vorgehen sollten. Viel Spaß!

Meine Damen und Herren, herzlich willkommen zum Privatinvestor Podcast. Mein Name ist Henning Lindhoff und ich möchte heute meine Gedanken mit Ihnen teilen zur Frage: „Wie lege ich 100.000 Euro am besten an?“

Unseren Disclaimer finden Sie am Ende dieser Episode. Aus Compliance-Gründen kann ich Ihnen heute leider keine konkreten Aktientitel nennen. Mein Tipp: Abonnieren Sie unseren Börsenbrief „Der Privatinvestor“. Dann erhalten Sie in unserem Archiv alle Anlaysen zu den hier angedeuteten Unternehmen.

Na gut, wie gehen Sie vor, wenn Sie 100.000 Euro zur Verfügung haben und sinnvoll investieren möchten? Ein Patentrezept gibt es natürlich auch hier nicht. Ich will Ihnen aber Grundsätze und Möglichkeiten zeigen.

Geld, Investitionen und finanzielle Sicherheit sind keine Themen, für die es einfache Erklärungen gibt. Sie müssen zuallererst Ihre persönlichen Investmentziele exakt bestimmen. Dabei sollten Sie unter anderem folgende Aspekte einbeziehen:

  1. Ganz enstcheidend ist Ihr Lebensalter. Junge Menschen haben einen weiten Anlagehorizont. Anleger, die kurz vor der Rente stehen, sollten vor allem auf Vermögenserhalt setzen.
  2. Möchten Sie das Geld für sich selbst oder Ihre Nachkommen anlegen?
  3. Möchten Sie Ihr Vermögen weiter vermehren oder besteht Ihr Ziel darin, von anfallenden Dividenden Ihren Lebensunterhalt teilweise oder sogar komplett zu bestreiten?

Sie sehen: Auf die zunächst sehr simpel anmutende Fragestellung kann keine allgemeingültige Antwort gegeben werden. Ihr ganz konkretes, höchst individuelles Lebensszenario spielt eine entscheidende Rolle.

Ganz gleich, wie Ihr individuelles Anlageszenario aussieht, raten wir von „Der Privatinvestor“ Ihnen immer, genügend Cash für Ihre laufenden Fixkosten und für etwaige Notfälle vorzuhalten. Sie sollten bei Jobverlust mindestens 6 Monate von Ihrem Ersparten leben können. Zudem sind Gold und Silber wichtige Komponeneten einer effektiven Vermögensabsicherung. 10 bis 20 Prozent Ihres Vermögens sollten Sie in jedem Fall in Form physischer Edelmetalle besitzen – entweder in einem Bankschließfach oder im eigenen Tresor deponiert.

Soweit unsere fundamentalen Grundsätze. Jetzt geht es rein in die Praxis!

Ich gehe im Folgenden von 100.000 Euro aus, die so gut wie möglich angelegt werden sollen.

Und ich gehe von monatlichen Fixkosten in Höhe von 2.000 Euro aus. Dann beläuft sich die Mindest-Cash-Reserve auf 12.000 Euro. Die verbliebenen 88.000 Euro Vermögen werden zu 15,5 Prozent in Edelmetalle angelegt. Ein 250g schwerer Goldbarren kostet aktuell – es ist Montag, der 28. September 2020, 13.209 Euro im Ankauf. Somit verbleiben noch 74.791 Euro für Investments in Aktien.

Bis zu diesem Punkt gilt unsere Anlagestrategie für jeden Anleger, unabhängig von seiner konkreten Lebenssituation.

Nun aber wird es knackig. Ich werde Ihnen zwei verschiedene Musterszenarien für den weiteren Investment-Weg zeigen.

Für ein Depot namens „Ruheständler“ gehe ich von einem Anleger im Rentenalter aus, der sein bestehendes Vermögen so investieren möchte, dass er eine „Rentenlücke“ schließen kann. Ziel ist es hier, hohe Dividenden zu erzielen. Das bestehende Vermögen soll gesichert werden.

Für ein Depot namens „Erbin“ gehe ich von einer Anlegerin mittleren Alters aus, die von ihren Großeltern einen Geldbetrag geerbt hat und nun so investieren will, dass das Vermögen weiter wächst, ohne jedoch allzu viel Risiko eingehen zu müssen. Ihr Anlagestil ist erfolgsorientiert, aber weitgehend risikoavers.

Also gut. Los geht es mit unserem ersten Szenario.

Als Ruheständler setzen Sie am besten auf profitable Unternehmen mit sicherer Dividende. Hier bieten sich ganz aktuell zwei der großen Tabakkonzerne an. Aber auch die bekannten Konsumgüter-Giganten und Ölkonzerne. Auch der Sektor Lebensmittel bietet immer interessante Dividendentitel. Selbst die Corona-Krise kann nicht verhindern, dass hier einige starke Konzerne ihre beeindruckende Historie als Dividendenkönige fortsetzen werden. Empfehlen möchte ich Ihnen an dieser Stelle unsere Publikation „Der Privatinvestor Dividendenkönige“.

Die verbliebenen 74.791 Euro können Sie in diesem Szenario „Ruheständler“ nach Belieben auf die Aktien dieser Unternehmen aufteilen. Wir empfehlen eine gleichmäßige Allokation.

Während ich im ersten Szenario vor allem auf Sicherheit, Vermögenserhalt und sichere Dividenden setze, will ich Ihnen im zweiten Szenario „Erbin“ eine etwas sportlichere Strategie vorschlagen.

Haben Sie persönlich Ihre Lebensmitte noch nicht überschritten, darf das Vermögen durchaus noch etwas wachsen. Neben den oben erwähnten Assetklassen Cash und Edelmetalle spielen hier Wachstumsaktien aus der IT und der Industrie eine wichtige Rolle.

Dank exzellenter Logistik und einer eigenen Medikamentensparte wird er, unserer Einschätzung nach, Amazon und Alibaba Paroli bieten können.

Auch ein hochwertiger Vertreter der Pharmabranche sollte nicht fehlen. Ein dänisches Unternehmen hat es uns hier besonders angetan. Ihre Ära ist noch lange nicht vorbei.

Extrem stark ist die Cashflow-Generierung eines IT-Systemhauses aus deutschen Landen. Seine Langfristperspektive und die Wachstumsaussichten sind vielversprechend. Die Nachfrage nach performanter IT-Infrastruktur wird in absehbarer Zeit nicht abreißen.

Konkrete Namen darf ich Ihnen leider auch hier nicht nennen. Abonnenten von „Der Privatinvestor“ schauen am besten einfach in unsere Datenbank.

Das war es auch schon. Kurz und knackig, hoffe ich. Ich habe Ihnen zwei verschiedene Anlageszenarien präsentiert und entsprechende Investments vorgeschlagen. Cash, Aktien und Edelmetalle gehören zu jeder vernünftigen Anlagestrategie. In welche Aktien Sie danach investieren hängt maßgeblich von Ihrer Lebenslage und Ihren Anlagenzielen ab.

Ein Merksatz gilt immer: Je näher der Ruhestand rückt, desto stärker sollten Sie auf zuverlässige Dividendenzahler setzen. Junge Menschen können den Fokus auf Wachstumstitel richten.

Disclaimer

Alles, was Sie in diesem Podcast jemals hören werden, sind natürlich stets unsere eigenen, höchst subjektiven Einschätzungen. Genau deshalb übernehmen wir keinerlei Haftung für Ihre Transaktionen an der Börse. Denken Sie daran: Geldanlage ist Chefsache – nämlich Ihre eigene.

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Dystopia & Metaversum: Hinter dem Kampf zwischen Apple und Epic steckt mehr als nur Geld

+ aus der Praxis: So finden Sie Wachstumsbranchen mit Burggraben-Effekt

Die Themen und Hashtags sprudeln nur so in diesen Tagen. Beginnen wir heute direkt mit einem Knaller:Der E-Zigarettenhersteller Juul plant, 2.200 seiner Mitarbeiter zu entlassen. Bereits im April gingen 1.000 Jobs verloren. Zudem erwägt das Management, den Vertrieb in Europa und Asien einzustellen und sich stattdessen auf die USA und Großbritannien zu fokussieren. Hier werden aktuell 90 Prozent des Umsatzes erzielt.

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K.C. Crosthwaite, seit einem Jahr Juuls CEO, schrieb am vergangenen Mittwoch in einer E-Mail an seine Mitarbeiter, dass die Geschäftsbereiche nicht genügend Einnahmen generierten, um weitere Investitionen zu rechtfertigen, und dass die Kürzungen ermöglichen würden, in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien zu investieren. Oberstes Ziel scheint es zurzeit, den Aufsichtsbehörden zu zeigen, dass Vaping weniger schädlich sei als das Rauchen der klassischen Zigaretten. „Diese Investitionen werden zwar kurzfristig keine Einnahmen bringen, aber sie werden uns helfen, Vertrauen zu gewinnen und langfristig ein Unternehmen aufzubauen“, so Crosthwaite in seiner E-Mail.Für Altria bedeutet dies eine große Herausforderung. Im Jahr 2018 generierte Juul Einnahmen von 1,3 Mrd. USD. Ende 2018 erwarb Altria 35 Prozent von Juul für sage und schreibe 12,8 Mrd. USD. Wir sprechen hier also von einer Unternehmensbewertung von 38 Mrd. USD. Aus heutiger Sicht viel zu hoch.

Laut Management im Februar 2019 sollten die Einnahmen für das Jahr 2019 auf 3,4 Mrd. USD steigen. Doch die Einnahmen betrugen letztlich nur 2 Mrd. USD, was einen Verlust von 1 Mrd. USD bedeutete. Altria wiederum verbuchte einen Verlust in Höhe von 4,1 Mrd. USD auf seine 12,8-Milliarden-Beteiligung und schrieb diese im dritten Quartal 2019 um ein Drittel ab.

Im Jahr 2019 weckten eine Reihe von Todesfällen und Hunderte von Krankenhauseinweisungen aufgrund schwerer Atemwegserkrankungen im Zusammenhang mit Vaping Forscher und Regulierungsbehörden auf. Im Mai 2019 reichte North Carolina als erster Bundesstaat eine Klage gegen Juul ein, in der ihm unter anderem vorgeworfen wurde, sich in unlauterer Weise an Jugendliche zu wenden. Andere Staaten folgten mit rechtlichen Schritten, die bis heute andauern. Der letzte war der Bundesstaat Washington, der vor wenigen Tagen eine Verbraucherschutzklage gegen Juul einreichte, in der dem Konzern vorgeworfen wird, dass er minderjährige Verbraucher ins Visier nimmt. Im April 2020 reichte die Federal Trade Commission eine Kartellklage gegen Altria ein und behauptete, dass Altria im Jahr 2018 geheime Geschäfte mit Juul abgeschlossen habe, in deren Rahmen Altria aus dem Markt austrat und den ehemaligen Konkurrenten erwarb.

Die Herausforderungen für Altria werden in diesen Tagen nicht kleiner. Das 12,8 Mrd. USD schwere Kronjuwel verliert Geld und steht vor enormen regulatorischen Problemen.

K.C. Crosthwaite, seit einem Jahr Juuls CEO, schrieb am vergangenen Mittwoch in einer E-Mail an seine Mitarbeiter, dass die Geschäftsbereiche nicht genügend Einnahmen generierten, um weitere Investitionen zu rechtfertigen, und dass die Kürzungen ermöglichen würden, in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien zu investieren. Oberstes Ziel scheint es zurzeit, den Aufsichtsbehörden zu zeigen, dass Vaping weniger schädlich sei als das Rauchen der klassischen Zigaretten. „Diese Investitionen werden zwar kurzfristig keine Einnahmen bringen, aber sie werden uns helfen, Vertrauen zu gewinnen und langfristig ein Unternehmen aufzubauen“, so Crosthwaite in seiner E-Mail.

Für Altria bedeutet dies eine große Herausforderung. Im Jahr 2018 generierte Juul Einnahmen von 1,3 Mrd. USD. Ende 2018 erwarb Altria 35 Prozent von Juul für sage und schreibe 12,8 Mrd. USD. Wir sprechen hier also von einer Unternehmensbewertung von 38 Mrd. USD. Aus heutiger Sicht viel zu hoch.

Laut Management im Februar 2019 sollten die Einnahmen für das Jahr 2019 auf 3,4 Mrd. USD steigen. Doch die Einnahmen betrugen letztlich nur 2 Mrd. USD, was einen Verlust von 1 Mrd. USD bedeutete. Altria wiederum verbuchte einen Verlust in Höhe von 4,1 Mrd. USD auf seine 12,8-Milliarden-Beteiligung und schrieb diese im dritten Quartal 2019 um ein Drittel ab.

Im Jahr 2019 weckten eine Reihe von Todesfällen und Hunderte von Krankenhauseinweisungen aufgrund schwerer Atemwegserkrankungen im Zusammenhang mit Vaping Forscher und Regulierungsbehörden auf. Im Mai 2019 reichte North Carolina als erster Bundesstaat eine Klage gegen Juul ein, in der ihm unter anderem vorgeworfen wurde, sich in unlauterer Weise an Jugendliche zu wenden. Andere Staaten folgten mit rechtlichen Schritten, die bis heute andauern. Der letzte war der Bundesstaat Washington, der vor wenigen Tagen eine Verbraucherschutzklage gegen Juul einreichte, in der dem Konzern vorgeworfen wird, dass er minderjährige Verbraucher ins Visier nimmt. Im April 2020 reichte die Federal Trade Commission eine Kartellklage gegen Altria ein und behauptete, dass Altria im Jahr 2018 geheime Geschäfte mit Juul abgeschlossen habe, in deren Rahmen Altria aus dem Markt austrat und den ehemaligen Konkurrenten erwarb.

Die Herausforderungen für Altria werden in diesen Tagen nicht kleiner. Das 12,8 Mrd. USD schwere Kronjuwel verliert Geld und steht vor enormen regulatorischen Problemen.

Doch nicht nur Altria hat viel Arbeit vor der Brust. In Zeiten der Corona-Krise steigt das Emissionsvolumen der sogenannten „Junk Bonds“ enorm. Dies verriet ich Ihnen bereits am vergangenen Montag. Analysten von Standard & Poor’s haben nun aktuelle Zahlen zusammengetragen. Demnach reden wir hier von einem Anleihevolumen von 320 Mrd. USD bis Mitte Juli 2020. Zum Vergleich: Im gesamten Krisenjahr 2009 erreichte der Berg der „Schrottanleihen“ 308 Mrd. USD.

Zocker und High-Yield-Jäger fühlen sich wie im Paradies. Langfristinvestoren auf der Suche nach verlässlichem Wachstum haben es jedoch schwerer.

Apple investiert weiter

Nun betreibt der IT-Gigant sein erstes Rechenzentrum in Europa. Das 45.000 Quadratmeter große Center im dänischen Viborg ist ab sofort in Betrieb und soll Apple-Dienste wie iMessage, Siri und Musik-Streaming sowie den App Store in Europa versorgen.

App Store? Da war doch was…

Richtig. Der Streit mit dem Spieleentwickler Epic Games zieht weitere Kreise. Neueste Entwicklung: Auch das deutsche Bundeskartellamt verfolgt nun die Auseinandersetzung zwischen den Unternehmen.

Natürlich geht es ums Geld – auf den ersten Blick: Die Apple-Richtlinien sehen vor, dass App-Entwickler 30 Prozent Provisionsabgaben entrichten müssen. Dies gilt insbesondere auch für In-App-Käufe. Dagegen wehrte sich Epic Games und setzte kurzerhand eine eigene Bezahl-Option in seinem Spiele-Klassiker „Fortnite“ ein, was wiederum gegen Apples Richtlinien verstößt und den Rauswurf des Entwickler-Kontos zur Folge hatte. Das Ganze geht nun den juristischen Weg.

Auf den zweiten Blick geht es womöglich um mehr als nur den schnöden Mammon: Kennen Sie den Roman „Snow Crash“ von Neal Stephenson?

Amazon-Gründer Jeff Bezos soll mit Stephenson befreundet und von diesem 1999 zur Gründung seiner Space-Firma Blue Origin ermutigt worden sein. „Snow Crash“ handelt von einer dystopischen, durchtechnisierten Zukunft. Megakonzerne herrschen, der Staat hat sich zurückgezogen. Ein zentrales Konzept ist das „Metaversum“, eine digitale Zwischenwelt, in die die Menschen eintauchen, um aus der deprimierenden Realität zu fliehen.

Im Jahr 2019 sagte Epic-Gründer Tim Sweeney, das letzte Ziel seines Unternehmens sei es, „etwas Ähnliches wie das Metaversum zu bauen“. Auf diesem Weg wird er nicht der Einzige sein. Was wir aktuell beobachten, sind womöglich die Geburtswehen unterschiedlicher, miteinander konkurrierender digitaler Konsum-Entertainment-Parallelwelten – erste Scharmützel um Klicks und Bewohner inklusive.

Doch kommen wir zurück zum Aktienmarkt…

Der Megatrend der Digitalisierung lässt uns auch hier nicht kalt. Als Anleger wollen wir langfristig Wachstum sehen. Natürlich können wir auch in weniger schnell wachsenden Industriezweigen Unternehmen finden, deren Marktwert recht zügig steigen werden, doch in schnell wachsenden Branchen ist die Anzahl solcher Chancen natürlich um ein Vielfaches größer.

Es ist wichtig, zu verstehen, dass wir nicht nur nach zuverlässig wachsenden Branchen suchen, sondern auch nach wichtigen und bedeutenden Industrien. Das ist entscheidend, da grundlegende wirtschaftliche Trends im Regelfall zwei Dinge implizieren:

  1. einen existierenden großen Markt und
  2. einen schnell wachsenden Trend.

Doch was genau lässt Industrien wachsen?

Voraussetzung ist sicherlich, dass Produkte oder Leistungen angeboten werden, die von mehr und mehr Kunden auf der ganzen Welt nachgefragt und gekauft werden. Grundsätzlich gibt es drei Auslöser für wachsende Industrien: Erfindungen, Weiterentwicklungen und Adaptionen. Jeder dieser drei Punkte kann Quelle sein für interessante Unternehmen.

Die heutigen IT-Giganten wie Apple und Samsung profitieren beispielsweise von der Weiterentwicklung des klassischen Handys hin zum Smartphone. Auf diesem Weg hat zuerst Apple, dann Samsung den vormaligen Klassenprimus Nokia an den Rand der Insolvenz gedrängt.

Nvidia wiederum profitiert von der Adaption bestehender Technologien. Hier liegt das Geschäftsmodell darin, ein bestehendes Produkt (die Grafikkarte) für neue Anwendungen (das Deep Learning) zu nutzen. Während die Gaming-Sparte gesättigt ist und kaum mehr signifikantes Wachstumspotenzial bereithält, steht der Bereich des Deep Learnings noch vor einer grandiosen Zukunft. Hier wird der Bedarf an leistungsfähigen Grafikchips enorm sein.

Die Frage, ob eine wachsende Industrie langfristig von Bedeutung sein wird, kann niemand zu 100 Prozent wissen. Wird ein Produkt jemals unersetzlich sein? Wann wird es durch eine Weiterentwicklung ersetzt? Kann es mittels Adaption vor seinem Untergang bewahrt werden? All dies sind äußerst komplexe Fragestellungen. Aber wir als Investoren können und sollten Antworten suchen.

Die entscheidende Frage, die wir uns stellen müssen, lautet:

  1. Kann diese Branche in fünf Jahren noch wachsende Umsätze generieren?

Wichtig: Die angefragte Zeitspanne hängt natürlich von Ihrem individuellen Anlagezeitraum ab. Sie können auch fragen, ob die Umsätze in zehn Jahren noch steigen werden.

Eine Branche, für die wir auf diese Frage mit einiger Sicherheit mit „Ja“ antworten können, ist der E-Commerce. Sie kennen natürlich Amazon. Hätten Sie im Juni 1997, also kurz nach Börsenstart, zu etwa 1,45 USD pro Aktie investiert, wären Sie heute ein gemachter Mann, eine gemachte Frau: Sie hätten Ihr Geld verzweitausendfacht. Rechnen Sie selbst aus, vor welchem Strandparadies Sie heute auf Ihrer Luxusjacht herumschippern würden…

Doch wer glaubt, dass E-Commerce damit schon am Ende ist, sollte zur Kenntnis nehmen, dass Online Shopping in Deutschland gerade einmal 10 Prozent des Einzelhandelsumsatzes ausmacht. Corona wird diesen Wert für 2020 nach oben drücken. Doch auch in anderen Ländern sind die Zahlen noch ähnlich niedrig. Hier liegt also noch Musik in der Luft. Und neben Amazon agieren noch andere hochinteressante Konzerne mit Börsennotierung auf diesem Gebiet.

Und noch eine wichtige Frage zur Beurteilung eines Industriezweiges: Was würde passieren, wenn diese Branche einfach so verschwinden würde?

Sie kennen die Antwort, liebe Leser: Würde eine wirkliche wichtige Branche einfach wegfallen, würde morgen beispielsweise das Online Shopping gesetzlich verboten werden, würde natürlich ein riesige öffentliche Diskussion aufflammen. Amazon und Co. sind nahezu systemrelevant. E-Commerce als Branche hat einen Burggraben. Jetzt stellt sich aber die Frage, welches Unternehmen innerhalb dieses Burggrabens ebenfalls einen Burggraben besitzt. Welches Unternehmen im Wachstumsmarkt E-Commerce ist so stark am Markt, dass es kaum noch verdrängt werden kann?

Fällt Ihnen ein Titel ein? Ich schreibe zu diesem Thema mehr in der kommenden Woche.

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E-Commerce wächst: Auch Target und Walmart profitieren

+ aus der Praxis: Berechnungsgrundlagen zum Cashflow

Sie wissen es, werte Leser, und ich habe es an dieser Stelle des Öfteren erläutert: Nach dem Corona-Crash haben wir in den letzten Wochen und Monaten einen extrem dynamischen Bullenmarkt beobachten können. Die Stimmung an den Märkten wandelt sich aber in diesen Tagen wieder. Erste Warnleuchten springen an, zum Beispiel der berühmte Buffett-Indikator. Die Marktbewertung aller weltweiten Aktien hat nun die Weltwirtschaftsleistung überholt. In der Vergangenheit war dies kein gutes Zeichen. In den Jahren 2007, 2017 und Anfang 2020 ging es danach kräftig runter.

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Nichtsdestotrotz sehen wir aktuell noch einige Peaks. Apple hat endlich die 2 Bio. USD Marktbewertung geknackt. Die Tesla-Aktie peilt die 2.000-USD-Grenze an. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens hat sich seit März mehr als verfünffacht.

Und auch Airbnb drängt nun an die Börse. Das Unternehmen aus San Francisco reichte seinen Antrag für eine Aktienplatzierung ein. Wie viele Aktien und zu welchem Preis dabei angeboten werden sollen, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Der Einzelhandelsgigant Target hat gute Zahlen gemeldet. Der frühzeitige Einstieg in das Online-Geschäft macht sich längst bezahlt und hat insbesondere während Corona Früchte getragen. Der Quartalsumsatz stieg auf 23 Mrd. USD. Die Bruttomarge mit 28 Prozent und die EBIT-Marge mit knapp 5 Prozent sind ordentlich. Die Eigenkapitalrendite beträgt fast 25 Prozent. Und Target wächst noch weiter: Der Umsatz stieg in den letzten 10 Jahren um 1,8 Prozent pro anno, der Gewinn je Aktie um 6,8 Prozent. Die Dividende wird seit 2011 Jahr für Jahr gesteigert. Die Payout Ratio liegt bei gesunden 48 Prozent. Anleger sollten jedoch die Verschuldung im Auge behalten.

Das Target-Management blickt nun mit Spannung auf die politischen Verhandlungen um ein neues CARES-Paket in den USA. Heute werden im Laufe des Tages neue Zahlen zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe gemeldet.

Neben Target ist auch Walmart stark im boomenden E-Commerce vertreten. Die Umsätze des gesamten US-Online-Einzelhandels stiegen im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent saisonbereinigt auf 211 Mrd. USD. In absoluten Zahlen war der Sprung im Vergleich zum zweiten Quartal des letzten Jahres der größte, der jemals gemessen wurde.

Walmart berichtete vor wenigen Stunden, dass seine Online-Verkäufe im zweiten Quartal im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres um 97 Prozent gestiegen seien. Zwar sank die Anzahl der Transaktionen in den USA um 14 Prozent, doch gleichzeitig wurden die Warenkörbe immer größer. Um 27 Prozent stieg zuletzt das durchschnittliche Volumen eines einzelnen Einkaufs.

Das Weihnachtsgeschäft 2020 rückt zudem näher. Sony und Microsoft werden sich hier einen neuen Schlagabtausch liefern. Beide Konzerne stellen neue Spielekonsolen vor. Profiteur des Wettstreits ist Nvidia. Der Grafikkarten-Experte liefert seinen Ampere-Chip sowohl an Sony wie auch an Microsoft.

Nvidias Zahlen zum zweiten Quartal 2020 sind stark. Im Datacenter-Segment wuchs der Umsatz um 167 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Gaming-Segment legte beim Umsatz um rund 25 Prozent zu. Andere Bereiche brechen jedoch derzeit weg: Automotive sowie das Visualisierungsgeschäft mit Quadro-Lösungen machten deutlich weniger Umsatz. Unter dem Strich wuchs Nvidias Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent. Steigende Kosten drücken auf die Gewinnmargen. Der Gewinn je Aktie legte nur um 10 Prozent auf 2,18 USD je Aktie zu. Die Erwartungen vieler Analysten wurden dennoch übertroffen. Der operative Cashflow wuchs in den letzten Jahren oft zweistellig. Nach Abzug der Investitionen ergab sich zuletzt ein jährliches Free-Cashflow-Wachstum von 35 Prozent.

Bilanzbuchhalter berechnen den Cashflow nach folgender Formel:

Gewinn + Abschreibungen +/- Rückstellungen = Cashflow

Abschreibungen verteilen die Kosten einer Investition über die Laufzeit ihrer Nutzung. Beispiel: Ein Unternehmen kauft eine Fräsmaschine für 80.000 EUR. Die Maschine wird 8 Jahre lang genutzt und kann daher mit 10.000 pro Jahr abgeschrieben werden. Da die 80.000 EUR im Jahr der Anschaffung ausgegeben wurden, muss man diese Ausgabe vom Gewinn subtrahieren.

Rückstellungen mindern ebenfalls den Gewinn. Sie werden für ungewisse oder spätere Verbindlichkeiten gebildet, beispielsweise Kosten für Pensionen der Mitarbeiter oder für laufende Gerichtsverfahren. Auch dies mindert den Gewinn, obwohl noch kein Cash geflossen ist. Rückstellungen können aber auch wieder aufgelöst werden, wenn ihr Grund entfallen ist, ein juristisches Verfahren zum Beispiel gewonnen wurde.

Bei Abschreibungen und Rückstellungen fließt kein Geld. Obwohl der Gewinn gedrückt wird, befindet sich das Geld noch in den Kassen des Unternehmens und steht zur Finanzierung neuer Investitionen oder auch zur Schuldentilgung bereit. Auch ist es nachvollziehbar, dass Unternehmen mit einem hohen Cashflow leichter und günstiger neue Kredite bekommen. Je höher der Cashflow, desto höher auch die Finanzkraft des Unternehmens.

Dies zunächst als kurze Einführung. Als Investoren müssen wir noch differenzierter an das wichtige Thema Cashflow herangehen. Welche Details hier von Bedeutung sind, verraten ich Ihnen in den kommenden Tagen auf dem Privatinvestor-Blog.

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Die Nachfolger von Wirecard unter der Lupe

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Spannend werden heute die neue Zahlen von Walmart und morgen der Quartalsbericht von Target. Die bis Ende Juli gezahlte US-Sonder-Arbeitslosenhilfe hat den Konsum ordentlich stimuliert. Dieser Faktor bricht nun weg und könnte die vom Konsum abhängige US-Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen. Goldman Sachs sieht dennoch 3.600 Punkte für den S&P 500 bis Ende des Jahres in Reichweite. Die Gewinne der Unternehmen in diesem Index sollen im kommenden Jahr um 30 Prozent steigen.

Morgan Stanley erwartet einen Anstieg der Renditen von Staatsanleihen, konkret beim 10-jährigen US-Bond um 20 Basispunkte. Nicht allzu viel, sollte man meinen. Doch es wäre ein prozentualer Anstieg vom jetzigen Niveau um mehr als 30 Prozent. Und er soll nach Meinung der Morgan Stanley-Analysten nicht der letzte bleiben in den kommenden Monaten.

Warren Buffett hat derweil seine Beteiligungen an JP Morgan und Wells Fargo deutlich reduziert. Nur das Aktienpaket der Bank of America blieb unangetastet. Gleiches gilt für Apple. Goldman Sachs flog komplett aus dem Portfolio von Berkshire Hathaway. Einen großen Goldförderer, den auch wir bereits seit vielen Monaten in unseren Fonds führen, hat Buffett aufgestockt.

Nvidia wird am morgigen Mittwoch seine Quartalszahlen melden. Alibaba folgt am Donnerstag. Der chinesische Konzern steht aktuell ebenso am US-amerikanischen Pranger wie Bytedance mit TikTok und Tencent mit WeChat. Nicht zu vergessen ist Huawei: Die Trump-Administration verschärfte am gestrigen Montag die Sanktionen gegen den IT-Konzern. Nun dürfen an diesen grundsätzlich keine Chips mehr geliefert werden, die mithilfe amerikanischer Software entworfen oder mit amerikanischer Technik gefertigt wurden. Auch Produkte europäischer Halbleiterfirmen sind von dieser Regelung betroffen.

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BVB mit zweistelligem Fehlbetrag

Während Konkurrent Bayern München in der Champions League brilliert, weist die börsennotierte Borussia aus Dortmund einen Verlust von 43,9 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2019/20 aus. Durch Corona sei vieles in Schieflage geraten, so Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Gründe für den Verlust sind die ausbleibenden Ticketeinnahmen sowie Minderungen bei Werbe- und VIP-Hospitality-Erlösen.

Aus Anlegersicht bleibt der BVB nicht viel mehr als eine Wette auf goldene Fußballjahre und neue Titel. Im 5-Jahres-Durchschnitt wuchs der Umsatz um 13 Prozent pro anno, der Nettogewinn um 8 Prozent. Operative Marge und Bruttomarge sind mit jeweils 4 Prozent eher gering. Die Eigenkapitalrendite liegt bei 5 Prozent. Ein positiver Free Cashflow wurde in den letzten Jahren nur selten erwirtschaftet. Die Dividende ist als Bonus für die Fans zu sehen. Die Payout Ratio lag stets um die 10 Prozent. Das Fußball-Business ist und bliebt investitionshungrig. Verlässliches Wachstum gibt es in dieser Branche nicht.

Sanofi buhlt um US-Konzern

Der französische Pharmakonzern will mit einer Milliardenübernahme sein Geschäft mit Medikamenten gegen Autoimmunerkrankungen und Allergien stärken und bietet für Principia Biopharma 100 USD je Aktie. Dies entspricht einer Unternehmensbewertung von rund 3,7 Mrd. USD. Der Deal soll bereits im vierten Quartal dieses Jahres vollzogen werden.

Principia Biopharma ist erst seit 2016 an der Börse und investiert hohe Summen in die Forschung. Für die Anleger sprang bislang nicht viel heraus. Die Bilanz mit einem Current Ration von 17 und einem Verschuldungsgrad von 0,04 ist jedoch grundsolide und bietet ein stabiles Fundament für weitere Forschungsleistungen.

Wirecard: Delivery Hero übernimmt den freiwerdenden Platz im DAX

Der Lieferdienst soll bereits ab kommenden Montag in den Deutschen Aktienindex aufsteigen. Abgesehen vom DAX muss ab dem 24. August auch Wirecards Platz im TecDAX neu besetzt werden. Das Kopf-an-Kopf-Rennen hat hier nach Meinung mancher Experten bereits die LPKF Laser & Electronics AG, ein Hersteller für Lasersysteme aus Garbsen, für sich entschieden. Das Wachstum ist ordentlich. Die Umsätze wuchsen in den letzten 10 Jahren um 10,7 Prozent pro anno, der Nettogewinn um 10,75 Prozent und der Gewinn pro Aktie um 2,3 Prozent. Die EBIT-Marge mit fast 10 Prozent ist ordentlich. Die Eigenkapitalrendite lag 2019 sogar bei 15 Prozent. Seit 2017 ist auch der Free Cashflow positiv. Die Bilanz ist sauber. Das Current Ratio liegt bei guten 2,54 und der Verschuldungsgrad bei nur 0,07.

Delivery Hero hingegen muss seinen enormen Cash Burn in den Griff bekommen – eine schwere Aufgabe angesichts des personalintensiven Geschäftsmodells. Das Management will in den kommenden 2 bis 3 Jahren den Break Even erreicht haben. Während Corona stieg zwar die Nachfrage, gleichzeitig verlor die Angebotsseite an Boden, da immer mehr Restaurants immer größere Probleme bekamen. Delivery Hero betreibt keine eigenen Restaurants, konzentriert sich allein auf die Logistik zwischen eigenständigen Gaststätten und den zahlenden Kunden. Das Geschäft lohnt sich fast nur für einen Monopolisten. Der Konsolidierungsprozess ist europaweit, zumindest bis zur Corona-Krise, gut vorangekommen. Nicht nur aufgrund der Krise brauchen interessierte Anleger hier aber noch viel Geduld.

Die besten Geschäftsmodelle liegen auf der Straße

Die Kuriere von Delivery Hero sehen Sie, liebe Leser, sicherlich auch fast täglich auf den Straßen deutscher Großstädte. Gehen Sie mit offenen Augen durch Ihre private und berufliche Welt, so können Sie sicherlich zwei bis drei Mal pro Jahr eine lukrative neue Aktie finden. Davon war und ist nicht nur Peter Lynch überzeugt.

Lynch legt stets viel Wert auf eine saubere Analyse von Profitabilität und Bilanz. Daneben hat er aber auch ebenso verständliche wie wichtige Grundsätze für die qualitative Analyse von Unternehmen definiert, die für Klein- und Privatanleger eine ebenso große Bedeutung entfalten wie für die großen institutionellen Investoren – wenn auch Letztere sie aus verschiedenen Gründen allzu oft ignorieren:

  1. Investieren Sie nur in Geschäftsmodelle, die Sie auch wirklich verstehen. Wenn Sie sich allein auf Hochglanzprospekte der Investor-Relations-Abteilungen verlassen, aber nicht nachvollziehen können, was das Unternehmen überhaupt produziert bzw. anbietet, ist Ihr Investment in den meisten Fällen auf Sand gebaut. Das Durchdringen von Produkten und Dienstleistungen ist ihr Investment-Fundament.
  2. Lassen Sie sich auch nicht von modern klingenden Firmennamen ablenken. Während der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende gingen Aktien von Unternehmen mit dem Internetkürzel „.com“ weg wie warme Sammeln. 99 Prozent von ihnen stürzten nach wenige Monaten gnadenlos ab. Aktuelle Hypes tragen oft „Cannabis“ oder „Cloud“ im Namen. Generell gilt: Einfache und langweilige Produkte sind manchmal besser als hochmoderne Technologien, die ihre Praxistauglichkeit noch nicht unter Beweis gestellt haben.
  3. Nischengeschäfte können sehr lukrative Investments bieten, insbesondere wenn sie sich eine Monopolstellung in einem Segment oder einer Region erarbeitet haben.
  4. Kurzlebige Verbrauchsgüter sind oft lohnenswerter als langlebige Produkte. Lebensmittel und Haushaltswaren beispielsweise beinhalten von Natur aus ein Abo-Modell.

Zugegeben: Dieser Blick auf das Geschäftsmodell hat viel mit dem individuellen Bauchgefühl zu tun. Er kann und darf nicht das einzige Werkzeug der Unternehmensbewertung sein. Weitere Tools wie die quantitative Fundamentaldatenanalyse sind unabdingbar für ein langfristig erfolgreiches Investment. Mehr zu dem gesamten Inhalt der Anleger-Toolbox finden Sie auf unserem Blog.

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Prof. Dr. Max Otte

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