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Wir erleben es gerade mal wieder: An den internationalen Aktienmärkten bröckeln die Kurse. Beispielsweise hat der DAX seit Anfang des Jahres bis Ende Januar – also innerhalb weniger Wochen – rund 5 % abgegeben und ist damit noch relativ glimpflich davongekommen. (Der Dow Jones Industrial verlor im gleichen Zeitraum etwa 9 %.) Wichtig in solchen Phasen: stabilisierende Langfristaktien aus dem Bereich Grundbedarf wie Unilever (WKN: 901638).

Der Grund für die neuerlichen Unruhen an den Aktienmärkten: die Zinswende in den USA. Zuvor bereits angekündigt tagte diese Woche die Fed – und nun ist es offiziell. Mitte März will die US-Zentralbank ihr Anleihekaufprogramm beenden. Die erste Zinserhöhung könnte es deshalb schon in sechs bis acht Wochen geben.

Besonders hart trifft die Abkehr von der jahrelangen, ultralockeren Fiskalpolitik die Wachstumswerte.

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Defensivere Werte aus dem Lebensmittel- und Getränkesektor wie Unilever hingegen reagieren nicht so stark. Sie zählen jetzt zu den Outperformern.

Gegessen und getrunken wird immer

Auch Unilever musste im Januar Kursrücksetzer verkraften. Offensichtlich handelte es sich dabei aber nicht um eine Reaktion der Investoren auf die Kehrtwende der internationalen Zentralbanken in Sachen Geldpolitik. Vielmehr ging es um die 50 Mrd. GBP (60 Mrd. EUR) schwere Kaufofferte für die Konsumgütersparte GlaxoSmithKline.

Unilever hätte seine Beauty-Sparte gerne um Marken wie Dove und Rexona verstärkt. Sein Kaufangebot erhöhte der Konzern deshalb gleich drei Mal. Dies ließ den Kurs der Unilever-Aktie zunächst einbrechen, denn Anleger standen der Kaufabsicht kritisch gegenüber. GlaxoSmithKline wollte das Spiel ebenfalls nicht mitspielen und lehnte auch die dritte Offerte ab. Nachdem Unilever deshalb beschloss, seine Avancen ad acta zu legen, erholte sich die Aktie wieder.

Gute Zahlen, herausragende Dividendenpolitik

Anfang November veröffentliche Unilever seine Ergebnisse zum dritten Quartal 2021. Der Umsatz kletterte um 4%, die ersten drei Quartale kumuliert, ging es 1,7 % nach oben. Das ist nicht vergleichbar mit dem Wachstum, das uns Tech-Werte wie Alphabet und Microsoft in den letzten Jahren präsentierten.

Dafür bietet Unilever einen anderen Pluspunkt: die zuverlässige Dividende.

Der Konzern schüttet seit 1937 eine Dividende aus und zählt zu den europäischen Dividendenaristokraten, also jenen Unternehmen, die ihre Ausschüttung seit mehr als 20 Jahre jährlich gesteigert haben.

Unilever machte zwar im zurückliegenden Geschäftsjahr eine Ausnahme, denn für das Geschäftsjahr 2020 hatte es keine Anhebung der Dividende gegeben. Immerhin blieb der Ausschüttungsbetrag aber stabil. Die aktuelle Dividendenrendite auf den jetzigen Kurs beträgt fast 4 %.

Als britische Aktie weist Unilever zudem noch eine Besonderheit auf: es gibt keine Quellensteuer. Bislang verzichtet Großbritannien auf die Erhebung einer solchen Steuer.

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Durch unsere systematische und auf Langfristigkeit und Kontinuität ausgerichtete Anlagestrategie spüren wir Qualitätsaktien mit angemessenem Chance-Risiko-Profil auf.

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Wir erleben es gerade mal wieder: An den internationalen Aktienmärkten bröckeln die Kurse. Beispielsweise hat der DAX seit Anfang des Jahres bis Ende Januar – also innerhalb weniger Wochen – rund 5 % abgegeben und ist damit noch relativ glimpflich davongekommen. (Der Dow Jones Industrial verlor im gleichen Zeitraum etwa 9 %.) Wichtig in solchen Phasen: stabilisierende Langfristaktien aus dem Bereich Grundbedarf wie Unilever (WKN: 901638).

Der Grund für die neuerlichen Unruhen an den Aktienmärkten: die Zinswende in den USA. Zuvor bereits angekündigt tagte diese Woche die Fed – und nun ist es offiziell. Mitte März will die US-Zentralbank ihr Anleihekaufprogramm beenden. Die erste Zinserhöhung könnte es deshalb schon in sechs bis acht Wochen geben.

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Gegessen und getrunken wird immer

Auch Unilever musste im Januar Kursrücksetzer verkraften. Offensichtlich handelte es sich dabei aber nicht um eine Reaktion der Investoren auf die Kehrtwende der internationalen Zentralbanken in Sachen Geldpolitik. Vielmehr ging es um die 50 Mrd. GBP (60 Mrd. EUR) schwere Kaufofferte für die Konsumgütersparte GlaxoSmithKline.

Unilever hätte seine Beauty-Sparte gerne um Marken wie Dove und Rexona verstärkt. Sein Kaufangebot erhöhte der Konzern deshalb gleich drei Mal. Dies ließ den Kurs der Unilever-Aktie zunächst einbrechen, denn Anleger standen der Kaufabsicht kritisch gegenüber. GlaxoSmithKline wollte das Spiel ebenfalls nicht mitspielen und lehnte auch die dritte Offerte ab. Nachdem Unilever deshalb beschloss, seine Avancen ad acta zu legen, erholte sich die Aktie wieder.

Gute Zahlen, herausragende Dividendenpolitik

Anfang November veröffentliche Unilever seine Ergebnisse zum dritten Quartal 2021. Der Umsatz kletterte um 4%, die ersten drei Quartale kumuliert, ging es 1,7 % nach oben. Das ist nicht vergleichbar mit dem Wachstum, das uns Tech-Werte wie Alphabet und Microsoft in den letzten Jahren präsentierten.

Dafür bietet Unilever einen anderen Pluspunkt: die zuverlässige Dividende.

Der Konzern schüttet seit 1937 eine Dividende aus und zählt zu den europäischen Dividendenaristokraten, also jenen Unternehmen, die ihre Ausschüttung seit mehr als 20 Jahre jährlich gesteigert haben.

Unilever machte zwar im zurückliegenden Geschäftsjahr eine Ausnahme, denn für das Geschäftsjahr 2020 hatte es keine Anhebung der Dividende gegeben. Immerhin blieb der Ausschüttungsbetrag aber stabil. Die aktuelle Dividendenrendite auf den jetzigen Kurs beträgt fast 4 %.

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Jede Krise bietet auch Chancen und clever ist, wer diese Chancen zu nutzen weiß. Ein Unternehmen, das dieses Prinzip verstanden hat, ist Bertrandt. Der Entwicklungsdienstleister ist seit jeher stark mit der Automobilindustrie verwoben. Die meisten Kunden kommen aus diesem Segment – es sind große Fahrzeughersteller als auch deren Zulieferer. Nicht selten wird Bertrandt deshalb selbst als Automobilzulieferer bezeichnet. Dabei kann der Entwicklungsdienstleister viel mehr.

Die digitalen Lösungen, zum Bespiel für den Bereich Produktentwicklung, etwa mit Hilfe von AR-Technologie, können auch in anderen Branchen von Nutzen sein. Dies hat auch Bertrandt erkannt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart verfolgt deshalb das Ziel, sich von der Automobilbranche unabhängiger zu machen. Die Akquise von Philotech bringt Bertrandt diesem Ziel einen Schritt näher. Zudem schlägt der Entwicklungsdienstleister mit diesem Deal gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.

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Cleverer Zeitpunkt

Der Zukauf erfolgte im Dezember 2021. Die Corona-Pandemie, die der Automobilbranche unter anderem wegen Chipmangel und sonstigen Lieferengpässen zusetzt, begann da gerade wieder von neuem hochzukochen. Wie auch andere Unternehmen, beispielsweise der Ticketverkäufer CTS Eventim, nutzt Bertrandt die Krise als Chance, um sich für die Zeit danach stärker aufzustellen.

Ein solcher Schritt zeugt von Selbstbewusstsein – Selbstbewusstsein, das sich ein Unternehmen in einer Krise finanziell aber auch leisten können muss. Für Bertrandt ist dies kein Problem. Ganz der Schwabe, sind dem Unternehmen beim Kapitalmanagement zwei Dinge sehr wichtig: Liquidität und eine gesunde Eigenkapitalquote. Bis 2019 war die Eigenkapitalquote in der Regel bei über 50 %. 2020 reduzierte sie sich auf 42 %, seitdem ist sie aber wieder am Steigen.

Dies hilft Bertrandt nicht nur, zwischenzeitliche Durststrecken zu überstehen, sondern eben auch gute Deals einzufädeln, wenn sich diese auftun.

Ein Deal – gleich mehrere Vorteile

Die Übernahme von Philotech bringt Bertrandt mehrere Vorteile:

1.  Relevante Wachstumsfelder werden ausgebaut.
2. Die internationale Präsenz wird gestärkt.
3. Die Abhängigkeit von der Automobilindustrie wird weiter abgebaut.

1. Relevante Wachstumsfelder werden ausgebaut

Philotech ist seit rund 35 Jahren ein Spezialist für ganzheitliche Entwicklungsprojekte in den Bereichen Elektronik, IT-Sicherheit und Software. Dies sind für Bertrandt die entscheidenden Wachstumsfelder, denn durch Lösungen in diesen Bereichen unterstützt Bertrandt seine Kunden dabei, an deren Zukunft zu bauen und „Industrie 4.0“ in deren Fabrikhallen zu bringen.

Insbesondere das Know-how für Digitalisierungslösungen schon bei der Produktentwicklung (z. B. durch VR-Technologie), über das Bertrandt verfügt, kann einen großen Mehrwert für Kunden der unterschiedlichsten Branchen bieten. Gerade mittelständische Betriebe stehen oft vor der Herausforderung, für neue Technologien, die sie gerne in ihre Prozesse implementieren möchten, eine geeignete Testumgebung zu errichten. Bei einer Zusammenarbeit mit Bertrandt steht ihnen eine solche Testumgebung fix und fertig zur Verfügung.

Zudem haben sie einen Partner an der Seite, der eine Lösung ganz nach individuellen Anforderungen entwickeln und zudem später die Mitarbeiter perfekt für die neuen Anwendungen und Prozesse schulen kann.

2. Die internationale Präsenz wird gestärkt

Bertrandt verfügt bislang über 50 Standorte in zehn Ländern. Die stärkste Präsenz hat der Konzern dabei selbstverständlich in Deutschland. Dort ist das Unternehmen in nahezu jeder Region vor Ort. Andere Länder in Europa, in denen Bertrandt tätig ist, sind mitunter Großbritannien, Österreich, Rumänien und die Tschechische Republik. Aber auch über Europa hinaus etabliert sich der Konzern. In den USA verfügt das Unternehmen bereits über vier Standorte, in China über zwei.

Mit der Übernahme von Philotech stärkt das Unternehmen seine Position in Spanien und Frankreich.

3. Die Abhängigkeit vom Automobilsektor nimmt ab

Die Abhängigkeit von der Automobilindustrie, setzt Bertrandt seit einiger Zeit zu. Diese Branche steckt mitten in einem Technologiewandel und hat auch sonst mit Problemen zu kämpfen. Eine Nachfrageflaute aufgrund der Pandemie, Lieferengpässen, Chipmangel … all dies setzt den Autobauern zu. Hinzu kommt das sich ändernde Mobilitätsverhalten. Viele junge Leute haben gar kein eigenes Auto mehr und wollen dies auch in Zukunft nicht. Eine Herausforderung, auf die sich die Hersteller langfristig einstellen müssen.

All dies schlägt auch auf Bertrandt durch, denn drosseln die Autobauer ihre Produktion, bedeutet dies auch weniger Aufträge für den Entwicklungsdienstleister. Bertrandt ist deshalb seit einiger Zeit bestrebt, sich von diesem Industriezweig unabhängiger zu machen.

Die Gründung einer neuen Medizintechnik-Tochter Ende 2019 war schon ein Schritt in diese Richtung. Mit der jetzt erfolgten Übernahme der Philotech Group kommt Bertrandt seinem Ziel wieder ein Stückchen näher. Denn zu den Kunden von Philotech zählen auch Unternehmen aus der Transportbranche und dem Telekommunikationssektor. Ebenso stärkt Bertrandt seine Relevanz für die Luftfahrtbranche.

Wachstumsprognose erhöht

Bereits im Oktober 2021 gab Bertrandt eine erste Prognose für das Geschäftsjahr 2021/22 ab. Darin ging das Management von einem Wachstum der Gesamtleistung um 80 bis 120 Mio. EUR aus. Die Gesamtleistung wurde damit zwischen 930 und 970 Mio. EUR prognostiziert.

Im Dezember hob der Konzern seine Erwartungen nochmals an. Die Gesamtleistung soll nun um 100 bis 120 Mio. EUR zulegen, insgesamt also zwischen 950 und 970 Mio. EUR betragen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21, das am 30. September 2021 zu Ende ging, lag die Gesamtleistung bei 848,6 Mio. EUR. Demgegenüber geht Bertrandt nun also von einem Wachstum zwischen 12 und 14 % aus. Auch dies stimmt optimistisch.

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Die Wirtschafts- und damit die Investitionslandschaft in Deutschland und Europa ist seit geraumer Zeit starken Veränderungen ausgesetzt. Seit der Finanzkrise 2008 haben sich die Verhältnisse maßgeblich verändert. Durch eine immer expansivere Geldpolitik, die mit der Einführung von Negativzinsen auch Zwangscharakter annahm, sowie jetzt auch eine massive keynesianische Ausgabenpolitik, wurde der ökonomische Ausnahmezustand immer weiter verlängert, bis er durch die COVID-Krise auch in einen politischen Ausnahmezustand überführt wurde.

Hinzu kommen die großen Veränderungen durch die Digitalisierung und die finanz- und wirtschaftspolitischen Transformationen, die sich in vielen Branchen und Bereichen niedergeschlagen haben und weiterentwickeln. Ein Resultat dieser Entwicklungen: DAX-Konzerne haben als Investment an Attraktivität verloren.

Schwacher DAX über die letzte Dekade

Auch wenn wir immer noch große Potenziale in Deutschland verortet sehen, die Zeit der Exportweltmeisterschaft ist vorbei und die stabile Profitabilität wachstumsstarker DAX-Konzerne hat sich verändert. Investments in DAX-Konzerne sind heute nicht mehr so aussichtsreich, wie sie im internationalen Marktvergleich einmal gewesen sind.

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Wenn Sie vor zehn Jahren in den DAX investiert hätten, hätten sie eine Rendite von 161 % erzielt beziehungsweise 10 % pro Jahr. Da spielt das Wunder des Zinseszins eine Rolle: 10 % pro Jahr sind dann eben nach 10 Jahren 160 %, weil sich die Rendite exponentiell vermehrt hat. Das ist natürlich kein schlechter Wert. Wer also nach 2011 in Banken oder Automobilkonzerne investiert hat, kann sich über schöne Gewinne freuen.

Wenn man im selben Zeitraum jedoch in Technologiewerte investiert hätte, wäre man deutlich besser abgeschnitten. Hätte man nur in die großen Tech-Werte investiert, wie beispielsweise Apple oder Alphabet wären die Erträge weit über der Entwicklung der großen DAX-Werte gewachsen. Der technologielastige Aktienindex S&P 500 hat im Vergleich 360 % Rendite im selben Zeitraum gemacht, also ebenfalls über die letzten zehn Jahre. Pro Jahr wären das dann – den Zinsenzinseffekt eingerechnet – 16 % gewesen. Ein riesiger Unterschied! Die Wachstumstrends liegen also heute nicht mehr im DAX.

Unsichere Zukunft der Automobilindustrie

Die deutschen Automobilkonzerne, Herzstück der deutschen Wirtschaft, befinden sich seit dem sogenannten „Abgasskandal“ unter Dauerbeschuss. Gleichzeitig haben sich die strukturellen Schwierigkeiten weiter gefestigt. In der Vergangenheit haben die Automobilhersteller massiv auf die Preise und Margen ihrer Zulieferer Druck ausgeübt und so ihre Machtstellung ausgenutzt, um profitabel zu sein. Bei Innovationen sah es eher mau aus. Nun wackeln viele Zulieferer. In der Krise haben die Konzerne teilweise Verträge nicht erfüllt und zugesagte Abnahmemengen, z.B. von Chips, nicht abgenommen. Jetzt, wo die Chips wieder gebraucht werden, haben sich etliche Chiphersteller umorientiert und produzieren vermehrt für die Unterhaltungs- oder Internetbranche.

So hat VW in den letzten Zehn Jahren nur ein Wachstum von 50 % erreicht, BMW liegt mit 100 % plus immerhin noch doppelt darüber und nur Daimler kratzt mit 150 % Wachstum über die letzten zehn Jahre so grade an der Performance des DAX. Und obwohl die Autokonzerne groß sind und viel produzieren, sind die Zukunftsaussichten alles andere als rosig. Mit der neuen Ampelkoalition werden die Standortbedingungen auch nicht gerade leichter. Teurere Energiepreise und höhere Löhne drohen, dazu kommt die Konkurrenz durch die Elektromobilität. Weitere Belastungen werden auf die deutschen Konzerne zukommen. Auch wenn diese Konzerne immer noch gute Autobauer sind, die viel produzieren, gibt es viele negative Faktoren, die die Zukunftsaussichten eintrüben.

Banken sind kein gutes Investment mehr

Ähnlich sieht es bei den Banken aus. Die beiden großen börsennotierten deutschen Bankinstitute haben kräftig eingebüßt. Die Commerzbank hat einen Verlust von -30 %, die Deutsche Bank von ‑50 % über die letzten 10 Jahre „erwirtschaftet“. Viele Faktoren belasten das Bankwesen. Große Regulierungs- und Gesetzeslast schränkt die Handlungsspielräume der Banken ein, während Fintechs und andere Finanzdienstleister verglichen damit frei agieren können. Außerdem haben Niedrigzinsen die Ergebnisse geschmälert und der Trend zu E-Pay greift das Geschäft der Banken an.

Auch im internationalen Bankensystem liegen strukturelle Nachteile. Europäische Banken, die anders funktionieren als die des angelsächsischen Wirtschaftsraums, werden seit fast 20 Jahren gezwungen, sich den amerikanischen Spielregeln anzupassen. Klar, dass sie da einen Wettbewerbsnachteil haben. Hinzu kommt, dass die europäischen Staaten bei der Bankenrettung nach der Finanzkrise wesentlich ungeschickter agiert haben als die USA und nun nehmen die Fintechs den Banken das Geschäft weg. Auch hier ist keine Trendwende in Sicht.

Die „neuen Consumer“

Auf der anderen Seite stehen die großen Technologiekonzerne. Die Big-Tech-Werte haben über die letzten zehn Jahre fantastische Wachstumsraten erzielt: Facebook (heute: Meta) 870 %, Alphabet 1.000 %, Apple 1.700 % und Amazon sogar 2.000 %. Das sind Zahlen, da wird es einem schwindelig. Das Besondere dabei ist, dass das Kurswachstum tatsächlich durch Gewinn- und Umsatzwachstum untermauert ist. Die Unternehmen sind also tatsächlich gewachsen, nicht nur ihre Kurse. Und diese prominenten Beispiele stellen nur die Spitze einer ganzen Bewegung dar.

Der bekannte Investor, Jeremy Grantham, der seit vielen Jahrzehnten an der Börse agiert und mit seinem Investmentunternehmen GMO rund 150 Mrd. USD managt, sagt: „Tech-Werte sind die neuen Consumer“. Die Produkte und Leistungen der Technologiekonzerne sind heute fest in unseren Konsumgewohnheiten verankert, sodass wir davon ausgehen, dass sie auch weiterhin wachsen werden. Natürlich sind die Aktien dieser Konzerne nicht mehr billig, gnadenlos überbewertet sind sie aber auch nicht, denn die Wachstumszahlen sind nach wie vor enorm.

Auch die Debatte um Regulierung und Zerschlagung von riesigen Tech-Konzernen hat sich im Sande verlaufen. Spätestens seit Kamala Harris, die vorherige Senatorin aus Kalifornien, dem Zentrum der Big Techs, US-Vizepräsidentin ist, ist dieses Thema kaum noch in der öffentlichen Debatte zu finden.

Chance: Hidden Champions

Nicht nur die großen US-Technologiekonzerne sorgen für Rekord-Ergebnisse. Mit der ATOSS Software AG haben wir auch hierzulande ein deutsches inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen, das eine spektakuläre Entwicklung in den letzten zehn Jahren hingelegt hat. Das Software-Unternehmen aus München ist in dieser Zeit um sage und schreibe 4.000 % gewachsen! Auch in Deutschland und Europa findet man also gute und mit Blick auf die Zukunft erfolgversprechende Unternehmen, aber nicht in der ersten Reihe.

Immer wieder finden wir spezialisierte Unternehmen, Mid Caps, kleinere und inhabergeführte Unternehmen, die Geschäftsmodelle und Managementteams haben, die auch im allgemein schlechten Umfeld hervorragende Zahlen und Wachstum erzielen können. Weitere Beispiele dafür sind Bechtle, Sixt oder CTS Eventim. Alle diese Unternehmen haben, auch in den aktuell schwierigen Zeiten, herausragende Entwicklungen und Ergebnisse zu verzeichnen.

Value Investing für langfristigen Vermögensaufbau

Ständige Analyse der Märkte und Unternehmen sowie dahingehende Anpassungen des Anlageportfolios hinsichtlich langfristiger Trends und Entwicklungen sind die elementaren Bestandteile unserer Investmentphilosophie. Wichtig ist dabei, gerade in Zeiten des Wandels oder von Krisen die Nerven zu bewahren und die langfristigen Perspektiven im Blick zu behalten. Die Corona-Pandemie hat nahezu überall zu Kurs-Einbrüchen geführt. Die gut aufgestellten Unternehmen in den Wachstumsbranchen haben sich jedoch meist schnell wieder erholt und in vielen Fällen direkt an vorherige Wachstumstrends angeknüpft.

Das ist das entscheidende an den Kapitalmärkten. Jeder macht Fehler, wer jedoch stets lernfähig bleibt, die Märkte beobachtet und die richtigen Unternehmen identifiziert und analysiert, kann auch heute noch stabile Erträge erzielen. Wir bleiben deshalb für Sie weiterhin am Puls der Börse und folgen den Prinzipien einer wertbasierten Anlagestrategie.

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Anders als die Corona-bedingt stillen, deutschen Silvesternacht begann das Börsenjahr für Apple mit einem Knaller. Am 03.01. des neuen Jahres erreichte Apple als erster Konzern der Welt eine Marktkapitalisierung von drei Billionen USD. Das ist höher als das Bruttoinlandsprodukt einiger G7-Nationen.

Im August 2018 hatte Apple erstmals eine Marktkapitalisierung von einer Billion USD erreicht. Im Vergleich zu ihrem Tief nach dem Börsen-Crash vom März 2020 gewannen die Papiere des Unternehmens fast 250%. Dank des Trends zu Video-Telefonaten oder Online-Shopping gehört Apple wie zahlreiche andere Technologiefirmen auch zu den Profiteuren der Pandemie.

Erstmals wurden damit wieder Bewertungen an der Börse erreicht wie um das Jahr 2000, als das US-Unternehmen CISCO Systems zum ersten Mal die halbe Billion überschritt und sich der Billionenmarke näherte. Danach folgte das Platzen der Technologieblase und der Aktienblues. Bis 2002 verlor die CISCO-Aktie über 80 % ihres Wertes. Heute – 22 Jahre später – nähert sich die Marktkapitalisierung langsam wieder der alten Bewertung an.

Wird sich diese Entwicklung bei der Apple-Aktie und anderen Technologiekonzernen wiederholen? Oder ist die Situation diesmal eine andere? Tatsächlich ist heute einiges anders, als damals. Obwohl viele Techkonzerne hoch bewertet sind, befinden wir uns aktuell nicht in einer Blase.

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Was ist heute anders?  

Erstens: Die relative Marktkapitalisierung der Tech-Schwergewichte ist heute noch einmal größer als damals – während CISCO damals ungefähr auf ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts Großbritanniens kam, hat Apple heute das Land überholt. Mit 3,15 Billionen USD lag Apple am 4.01.2022 über dem BIP der Briten von 2,7 Billionen USD. Die Bundesrepublik liegt mit 3,8 Billionen noch leicht darüber.

Bitte bedenken Sie bei diesen Zahlen, dass in gewisser Weise Äpfel mit Birnen verglichen werden. Die Marktkapitalisierung ist eine Bestandsgröße: Wieviel sind alle Aktien eines Unternehmens zu diesem ZeitPUNKT wert? Das Bruttoinlandsprodukt ist eine Stromgröße: Waren (auch Vorprodukte) zu welchem Wert auch immer werden in einem ZeitRAUM (im Laufe eines Jahres) in einem Land hergestellt?

Microsoft bringt 2,5 Bio. USD und Amazon 1,7 Mrd. USD auf die Waage. Im Jahr 2000 machte die Marktkapitalisierung von CISCO in der Spitze ungefähr 6 % des US-BIP aus, heute bringt Apple 15 % des US-BIP auf die Waage. Das sind stolze Zahlen. Der Bitcoin liegt bei 880 Mrd. USD (rund 4,5 %). Der amerikanische Verteidigungshaushalt (eine Stromgröße) liegt bei 741 Mrd. USD, das Budget der Vereinten Nationen bei 3 Mrd. (Kein Wunder, dass die Vereinten Nationen von privaten Geldgebern und Sponsoren abhängig sind, u. a. ironischerweise der Gates-Stiftung.)

Zweitens: Um das Jahr 2000 waren CISCO, Microsoft & Co. zwar auch schon große Unternehmen, aber in der Gesamtwirtschaft deutlich weniger wichtig als heute, wo sie zu sehr mächtigen, alles durchdringenden Konzernen geworden sind, deren Produkte und Dienstleistungen unser Leben massiv bestimmen.

Wir sind vom Smartphone abhängig. Bankdienstleistungen und viele andere Dinge kann man sich ohne fast nicht mehr vorstellen. Wer kann schon auf sein Smartphone verzichten? Google ist ein Produkt des täglichen Bedarfs, die Videos der Google-Tochter YouTube ebenfalls. Die jüngere Generation schaut fast kein Fernsehen mehr, dafür aber YouTube. Technologiewerte sind die neuen Konsumgüterunternehmen, wie der Investor, Unternehmer und Fondsmanager Jeremy Grantham schon vor einigen Jahren sagte.

Drittens: Das schlägt sich auch in den Bewertungen nieder. Während Microsoft und CISCO um das Jahr 2000 zum Teil Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 100 hatten, liegen die Bewertungen heute noch deutlich darunter. Apple liegt bei ca. 30, ebenso Alphabet. Microsoft bei knapp 40. Das ist nicht billig, aber angesichts der dominierenden Stellung dieser Unternehmen und des weiteren Wachstumspotenzials noch vertretbar.

Auch Warren Buffett ist dabei

BigTech sollte im Moment in keinem Portfolio fehlen. Auch Warren Buffett, der sich viele Jahre von Technologie-Aktien komplett fernhielt, ist mittlerweile in Technologiewerte wie Apple und Amazon investiert. Bereits 2016 ging er über seine Investmentholding Berkshire Hathaway ein Engagement in Apple ein. Es brauchte dann aber noch drei weitere Jahre, bis er 2019 in Amazon einstieg.

Die Aktie hatte da schon eine gute Entwicklung hinter sich und das Geschäft war alles andere als eine Neuheit. Sowohl das Geschäftsmodell als auch die Aktie entwickelten sich seitdem weiter hervorragend. Das Investment hat sich also schon deutlich ausgezahlt. Dennoch sagte Buffett in einem Interview gegenüber der Financial Post, es sei einer seiner größten Fehler gewesen, „die Aktie nicht schon früher gekauft zu haben“.

Irgendwann können auch Amazon, Alphabet und Co. zu teuer sein. Wie bereits geschrieben, sind viele dieser Unternehmen mitten in unserem Leben angekommen, und ihre Bewertungen sind zwar hoch, aber noch nicht zu hoch. Rückschläge von 30, auch 50 % sind drin (wie IMMER am Aktienmarkt), aber nicht 70 bis 80 % über viele Jahre. Irgendwann werden allerdings auch diese Werte zu teuer, noch ist dies aber nicht der Fall.

Und angesichts steigender Inflation und zunehmend unsolider Geld- und Haushaltspolitik erscheinen diese Unternehmen als der bessere Wertspeicher, selbst wenn sich ihre Kurse (inflationsbereinigt) einige Zeit nicht vom Fleck bewegen sollten.

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Die Börse schwankt, manchmal stark. Keiner kann die nächste Zukunft voraussehen. Dafür spielen einfach zu oft starke Emotionen mit hinein. Das kann mitunter ganz schön an den Nerven zerren. In einer solchen Situation aber Ruhe zu bewahren und die Schwankungen auszuhalten, lohnt jedoch – wenn die Wachstumsperspektiven eines Unternehmens intakt sind.

Viele US-Techaktien haben im Dezember korrigiert. Sogar bei Alphabet und Amazon, zwei der Top-Performer im Jahr 2021, gab der Kurs letzten Monat kurzfristig um bis zu 7 % nach. Deshalb solche Digitalisierungs-Gewinner aus dem Portfolio zu streichen, halten wir für falsch. Vieles was in Sachen Digitalisierung seit Corona angestoßen wurde, wird bleiben. Auch nach der Pandemie.

Wir befinden uns mitten in einem gesellschaftlichen wie auch wirtschaftlichen Umbruch. In Unternehmen investiert zu sein (und es auch unter Schwankungen zu bleiben), die von diesem Umbruch profitieren, wird sich auszahlen. Bei Alphabet jedenfalls dauerte es nicht lange. Die Zwischenkorrektur von Dezember ist wieder ausgeglichen.

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Geduld ist die Tugend des Investors: Beispiel Trupanion

Nicht bei jedem Unternehmen geht es so schnell. Manchmal ist auch Geduld gefordert. So beim US-Tierversicherer Trupanion. In der Datenbank unseres Börsenbriefes „Der Privatinvestor“ haben wir die Aktie seit Herbst 2020 unter Beobachtung. Unsere These lautete damals wie heute: Das Potenzial für Trupanion ist groß.

Das Unternehmen ist ein einer spannenden Wachstumsbranche tätig. In einigen europäischen Ländern – allen voran Großbritannien und Schweden – boomen Krankenversicherungen für Hund oder Katze bereits seit einigen Jahren. In den USA entdecken die Tierbesitzer die Vorteile gerade. Anbieter wie Trupanion erfreuen sich deshalb einer stetig steigenden Zahl von Policen und Neuabschlüssen.

Dennoch mussten Anleger in den letzten zwei Jahren einige Aufs und Abs erleben. Seit Herbst 2020 gab es zweimal eine längere Korrekturphase. So mancher Anleger wird deshalb die Flinte ins Korn geworfen haben. Dass dies jedoch ein Fehler war, zeigt die jüngste Kursentwicklung. Im Dezember sprang die Aktie zwischenzeitlich auf über 140 USD. Aktuell notiert sie bei rund 123 USD (05.01.22). Trotz zwischenzeitlicher Schwankungen steht die Aktie gegenüber Anfang Oktober 2020 nun 55 % im Plus. Gegenüber dem Kurs vor zwei Jahren hat sie sich vervierfacht.

Kooperation mit Chewy trieb den Kurs

Im Dezember sprang der Aktienkurs von Trupanion innerhalb eines Tages um fast 40%. Was hat diesen Anstieg ausgelöst?

Chewy, ein großer US-Online-Händler für Tiernahrung gab eine Kooperation mit Trupanion bekannt. Das Unternehmen wird auf seiner Plattform künftig auch Tierversicherungsdienstleistungen von Trupanion anbieten. Das ist ein für Trupanion vielversprechender Deal. Chewy hat rund 20 Millionen Kunden.

Perspektiven intakt

Wir sehen für das Geschäft von Trupanion weiterhin sehr viel Potenzial. Trupanion ist ein Wachstumstitel ganz nach unserem Geschmack.

Haustiere werden für viele Menschen immer wichtiger. Für einige sind sie sogar Kinderersatz und so manchem ist der eigene Hund wichtiger als der Partner. Selbst ohne dieses extrem sehen viele Tierbesitzzer ihren vierbeinigen Begleiter als vollwertiges Familienmitglied. Auch gesundheitlich soll es dem Tier deshalb an nichts fehlen. Wer schon einmal mit seinem Haustier beim Tierarzt war weiss, das kann bisweilen teuer werden. Tierversicherungen werden deshalb immer beliebter.

Bis jetzt war Trupanion ausschließlich am US-Markt aktiv. Das soll aber nicht so bleiben. Tatsächlich streckt das Unternehmen seine Fühler schon in andere Regionen aus. Ende Oktober schloss der Versicherer eine Vertriebskooperation mit dem Versicherungsmakler Aflac. Dieser ist neben den USA auch in Japan präsent.

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Diabetes ist in den Industrienationen die Volkskrankheit Nr. 1 und die Zahl der Betroffenen steigt immer weiter an. Für diese bedauerlicherweise Entwicklung spricht schon allein das Bevölkerungswachstum und die Alterung unserer Gesellschaften. In Deutschland stieg die Zahl der über Hundertjährigen im letzten Jahr erstmals über 20.000. Zudem erkranken auch immer jüngere Menschen an der „Zucker-Krankheit“.

Laut Statista litten 2019 weltweit rund 9 % der 20- bis 79-Jährigen an Diabetes. Das waren damals 463 Millionen. Nicht nur die absolute Zahl der Patienten, sondern auch die Prävalenz, also der Anteil der Betroffenen innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe, steigt. 2030 sollen schon knapp 580 Millionen aller 20- bis 79-Jährigen Diabetespatienten sein – mehr als jeder zehnte. Auch die Zahl der Glukosetoleranzstörungen nimmt zu.

Diabetes – ein riesiger Markt für Pharmakonzerne

Der weltweite Marktführer für Diabetespräparate ist Novo Nordisk. Das dänische Pharmaunternehmen vertreibt sein gesamtes Portfolio an Medikamenten mit großem Erfolg in 169 Ländern. Der Anteil der Diabetesmedikamente ist dabei überproportional groß. Sie machen nach wie vor rund 80 % der Konzernumsätze aus. Zuletzt hatten jedoch negative Absatzprognosen auf dem chinesischen Markt für Insulinpräparate Schlagzeilen gemacht. Die niedrigeren Insulinpreise in China wirken sich bremsend auf die Umsatzentwicklung von Novo Nordisk aus. Der negative Effekt auf das weltweite Umsatzwachstum wird im kommenden Jahr auf etwa 3 % geschätzt.

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Auch geringere Verkaufsmengen in China werden sich leicht dämpfend auf das Geschäft auswirken, so eine aktuelle Prognose von Novo Nordisk. Ausgangspunkt der Prognose sind die Ergebnisse der Beschaffungsausschreibung für das in Krankenhäusern verkaufte Insulin durch die chinesische Gesundheitsbehörde (National Healthcare Security Administration). Doch auch wenn die Insulinbestellungen aus China derzeit zurückgehen, sind die langfristigen Wachstumsperspektiven global gesehen intakt, denn das dänische Pharmaunternehmen verfolgt seit einiger Zeit erfolgreich die Strategie, seine Abhängigkeit von Insulinpräparaten und dem Diabetesgeschäft im Allgemeinen zu reduzieren.

Strategie: Wachstum durch Diversifizierung

Neue Medikamente entwickeln und auf den Markt bringen ist für einen Pharmakonzern das A und O. Wir finden es gut, dass Novo Nordisk seit einiger Zeit auch in andere Richtungen als nur Diabetes denkt. Ein Bereich, auf den der Konzern derzeit besonders abzielt, ist Adipositas. Das Unternehmen macht hier gute Fortschritte. Im Juni 2021 erhielt Novo Nordisk die US-Zulassung für sein neues Diät-Medikament Wegovy.

Dieses neue Medikament hat großes Potenzial, denn der Markt bietet dem Unternehmen eine riesige Zielgruppe, weil äußerst viele Menschen in den USA an starkem Übergewicht und Fettleibigkeit leiden. Der Vorteil von Wegovy gegenüber anderen Medikamenten liegt in der patientenfreundlicheren Anwendung: Es muss nur einmal wöchentlich verabreicht werden. Wir sind daher überzeugt, dass es bei Betroffenen hohen Zuspruch finden wird, was für Novo Nordisk wiederum einen hohen Absatz bedeutet.

Der schwedische Finanzdienstleister Skandinaviska Enskilda Banken schätzt, dass Novo Nordisk mit dem Medikament Wegovy bereits im vierten Quartal 2021 Umsätze in Höhe von 1,7 Mrd. DKK (entspricht 0,23 Mrd. EUR) einfahren könnte. Wir sind schon gespannt, was Novo Nordisk in seinem Schlussreport zum Geschäftsjahr 2021 dazu berichten wird.

Intelligente Kooperationen und Übernahmen

Eine Forschungskooperation unterhielt Novo Nordisk zu Dicerna Pharmaceuticals schon. Nun will der dänische Pharmakonzern seinen Partner für rund 3,3 Mrd. USD schlucken. Je Dicerna-Aktie bietet Novo Nordisk dazu 38,25 USD. Mit der Übernahme sichert sich Novo Nordisk eine interessante RNAi-Technologieplattform, die der Konzern künftig für alle seine therapeutischen Schwerpunkte einsetzen kann. Kurzfristig kann die Übernahme zu einem Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten führen, was das Wachstum des Betriebsgewinns zunächst schmälern würde. Dafür investiert Novo Nordisk aber clever in zukünftiges Wachstum.

Auf eine Plattformstrategie setzt Novo Nordisk nicht nur in der Forschung. Auch auf der Vertriebsseite probiert das Unternehmen dies derzeit aus, wie an der noch recht frischen Kooperation mit der Schweizer Online-Apotheke Zur Rose im Bereich von Adipositas zu erkennen ist. Diese Kooperation gingen die beiden Unternehmen im Januar 2021 ein.

Drei starke Quartale in Folge

Bereits im Oktober hob Novo Nordisk seine Jahresprognose an. Die mittlerweile veröffentlichten Neunmonatszahlen bestätigen das intakte Wachstum: Der Nettogewinn stieg um 12 %, der operative Gewinn legte in DKK um 5 % zu. Um Währungseffekte bereinigt, lag das EBIT-Wachstum ebenfalls bei 12 %. Der Umsatz konnte um 8 % (währungsbereinigt 13 %) gesteigert werden. In den USA wurde dabei ein Plus von 6 % erzielt. Außerhalb der USA wuchsen die Erlöse um 10 %.

Als Wachstumstreiber erwiesen sich dabei unter anderem die GLP-1-Präparate Ozempic und Rybelsus. Sehr erfreulich: Das Wachstum hat sich im dritten Quartal zudem beschleunigt. Hier gab es ein Umsatzplus von 15 %. Dazu trug auch bereits das neue Medikament Wegovy bei. Für das Gesamtjahr geht Novo Nordisk von einem Umsatz- und EBIT-Wachstum jeweils zwischen 12 und 15 % aus. Sein Aktienrückkaufprogramm weitert der Konzern von 2 auf nun 20 Mrd. DKK (entspricht 2,69 Mrd. EUR) aus.

Dividendenhistorie mehr als stabil

In Sachen Dividende erweist sich Novo Nordisk als „sichere Bank“. Wir haben die Dividendenhistorie bis 2008 zurückverfolgen können. Seitdem hat die Dividende eine steile Entwicklung hingelegt. Der Ausschüttungsbetrag je Aktie wurde jedes Jahr erhöht, die annualisierte Steigerungsrate liegt bei 25 %. Novo Nordisk zahlt dabei halbjährlich aus. In der Regel gibt es für das dann noch laufende Geschäftsjahr im August eine Zwischendividende. Im März des Folgejahres folgt dann die Schlussdividende für das abgeschlossene Jahr.

Für das Geschäftsjahr 2020 gab es je Aktie 9,10 DKK (1, 22 EUR). Dies setzte sich zusammen aus einer Zwischendividende in Höhe von 3,25 DKK (0,44 EUR, ausgezahlt im August 2020) und einer Schlussdividende in Höhe von 5,85 DKK (0,79 EUR). Bei dem aktuellen Kurs entspricht dies einer Dividendenrendite von 1,2 %. Mittlerweile ist schon die Zwischendividende für das bald zu Ende gehende Geschäftsjahr 2021 geflossen. Da diese mit 3,50 DKK (0,47 EUR) schon höher war als die Zwischendividende vor einem Jahr, kann damit gerechnet werden, dass auch die Gesamtdividende für 2021 höher liegen wird.

Ein Investment für die Ewigkeit

Auch wenn die Aktie von Novo Nordisk mit aktuell 96, 70 EUR (Stand 23.12.2021) bereits recht hoch bewertet ist, kann man trotzdem mit Fug und Recht den Standpunkt vertreten, den Titel zu halten – sofern man ihn bereits in seinem Anlageportfolio hat. Es gibt Aktien, die Sie, wenn einmal zu einem guten Preis gekauft, „für immer“ in Ihrem Depot halten können – oder zumindest sehr, sehr lange. Dabei handelt es sich um Anteile von Unternehmen mit Top-Qualität, deren Geschäftsmodell einfach zu gut ist, als dass Sie sich leichtfertig davon trennen sollten. Selbst dann nicht, wenn die Bewertung hoch ist.

Novo Nordisk ist so ein Unternehmen. Angesichts des jetzigen Kurses können Sie im Falle einer sehr großen Position natürlich durchaus über eine kleine Teilrealisierung nachdenken, aber für einen Komplettverkauf sind die Langfristperspektiven dieses Pharmakonzerns aufgrund der global starken Marktposition, der hohen Gesamtqualität sowie der attraktiven Dividende aus unserer Sicht einfach zu gut. Auch über einen Einstieg kann man zumindest nachdenken, immerhin sind wir gerade nach einem kurzen Mini-Dip wieder etwas vom erst kürzlich erreichten Allzeithoch von 103,56 EUR am 16.12.2021 entfernt. In jedem Fall lohnt es sich, dahingehend wachsam zu bleiben, um keine Gelegenheit zu verpassen.

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Ohne Cloud geht in der heutigen Welt so gut wie nichts mehr. Daten werden nicht mehr lokal abgespeichert, sondern in der Cloud. Filme, Musik und TV-Sendungen werden gestreamt. Selbst Software-Programme sind heute cloud-basiert und erfordern keine lokale Installation auf dem Rechner mehr. Möglich ist all dies nur dank entsprechend schneller und hochleistungsfähiger Netzwerkstrukturen. Getrieben von der voranschreitenden Digitalisierung, steigt das Datenvolumen „in der Wolke“ dabei kontinuierlich. Dies erzeugt ständig neue technologische Herausforderungen.

Die Cloud-Anbieter müssen ihren Kunden zu jedem Zeitpunkt schnelle und zuverlässige Datenübertragungsraten bieten können. Nichts ist für den Anwender ärgerlicher als eine nicht funktionierende Internetseite oder lange Ladezeiten beim Abruf oder Speichern von Cloud-Daten. Der Idealzustand ist für den Nutzer erreicht, wenn alles gefühlt in Echtzeit funktioniert – wir also gar nicht merken, dass die Daten und Programme unter Umständen tausende Kilometer entfernt von dem Standort sind, von wo aus wir diese abrufen. Je mehr Anwender ihre Daten in der Cloud speichern und je mehr Nutzer ihre Daten gleichzeitig abrufen, desto höher sind die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Cloud-Technologie.

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Schnelle Technik für Big Data

Der Ausbau von Cloud-Diensten erfordert auch den Ausbau von Cloud-Infrastrukturen. Immer komplexere Aufgaben und immer höhere Datenströme sollen schließlich bewältigt werden. Ein Stau in der „Datenautobahn“ wäre der Supergau. Damit genau dies nicht passiert, braucht es hochleistungsfähige Switches. Switches sind also so etwas wie das Nervensystem einer Cloud. Als Schaltzentralen in den Cloudstrukturen verankert, koordinieren sie die Datenflut und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Ein führender Anbieter solcher Switches ist Arista Networks.

Arista Networks produziert sogenannte Layer-3-Switches. Das ist eine Kombination von Routern und Switches. Typische Anwendungsgebiete dieser Switches liegen in den Hochleistungscomputern innerhalb der Rechenzentren von Cloud-Anbietern wie beispielsweise Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google. Ausgestattet mit der hauseigenen linux-basierten Software EOS, können Arista-Switches beeindruckend schnell riesige Datenströme transportieren und verarbeiten. Die Switches lassen sich zudem leicht in die Unternehmensstruktur der Kunden einbinden.

Das US-amerikanische Unternehmen Arista Networks wurde im Jahr 2004 gegründet mit Hauptsitz in Santa Clara im Silicon Valley südlich von San Francisco. Der Hersteller von Netzwerktechnik ging 2014 an die Börse (NYSE) und hat heute Entwicklungsniederlassungen in Nashua (New Hampshire), Bangalore, Dublin und dem kanadischen Vancouver.

Goldene Zeiten für Hightech-Zulieferer

Die Cloud-Branche wächst wie (fast) keine andere. Wir haben uns einmal die Umsatzentwicklung im Bereich Cloud-Computing angesehen. Der Begriff Cloud-Computing beschreibt die Verlagerung von Speicherplatz, Rechenkapazität oder Software-Anwendungen vom lokalen PC in die Cloud.

2020 lag das weltweite Umsatzvolumen bei rund 270 Mrd. USD, in diesem Jahr geschätzt schon bei 332 Mrd. USD. Dies entspricht einem Wachstum von 23 %. Für nächstes Jahr wird der Umsatz im Cloud-Computing auf fast 400 Mrd. USD geschätzt.

Tatsächlich ist auch dies das Ergebnis der diesjährigen E&Y-Weihnachtsumfrage. Die Konsumlust der Deutschen zu Weihnachten ist unter das Niveau von vor drei Jahren gesunken. Planten die Deutschen in den Jahren 2018 bis 2020 für Weihnachtsgeschenke im Durchschnitt jeweils Ausgaben von rund 280 EUR ein, sind es 2021 nur 273 EUR. Dies ist immerhin ein Rückgang der geplanten Pro-Kopf-Ausgaben um 3 %.

Die Nummer 1 in Technologie und Wachstum

Als Anbieter von essenziellen Bauteilen einer leistungsfähigen Cloud-Infrastruktur steht Arista Networks im Hintergrund. Die Produkte von Hightech-Zulieferern wie Arista Networks und anderen in zweiter Reihe agierenden Unternehmen sind dabei jedoch unverzichtbar für die Anbieter von Cloud-Diensten. Von diesen „Helden im Hintergrund“ ist Arista Networks der am schnellsten wachsende Anbieter. Dies hat seinen Grund: Das Unternehmen bietet dank seines Technologievorsprungs die schnellsten und leistungsfähigsten Switches am Markt.

Ein weiterer Wachstumstreiber von Arista Networks liegt in einem wichtigen Schlüsselkunden: Microsoft. Microsoft baut seine Cloud-Kapazitäten zurzeit stark aus. Überall auf dem Globus eröffnet der Konzern regionale Cloud- und Server-Zentren. Doch nicht nur von diesem Expansionskurs profitiert Arista Networks. Bestehende Cloud-Strukturen brauchen regelmäßige Wartung und Upgrades – schließlich müssen sie zu jeder Zeit den immer höheren Leistungsanforderungen gerecht werden.

Wenn Arista Networks seinen Technologievorsprung dauerhaft halten kann, ist dem Unternehmen nicht nur die Kundentreue von Microsoft sicher, auch die anderen großen Cloud-Anbieter werden eine Zusammenarbeit anstreben.

Starke Entwicklung setzt sich fort

Mit einem Umsatz von 748,7 Mio. USD gelang Arista Networks ein Wachstum von 23,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge (nach GAAP) liegt mit 63,9 % weiterhin in der Zielspanne von 63 bis 65 % für das Gesamtjahr. Das Nettoergebnis stieg um 33,2 % von 168,4 auf 224,3 Mio. USD. Damit setzt der Konzern die Entwicklung aus den Vorquartalen fort.

Im Neun-Monatszeitraum stellen wir ein Umsatzplus von 27,2 % fest, beim Gewinn verzeichnet Arista Networksein Wachstum von 33 %. Auf diesem Niveau will der Konzern auch im Schlussquartal wachsen. Damit bleiben die bisherigen Prognosen bestätigt.

Hoch im Kurs und in den Erwartungen

Arista Networks ist einer der großen Gewinner der voranschreitenden Digitalisierung. Ohne die Produkte des Hightech-Herstellers wären Cloud-Lösungen von heute gar nicht möglich. Das Geschäftsmodell ist grundsolide, die Marktpositionierung könnte kaum besser sein. Vor diesem Hintergrund ist das Unternehmen aus dem Silicon Valley ein spannender Investment-Kandidat.

Mitte November führte Arista Networks einen Aktiensplit im Verhältnis 1:4 durch. Die Anzahl der Aktien hat sich dadurch vervierfacht, der Anteil am Grundkapital und Kurs hat sich entsprechend geviertelt. An der grundsätzlichen Bewertung des Unternehmens ändert das jedoch nichts.

Genauso wie sich Arista Networks hoher Wachstumsraten erfreuen kann, ist auch die Kursentwicklung auf steilem Niveau. Aktuell rangiert der Titel mit 131,12 USD (Stand: 15.12.2021) nur knapp unter dem Allzeit-Hoch von Anfang November. Mit Blick auf die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten des Technologieführers bleiben wir in jedem Fall mit großem Interesse am Ball.

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Der Online-Handel explodiert mehr und mehr. In den vergangenen anderthalb Jahren erfreute sich die „Internet-Einkaufsstraße“ eines noch nie dagewesenen Stroms an Neukunden. Sehr beliebt ist mittlerweile auch das Konzept „click and collect“. Kunden bestellen Online, holen die Ware aber in einer Filiale in ihrer Nähe ab. Und das Wachstumspotenzial ist auch weiterhin enorm. Erst 10 bis 15 % aller Einkäufe werden weltweit online abgewickelt. Corona hat hier natürlich ordentlich Schub gegeben: Für die kommenden Jahre rechnen Analysten der UBS bei den digitalen Zahlungslösungen am US-Markt mit einer jährlichen Wachstumsrate von 7 bis 8 %. Global erwarten die Experten sogar einen Anstieg um jährlich 8 bis 10 %.

Mit steigendem Online-Geschäft steigen zwangsläufig auch die Nutzungszahlen von digitalen Zahlungsdiensten. In diesem Zusammenhang bemerkenswert: Die im Online-Handel genutzten Bezahlungsmöglichkeiten haben einen starken Netzwerkeffekt. Je mehr Verbraucher einen digitalen Zahlungsdienst nutzen, desto mehr Händler bieten diese Option an der Kasse an und wiederum desto mehr Verbraucher nutzen den Dienst in der weiteren Folge. Der Netzwerkeffekt führt zu einer Aufwärtsspirale, die sich von selbst antreibt.

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Geschäftsmodell: digitales Bezahlen

Digitale Zahlungsdienstleistungen sind ein attraktiver Wachstumsmarkt. Als Pionier der Branche, der das Potenzial für digitale Bezahllösungen früh erkannt hat, war PayPal lange Zeit (fast) allein auf weiter Flur. PayPal wurde 2000 von eBay gegründet und gehörte bis zur Abspaltung im Jahr 2015 zu dem Konzern. Im Jahr der Trennung vom Internet-Auktionshaus erfolgte auch direkt der Börsengang. PayPal ist mittlerweile eine so starke Marke und global derart präsent, dass der eingangs genannte Netzwerkeffekt kaum noch zu bremsen, geschweige denn zu stoppen ist.

Die Anzahl der Nutzer des Online-Bezahldienstes ist seit Gründung kontinuierlich gestiegen. Nach eigenen Angaben registrierte PayPal im dritten Quartal 2021 rund 416 Mio. aktive Kundenkonten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Zahl der aktiven PayPal-Accounts damit um etwa 15 %. PayPal profitiert rund um den Globus von dem ausgeprägten Boom beim Online-Shopping. Die Anzahl der Transaktionen über den digitalen Bezahldienstleister belief sich im dritten Quartal 2021 auf rund 4,9 Mrd.

Die Konkurrenz schläft nicht

Im Internet spielen digitale Zahlungsmittel schon lange eine entscheidende Rolle, aber auch außerhalb des „Netzes“ nimmt dies zu. Das lockt auch die Konkurrenz. Mittlerweile haben sich diverse weitere Akteure hinzugesellt: Klarna (Zahlungsanbieter aus Schweden), Apple Pay, Amazon Pay, Google Pay. Immer neue Anbieter kommen auf den Markt. In der Schweiz wird beispielsweise „getwintet“ (das Bezahlsystem Twint ist eine gemeinsame App der Schweizer Postfinance, der UBS, Zürcher Kantonalbank sowie der Schweizer Börse SIX), in den USA erfreut sich vor allem die Cash-App von Square steigender Nutzerzahlen und einer immer größeren Präsenz in den Medien. Das Unternehmen wurde 2009 in San Francisco gegründet. Seit 2015 ist es an der New Yorker Börse. Square ist damit zwar neun Jahre jünger als PayPal, die Börsenhistorie ist aber genauso lang.

PayPal vs. Square – Wachstum ist relativ

Lange Zeit fristete Square bei Investoren eher ein unbekanntes Dasein. Jetzt sind Unternehmen und Aktie in aller Munde. Dabei verlief die Kursentwicklung in den letzten zwölf Monaten eher turbulent. Es gab ein munteres Auf und Ab. Vom Fleck bewegte sich das Papier auf Jahressicht dabei nicht. Betrachten wir nur den Verlauf im November, ging es 16 % nach unten. Dabei war die Geschäftsentwicklung sensationell. 2020 konnte Square seine Erlöse mehr als verdoppeln. Und auch das Wachstum, das uns die Geschäftszahlen der letzten zwölf Monate (Zeitraum: 01.10.2020 bis 30.09.2021) zeigt (+76 %), ist spektakulär.

Mit einem Umsatzplus von 21 % (2020) beziehungsweise 15 % (letzte zwölf Monate) sieht PayPal dagegen fast schon wie eine „lahme Schnecke“ aus. Nachdem Square bis jetzt ausschließlich in den USA tätig war, streckt das Unternehmen nun auch seine Fühler nach Europa aus. Muss PayPal sich also warm anziehen? Wird Square der bisherigen Nr. 1 demnächst den Rang ablaufen?

Noch ist Square beim Umsatz ein gutes Stück weg von PayPal. Doch das Unternehmen holt auf. Aktuell steht es 24,6 zu 16,7 Mrd. USD. Wir sind dennoch überzeugt, dass PayPal die Nase vorne behalten kann. Der Vorteil von PayPal: das Unternehmen ist bekannter und viel breiter aufgestellt. Bei dem aktuell fulminanten Wachstum von Square müssen Sie zudem berücksichtigen, dass dies von einem zunächst viel niedrigeren Umsatzlevel ausging. Bei kleinerer Ausgangsbasis ist es relativ betrachtet leichter, hohe Wachstumsraten zu generieren, schließlich fällt das Wachstum stärker ins Gewicht.

Wettbewerbsvorteile: Größe und Vertrauensvorsprung

In einer Sache könnte sich Square tatsächlich auf dem europäischen Markt schneller durchsetzen – mit seiner App, die einen schnellen und unkomplizierten Geldtransfer von Nutzern untereinander ermöglicht. Während sich PayPal mit seinem Dienst Venmo offensichtlich vorerst weiterhin auf den US-Markt zu konzentrieren scheint, ist Square bereits dabei, nach Europa vorzupreschen. Dafür gelang es PayPal, Venmo nun auf dem US-Marketplace von Amazon zu platzieren und damit endlich einen ersten Fuß in die Tür des größten Online-Shops der Welt zu bekommen.

Ab 2022 will Amazon auf dem US-Markt Zahlungen mit dem digitalen Bezahldienst Venmo anbieten. Dieser gehört seit 2013 zu PayPal und ist in den USA gerade bei der jüngeren Generation extrem beliebt. Venmo zählt bereits 70 Mio. Nutzer. Die Bezahlmöglichkeit auf Amazon wird die Bekanntheit und Reichweite auf einen Schlag deutlich erhöhen. Auch Amazon erhofft sich dadurch selbstverständlich Vorteile. Das Unternehmen zeigt der jungen Generation, wie „hip“ es ist und am Ende geht es natürlich immer um die Gewinnung neuer Kunden und mehr Umsatz. Und im wahrscheinlichen Erfolgsfall wird es bestimmt nicht lange auf sich warten lassen, bis Venmo auch auf dem europäischen Markt Einzug hält.

Die neue Kooperation mit Amazon ermöglicht PayPal daher eine ganz andere Expansionsmöglichkeit. Dies zeigt gleichzeitig: es sind nicht nur die unterschiedlichen Größenproportionen, die PayPal einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Square verschaffen. PayPal ist ein global dominanter Player. Alle Welt kennt und nutzt PayPal. Das Vertrauen, das sich PayPal über die Jahre bei seinen Kunden aufgebaut hat, müssen sich Square und andere Anbieter noch erarbeiten.

Wo soll die Reise hingehen?

PayPal hat eine klare Strategie: Das Unternehmen will sich von einem reinen digitalen Bezahldienst zu einem umfassenden Finanzdienstleister weiterentwickeln. Mit seiner komplett überarbeiteten App für iOS und Android kommt der Konzern seinem Ziel wieder ein ganzes Stück näher. Mit der neuen „Super-App“ sind quasi alle Geldgeschäfte des täglichen Lebens wie Überweisungen, Daueraufträge, Abbuchungen oder die Bezahlung von Rechnungen möglich. Nutzer können die App mit ihren Bank- und Kreditkartenkonten verknüpfen und sehen damit immer ihren aktuellen Kontostand. Ebenso bietet die App eine digitale Geldbörse („Wallet“) und die Verwaltung von Kryptowährungen an. In den USA bietet PayPal zudem bereits Sparkonten an (jährliche Verzinsung aktuell bei 0,4 %). Das ist zwar mager, damit bietet PayPal aber dennoch deutlich mehr als die meisten anderen US-Banken (Durchschnitt bei 0,06 %). Damit wird der Konzern immer mehr zum Konkurrenten für mobile Direktbanken.

Square hingegen scheint seine „strategische Vision“ entweder noch nicht ganz gefunden zu haben oder kommuniziert diese zumindest nicht so eindeutig. Jedenfalls kaufte Square in diesem Jahr für knapp 300 Mio. USD den Musik-Streaming-Anbieter Tibal. Was hat Square vor? Will das Unternehmen künftig noch stärker in die digitale Medienwelt vorstoßen? Uns sind die Beweggründe dieser Akquisition noch nicht so ganz schlüssig. Letztes Jahr meldete Square über Twitter, dass man 50 Mio. USD in Bitcoin investiert habe. Auch diesbezüglich bleiben bei uns Jubelrufe aus. Unsere Ansicht zu Bitcoin & Co. als Investitionsobjekt ist kritisch.

Sein Firmenkapital in Bitcoin zu investieren und dies auch noch als Publicity zu nutzen, ist eine Sache. Eine völlig andere ist es, stattdessen an dem allgemeinen Bitcoin-Hype mitzuverdienen, indem man seinen Kunden eine Handelsplattform dafür zur Verfügung stellt. Diesen Weg ist PayPal gegangen. PayPal-Kunden in den USA und seit kurzem auch in Großbritannien können mittlerweile über ihr PayPal-Konto Kryptowährungen halten und handeln. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis PayPal dies auch in anderen Ländern anbietet.

Bei den Margen muss Square noch aufholen

Das operative Ergebnis von Square war im letzten Jahr erstmals leicht positiv. PayPal hingegen fährt seit langem satte Gewinne ein. Auch was die Cashflows betrifft hat Square noch Aufholbedarf. Die Free Cashflowmarge steht bisher nur bei 4 % und auch die operative Cashflowmarge schafft es gerade mal auf 5 %. PayPal hingegen hat Margen von 20 % (FCF) und 24 % (op. CF).

Markt groß genug für beide

Was noch nicht ist, kann ja noch werden. Der Markt erscheint uns grundsätzlich groß genug für beide. Sowohl PayPal als auch Square sind gut positioniert in einem perspektivisch vielversprechenden Wachstumsmarkt. Dennoch hat PayPal aus unserer Sicht die Nase vorn. Der Platzhirsch überzeugt bei Strategie, Wettbewerbsvorteilen und Margen. Das Geschäftsmodell erfreut sich wachsenden Verständnisses und steigender Akzeptanz, auch unter älteren Semestern. Die jungen Generationen bezahlen sowieso mit der „digitalen Geldbörse“. Mit Venmo hat PayPal gute Möglichkeiten, in Zukunft noch spezifischer auf die Bedürfnisse der jungen Verbraucher einzugehen.

Für uns ist das Unternehmen aus Kalifornien der inoffizielle „Goldstandard“ des digitalen Zahlungsverkehrs. Kaum ein Online-Shop kann es sich leisten, seinen Kunden diese Bezahloption zu verweigern. Die Entwicklung, die PayPal in den letzten Jahren als Unternehmen selbst, aber auch am Aktienmarkt hinlegte war fulminant. Ausgeschöpft ist bei diesem Tech-Wert aber noch gar nichts. Nicht zuletzt aus demographischen Gründen bietet sich noch sehr interessantes Wachstumspotenzial.

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Gerade ging es durch sämtliche Medien. In Deutschland steht die Inflationsrate derzeit bei 5,2 %. Das ist der höchste Wert seit 1992. Private Haushalte spüren besonders die gestiegenen Energiepreise aber auch die Teuerung bei Lebensmitteln.

Nehmen wir uns die Erzeugerpreise vor – diese sind ein guter Indikator für die Entwicklung der allgemeinen Inflationsrate – sieht es noch viel düsterer aus. Im Oktober stiegen die Preise für gewerbliche Produkte gegenüber dem Vorjahresmonat um 18.4 % und damit so stark wie seit siebzig (!) Jahren nicht mehr.

Siebzig Jahre. Das war 1951. Derzeit jagt ein Preishoch das nächste. Auf die Anstiege während der ersten Ölkrise 1974 wurden übertroffen. Haupttreiber sind die Energiepreise. Erdgas ist um 80 % gestiegen, die Energiepreise insgesamt um fast 50 %. Vorleistungsgüter stiegen binnen Jahresfrist um 18 %, Metalle um 38 %, Verpackungsmittel aus Holz um 82 %.

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Die Europäische Zentralbank geht nach wie vor davon aus, dass der Anstieg der Inflation nur vorübergehend ist und strebt eine „mittelfristige Inflationsrate“ von 2 % an. Dazu passt überhaupt nicht, dass die EZB-Mitarbeitergewerkschaft eine deutlich höhere Inflationsanpassung fordert als die vorgeschlagenen 1,3 %.

Laut der Gewerkschaft führt die Differenz zwischen der vorgeschlagenen Gehaltserhöhung und dem Anstieg der Lebenshaltungskosten nämlich zu einem „dauerhaften Kaufkraftverlust“ für die Mitarbeiter. Selbst wenn der Anstieg der Inflation nur vorübergehend sein sollte, gäbe es keine Garantie, dass die Mitarbeiter ihre Verluste wieder ausgleichen können. „ Die EZB ist nicht in der Lage (oder willens?), ihre eigenen Mitarbeiter gegen die Auswirkungen der Inflation zu schützen“, so die Kritik der EZB-Gewerkschaft.

Die Mitarbeiter der EZB könnten mit ihrer Einschätzung richtig liegen. Das Ende der Fahnenstange scheint in Sachen Inflation jedenfalls noch nicht unbedingt in Sicht. Die Bundesbank rechnet in ihrem jüngsten Monatsbericht, der am 22. November veröffentlichwurde, mit einer Inflation von knapp 6 %.

Gleichzeitig dürfte die Stagflation zurückkehren. Dieser Begriff setzt sich aus „Stagnation“ und „Inflation“ zusammen. Zu Stagflation haben wir in unserem Blog bereits im Juni 2021 geschrieben.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel gegenüber dem Vormonat um 1,2 Punkte auf 96,5. Das ist der fünfte Rückgang in Folge. „Lieferenpässe und die vierte Corona-Welle machen den Unternehmen zu schaffen“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Der Ifo-Index war in der Vergangenheit recht treffsicher. Engpässe bei Rohstoffen und die schärferen Corona-Beschränkungen schaffen zusätzliche Belastungen. Ich erwarte bestenfalls eine Stagnation, wahrscheinlich sogar eine Schrumpfung der Wirtschaft.

Dennoch: Die Aktienkurse sind insgesamt nicht überzogen und auch in dieser Situation gibt es Unternehmen, die profitieren und wachsen. Es wird allerdings immer deutlicher: Kontoguthaben sind keine Alternative.

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Die Autovermietbranche hat es seit Corona alles andere als leicht. Seit letzter Woche kursiert die Angst wegen der neuen Corona-Variante Omikron. Dies geht auch an der Börse nicht spurlos vorüber. Schon gar nicht an den Aktien des Autovermieters Sixt. Die Vorzugsaktie (WKN: 723133) gab am Freitag, den 26. November 10 % nach.

Seitdem hat der Kurs aber schon wieder etwas Boden gut gemacht. Gegenüber ihrem Corona-Tief Mitte März 2020 steht die Aktie immer noch mehr als 180 % im Plus. Auch das Hoch vor der Krise, im Februar 2020, bleibt deutlich überschritten.

Sixt ist ein Beispiel dafür, dass gut geführte Unternehmen Krisensituationen nutzen können – auch in schwierigen Branchen. Während der große Wettbewerber Hertz Insolvenz anmelden musste, ging Sixt verstärkt aus der Krise hervor.

Sixt bietet neben der Fahrzeug-Vermietung auch Car-Sharing, Fahrdienste und Auto-Abos auf seiner Mobilitätsplattform an. Mit dem Auto-Abo können die Kunden sich für einen Monat ein Fahrzeug aussuchen, welches sie danach einfach wieder kündigen können. Im Abo sind alle Versicherungen sowie Kraftfahrzeugsteuern enthalten. Sixt ist in 110 Ländern der Welt vertreten und verfügt über 205.400 Fahrzeuge, die über 2.067 Stationen verteilt werden.

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Bis heute familiengeführt

Das Unternehmen ist in vierter Generation familiengeführt. Sixt ist nicht der größte Autovermieter, jedoch der qualitativ hochwertigste durch seinen Premium-Ansatz. Kurzfristig ist Sixt begünstigt von steigenden Gebrauchtwagenpreisen. Es gibt durch die neu erworbenen Marktpositionen in den USA einen Katalysator für das Wachstum. Hinzu kommen die Umsatzerholungen, die stattfinden sollten, sobald uneingeschränktes Reisen wieder möglich ist. Eine Verschlimmerung der Pandemie ist hingegen ein Risikofaktor.

Vier mögliche Wachstumsfelder

Sobald sich die Corona-Krise entspannt (was angesichts der aktuellen Entwicklungen nochmals dauern dürfte) ergeben sich vier mögliche Wachstumsfelder für Sixt:

  1. Anorganisches Wachstum in den USA

Sixt sicherte sich in der Corona-Krise zehn bedeutsame Flughafenstationen aus der Insolvenz des Wettbewerbs Hertz. Damit ist Sixt nun an 25 der 30 wichtigsten Flughäfen des Landes vertreten. Die zehn neuen Standorte haben ein jährliches Marktvolumen von mehr als 3 Mrd. USD.

  1. Rückkehr der Urlauber

Das Unternehmen verdient mit Privatkunden den größten Umsatzanteil. Sobald sich die Corona-Situation etwas auflockert, werden viele ihren Urlaub nachholen

  1. Robo-Taxis

Gemeinsam mit der Intel-Tochter Mobileye will Sixt im nächsten Jahr einen Robo-Taxi-Dienst in München anbieten. Mobileye wird Eigentümer der Fahrzeugflotte sein. Sixt wird sich um die Bereitstellung, Wartung und den Betrieb der Flotte kümmern. Die selbstfahrenden Autos können über die Sixt-App geordert werden. „One“ – die Mobilitätsplattform von Sixt – wird somit um einen weiteren Dienst angereichert. Sixt verfolgt das Ziel, einer der führenden Anbieter innovativer und digitaler Premium-Mobilität zu werden.

  1. Nachhaltige Mobilität

Es soll in den kommenden Monaten CO2-sparsame Optionen für Sixt Ride (Taxi-Dienst) geben. Um den CO2-Fußabdruckk zu mildern, sollen mehr elektrifizierte und hybride Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Die Car-Sharing-Flotte von Sixt in den Niederlanden besteht heute schon aus reinen E-Fahrzeugen.

Der Fall Sixt zeigt noch etwas anderes: Es lohnt sich, bei guten Unternehmen Kursschwankungen auszusitzen. Im Corona-Crash brach der Kurs um fast 60% ein. Diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt aus Angst verkauft haben oder per Stop-Loss aus der Position rausflogen, haben den Wiedereinstieg womöglich nicht wieder gefunden. Aus diesem Grund zahlt sich Geduld an der Börse meist aus.

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Ihre Kerstin Franzisi

Chefredakteurin

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Die immer wieder notwendigen Kontaktbeschränkungen in diversen Phasen der Corona-Krise haben die Digitalisierung mächtig vorangebracht. Microsoft- und Apple-Aktien erklimmen einen Höchststand nach dem anderen. Die Kehrseite der Medaille: Die Pandemie-bedingte Störung der Lieferketten macht nicht nur der Automobilindustrie sondern auch vielen Herstellern von Hard- und Software große Probleme.

Alle Jahre wieder

Manch einer erinnert sich an den Film „Täglich grüßt das Murmeltier“. Wie der Schauspieler Bill Murray in seiner Filmrolle des Wetteransagers befinden auch wir uns derzeit scheinbar in einer Endlosschleife – eine Covid-Welle jagt die nächste. Und nun droht auch noch die jüngste Corona-Variante Omikron. Das hinterlässt an der Börse Spuren. Denn viele Anleger befürchten weitere langfristige Folgen. Bereits heute machen sich die verschiedenen Störungen von Lieferketten in zahlreichen Branchen bemerkbar.

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) sind die Lieferketten vieler Unternehmen noch immer vor allem in den USA und der Eurozone beeinträchtigt. Dagegen sind China und die meisten Schwellenländer nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen. Hintergrund der Entwicklung: Zahlreiche Staaten haben Anti-Pandemie-Maßnahmen eingeführt, die große Verzögerungen in den Wertschöpfungs- und Lieferketten nach sich gezogen haben.

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Auf diese Weise haben beispielsweise Beschränkungen an logistischen Schnittstellen zu Lieferstaus von produktionswichtigen Komponenten geführt. Was dazu führte, dass viele Zuliefererbetriebe in ihren Abläufen gestört wurden und werden. Klar: Diese konnten und können nunmehr ihren Lieferverpflichtungen nicht mehr in vollem Umfang nachkommen. So hakt es im System. Der Ausfall von Arbeitskräften durch Reisebeschränkungen und Krankheit tut ein Übriges.

Absatz von Smartphones ausgebremst

Die Verkäufe von Smartphones werden laut der Analyse-Gesellschaft Gartner weiter von der Knappheit von Bauteilen behindert. Allein im letzten Quartal seien durch die Engpässe 4 bis 5 % weniger Geräte abgesetzt worden. In erster Linie betreffe dies ältere und einfache Modelle, die noch nicht für das neue 5G-Funknetz gerüstet sind.

Laut Gartner werde die Knappheit noch wenigstens zwei Quartale lang anhalten. Dies könne die Konsolidierung innerhalb der Branche beschleunigen. Nach den kürzlich veröffentlichten Berechnungen von Gartner verringerten sich die weltweiten Smartphone-Verkäufe im dritten Quartal 2021 insgesamt im Vergleich mit dem Vorjahreszeitpunkt um 6,8 % auf rund 342,3 Millionen Geräte. Unternehmen wie beispielsweise Samsung sind besonders stark von den Lieferengpässen betroffen.

Auch Apple leidet unter dem Chipmangel

Derzeit produziert Apple 10 Millionen iPhones weniger. Denn die Knappheit von Halbleiterchips und Mikroprozessoren hält an. Und dies betrifft auch Apple. Der Konzern kann sein Produktionsziel für das iPhone 13 momentan nicht erreichen. Von 90 Millionen geplanten Geräten können voraussichtlich nur 80 Millionen hergestellt werden.

Die Zulieferer Broadcom und Texas Instruments können nicht genügend Halbleiter liefern. Das niederländische Unternehmen Ka Hartog Verkeerstechniek BV kam hinzu. Es handelt sich dabei um einen Spezialisten für Lichtsignalanlagen und andere Verkehrssicherheitslösungen. Hauptmärkte sind die Niederlande und Großbritannien. Apple musste nach laut Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg die Produktionsziele für das iPhone im Weihnachtsquartal deutlich zurücknehmen.

Trotz alledem haben sich die Lieferengpässe bei Apple bislang nicht auf die positive Entwicklung der immer noch sehr dynamischen Geschäftsentwicklung und erst recht nicht auf die des Kurses ausgewirkt.

Neueste Quartalsergebnisse wieder top

Apple veröffentlichte Ende Oktober die Finanzergebnisse des vierten Quartals 20/21. Das vierte Quartal des Konzerns endete schon Ende September. Der Nettoumsatz des Unternehmens belief sich in diesem Vierteljahreszeitraum auf 83,4 Mrd. USD. Dabei entfielen 65,1 Mrd. USD auf den Bereich iPhone, Mac, iPad sowie Wearables wie beispielsweise die Apple Watch. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 30 %.

Der Tech-Gigant hat in seinem Bericht zum 4. Quartal 20/21 einen Betriebsgewinn von 23,8 Mrd. USD bekanntgegeben, was einer Umsatzrendite von 28,5 % entspricht. Apple verzeichnete darüber hinaus in Q4 einen Nettogewinn in Höhe von 20,6 Mrd. USD. Der Konzern konnte damit den Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (12,7 Mrd. USD) um 62 % steigern.

Neue Herausforderungen in Sicht

Apple will mit neuen M1-Chips den PC-Markt aufrollen. Der iPhone-Hersteller hat zwei neue Hochleistungs-Chipsysteme angekündigt, mit denen er seine Abkehr von Intel-Prozessoren beschleunigen will. Die in einem Videostream präsentierten M1 Pro und M1 Max sind stark verbesserte Versionen des M1-Chips, den Apple vor einem Jahr vorstellte. Sie bilden künftig das
Herzstück der neuen MacBook-Pro-Modelle. Die erste Auflage des M1 diente Apple dazu, die Mikroprozessoren von Intel im Einstiegs- und Mittelklasse-Segment der Macintosh-Computer abzulösen.

Nun nimmt Apple mit seinen eigenen Systemen auch den Markt der Hochleistungs-Laptops ins Visier. Beim M1 Pro verspricht das Unternehmen eine 70 % bessere Prozessorleistung (CPU), eine doppelt so hohe Grafikleistung im Vergleich zum M1. Der im Vergleich zum M1 Pro noch deutlich leistungsfähigere M1 Max verfügt wie die Pro-Variante über zehn Rechenkerne (acht Leistungs- und zwei Effizienzkerne). Mit einer verdoppelten Speicherband- breite und anderen Verbesserungen kommt er auf die vierfache Grafikleistung des ursprünglichen M1.

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Geopolitische Spannungen, Lieferengpässe, steigende Inflation – in angespannten Zeiten ist die Sehnsucht nach Sicherheit bei vielen Anlegern besonders groß. Eine Assetklasse, der in diesem Kontext hohe Aufmerksamkeit gilt, ist Gold. Gold gilt seit jeher als das Krisen-Asset schlechthin.

Warum ist dies so? Zunächst einmal ist es historisch bedingt. Aus einem bestimmten Grund wurde Gold schon immer als wertvoll angesehen. Gold genießt seit jeher ein hohes Vertrauen. Gold bildet seit Anbeginn der Zivilisation die Basis unseres heutigen Geldwesens. Bis 1973 galt sogar der Goldstandard, durch den wichtige Währungen wie der US-Dollar maßgeblich durch physische Goldreserven abgesichert waren und andersrum auch das Recht bestand, diese Währungen wieder in Gold umzutauschen.

Ein Wert zum Anfassen

Gold ist ein endlicher Rohstoff, das Angebot ist begrenzt und kann nicht einfach erhöht – oder von Notenbanken gedruckt – werden. Daneben ist Gold als Sachvermögen leichter (be)greifbar. Gold in physischer Form können Sie schließlich anfassen. Ganz anders als Aktien. Auch Aktien sind Sachvermögen (sie verbriefen eine Beteiligung an einem real existierenden Unternehmen), was für viele Anleger jedoch wesentlich abstrakter ist. Die Zeiten, in denen Aktien in Papierform gehandelt werden (woher der Begriff Wert“papier“ ursprünglich herrührt), sind lange vorbei.

Bei einer Goldmünze kann sich hingegen jeder sofort ihren Wert vorstellen. Sie können sie noch dazu bequem in die Hostentasche stecken und mit sich herumtragen. Noch etwas macht Gold als Anlageobjekt interessant: Es kann in Krisenzeiten Währungscharakter annehmen, jedenfalls war dies in der Vergangenheit schon der Fall.

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Ein Gedankenspiel

Stellen Sie sich einmal vor, Sie müssten heute einen Teil ihres Vermögens wie einen Schatz im Boden vergraben und dürften diesen erst in 40 bis 50 Jahren wieder heben. Was würden Sie in Ihre Schatzkiste hineinlegen? Banknoten in USD, Banknoten EUR, eine andere Währung oder Goldmünzen? Die Antwort dürfte in den meisten Fällen dieselbe sein: Gold.

In noch einer Sache sind sich viele Investment-Experten einig: Gold kann in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung sein und gehört in einem diversifizierten Anlageportfolio einfach dazu.

Goldpreis nahe Allzeithoch

Doch wie steht es um den Goldpreis? Eine Unze Gold kostet zurzeit um die 1.795 USD (Stand: 24.11.2021). Im August letzten Jahres lag der Preis mit über 2.000 USD auf einem historischen Höchststand. Die Frage, die sich viele stellen, lautet: Ist Gold nicht schon viel zu teuer?

Wenn man sich die Preisentwicklung seit 1970 anschaut, sehen wir ein historisches Allzeithoch im Jahr 1980 bei etwa 850 USD je Unze Gold. Verglichen mit dem Hoch von rund 2000 USD im August 2020 sprechen wir also von einer Preissteigerung von ungefähr 112 %. Das ist definitiv ordentlich. Und aus dieser Sicht ist es nur mehr als verständlich, dass der aktuelle Goldpreis von vielen als zu teuer empfunden wird. Was hierbei jedoch noch nicht berücksichtigt ist, ist die Inflation.

Um die offizielle Inflationsrate bereinigt, entsprächen die 850 USD von 1980 in heutiger Kaufkraft ungefähr 2.250 USD. Davon sind wir aktuell mit etwa 20 % noch ein gutes Stück entfernt.

Ein weiterhin anderes Bild ergibt sich, wenn wir berücksichtigen, dass die Berechnung der offiziellen Inflationsrate Mitte der 80-er Jahre verändert wurde. Eine Reihe von verschiedenen neuen statistischen Einflussfaktoren wurde in die offizielle Berechnungsmethode integriert mit einem klaren Ziel und Ergebnis: Die statistischen Zahlen zur Inflationsrate wurden auf diese Weise systematisch nach unten korrigiert – also beschönigt.

Preisentwicklung inflationsbereinigt

Ab 1986 haben diese statistischen Tricksereien dazu geführt, dass durchschnittlich 2,5 % Inflation pro Jahr weggerechnet werden. Die offizielle Inflationsrate ist seit 1986 also niedriger als die tatsächlich verringerte Kaufkraft. Wenn wir nun die Goldpreisentwicklung unter Berücksichtigung der ursprünglichen Inflationsberechnung betrachten, entsteht ein ganz anderes Szenario. Zurückgerechnet nach alter Methode entsprächen die 850 USD von 1980 in heutiger Kaufkraft rund 5.800 USD. Dem gegenüber steht der aktuelle Goldpreis bei etwa einem Drittel.

Unser zweistufiges inflationsbereinigtes Rechenbeispiel relativiert die Wahrnehmung des Goldpreises. Unabhängig davon ist natürlich die zukünftige Entwicklung des Goldpreises komplett unvorhersehbar. Wer etwas anderes behauptet, lügt schlicht und ergreifend. Niemand weiß, in welche Richtung sich der Goldpreis in der nächsten Zeit bewegen wird oder wann das nächste Allzeithoch erreicht wird.

Perspektive und Zukunft

Uns geht es hierbei in keiner Weise darum, ein Preisziel für Gold auszurufen, geschweige denn eine dahingehend aktuelle Investitionsempfehlung auszusprechen. Die inflationsbereinigte Sicht auf die Entwicklung des Goldpreises – gerade weil Gold als Krisen-Asset und -währung zu gleichen Teilen wahrgenommen wird – stellt jedoch eine Perspektive auf dieses Thema dar, für die wir Sie zumindest sensibilisieren möchten. Wenn wir die Inflation miteinbeziehen, sind wir beim Goldpreis von einem Blasenszenario und früheren Höchststanden jedenfalls ein gutes Stück entfernt.

Es ist derzeit an den Kapitalmärkten eine Flucht in Sachwerte festzustellen. In einem Melt-up oder in einem Crack-up Boom, in den wir möglichweise hineinlaufen, kann sich daher noch ein gewisses Potenzial für Gold bieten. Als Beimischung und zur stabilisierenden Diversifizierung einer auf langfristigen Vermögensaufbau ausgerichteten Anlagestrategie ist bleibt das Thema Edelmetalle – und Gold insbesondere – zumindest interessant.

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