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Vor rund fünf Monaten kündigte Philip Morris (WKN: A0NDBJ) an, Swedish Match (WKN: A3CNFX) übernehmen zu wollen. Jetzt ist der Deal über die Bühne gegangen. Die EU-Wettbewerbskommission gab grünes Licht. Am 4. November entschieden die Swedish-Match-Aktionäre mehrheitlich, das Angebot anzunehmen. Auf Managementebene waren sich die beiden Tabakkonzerne schon seit Monaten einig. Swedish Match riet seinen Aktionären zu diesem Schritt und wurde nun bestätigt.

Swedish-Match-Investor Elliott steht hinter dem Deal

Der jetzige Übernahmepreis von 116 SEK je Aktie dürfte auch den aktivistischen Investor Elliott zufriedenstellen. Denn immerhin hat Philip Morris sein ursprüngliches Kaufgebot von 106 SEK je Aktie nun um fast 10 % erhöht. Damit geht der Plan von Elliott auf. Kurz nachdem Philip Morris sein erstes Übernahmegebot für Swedish Match abgab, ging Elliott eine Beteiligung von 5,5 % an Swedish Match ein und prompt forderte er daraufhin einen höheren Übernahmepreis.

Diese Strategie wenden Elliott und andere aktivistische Hedgefonds seit einigen Jahren immer wieder an, wenn sich größere Übernahmen anbahnen. Sie steigen mit einer Minderheitsbeteiligung in das Unternehmen, das übernommen werden soll, ein und verlangen anschließend eine Nachbesserung des Kaufangebots. Ihnen geht es lediglich darum, aus der Übernahme möglichst viel Kapital zu schlagen. Damit haben Elliott und Co. – wie jetzt auch – in den meisten Fällen Erfolg.

Im September erhöhte Elliott seine Beteiligung an Swedish Match auf 7,25 %. Das nun von 106 auf 116 SEK erhöhte Kaufangebot bringt Elliott Mehreinnahmen in Höhe rund 100 Mio. USD. Insgesamt erlöst er mit der Andienung seiner rund 110,6 Millionen Swedish-Match-Aktien an Philip Morris nun 10,2 Mrd. USD.

Philipp Morris steht für Innovationen im Tabakgeschäft

Während selbstverständlich alle Swedish-Match-Aktionäre von dem nachgebesserten Kaufpreis profitieren, wäre aus Perspektive der Philip-Morris-Aktionäre der ursprüngliche Preis besser gewesen. Immerhin zahlt der US-Konzern nun rund 15,2 Mrd. SEK bzw. 1,4 Mrd. USD mehr. Insgesamt bewertet Philip Morris Swedish Match nun mit 16,3 Mrd. USD. Dies entspricht etwa dem 9,5-fachen Jahresumsatz, den Swedish Match im letzten Jahr erwirtschaftete. Günstig sieht anders aus, aber wir halten den Preis noch gerade so für vertretbar.

Aus zwei Gründen halten wir die Akquisition für strategisch sehr sinnvoll. Erstens nimmt Philip Morris damit einen Konkurrenten vom Markt. Zweitens stärkt der Konzern seine schon jetzt gute Position im Wachstumssegment „rauchfreie Tabakalternativen“ noch einmal deutlich. Mit seinem Verdampfersystem IQOS konnte Philip Morris in Europa bereits voll durchstarten.

Dank Swedish Match wird das Unternehmen nun auch zu einem international dominanten Player für Kau- und Schnupftabak sowie Nikotin-Pouches. Letzteres ist die neueste Erfindung der Tabakindustrie. Es handelt sich dabei um teebeutelähnliche Täschchen, die mit Nikotin (oftmals aber sogar ohne Tabak) gefüllt sind, und die man sich unter die Oberlippe klemmt. Der dafür im Moment wichtigste Markt sind die USA. Genau dort ist Swedish Match mit derartigen Produkten – und damit künftig Philip Morris – die Nr. 1.

Ein internationaler Konzern mit Schlagkraft

Der Deal könnte auch die Wettbewerbssituation gegenüber dem bisherigen „Schwesterunternehmen“ Altria verändern. Einst unter einem gemeinsamen Dach, grenzten die beiden Konzerne ihre Märkte bislang klar voneinander ab. Während Altria bis jetzt exklusiv den US-Markt bediente, gehörte Philip Morris der Rest der Welt.

Wird Philip Morris künftig mit den Marken von Swedish Match selbst auf dem US-Markt auftreten?

Oder wird auch dies zu einem neuen Lizenzgeschäft für Altria?

Dies bleibt noch abzuwarten. Doch egal wie, Philip Morris ist das Tabakunternehmen, das sich aus unserer Sicht bisher am besten auf den Wandel in der Tabakindustrie (Stichwort „rauchfreier Tabak- und Nikotinkonsum) eingestellt hat. Der Kauf von Swedish Match ist in dieser Hinsicht ein weiterer Meilenstein.

Auf gute Investments

der-privatinvestor-kerstin-franzisi
Ihre Kerstin Franzisi
Chefredakteurin Der Privatinvestor

Sie interessiert, wie wir die Aktie von Philip Morris im Detail einschätzen?

Bereits vor Abschluss des Swedish-Match-Geschäfts, haben wir Philip Morris in unserem Börsenbrief Der Privatinvestor Ausgabe 43-2022 anhand unserer neuen Königsanalyse® überprüft. Wir haben sowohl die Qualität ermittelt als auch, ob die Aktie derzeit eine Kauf-, Halte- oder Verkaufsposition ist. Sie möchten unsere Analyseergebnisse einsehen? Testen Sie unseren Börsenbrief 4 Wochen lang gratis und unverbindlich.

Der Microsoft-Gründer und ehemals reichste Mann der Welt, Bill Gates, hat einmal gesagt: „Wenn ich eine feste Vorstellung einer Ziellinie gehabt hätte, hätte ich sie schon vor Jahren überschritten.“ Und obwohl Gates sich bereits 2008 aus dem operativen Geschäft des Unternehmens zurückgezogen hat, gilt diese Aussage im Hinblick auf den Konzern wohl heute noch. Grenzen scheint es für Microsoft nicht zu geben.

Microsoft tanzt auf vielen Hochzeiten

Als weltweit führendes Technologieunternehmen ist Microsoft ein breit diversifizierter Konzern, der eine Reihe von unterschiedlichen Diensten anbietet. Die drei Geschäftsfelder des Technologiegiganten lauten: Productivity and Business Processes, Intelligent Cloud und Personal Computing.

microsoft-umsatz-nach-segment-intelligent-cloud-productivity-and-business-processes-personal-computing

Productivity and Business Processes umfasst unter anderem Customer-Relationship-Management-Anwendungen (CRM), verschiedene Enterprises-Ressource-Planning-Systeme (ERP) sowie die in aller Welt bekannten Office-Produkte. Außerdem gehören verschiedene Marketing- und IT-Sicherheitslösungen sowie das Karrierenetzwerk LinkedIn dazu.

Herzstück im Segment Intelligent Cloud ist die Cloud-Plattform Azure, ergänzt um verschiedenen Serverprodukte und sonstige Clouddienste.

Personal Computing betreibt die Suchmaschine Bing. Ebenso ist hier die Gaming-Sparte inklusive Xbox integriert. Gerade die Expansion der Gaming-Sparte steht bei Microsoft derzeit im Fokus. Anfang 2022 übernahm der Konzern bekannt, den Spieleentwickler Activision Blizzard übernehmen zu wollen. Der Vorgang soll bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein. Microsoft würde mit dieser Übernahme auch Bereich Videospiele global in die Spitzengruppe der Anbieter aufsteigen.

Starkes Wachstum im Geschäftsjahr 2021/22

Vor wenigen Wochen präsentierte Microsoft seine Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2021/22. (Das Geschäftsjahr des Konzerns dauert vom 1. Juli bis 30.06. ist also gegenüber dem Kalenderjahr um sechs Monate verschoben.)

Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 12 %. Der operative Gewinn legte um 8 % zu und das Nettoergebnis wuchs um 2 %. Gegenüber den Vorquartalen und dem Vorjahr hat sich das Wachstum zwar abgeschwächt, dies ist aber zu einem Großteil auf Währungseffekte zurückzuführen. Zu konstanten Wechselkursen wären Umsatz und operativer Gewinn mit einer Rate von 16 bzw. 14 % gestiegen und der Nettogewinn hätte 8 % zugelegt. Zudem wirkten sich die erneuten Lockdowns in China auf das Ergebnis aus.

Im Gesamtjahr 2021/22 kletterte der Umsatz um 18 % (zu konstanten Wechselkursen +19 %). Operativer Gewinn und Nettoergebnis warten mit einem Wachstum von 19 bzw. 15 % auf.

microsoft-kennzahlen-ueberblick-umsatz-und-gewinnentwicklung-2012-2022

Microsoft Azure auf dem Weg zur Nr. 1

Der Cloudmarkt wird von drei Tech-Giganten dominiert. Noch ist Amazon die Nr. 1. Laut Statista verfügte Amazon Web Services (AWS) im zweiten Quartal 2022 über einen Marktanteil von 34 %. Microsoft rangiert mit einem Marktanteil von 21 % auf dem Vize-Thron. Allerdings wird der Abstand zur Nummer 1 kleiner. Microsoft Azure weist im Vergleich zur Konkurrenz das derzeit stärkste Wachstum auf.

Während die Cloud-Umsätze von Microsoft im zweiten Quartal 2022 um 40 % zulegen konnten, gelang Amazon Web Services „nur“ ein Wachstum von 33 %. Selbst Google Cloud, die Cloudsparte von Alphabet (+36 %) konnte stärker zulegen als der Branchenprimus.

Eine deutliche Ansage an die Wettbewerber ist auch, dass Microsoft Azure unter den Fortune-500-Unternehmen eine Marktdurchdringung von 95 % erreicht. Dies ist laut der Konzernleitung darauf zurückzuführen, dass Microsoft seit geraumer Zeit seinen Großkunden intelligente Hybridlösungen in Sachen Cloud bereitstellt. Diesen Vorteil nutzt Microsoft, um die Preise der Google Cloud und AWS zu unterbieten. So entscheiden sich immer mehr Unternehmenskunden für Azure und werden dadurch langfristig im Ökosystem von Microsoft gehalten.

Webseite-Header-MOMO-gross

Neue Partnerschaften mit Unity und Verbund

Unternehmen, die sich für eine Cloud-Struktur von Microsoft entscheiden bleiben in der Regel dauerhaft dabei. Jeder neue Firmenkunde, den Microsoft in diesem Bereich an Land zieht, bedeutet damit langfristig wiederkehrende Einnahmen.

Gerade gab Microsoft neue Partnerschaften mit dem Spieleentwickler Unity Technologies und dem österreichischen Versorger Verbund bekannt. Unity nutzt künftig die Cloud-Plattform Azure für die Erstellung von 3D-Echtzeit-Erfahrungen. Die erstellten Inhalte sollen zudem auf einem vereinfachten Weg für Xbox-Konsolen und den PC veröffentlicht werden. Die Partnerschaft soll die Dienste von Unity global zugänglich machen und für Entwickler unter anderem den Workflow verbessern.

Bei der Zusammenarbeit mit Verbund geht es darum, gemeinsam innovative und nachhaltige Lösungen für die Energiebranche zu identifizieren, die unter anderem auf Cloud-Computing-Technologien, künstlicher Intelligenz, dem Internet of Things (IoT), Big Data und Mixed Reality basieren.

Microsoft wiederum kann dank der Zusammenarbeit auf Grünstrom von Verbund setzen. Das Unternehmen möchte bis 2030 den weltweiten Energiebedarf der eigenen Rechenzentren vollständig aus nachhaltigen erneuerbaren Quellen beziehen und setzt nun ein erstes Zeichen mit der Verbund Grünstromlieferung für das erste Microsoft Datacenter in Österreich.

Auch in Zukunft sind wir uns jedenfalls sicher, dass dem Geschäft von Microsoft keine Grenzen gesetzt sind. Dies macht Microsoft für uns zu einem spannenden Dauerinvestments. Wer in seinem Portfolio den Bereich Big Tech noch untergewichtet hat, sollte zumindest über die Aktie nachdenken.

Auf gute Investments

der-privatinvestor-kerstin-franzisi
Ihre Kerstin Franzisi

Chefredakteurin Der Privatinvestor

Welches Unternehmen ist das teuerste der Welt? In den letzten Monaten hat mal Apple, mal Saudi ARAMCO die Nase vorn. Ende Mai hatte der iPhone-Hersteller nach starken Kursgewinnen den Platz an der Sonne erobert, diesen jedoch nach wenigen Tagen wieder an den Erdöl-Förderer abgegeben. Doch es bleibt weiter ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Marktkapitalisierung von Saudi ARAMCO beträgt derzeit 2,26 Billionen USD, Apple ist mit einem Börsenwert von 2,19 Billionen USD dicht dahinter (Stand jeweils 16.06.2022).

Den dritten Platz belegt derzeit mit einer Marktkapitalisierung von 1,88 Billionen USD Microsoft. Noch zu Beginn des Jahres war es der US-Software-Riese, der mit Apple um den Titel „wertvollstes Unternehmen der Welt“ wetteiferte. Doch seit der US-Zinswende und Putins Krieg in der Ukraine hat der Aktienkurs von Microsoft – wie der vieler Tech-Konzerne – merklich korrigiert. Auf Sicht der letzten drei Monate gab der Kurs von Microsoft mehr als 12 % ab. Insgesamt musste der Tech-Sektor Einbußen hinnehmen. Saudi ARAMCO profitiert indessen vom stark gestiegenen Ölpreis und hat die Tech-Werte deshalb in Sachen Marktkapitalisierung überholt.

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Dennoch rangiert Big Tech in Sachen Börsenwert nach wie vor weit vorne. Bis auf die derzeitige Nr. 1, Saudi ARAMCO, sind unter den Top 5 ausschließlich Tech-Giganten zu finden.

Tabelle Die wertvollsten Unternehmen der Welt (nach Marktkapitalisierung)

Die teuersten Unternehmen der Welt  
RangUnternehmenBrancheLandMarktkapitalisierung
(in Mrd. USD)
1Saudi ARAMCOÖl/GasSaudi-Arabien1’883
2AppleTechUSA2’192
3MicrosoftTechUSA1’827
4AlphabetTechUSA1’397
5AmazonTechUSA1’046
(Stand: 16.06.2022)

Apple nun für längere Zeit auf den 2. Platz verbannt?

Wird Apple Saudi ARAMCO bald wieder als teuerstes Unternehmen ablösen? Im Moment sieht es eher so aus, als könnte ARAMCO längere Zeit auf dem Thron bleiben.

Wie der Wettbewerb um das wertvollste Unternehmen auf dem Globus weitergehen wird, hängt für Apple in erster Linie von den iPhone-Umsätzen ab. Je nachdem wie sich diese entwickeln, kann dies den Aktienkurs positiv oder negativ beeinflussen. Denn das iPhone steht bis heute für über 60% des Konzernumsatzes, wie die jüngsten Zahlen zum zweiten Quartal 2022 belegen.

Ausgerechnet dieser Bereich war im ersten Halbjahr von Herausforderungen geprägt. Der Rückzug aus dem Russland-Geschäft und Probleme mit Lieferketten, die unter anderem durch den Lockdown im chinesischen Shanghai verursacht worden waren, führten zu Absatzrückgängen. Dennoch gibt es Grund zu Optimismus – zumindest, was die strengen Lockdowns in den chinesischen Wirtschaftsmetropolen betrifft. Diese wurden Anfang Juni vorsichtig gelockert.

Nichtsdestotrotz könnte der Apple-Kurs durch eine erneute Verschärfung des Chipmangels abermals unter Druck geraten. Dies könnte den Abstand zu Saudi ARAMCO als derzeit teuerstes Unternehmen der Welt vergrößern. Ob Apple nach Marktkapitalisierung auf Platz 1 oder 2 rangiert, beeinflusst unsere Investmentthese zu dem Unternehmen allerdings nicht.

Apple: Exzellenter Tech-Wert und Langfristinvestment

Apple ist und bleibt ein interessanter Tech-Wert mit Langfristqualitäten. Das Geschäftsmodell ist stark, die Wachstumsperspektiven intakt.

Das iPhone ist längst für viele von uns zur „Fernbedienung des Lebens“ geworden. Wir haben unser Smartphone immer und überall dabei. Unseren Alltag ohne Smartphone zu bewältigen, können wir uns kaum noch vorstellen. Natürlich gibt es mit Samsung und Xiaomi harte Konkurrenz, doch seiner Fangemeinde und damit auch seinem Kundenstamm kann sich Apple recht sicher sein. So ist die Frage, ob iPhone oder ein anderes Smartphone-Gerät, schon fast eine Philosophie-Frage. Wer sich jedenfalls einmal für ein iPhone entschieden hat, wird dies mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch künftig tun.

Doch die starke Marktposition von Apple fußt nicht allein auf dem iPhone. Mit seinen Produktneuheiten mischt der Konzern gerade sowohl den PC- als auch den Chipmarkt gewaltig auf. (Siehe auch unser Blog-Beitrag: Apple: Back to the Roots?“)

Jetzt auch noch die Autobranche

Niemals stehen bleiben, sich niemals auf den bisherigen Erfolgen ausruhen – das ist das Erfolgsgeheimnis von Apple. Gerade verfolgt der Konzern das Ziel, sich auch in der Automobilbranche stärker festzusetzen, bzw. sich mit dieser zu verzahnen.

Während Amazon und Alphabet dies schon länger versuchen und dazu an eigenen autonomen Fahrzeugen tüfteln, geht Apple dabei einen etwas anderen Weg. Der Konzern will seine Software CarPlay künftig direkt mit den Betriebsfunktionen in den Fahrzeugen vernetzen.

Via CarPlay im Auto Musik hören oder ein Navigationsprogramm wie Karten (von Apple selbst) oder Google Maps (vom Konkurrenten Alphabet) nutzen, das kennen wir bereits. Künftig soll CarPlay noch viel mehr können, etwa die Klimaanlage steuern, oder den aktuellen Füllstand des Tanks anzeigen. Apple beabsichtigt somit einen direkten Zugriff seiner Software auf Steuerungssysteme der Autos.

Bei etlichen Autoherstellern scheint dieses Vorhaben bereits auf Zustimmung zu stoßen. Apple führt als Kooperationspartner folgende Automarken auf: Mercedes, Audi, Porsche, Ford, Renault, Nissan und Volvo. Ende nächsten Jahres sollen erste Autos mit den erweiterten CarPlay-Funktionen auf den Markt kommen.

Zuversichtlich in die Zukunft

Aufgrund der noch nicht überwundenen Lieferengpässe, dem fortbestehende Chipmangel sowie den global steigenden Rohstoffpreisen hält sich das Apple-Management beim Ausblick auf das Gesamtjahr nach wie vor mit konkreten Aussagen zurück.

Apple beweist allerdings immer wieder, dass dem Konzern die Ideen nicht ausgehen. Das Unternehmen macht sich immer unabhängiger. Das weist Apple gerade durch eine eigene Chipentwicklung nach. Außerdem vergrößert sich die Angebotspalette dank der Wearables immer mehr. Apple tritt zurzeit mit seiner neuen, kompakten Desktop-Lösung Mac Studio gegen die etablierten Desktop-PC-Hersteller an. Wachstumspotenzial ist bei Apple damit in jedem Fall vorhanden.

KERSTIN_FRANZISI_CHEFREDAKTION


Auf gute Investments!

Ihre Kerstin Franzisi

Chefredakteurin Der Privatinvestor

Der Privatinvestor – Ihr kostenloser Testbezug

Testen Sie unseren Börsenbrief Der Privatinvestor – für einen Vermögensaufbau nach den Erfolgsprinzipien der wertorientierten Kapitalanlage (Value Investing).

Durch unsere systematische und auf Langfristigkeit und Kontinuität ausgerichtete Anlagestrategie spüren wir Qualitätsaktien mit angemessenem Chance-Risiko-Profil auf.

Der Testbezug umfasst 4 Ausgaben unseres Kapitalanlagebriefs Der Privatinvestor und ist ab dem Zeitpunkt der Anmeldung vier Wochen lang gültig. Sie gehen damit keine Verpflichtungen ein. Eine Notwendigkeit einer Kündigung besteht somit nicht.


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Vor rund fünf Monaten kündigte Philip Morris (WKN: A0NDBJ) an, Swedish Match (WKN: A3CNFX) übernehmen zu wollen. Jetzt ist der Deal über die Bühne gegangen. Die EU-Wettbewerbskommission gab grünes Licht. Am 4. November entschieden die Swedish-Match-Aktionäre mehrheitlich, das Angebot anzunehmen. Auf Managementebene waren sich die beiden Tabakkonzerne schon seit Monaten einig. Swedish Match riet seinen Aktionären zu diesem Schritt und wurde nun bestätigt.

Swedish-Match-Investor Elliott steht hinter dem Deal

Der jetzige Übernahmepreis von 116 SEK je Aktie dürfte auch den aktivistischen Investor Elliott zufriedenstellen. Denn immerhin hat Philip Morris sein ursprüngliches Kaufgebot von 106 SEK je Aktie nun um fast 10 % erhöht. Damit geht der Plan von Elliott auf. Kurz nachdem Philip Morris sein erstes Übernahmegebot für Swedish Match abgab, ging Elliott eine Beteiligung von 5,5 % an Swedish Match ein und prompt forderte er daraufhin einen höheren Übernahmepreis.

Diese Strategie wenden Elliott und andere aktivistische Hedgefonds seit einigen Jahren immer wieder an, wenn sich größere Übernahmen anbahnen. Sie steigen mit einer Minderheitsbeteiligung in das Unternehmen, das übernommen werden soll, ein und verlangen anschließend eine Nachbesserung des Kaufangebots. Ihnen geht es lediglich darum, aus der Übernahme möglichst viel Kapital zu schlagen. Damit haben Elliott und Co. – wie jetzt auch – in den meisten Fällen Erfolg.

Im September erhöhte Elliott seine Beteiligung an Swedish Match auf 7,25 %. Das nun von 106 auf 116 SEK erhöhte Kaufangebot bringt Elliott Mehreinnahmen in Höhe rund 100 Mio. USD. Insgesamt erlöst er mit der Andienung seiner rund 110,6 Millionen Swedish-Match-Aktien an Philip Morris nun 10,2 Mrd. USD.

Philipp Morris steht für Innovationen im Tabakgeschäft

Während selbstverständlich alle Swedish-Match-Aktionäre von dem nachgebesserten Kaufpreis profitieren, wäre aus Perspektive der Philip-Morris-Aktionäre der ursprüngliche Preis besser gewesen. Immerhin zahlt der US-Konzern nun rund 15,2 Mrd. SEK bzw. 1,4 Mrd. USD mehr. Insgesamt bewertet Philip Morris Swedish Match nun mit 16,3 Mrd. USD. Dies entspricht etwa dem 9,5-fachen Jahresumsatz, den Swedish Match im letzten Jahr erwirtschaftete. Günstig sieht anders aus, aber wir halten den Preis noch gerade so für vertretbar.

Aus zwei Gründen halten wir die Akquisition für strategisch sehr sinnvoll. Erstens nimmt Philip Morris damit einen Konkurrenten vom Markt. Zweitens stärkt der Konzern seine schon jetzt gute Position im Wachstumssegment „rauchfreie Tabakalternativen“ noch einmal deutlich. Mit seinem Verdampfersystem IQOS konnte Philip Morris in Europa bereits voll durchstarten.

Dank Swedish Match wird das Unternehmen nun auch zu einem international dominanten Player für Kau- und Schnupftabak sowie Nikotin-Pouches. Letzteres ist die neueste Erfindung der Tabakindustrie. Es handelt sich dabei um teebeutelähnliche Täschchen, die mit Nikotin (oftmals aber sogar ohne Tabak) gefüllt sind, und die man sich unter die Oberlippe klemmt. Der dafür im Moment wichtigste Markt sind die USA. Genau dort ist Swedish Match mit derartigen Produkten – und damit künftig Philip Morris – die Nr. 1.

Ein internationaler Konzern mit Schlagkraft

Der Deal könnte auch die Wettbewerbssituation gegenüber dem bisherigen „Schwesterunternehmen“ Altria verändern. Einst unter einem gemeinsamen Dach, grenzten die beiden Konzerne ihre Märkte bislang klar voneinander ab. Während Altria bis jetzt exklusiv den US-Markt bediente, gehörte Philip Morris der Rest der Welt.

Wird Philip Morris künftig mit den Marken von Swedish Match selbst auf dem US-Markt auftreten?

Oder wird auch dies zu einem neuen Lizenzgeschäft für Altria?

Dies bleibt noch abzuwarten. Doch egal wie, Philip Morris ist das Tabakunternehmen, das sich aus unserer Sicht bisher am besten auf den Wandel in der Tabakindustrie (Stichwort „rauchfreier Tabak- und Nikotinkonsum) eingestellt hat. Der Kauf von Swedish Match ist in dieser Hinsicht ein weiterer Meilenstein.

Auf gute Investments

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Sie interessiert, wie wir die Aktie von Philip Morris im Detail einschätzen?

Bereits vor Abschluss des Swedish-Match-Geschäfts, haben wir Philip Morris in unserem Börsenbrief Der Privatinvestor Ausgabe 43-2022 anhand unserer neuen Königsanalyse® überprüft. Wir haben sowohl die Qualität ermittelt als auch, ob die Aktie derzeit eine Kauf-, Halte- oder Verkaufsposition ist. Sie möchten unsere Analyseergebnisse einsehen? Testen Sie unseren Börsenbrief 4 Wochen lang gratis und unverbindlich.

Der Microsoft-Gründer und ehemals reichste Mann der Welt, Bill Gates, hat einmal gesagt: „Wenn ich eine feste Vorstellung einer Ziellinie gehabt hätte, hätte ich sie schon vor Jahren überschritten.“ Und obwohl Gates sich bereits 2008 aus dem operativen Geschäft des Unternehmens zurückgezogen hat, gilt diese Aussage im Hinblick auf den Konzern wohl heute noch. Grenzen scheint es für Microsoft nicht zu geben.

Microsoft tanzt auf vielen Hochzeiten

Als weltweit führendes Technologieunternehmen ist Microsoft ein breit diversifizierter Konzern, der eine Reihe von unterschiedlichen Diensten anbietet. Die drei Geschäftsfelder des Technologiegiganten lauten: Productivity and Business Processes, Intelligent Cloud und Personal Computing.

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Productivity and Business Processes umfasst unter anderem Customer-Relationship-Management-Anwendungen (CRM), verschiedene Enterprises-Ressource-Planning-Systeme (ERP) sowie die in aller Welt bekannten Office-Produkte. Außerdem gehören verschiedene Marketing- und IT-Sicherheitslösungen sowie das Karrierenetzwerk LinkedIn dazu.

Herzstück im Segment Intelligent Cloud ist die Cloud-Plattform Azure, ergänzt um verschiedenen Serverprodukte und sonstige Clouddienste.

Personal Computing betreibt die Suchmaschine Bing. Ebenso ist hier die Gaming-Sparte inklusive Xbox integriert. Gerade die Expansion der Gaming-Sparte steht bei Microsoft derzeit im Fokus. Anfang 2022 übernahm der Konzern bekannt, den Spieleentwickler Activision Blizzard übernehmen zu wollen. Der Vorgang soll bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein. Microsoft würde mit dieser Übernahme auch Bereich Videospiele global in die Spitzengruppe der Anbieter aufsteigen.

Starkes Wachstum im Geschäftsjahr 2021/22

Vor wenigen Wochen präsentierte Microsoft seine Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2021/22. (Das Geschäftsjahr des Konzerns dauert vom 1. Juli bis 30.06. ist also gegenüber dem Kalenderjahr um sechs Monate verschoben.)

Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 12 %. Der operative Gewinn legte um 8 % zu und das Nettoergebnis wuchs um 2 %. Gegenüber den Vorquartalen und dem Vorjahr hat sich das Wachstum zwar abgeschwächt, dies ist aber zu einem Großteil auf Währungseffekte zurückzuführen. Zu konstanten Wechselkursen wären Umsatz und operativer Gewinn mit einer Rate von 16 bzw. 14 % gestiegen und der Nettogewinn hätte 8 % zugelegt. Zudem wirkten sich die erneuten Lockdowns in China auf das Ergebnis aus.

Im Gesamtjahr 2021/22 kletterte der Umsatz um 18 % (zu konstanten Wechselkursen +19 %). Operativer Gewinn und Nettoergebnis warten mit einem Wachstum von 19 bzw. 15 % auf.

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Microsoft Azure auf dem Weg zur Nr. 1

Der Cloudmarkt wird von drei Tech-Giganten dominiert. Noch ist Amazon die Nr. 1. Laut Statista verfügte Amazon Web Services (AWS) im zweiten Quartal 2022 über einen Marktanteil von 34 %. Microsoft rangiert mit einem Marktanteil von 21 % auf dem Vize-Thron. Allerdings wird der Abstand zur Nummer 1 kleiner. Microsoft Azure weist im Vergleich zur Konkurrenz das derzeit stärkste Wachstum auf.

Während die Cloud-Umsätze von Microsoft im zweiten Quartal 2022 um 40 % zulegen konnten, gelang Amazon Web Services „nur“ ein Wachstum von 33 %. Selbst Google Cloud, die Cloudsparte von Alphabet (+36 %) konnte stärker zulegen als der Branchenprimus.

Eine deutliche Ansage an die Wettbewerber ist auch, dass Microsoft Azure unter den Fortune-500-Unternehmen eine Marktdurchdringung von 95 % erreicht. Dies ist laut der Konzernleitung darauf zurückzuführen, dass Microsoft seit geraumer Zeit seinen Großkunden intelligente Hybridlösungen in Sachen Cloud bereitstellt. Diesen Vorteil nutzt Microsoft, um die Preise der Google Cloud und AWS zu unterbieten. So entscheiden sich immer mehr Unternehmenskunden für Azure und werden dadurch langfristig im Ökosystem von Microsoft gehalten.

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Neue Partnerschaften mit Unity und Verbund

Unternehmen, die sich für eine Cloud-Struktur von Microsoft entscheiden bleiben in der Regel dauerhaft dabei. Jeder neue Firmenkunde, den Microsoft in diesem Bereich an Land zieht, bedeutet damit langfristig wiederkehrende Einnahmen.

Gerade gab Microsoft neue Partnerschaften mit dem Spieleentwickler Unity Technologies und dem österreichischen Versorger Verbund bekannt. Unity nutzt künftig die Cloud-Plattform Azure für die Erstellung von 3D-Echtzeit-Erfahrungen. Die erstellten Inhalte sollen zudem auf einem vereinfachten Weg für Xbox-Konsolen und den PC veröffentlicht werden. Die Partnerschaft soll die Dienste von Unity global zugänglich machen und für Entwickler unter anderem den Workflow verbessern.

Bei der Zusammenarbeit mit Verbund geht es darum, gemeinsam innovative und nachhaltige Lösungen für die Energiebranche zu identifizieren, die unter anderem auf Cloud-Computing-Technologien, künstlicher Intelligenz, dem Internet of Things (IoT), Big Data und Mixed Reality basieren.

Microsoft wiederum kann dank der Zusammenarbeit auf Grünstrom von Verbund setzen. Das Unternehmen möchte bis 2030 den weltweiten Energiebedarf der eigenen Rechenzentren vollständig aus nachhaltigen erneuerbaren Quellen beziehen und setzt nun ein erstes Zeichen mit der Verbund Grünstromlieferung für das erste Microsoft Datacenter in Österreich.

Auch in Zukunft sind wir uns jedenfalls sicher, dass dem Geschäft von Microsoft keine Grenzen gesetzt sind. Dies macht Microsoft für uns zu einem spannenden Dauerinvestments. Wer in seinem Portfolio den Bereich Big Tech noch untergewichtet hat, sollte zumindest über die Aktie nachdenken.

Auf gute Investments

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Ihre Kerstin Franzisi

Chefredakteurin Der Privatinvestor

Welches Unternehmen ist das teuerste der Welt? In den letzten Monaten hat mal Apple, mal Saudi ARAMCO die Nase vorn. Ende Mai hatte der iPhone-Hersteller nach starken Kursgewinnen den Platz an der Sonne erobert, diesen jedoch nach wenigen Tagen wieder an den Erdöl-Förderer abgegeben. Doch es bleibt weiter ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Marktkapitalisierung von Saudi ARAMCO beträgt derzeit 2,26 Billionen USD, Apple ist mit einem Börsenwert von 2,19 Billionen USD dicht dahinter (Stand jeweils 16.06.2022).

Den dritten Platz belegt derzeit mit einer Marktkapitalisierung von 1,88 Billionen USD Microsoft. Noch zu Beginn des Jahres war es der US-Software-Riese, der mit Apple um den Titel „wertvollstes Unternehmen der Welt“ wetteiferte. Doch seit der US-Zinswende und Putins Krieg in der Ukraine hat der Aktienkurs von Microsoft – wie der vieler Tech-Konzerne – merklich korrigiert. Auf Sicht der letzten drei Monate gab der Kurs von Microsoft mehr als 12 % ab. Insgesamt musste der Tech-Sektor Einbußen hinnehmen. Saudi ARAMCO profitiert indessen vom stark gestiegenen Ölpreis und hat die Tech-Werte deshalb in Sachen Marktkapitalisierung überholt.

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Dennoch rangiert Big Tech in Sachen Börsenwert nach wie vor weit vorne. Bis auf die derzeitige Nr. 1, Saudi ARAMCO, sind unter den Top 5 ausschließlich Tech-Giganten zu finden.

Tabelle Die wertvollsten Unternehmen der Welt (nach Marktkapitalisierung)

Die teuersten Unternehmen der Welt  
RangUnternehmenBrancheLandMarktkapitalisierung
(in Mrd. USD)
1Saudi ARAMCOÖl/GasSaudi-Arabien1’883
2AppleTechUSA2’192
3MicrosoftTechUSA1’827
4AlphabetTechUSA1’397
5AmazonTechUSA1’046
(Stand: 16.06.2022)

Apple nun für längere Zeit auf den 2. Platz verbannt?

Wird Apple Saudi ARAMCO bald wieder als teuerstes Unternehmen ablösen? Im Moment sieht es eher so aus, als könnte ARAMCO längere Zeit auf dem Thron bleiben.

Wie der Wettbewerb um das wertvollste Unternehmen auf dem Globus weitergehen wird, hängt für Apple in erster Linie von den iPhone-Umsätzen ab. Je nachdem wie sich diese entwickeln, kann dies den Aktienkurs positiv oder negativ beeinflussen. Denn das iPhone steht bis heute für über 60% des Konzernumsatzes, wie die jüngsten Zahlen zum zweiten Quartal 2022 belegen.

Ausgerechnet dieser Bereich war im ersten Halbjahr von Herausforderungen geprägt. Der Rückzug aus dem Russland-Geschäft und Probleme mit Lieferketten, die unter anderem durch den Lockdown im chinesischen Shanghai verursacht worden waren, führten zu Absatzrückgängen. Dennoch gibt es Grund zu Optimismus – zumindest, was die strengen Lockdowns in den chinesischen Wirtschaftsmetropolen betrifft. Diese wurden Anfang Juni vorsichtig gelockert.

Nichtsdestotrotz könnte der Apple-Kurs durch eine erneute Verschärfung des Chipmangels abermals unter Druck geraten. Dies könnte den Abstand zu Saudi ARAMCO als derzeit teuerstes Unternehmen der Welt vergrößern. Ob Apple nach Marktkapitalisierung auf Platz 1 oder 2 rangiert, beeinflusst unsere Investmentthese zu dem Unternehmen allerdings nicht.

Apple: Exzellenter Tech-Wert und Langfristinvestment

Apple ist und bleibt ein interessanter Tech-Wert mit Langfristqualitäten. Das Geschäftsmodell ist stark, die Wachstumsperspektiven intakt.

Das iPhone ist längst für viele von uns zur „Fernbedienung des Lebens“ geworden. Wir haben unser Smartphone immer und überall dabei. Unseren Alltag ohne Smartphone zu bewältigen, können wir uns kaum noch vorstellen. Natürlich gibt es mit Samsung und Xiaomi harte Konkurrenz, doch seiner Fangemeinde und damit auch seinem Kundenstamm kann sich Apple recht sicher sein. So ist die Frage, ob iPhone oder ein anderes Smartphone-Gerät, schon fast eine Philosophie-Frage. Wer sich jedenfalls einmal für ein iPhone entschieden hat, wird dies mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch künftig tun.

Doch die starke Marktposition von Apple fußt nicht allein auf dem iPhone. Mit seinen Produktneuheiten mischt der Konzern gerade sowohl den PC- als auch den Chipmarkt gewaltig auf. (Siehe auch unser Blog-Beitrag: Apple: Back to the Roots?“)

Jetzt auch noch die Autobranche

Niemals stehen bleiben, sich niemals auf den bisherigen Erfolgen ausruhen – das ist das Erfolgsgeheimnis von Apple. Gerade verfolgt der Konzern das Ziel, sich auch in der Automobilbranche stärker festzusetzen, bzw. sich mit dieser zu verzahnen.

Während Amazon und Alphabet dies schon länger versuchen und dazu an eigenen autonomen Fahrzeugen tüfteln, geht Apple dabei einen etwas anderen Weg. Der Konzern will seine Software CarPlay künftig direkt mit den Betriebsfunktionen in den Fahrzeugen vernetzen.

Via CarPlay im Auto Musik hören oder ein Navigationsprogramm wie Karten (von Apple selbst) oder Google Maps (vom Konkurrenten Alphabet) nutzen, das kennen wir bereits. Künftig soll CarPlay noch viel mehr können, etwa die Klimaanlage steuern, oder den aktuellen Füllstand des Tanks anzeigen. Apple beabsichtigt somit einen direkten Zugriff seiner Software auf Steuerungssysteme der Autos.

Bei etlichen Autoherstellern scheint dieses Vorhaben bereits auf Zustimmung zu stoßen. Apple führt als Kooperationspartner folgende Automarken auf: Mercedes, Audi, Porsche, Ford, Renault, Nissan und Volvo. Ende nächsten Jahres sollen erste Autos mit den erweiterten CarPlay-Funktionen auf den Markt kommen.

Zuversichtlich in die Zukunft

Aufgrund der noch nicht überwundenen Lieferengpässe, dem fortbestehende Chipmangel sowie den global steigenden Rohstoffpreisen hält sich das Apple-Management beim Ausblick auf das Gesamtjahr nach wie vor mit konkreten Aussagen zurück.

Apple beweist allerdings immer wieder, dass dem Konzern die Ideen nicht ausgehen. Das Unternehmen macht sich immer unabhängiger. Das weist Apple gerade durch eine eigene Chipentwicklung nach. Außerdem vergrößert sich die Angebotspalette dank der Wearables immer mehr. Apple tritt zurzeit mit seiner neuen, kompakten Desktop-Lösung Mac Studio gegen die etablierten Desktop-PC-Hersteller an. Wachstumspotenzial ist bei Apple damit in jedem Fall vorhanden.

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Eine Zeit dachte man, es gäbe bei den großen Tech-Werten keine andere Richtung mehr als nach oben. Doch in den letzten Monaten haben Technologie-Aktien stark korrigiert. Auch Amazon hat eine turbulente Zeit hinter sich. Am 29. März 2022 lag der Kurs der Aktie noch (vor dem nun durchgeführten Split) bei 3.386,30 USD. Am 24. Mai 2022 – also knapp einen Monat später – waren es nur noch 2.066,37 USD. Binnen vier Wochen sank der Kurs um fast 40 %!

In den letzten zehn Tagen hat der Titel jedoch wieder über 20 % an Boden gut gemacht. Am Abend des 2. Juni notierte Amazon bereits wieder mit 2.510,99 USD an der Nasdaq. Das Tief scheint damit überwunden. Ob man hier schon von einer Trendwende sprechen kann, werden die nächsten Wochen zeigen. Der diese Woche vollzogene Aktiensplit hat jedenfalls auch für einen kleinen Schub gesorgt. Das Geschäftsmodell des Internetriesen steht so oder so auf stabilen Beinen.

Aktie nach Split wieder attraktiver für Kleinanleger

Am ersten Juniwochenende hat Amazon einen Aktiensplit im Verhältnis 1:20 vollzogen. Damit werden alle historischen Kurse nun auch rückwirkend angepasst (also durch 20 geteilt). Die Aktienanzahl ist nun beim 20-fachen. Anleger, die vorher eine Aktie im Depot hatten, haben nun 20 – zu einem entsprechend um den Faktor 20 dividierten Kurs. An dem Unternehmenswert von Amazon ändert sich dadurch nichts. Stellen Sie sich einen Kuchen vor, der nun in mehr Kuchenstücke aufgeteilt ist.

Durch den Split wird die Aktie allerdings „optisch“ günstiger und dadurch für Kleinanleger attraktiver. Müssten sie vorher für eine einzige Aktie über 2.000 USD aufbringen, sind es jetzt nur um die 120 USD.

Um denselben Anteil am Grundkapital zu haben wie mit einer alten Aktie, müssten Anleger nun statt einem Anteilsschein entsprechend 20 Aktien kaufen. Aber jetzt ist es eben auch wieder möglich, sich mit geringem Einsatz zu beteiligen. Dies sorgte direkt für ein erhöhtes Kaufinteresse. Der Kurs ist zum Wochenbeginn split-bereinigt um fast 5 % gestiegen. Aktuell hat sich die Aktie von Amazon bei 121,18 USD (Stand: 09.06.2022) eingependelt.

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Marktposition unangefochten

Amazon hat es stets verstanden, Trends zu antizipieren und neue Geschäftsfelder zu erschließen – nicht selten als Pionier. Von dem her war es für uns nur eine Frage der Zeit, dass sich die Aktie wieder erholt. In seiner bekanntesten Rolle als Online-Händler ist Amazon aus dem Alltag kaum wegzudenken. Hier liegt der Ursprung des Geschäftsmodells des Unternehmens von Jeff Bezos. Allein in den letzten zehn Jahren stieg der Umsatz in der Online-Handelssparte von Amazon im Durchschnitt um mehr als 25 % pro Jahr.

Die Corona-Jahre schlugen da mit Wachstumsraten von 40 bis 50 % natürlich stark zu Buche. Doch auch wenn das Wachstum im letzten Quartal nur bei 7 % lag, am grundsätzlichen Shift zum Online-Handel und Amazons Platzhirschrolle in diesem Markt ändert das nichts. Zudem versteht der Tech-Gigant wie kaum ein zweiter, seine bestehende Marktposition nicht nur zu halten, sondern kontinuierlich auszubauen.

Innovation in die Breite

Amazon erschließt immer wieder neue Geschäftsfelder und Märkte, wie erst vor kurzem durch den Einstieg ins internationale Frachtgeschäft. (Hierzu schrieben wir in unserem Blog-Beitrag am 8. März: „Die Expansion geht weiter)

Auch im Entertainment-Bereich gibt der Online-Händler weiter Gas und erweitert seine Zusammenarbeit mit Universal Music in den Bereichern HD-Streaming sowie durch ein angeschlossenes Merchandise-Angebot direkt über die Music-App.

Erfolgsrezept: Daten, Daten, Daten

Dreh- und Angelpunkt von Amazons Entwicklungsstrategie ist das Internet. Genauer gesagt: die Cloud(s) mit ihrem gigantischen Datenvolumen. Die Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) ist mit einem Marktanteil von über 30 % der größte Cloud-Computing-Dienst der Welt. Diese enormen Kapazitäten sorgen nicht nur für hohe Erträge (in Q1/2022 stiegen die Einnahmen von AWS um starke 37 %). Sie sind Informationsbasis für jede strategische Entscheidung des Konzerns.

Die Auswertung und Analyse der gesammelten Markt- und Kundendaten sind für Amazon von unschätzbarem Wert. So kann das Unternehmen Trends vor dem Wettbewerb antizipieren und schon heute Erkenntnisse gewinnen, was der Kunde von morgen möchte.

Stationärer Handel mit Erlebnisfaktor

Alles verlagert sich mehr und mehr in die Online-Welt. Dennoch ist der Internetgigant auch im stationären Handel zunehmend aktiv. Amazon hat schon länger erkannt, dass man auf das physische Einkaufserlebnis nicht komplett verzichten kann. Im Vordergrund steht dabei die Symbiose von Digital und Analog, um den Einkauf im stationären Handel wirklich zu einem Erlebnis zu machen.

Bereits im letzten Jahr hat Amazon die ersten kassenlosen Supermärkte eröffnet. Hier können die Kunden die gewünschten Waren einfach aus den Regalen nehmen und den Supermarkt damit verlassen. Kameras und Sensoren (z.B. Waagen in den Regalböden) registrieren die individuellen Einkäufe, die nach Verlassen des Ladens per App abgebucht werden. Amazon betreibt mittlerweile zusammengenommen 46 physische Lebensmittel-Stores in den USA und London.

Jüngster Coup: Amazon Style

Im Mai hat Amazon das nächste Kapitel im stationären Handel aufgeschlagen und seinen ersten eigenen Fashion Store unter dem Namen „Amazon Style“ in Los Angeles eröffnet. Der Online-Händler bietet seinen Kunden hier durch Technologie ein neuartiges Einkaufserlebnis. Die Kunden können zum Beispiel über die Amazon Shopping App direkt Kleidungsstücke, die sie anprobieren möchten, in die Umkleidekabinen schicken lassen. Dort können sie außerdem über angebrachte Touchscreen-Terminals die Artikel direkt bewerten oder nach anderen Größen fragen, die dann von Mitarbeitern des Shops gebracht werden.

Gefällt etwas, kann es direkt per App an einen der Abholschalter geschickt werden, damit man beim weiteren Stöbern die Arme frei hat. Per QR-Code können die Kunden außerdem weitere Details zu einem Artikel einsehen, wie zum Beispiel vorhandene Größen, Farben oder Kundenbewertungen.

Diese ganzen Vorgänge wertet Amazon ebenfalls aus, sodass noch während des Einkaufs personalisierte Empfehlungen in Echtzeit an die Kunden ausgegeben werden können – die dann direkt vor Ort verfügbar sind. Auch bei der Auswahl der angebotenen Artikel im Laden kombiniert Amazon Reviews von Modeexperten und das Feedback von Millionen Kunden aus dem eigenen Online-Geschäft.

Der Motor läuft – auch in Zukunft

Man kann die jüngsten Entwicklungen an der Börse natürlich unterschiedlich bewerten. Klar ist allerdings: Die Kurskorrekturen im Tech-Sektor sind sicherlich kein Signal für des Ende des Wachstumsmarkts Technologie. Eher haben sich die zuvor aufgeblähten Bepreisungen wieder etwas normalisiert.

Die Digitalisierung schreitet voran. Insbesondere Big-Tech-Werte wie Amazon werden davon weiter profitieren. Amazon ist so stark aufgestellt und in so vielen Bereichen präsent, dass wir uns eine Zukunft ohne diesen Konzern eigentlich gar nicht mehr vorstellen können. Hinzukommt, dass das Unternehmen nicht müde wird, immer wieder neue Märkte zu erschließen und durch technologische Innovationen voranzutreiben.

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Der Kurssturz bei Bitcoin vor rund einem Monat war bitter und nicht die einzige Enttäuschung, die Anleger am Kryptomarkt verkraften mussten. Für diejenigen, die auf die Stable-Coins Terra USD und Luna setzten, ist sogar das schlimmste Szenario eingetreten. Der „Wert“ dieser bislang Krypto-Währungen sank auf null. Sie lesen richtig: null. Davon haben sich diese beiden Kryptos bis heute nicht erholt und es ist fraglich, ob dies jemals passiert. Ihre dahinterstehende Blockchain wurde aufgrund des Kursabsturzes angehalten, der Handel an gängigen Kryptobörsen zweitweise ausgesetzt.

Wie konnte das ausgerechnet bei „Stable-Coins“ passieren?

Stable-Coins sind Kryptowährungen, die anders als Bitcoin an einen bestimmten Referenzwert gekoppelt sind. Dies kann eine reale Währung sein, aber auch ein Rohstoff. Eine solche Koppelung soll den Stable-Coins eigentlich zu einer höheren Preisstabilität verhelfen. Eigentlich. Doch dann kam es bei Terra und Luna zum Totalabsturz. 

Beide gehören demselben Kryptosystem an, das der Koreaner Do Kwon ins Leben rief. Wie der Name „Terra USD“ bereits verrät, wurde als Referenzwert der US-Dollar gewählt. Statt jedoch Dollars in einem Tresor oder digital auf einem Bankkonto vorzuhalten, war ein Algorithmus, der den Terra und den Luna aneinander koppelte, dafür zuständig, den Preis zu stabilisieren. Genau dieser Algorithmus hat nun versagt.

Erklärungsversuche gibt es im Netz mehrere. War es ein Fehler im Algorithmus? Gab es eine gezielte Spekulationsattacke auf das Terra-Luna-Netzwerk? War gar Betrug im Spiel?

Was auch immer den Crash bei Terra und Luna auslöste, es dürfte dadurch klar sein, dass Stable-Coins nicht unbedingt das sind, was sie zu sein vorgeben: stabil. 

Imageschaden und Untersuchungen wegen möglichen Betrugs

Do Kwon ist der Mann, der das Kryptosystem aus Terra und Luna ins Leben rief. Für seine „Schöpfung“ wurde er in der Szene schon als der „Elon Musk Südkoreas“ gefeiert. Dieser Ruf ist nun dahin. Die einstige Bewunderung dürfte bei vielen Anlegern in Wut umgeschlagen haben. 

In Südkorea wollen geschädigte Investoren sogar rechtliche Schritte gegen ihn einleiten. Sie fordern unter anderem die Beschlagnahmung von Do Kwons Immobilieneigentum. Eine Sammelklage wegen möglichen Anlegerbetrugs soll in Vorbereitung sein. 

Auch die Steuerbehörde sitzt dem Terra-Erfinder im Nacken. Sie geht dem Verdacht der Steuerhinterziehung nach. Die Behörden ermitteln sowohl gegen seine Firma Terraform Labs, als auch gegen Do Kwon persönlich. Kurz bevor sein Kryptosystem nämlich kollabierte, soll Do Kwon u.a. versucht haben, ein südkoreanisches Unternehmen zu liquidieren und seinen Wohnsitz ins Ausland zu verlegen. 


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Der Luna ist tot, lang lebe der Luna!

Zu welchen Ergebnissen die Untersuchungen der Steuerbörden am Ende kommen werden, ist noch offen, auch ob eine Sammelklage wegen Anlagebetrugs Erfolg haben wird. 

Do Kwon scheint all dies jedoch wenig zu interessieren. Auch mit Reue oder Taktgefühl gegenüber den Anlegern, die durch den Crash seines Systems ihr Vermögen verloren haben, scheint er sich nicht aufhalten zu wollen. Stattdessen geht Do Kwon mit einem neuen Luna und neuer Blockchain auf den Markt. Der alte Luna, der sich wie der Terra USD vom Crash bis jetzt nicht erholt hat, wurde einfach in „Luna Classic“ umbenannt. 

Geschädigten Anlegern dürfte dies ziemlich dreist vorkommen. Damit bleibt fraglich, ob Do Kwon das Vertrauen von Investoren so schnell zurückgewinnen kann. Weder der Luna Classic noch der Terra USD haben sich seitdem erholt. Aktueller Kurs des Luna Classic: 0,000139 USD. Aktueller Kurs des Terra USD: 0,025 USD. (Stand jeweils 31.05.2022). 

Auswirkung auf die gesamte Branche

Der Absturz des Terra USD und des Luna (Classic), sowie die Korrektur bei Bitcoin hat weitläufige Auswirkungen auf die gesamte Krypto-Branche. Der finanzielle Schaden dürfte in die Billionen gehen. Alleine mit dem Terra-Absturz wurden 38 Mrd. USD binnen einer Woche vernichtet.

Doch betroffen sind nicht nur Anleger, die in o.g. Kryptos investierten. Das Vertrauen in Krypto-Systeme und -Börsen insgesamt geriet ins Wanken. Der Aktienkurs der Kryptobörse Coinbase zum Beispiel gab im Mai ebenfalls um mehr als 50 % nach.

Etliche Anleger werden Kryptos längere Zeit oder sogar dauerhaft den Rücken kehren. Der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung warnte am 18. Mai 2022: „Es mag sich hip und harmlos anfühlen, Kryptotulpen zu kaufen oder einer Community von sogenannten ‚Lunatics‘ anzugehören. Doch bei solchen Investments können sich binnen kurzer Zeit Sparvermögen in Milliardenhöhe atomisieren – wie gerade geschehen.“ 

Bereits auf dem Privatinvestor-Tag am 14. Oktober 2017 äußerte Prof. Max Otte seine Skepsis gegenüber Bitcoins. Sicherlich hätte sich zwischenzeitlich mit Bitcoin bei den wilden Kursschwankungen auch Geld verdienen lassen. Aber wir haben keinerlei Möglichkeit, in irgendeiner logisch nachvollziehbaren Weise den Wert von Bitcoin zu berechnen oder uns ihm zu nähern. Damit können wir bei dieser „Vermögensklasse“ auch kein Value Investing betreiben. 

In unserer Anlagestrategie konzentrieren wir uns deshalb auf Aktien, Edelmetalle und Liquidität. Dies gilt sowohl für den Börsenbrief „Der Privatinvestor“ als auch für die von der PI Privatinvestor Kapitalanlage GmbH betreuten Fonds, wie den PI Vermögensbildungsfonds. 

Auch wenn Sie derzeit bei Käufen eher selektiv vorgehen und noch eine Reserve für spätere Transaktionen vorhalten sollten –auf Aktien verzichten oder aus Aktien rausgehen sollten Sie derzeit auf keinen Fall. 

Aktien sind Sachvermögen. Sie sind an einem Unternehmen und damit an realen Assets beteiligt. In dem jetzigen Szenario hoher und sehr wahrscheinlich noch weiter steigender Inflation sind Aktien deshalb für uns die beste Anlageform. 

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Die Erholung des russischen Rubel, der nach der Invasion in die Ukraine die Hälfte seines Wertes gegenüber dem US-Dollar verloren hat, setzt sich fort. Anfang Mai notierte der Rubel sogar etwa 10 % höher gegenüber dem Greenback als vor Beginn des Krieges in der Ukraine.

Als der Rubel in Richtung seines Tiefs bei 140 zum Dollar taumelte, ließ sich US-Präsident Joe Biden zu dem Seitenhieb hinreißen, aus dem Rubel sei jetzt „rubble“ geworden, das US-amerikanische Wort für Schutt.

Wie ist eine so starke Erholung möglich, wenn der Westen ständig neue Sanktionen gegen das Land verhängt und die Invasion der Ukraine aus russischer Sicht hinter den Erwartungen zurückbleibt, wenn zudem ausländische Unternehmen reihenweise Russland verlassen? Hinzu kommt auch, dass Russlands Zentralbank auf einen Teil ihrer Devisenvorräte derzeit keinen Zugriff hat, weil diese eingefroren sind.

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Der erste und wichtigste Grund ist der Handel mit Öl und Gas. Russlands Energieexporte leiden bisher kaum unter den Sanktionen, im Gegenteil: Bloomberg erwartet für das laufende Jahr, dass Russland mit Energieausfuhren über 300 Milliarden Dollar einnehmen wird.

Das wären über ein Drittel mehr als im Vorjahr. Wichtigster Grund dafür sind wiederum die kräftig gestiegenen Öl- und Gaspreise. Öl der US-Sorte WTI schoss allein im März von 90 auf zeitweise 130 Dollar in die Höhe.

Ein wichtige Rolle spielt auch, dass der Westen, der täglich mehrere hundert Millionen Dollar für russisches Öl und Gas ausgibt, zunächst seine Rechnungen in harten Devisen bei nicht sanktionierten Banken begleicht. Diese wiederum tauschen dann in Rubel ein und halten die Nachfrage nach der russischen Währung hoch.

Was den Rubel ebenfalls stützt, ist die nach der Invasion eingeführte Verpflichtung für russische Firmen, 80% ihrer Deviseneinnahmen in die heimische Währung einzutauschen. Natürlich hilft hier auch die Forderung des Kremls an westliche Käufer russischer Energie, das importierte Gas in Rubel zu zahlen.

Ein weiterer Grund hat mit den Sanktionen zu tun. Diese treffen weniger die Exporte, dafür mehr die Importe Russlands, was dazu beiträgt, dass Russland seine Handelsbilanz verbessern kann, obwohl es von Teilen des Welthandels abgeschnitten wurde. Das steigert die Überschüsse. Mit den Deviseneinnahmen klettert die Nachfrage nach dem Rubel.

Neben den Umtausch-Vorschriften für Devisen der Exporteure gibt dem Rubel auch noch eine andere staatliche Intervention zusätzlichen Auftrieb: Der Kreml hat Devisenausfuhren von Unternehmen und Privatpersonen beschränkt. Ausländer haben es jetzt schwerer, Vermögenswerte in Russland zu verkaufen. Dadurch werden weniger Rubel in ausländische Devisen getauscht.

All das hilft dem Rubel. Die kräftigste Stütze dürfte jedoch der anhaltend hohe Export von Öl und Gas sein. Und das hilft zu erklären, warum die EU und die USA so viel Druck ausüben, um Öl- und Gas-Importe aus Russland weiter kräftig zu reduzieren. Das würde nicht nur die Kriegskasse des Kreml treffen, sondern auch den Rubel schwächen helfen. Die in der Folge importierte Inflation würde dann den gesellschaftlichen Druck auf Präsident Putin erhöhen.

Wladimir Putin liefert die Erholung des Rubel derzeit jedoch innenpolitisch Punkte, denn ein stärkerer Rubel zügelt nicht nur die Inflation, er liefert auch der Regierungsdarstellung Vorschub, wonach die Sanktionen nicht viel Wirkung haben.

Dennoch gibt es Zweifel an der Nachhaltigkeit der jüngsten Rubel-Erholung. Interventionen stützen den Rubel, er wäre ohne die Eingriffe deutlich schwächer. Und in Europa scheint man mit Ausnahmen fest entschlossen, trotz der prognostizierten Probleme für die eigene Energie-Versorgung die Einfuhren von Öl und Gas aus Russland deutlich zu drosseln.

Wenn Sie in diesen unsicheren Zeiten nach Möglichkeiten einer nachhaltigen Vermögensanlage und wie Sie Ihr Kapital vor Inflation schützen können suchen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Folgen Sie einfach dem Link oder rufen Sie direkt Herrn Philipp Schäferhoff unter der +49 (0) 221 98 65 33 94 an.

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„Wer redet denn da so viel?“, fragte Warren Buffett etwas genervt, als er am 30. April in Omaha die zweite Hälfte der diesjährigen Hauptversammlung seines Konglomerates eröffnete. In der ersten Sitzungshälfte waren nur 7 Fragen beantwortet worden.

So wenige Fragen für einen halben Tag. Das war dem auf Kommunikation bedachten Maestro nicht genug. Es war ein neuer Tiefstand in Amerikas größtem Aktionärs-Happening seit zwei Jahren. Dabei gibt es in den unruhigen Tagen des laufenden Börsenjahres 2022 durch Krieg, Inflation und Zinswende doch wahrlich mehr Fragen als sonst üblich.

Offenbar hatte Buffett selbst einen Teil der Schuld an der schleppenden Fragerunde, denn er würzte diese Versammlung ausgiebig gleich mit mehreren schlagzeilenträchtigen Bemerkungen.

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Buffett geißelte die Kasino-Mentalität an der Wall Street, die immer mitverdiene, wenn gehandelt wird, aber ganz besonders üppig immer dann profitiert, wenn die Emotionen überhandnehmen, wenn sich Anleger wie „Spieler“ verhalten“, statt wie „Investoren.“

CNN schrieb nach diesem Machtwort von einem „Pontifikat“.

Der 91-jährige Buffett nahm sich in diesem Jahr auffallend Zeit für die bevorzugten Ziele seiner oft deutlichen Kritik: Investmentbanken und Brokerhäuser. Es gebe Investoren, die wüssten nichts über Aktien und ließen sich von Brokern beraten, die noch weniger wüssten, beklagte er.

Große US-Firmen seien mittlerweile zu „Poker-Chips“ verkommen, so die Investoren-Legende. Kein Wunder, dass der auf strategische Entscheidungen und Geduld setzende Buffett hier eine toxische Atmosphäre wittert.

Fünf Stunden nahmen sich er und seine Führungskräfte, darunter Vize-Chairman Charlie Munger Zeit, um die Fragen in der ersten Hauptversammlung seit 2019 mit anwesendem Publikum zu beantworten.

Buffett wäre nicht Buffett, wenn er nicht auch in turbulenten Börsenzeiten Chancen zum Investment sähe. Satte 51 Mrd. Dollar habe Berkshire im ersten Quartal zusätzlich in Aktien investiert, allein 7 Mrd. davon seien für den Kauf von Occidental-Aktien aufgewendet worden, womit Buffetts Anteil an dem Energiekonzern nunmehr 15,2% beträgt.

„Occidental generiert tonnenweise freien Cashflow und nutzt ihn, um Schulden abzutragen und Gewinne an Aktionäre auszuschütten, von denen Berkshire jetzt der größte ist.“ Mit diesen Worten zitierte die Finanzseite von Yahoo in Großbritannien Darren Pollock, einen Portfoliomanager bei Cheviot Value Management.

Buffett hat eine klare Entscheidung zu Gunsten der amerikanischen Ölindustrie getroffen, die wir auch für die Fonds der PI Privatinvestor Kapitalanlage GmbH von Max Otte getroffen haben.

Auch bei den US-Ölwerten beweist Buffett wieder einmal eine goldene Nase. Wenige Tage nachdem Berkshire in einer Pressemitteilung den Kauf von weiteren 5,9 Millionen Occidental-Petroleum-Aktien am 2. und 3. Mai bekanntgegeben hatte, meldeten US-Zeitungen hervorragende Zahlen für das Öl-Unternehmen.

FoxBusiness berichtete von einem starken ersten Quartal für den Energiekonzern mit einem kräftigen Turnaround bei den Ergebnissen. Der Nettogewinn habe zuletzt 4,7 Milliarden Dollar betragen, nach einem Verlust von 346 Millionen im Vorjahresquartal.

Der wichtigste Treiber: Steigende Ölpreise.

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Vergangene Woche veröffentlichte Amazon neue Zahlen. Die Reaktion an der Börse war eindeutig: die Aktie gab daraufhin zweitweise um 10% nach. Schon in den Wochen zu Woche hatte die Aktie korrigiert. Auf Monatssicht büßte der größte Online-Händler der Welt ein Viertel seiner vorherigen Marktkapitalisierung ein.

Ist Amazon nun einen Kauf wert? Einerseits waren die jüngsten Zahlen ernüchternd. Der Umsatz wuchs nur mit einer Rate von 7 %. Das ist nicht das, was wir von dem Internetriesen gewohnt sind. In der Corona-Pandemie präsentierte der Konzern Wachstumsraten von 40 bis 50%. Eine jetzige Abschreibung in Milliardenhöhe auf die Beteiligung am E-Mobilitätsunternehmen Rivian sorgte zudem für einen Quartalsverlust in Höhe von 3,8 Mrd. USD.

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Andererseits, wenn Sie sich überlegen, welche Unternehmen voraussichtlich in zehn Jahren noch eine dominierende Position haben werden, so gehört Amazon wahrscheinlich dazu. Der Konzern hat sich mit all seinen Produkten und Dienstleistungen in (fast) alle Bereiche unseres Lebens derart festgesetzt, dass sich viele von uns ein Leben ohne Amazon nur schwer vorstellen können.

Es lässt sich nicht abstreiten: im Online-Handel mehren sich aktuell die Herausforderungen. Da wären unter anderem unterbrochene Lieferketten, steigende Preise und höhere Logistikkosten. Doch überlegen Sie: Wen treffen diese Herausforderungen stärker – den Giganten Amazon oder zum Beispiel den stationären Einzelhandel, der oft wesentlich höhere Logistik- und Lagerkosten hat?

Zudem hat Amazon reagiert. Der Konzern konnte es sich erlauben, seinen Handelspartnern einen Zuschlag von 5 % zu berechnen. Und mit seiner neu gegründeten Logistik-Sparte setzt der Konzern noch einen obendrauf. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Amazon künftig selbst ordentlich im Frachtgeschäft mitmischen wird. (Siehe auch unser Blog-Beitrag „Amazon: die Expansion geht weiter“).

Gleichzeitig stiegen die Werbeeinnahmen von Amazon um 23 % und die Einnahmen aus der Sparte Web Service (Cloud) legten um sehr gute 36,5 % zu. Der Konzern wächst somit in wichtigen Segmenten weiterhin schnell.

Sollten man jetzt also einsteigen oder nachkaufen? Diese Frage kann jeder Anleger nur für sich selbst beantworten. Trotz Korrektur ist Amazon derzeit alles andere als ein Schnäppchen. Ich persönlich halte Amazon-Aktien, die ich teilweise sogar etwas teurer als zum aktuellen Kurs gekauft habe. Die jetzt begonnen Korrektur kann morgen vorbei sein – oder sich auch noch eine Weilte fortsetzen, wenn die Börse das zukünftige Wachstum dauerhaft niedriger bewertet. Aber das Unternehmen wird auch in zehn Jahren aller Voraussicht nach eine wichtige Rolle spielen.

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In Deutschland zogen die Verbraucherpreise im April gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % an. In den USA überschritt die Inflationsrate bereits im März die Marke von 8 %. Nicht nur Verbraucher, auch Anleger stehen vor einem Problem. Ist die Geldentwertung nicht zu stoppen, drohen Sichtguthaben auf dem Bankkonto und andere Formen des Geldvermögens früher oder später wertlos zu werden.

Einen Ausweg gibt es jedoch: Dividendenaktien. Gerade jetzt sind zuverlässige Dividendenwerte Trumpf. Mit Dividendenrenditen von 4 %, 5 % oder sogar mehr, können Sie der Inflation entgegenwirken, diese zumindest spürbar abfedern.

Da Aktien eine Form des Sachvermögens sind, bieten Sie zudem per se einen gewissen Inflationsschutz. Solange das Unternehmen samt seinen Produktionsanlagen, Produkte und Dienstleistungen existiert, kann es niemals komplett wertlos werden. Der intrinsische Wert des Unternehmens (auch innerer Wert genannt) besteht fort, egal in welcher Währung oder Recheneinheit dieser gerade ausgedrückt wird.

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Dividendenaktien im Speziellen bieten noch einen weiteren Vorteil. Während Aktienkurse und damit die Buchgewinne in Ihrem Depot mitunter stark schwanken können, generieren Dividenden ein recht verlässliches passives Einkommen – völlig unabhängig und losgelöst von den aktuellen Aktienkursen. Dividendentitel sind somit ein Stabilitätsanker in Ihrem Depot, denn haben Unternehmen einmal mit der Auszahlung von Dividenden angefangen, legen sie künftig meistens sehr großen Wert auf eine stetige Ausschüttungspolitik. Noch dazu erhöhen viele Unternehmen ihre Dividenden im Zeitverlauf. Sollte die aktuelle Geschäftsentwicklung dies nicht hergeben, wird zumindest alles darangesetzt, unangenehme de Dividendenkürzungen zu vermeiden.

Münchener Rück: Trotzt schwankender Geschäftsentwicklung ist auf die Dividende Verlass

Ein anschauliches Beispiel, welchen Stabilitätsfaktor Dividenden bieten können ist die Münchener Rück. Die Geschäftsentwicklung dieses deutschen Rückversicherers kann Schwankungen unterliegen. Dies liegt am Wesen des Geschäfts, denn Häufigkeit und Intensität von Unwettern und Naturkatastrophen fallen von Jahr zu Jahr unterschiedlich aus. In manchen Jahren muss der Konzern deshalb höhere Schadensummen übernehmen als in anderen. Folglich schwanken auch die Gewinne.

Auf die Dividende ist dennoch Verlass. Münchener Rück ein sehr zuverlässiger Dividendenzahler. In den letzten 28 Jahren wurde die Dividende nicht einmal gekürzt. Die langfristige Dividendenentwicklung zeigt zudem eine klare Richtung: nach oben. Zwar nicht jedes Jahr, aber wann immer möglich, hebt der Konzern den Ausschüttungsbetrag je Aktie an.

Die Münchener Rück ist in ihrer Vorgehensweise nicht allein. Viele Unternehmen hatten auch während der Corona-Krise an ihrer Dividendenpolitik festgehalten – wie zum Beispiel Nestlé oder Coca-Cola.

US-Blue-Chips führen die Liga der Dividendenaristokraten an

Es gibt Unternehmen, die ihre Dividende seit Jahrzehnten jährlich steigern. Ist dies seit mindestens 25 Jahren der Fall, zählt ein Unternehmen zu den sogenannten Dividendenaristokraten. Auf Coca-Cola trifft dies zu. Der Getränkeriese steigert seine Ausschüttung seit 60 Jahren jedes Jahr.

Damit steht Coca-Cola als Dividendenaristokrat in der ersten Reihe. Dies trifft auch auf Johnson & Johnson zu, sowie auf Colgate-Palmolive. Insgesamt führen US-Blue-Chips die Liga der Dividendenaristokraten an. Der Industrieriese Archer Daniels Midland beispielsweise erhöhte seine Dividende in den letzten 47 Jahren ausnahmslos jedes Jahr. Bei Exxon Mobil, dem größten Öl- und Gaskonzern der USA, sind es mittlerweile 40 Jahre und bei Chevron 34.

Auch Warren Buffett setzt auf Dividendenaktien

Auch Investmentlegende Warren Buffett schätzt den Vorteil von einer Dividendenstrategie. 1988 kaufte er beispielsweise über seine Holding Berkshire Hathaway für 1 Mrd. USD Coca-Cola-Aktien und erwarb damit 6,3 % der Anteile an dem Getränkeriesen. Inzwischen hat Buffet die Beteiligung auf etwa 9,3 % aufgestockt. Berkshire Hathaway hält 400 Millionen Coca-Cola-Aktien.

Diese spülen dem „Orakel von Omaha“ bzw. dessen Holding seit Jahrzehnten jedes Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag an Dividendeneinnahmen in die Kassen. Bei einer vierteljährlichen Dividende von 0,42 USD je Aktie waren es im letzten Jahr 672 Mio. USD. Gemessen am initialen Kaufpreis bedeutet dies zudem eine Dividendenrendite von über 50 %. Das führt klar vor Augen, dass sich ein langfristiges Engagement in starke Dividendenaktien wirklich lohnt. (Mehr zu dieser Lieblingsaktie von Warren Buffett auch in einen unserer früheren Blogbeiträge).

Coca-Cola ist nicht der einzige Dividendenwert im Portfolio von Warren Buffett. Berkshire Hathaway ist unter anderem auch an Verizon, Chevron und American Express beteiligt. Ende März 2022 kaufte Berkshire Hathaway zudem 121 Millionen Aktien des PC- und Druckerherstellers HP Inc. (Siehe auch unser Blog-Beitrag „Buffett baut um“).

Auf den aktuellen Kurs beträgt die Dividendenrendite von HP Inc. zwar nur 2,6 %, aber auch hier können sich Anleger regelmäßigen Steigerungen sicher sein. Die letzte Dividendensteigerung war sogar sehr stattlich. Gegenüber dem Vorjahr gibt es dieses Jahr stolze 30% mehr. Immerhin ist es zudem die fünfte jährliche Dividendenerhöhung in Folge. So kann es weiter gehen.

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Der ehemalige ifo-Chef, Professor Hans-Werner Sinn, bezeichnete in einem viel beachteten Vortrag im März die Corona-Lockdowns als den größten Inflationstreiber vor Energie und Baumaterialien (wir haben seine Rede bei Privatinvestor TV in einem Video zusammengefasst). In China können wir jetzt erneut sehen, warum das stimmt.

Seit vier Wochen befindet sich die Wirtschafts- und Logistik-Metropole Shanghai im strengen Lockdown. Satellitenaufnahmen des Hafengebietes zeigen ein Heer weißer Punkte. Sie stehen für Frachtschiffe, die anlegen und löschen wollen, es aber nicht können.

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Auf 470 Ozeanriesen ist die Lieferketten-Armada, die zum Warten verdammt ist, angewachsen. Das Logistik-Magazin “Freight Waves“ befürchtet “Downstream-Effekte“ für globale Lieferketten, die alles in den Schatten stellen könnten, was wir in zwei Jahren Pandemie gesehen haben.

Die möglichen Folgen für die Inflationsraten in Europa sind derzeit unabsehbar (siehe Grafik).

Im Mai 2021 wurde das riesige Container-Terminal Yantian im Hafen der südchinesischen Stadt Shenzhen auf 30 Prozent seiner Kapazität heruntergefahren. Hunderttausende von Warensendungen konnten nicht transportiert werden, stapelten sich in Lagerhallen und Fabriken. Lieferketten nach Europa, in die USA und andere Teile Asiens kamen zum Stillstand.

Doch diesmal ist mit Shanghai eine ganze High-Tech-Stadt und Fracht-Metropole regelrecht stillgelegt. 25 Mio. Menschen in Shanghai können nicht aus ihren Häusern, der Lockdown, der im März begann, wurde vor wenigen Tagen nur leicht abgeschwächt. Die meisten Lagerhallen und Fabriken sind geschlossen, 90 Prozent der Trucks in der Hafenregion wurden abgestellt, Hafen und Flughafen laufen im Notfall-Modus.

Shanghai ist einer der größten Fertigungs- und Logistikstandorte in der Volksrepublik, mit Schwerpunkt auf Autos und Elektronik. Der Hafen ist der größte Container-Umschlagplatz der Welt. Exportware aus Shanghai bestreitet 7,2 Prozent der chinesischen Ausfuhren, jeder fünfte Container, der China in Richtung Rest der Welt verlässt, wird hier auf ein Schiff oder Flugzeug verladen.

Nun warten Ozeanriesen im Hafen, LKW stehen still, Ware, die in Shanghai nicht mehr gelöscht werden kann, wird in benachbarte Häfen umgeleitet. Auch dort füllen sich inzwischen Lagerhallen, bilden sich lange Schlangen.

“Das ist wahrscheinlich schlimmer als Wuhan“, zitiert das Logistik-Fachmagazin Freight Waves Jon Monroe, einen Lieferketten-Experten in einer lokalen Logistik-Firma. Und der spanische Finanzdienstleister BBVA sagt vorher, dass Chinas Behörden ihre rigorose “Null-Covid-Strategie“ mindestens bis Juni durchziehen werden. Lokale Beobachter gehen laut Freight Waves zum Teil davon aus, dass die schweren Störungen bis Herbst andauern könnten.

Die drakonischen Maßnahmen der lokalen Behörden beinhalten bis zu 40 Stunden Wartezeit für LKW-Fahrer, die Autobahn-Ausfahrten in Richtung Hafen nehmen wollen, Reedereien müssen 3-5 Tage warten, bevor sie überhaupt ihre Fracht in Empfang nehmen können. Die Folge: Frachtflüge werden serienweise gestrichen, Schiffe in andere Häfen der Region umgeleitet. Ende März war die Frachttätigkeit in Shanghai bereits um 30 Prozent gesunken.

Wie schlimm der Rückstau, der den Welthandel weiter belastet und sich bis nach Europa auswirken wird, ist, das zeigen Aufnahmen aus der Erdumlaufbahn, zum Beispiel vom Sentinel-1-Satelliten.

Unterdessen wird auch in Peking ein harter Lockdown wie in Shanghai vorbereitet. Die 22 Millionen Einwohner der Hauptstadt müssen zum Corona-Test. Im Unterschied zu Shanghai ist Peking zwar keine industrielle Drehscheibe, dafür aber politische und Verwaltungshauptstadt. Hier residieren die politische Führung sowie viele ausländischer Diplomaten und Vertretungen. Ein Lockdown der Hauptstadt würde sich weniger als Inflationstreiber erweisen, dafür mehr als Schaufenster für die Vorgänge in China, weil hier auch viele wichtige Medien präsent sind.

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Die USA nutzen massiv ihre strategischen Vorteile

Der Krieg in der Ukraine sorgt für eine fundamentale und geostrategisch folgenreiche Umleitung wichtiger Energieströme auf dem Planeten. Hauptprofiteur der Sanktionen, die die globalen Energiemärkte umwälzen, sind die USA, die ihre LNG-Exporte nach Europa massiv ausweiten wollen. Der geplante Export-Push hat indes eine längere Vorgeschichte, er kommt nicht überraschend.

2016 begannen die USA mit dem Export von verflüssigtem Gas. Vier Jahre später, 2020, stieg das Land nach Australien und Katar zum drittgrößten LNG-Lieferanten der Welt auf. Im laufenden Jahr werden die USA sogar die globale Spitzenposition als größter Exporteur der Welt übernehmen. Im Dezember wurde Katar überholt.

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In den drei Monaten bis Februar 2022 ist Europa zum größten internationalen Absatzmarkt für LNG aus den USA aufgestiegen. Inzwischen wird mehr als die Hälfte der LNG-Exporte der USA nach Europa dirigiert, und die Regierung plant eine deutliche Ausweitung.

Die Öl- und Gasindustrie in den USA flankiert diese Entwicklung mit einer enormen Kampagne, die auf das politische Entscheidungszentrum in der Hauptstadt Washington zielt. In einem Newsletter vom 28. Februar forderte das „American Petroleum Institute“ die Regierung von Präsident Joe Biden auf, sie solle sicherstellen, „dass langfristig die amerikanische Energieführerschaft und -sicherheit“ gewährleistet werde. Es sei an der Zeit, „den Kurs zu ändern und Amerika seine einstmals dominante Rolle im Energiemarkt der Welt“ zurückzugeben.

Die Nord Stream 2-Pipeline wurde bekanntlich das erste prominente Opfer, als die EU gegen Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine Sanktionen verhängte. In der EU hat ein politischer Wettlauf begonnen, um die Mitglieder möglichst schnell und weitgehend von Gas-Einfuhren aus Russland unabhängig zu machen. Auf beiden Seiten des Atlantiks laufen nun Vorbereitungen, um deutlich mehr LNG auf die europäische Seite zu befördern. Die USA heben für die Ausweitung ihrer Energiegeschäfte sogar die Sanktionen gegen Venezuela auf.

Auf deutscher Seite will die Ampelregierung von Bundeskanzler Olaf Scholz rund 2,5 Milliarden Euro ausgeben. In Brunsbüttel, im Kreis Dithmarschen, soll so schnell wie möglich ein schwimmendes Flüssiggas-Terminal gebaut werden. Hierfür, und für drei weitere geplante Standorte soll das Geld investiert werden. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat dies inzwischen bestätigt. „Jetzt werden wir gucken, wie schnell es geht“, lautet die sportliche Ansage, an der so manche Beobachter Zweifel haben. Über die Terminals soll Flüssiggas direkt nach Deutschland geliefert werden.

Die zusätzlichen Milliarden, die die Öl- und Gasindustrie der USA durch die hohen Preise und die zusätzlichen Exporte einstreichen wird, werden genutzt werden, um den eigenen Push in Richtung erneuerbare Energien, darunter Wasserstoff, zu finanzieren. Dieser Umbau hätte ohne derartige Unterstützung länger gedauert und hätte milliardenschwere Subventionen der US-Regierungen erfordert, öffentliches Geld, das sich die USA nun sparen.

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Hinzu kommt, dass mit einer starken Expansion der Exporte in Richtung Europa die hiesigen Abnehmer von Importen aus Russland losgelöst und noch stärker als bisher in die Sphäre – und damit in die Abhängigkeit – der USA gezogen werden.

Die zusätzlichen LNG-Verkäufe in Richtung Europa haben eine solche Dynamik erreicht, dass in den USA selbst die Umweltschützer nun die Regierung Biden daran erinnern – und unter Druck setzen – nicht die Klimaziele aus den Augen zu verlieren.

Die Vorbereitungen, die in den USA – vor allem in Texas und Louisiana – laufen, um die Exporte auszubauen, sind beeindruckend und werden von lokalen Zeitungen ausführlich beschrieben. Unweit von Port Arthur in Texas bauen demnach 4.000 Arbeiter in einem „Wald“ von mehr als 40 Kränen ein neues, 10 Milliarden Dollar teures Exportterminal. Unweit davon wird der „Highway 87“ umgeleitet, um ein weiteres Terminal zu errichten.

Doch wie schnell diese Umstellung und die anschließenden Exporte nach Europa realisiert werden, ist ungewiss. Auch der LNG-Hunger in Asien wächst bekanntlich rasant. Die 7 existierenden LNG-Exportterminals der USA arbeiten derweil am Anschlag. Etwa ein Dutzend weiterer Terminals haben die Starterlaubnis der US-Behörden, müssen aber noch ihre Finanzierung sichern.

Der Öl- und Gasindustrie der USA fällt so etwas wesentlich leichter. Die Topmanager der größten Firmen dieser Branche haben US-Berichten zufolge bereits Aktienrückkäufe der eigenen Unternehmen im Umfang von 45 Milliarden US-Dollar genehmigt. Die Dividenden steigen rasant. Und der Wert der Aktien, die Vorstandschefs in der amerikanischen Fracking-Branche halten, ist laut dem „Progressive Newswire“ in den ersten zweieinhalb Monaten des Jahres um 100 Millionen Dollar gestiegen.

Warren Buffet wusste schon, warum er bereits vor zwei Jahren damit begann, Aktien von Öl-Förderern nachzukaufen. (Details dazu auch in unserem Blog-Artikel „Buffett baut um“.) Auch bei Der Privatinvestor analysieren und besprechen wir regelmäßig wir US-amerikanische Ölaktien.

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So profitieren Sie vom Kurswechsel der Notenbanken

Es ist passiert. Die US-Notenbank (Fed) hat zum ersten Mal seit über drei Jahren wieder den Leitzins angehoben. Der Offenmarktausschuss der Fed entschied am 16. März 2022, den Zielbereich für den Zins am Interbankenmarkt um 25 Basispunkte auf 0,25 bis 0,5 Prozent anzuheben. An den Kapitalmärkten werden im laufenden Jahr bis zu sieben Zinsschritte mit jeweils einem Viertelprozentpunkt erwartet.

Doch das Umfeld für so viele Zinsschritte hat sich zuletzt eingetrübt.

Das Institut für Weltwirtschaft hat am 17. März seine Wachstumsprognose für das deutsche BIP im laufenden Jahr auf 2,1 % fast halbiert. Chinas Nationaler Volkskongress hat vor einer Woche die niedrigste Wachstumsprognose seit Jahrzehnten gestellt.

Und die Fed hat die Wachstumsvorhersage für 2022 bei der Verkündung ihrer Zinswende deutlich von 4,2 % auf 2,8 % gestutzt.

Ganz klar: Die Weltkonjunktur ist angeschlagen. Die Fed geht bei ihrer geldpolitischen Kehrtwende sprichwörtlich auf Eierschalen und muss enorm vorsichtig sein.

Noch nie waren die Rahmenbedingungen eine solche Herausforderung:

  • Die Inflation in Nordamerika und Westeuropa hat den höchsten Stand seit vier Jahrzehnten erreicht
  • Der Krieg in der Ukraine schüttelt die Aktienkurse durch, Angst vor einem möglichen Atomkrieg geht um
  • Unterbrochene globale Lieferketten und Sanktionen gegen Russland verschärfen den politisch brisanten und für die Sparer zerstörerischen Preisauftrieb

Das ist der Druck, der auf den Zentralbanken für einen Kurswechsel lastet. Doch können sie wirklich die geldpolitischen Zügel so straffen, wie es die Lage erfordert? Die Antwort lautet NEIN.

Denn die Staatsschulden haben überall astronomische Höchststände erreicht. In den USA sind es 30 Billionen Dollar, eine fast unvorstellbare Zahl. Jeder Anstieg um nur einen Prozentpunkt erhöht die Zinslast des Landes um 300 Milliarden Dollar.

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Zwischen dem Kampf gegen die Inflation und dem Risiko, eine schwere Rezession auszulösen, müssen die Notenbanken also eine delikate Gratwanderung machen.

So schwierig war die Geldpolitik noch nie! Ein Fehltritt könnte die Kapitalmärkte aus der Fassung bringen. Denn das Umfeld ist äußerst fragil. Die Weltwirtschaft verliert Schub, und das in Corona- und Kriegszeiten!

Dreht die Fed zu aggressiv an der Zinsschraube und wirft ihren Anleihebestand zu schnell zurück auf den Markt, kann ihr – und damit uns allen – dieses Pulverfass um die Ohren fliegen. Das wissen die Notenbanker natürlich auch selbst!

Und sie spüren die Politik im Nacken: In den USA finden im Herbst Zwischenwahlen zum Kongress statt. Die Regierung Biden will nicht, dass die Fed es übertreibt und die US-Konjunktur abwürgt. Das Letzte, was Joe Biden bei seinen miserablen Umfragewerten braucht, ist, dass dem Inflationsschock auch noch Einkommensverluste der Wähler im Zuge einer Rezession folgen.

US-Notenbankchef Jerome Powell hat persönlich zu Protokoll gegeben, dass die Fed keine Eile hat. Sie fahre nicht auf „Autopilot.“ So klingt niemand, der es furchtbar eilig hat.

Die Aussicht auf eine eher gemächliche Zinskehrtwende wird auch dadurch untermauert, dass die Zinsen an den Märkten längst wieder steigen. Die Märkte haben die Wende vorweggenommen. Die Fed läuft also dem Markt hinterher. Das hat ihr auch viel Kritik eingetragen!

Sowohl die 10-jährige Bundesanleihe als auch die Zinskurve der 10-jährigen US-Staatsanleihe zeigen deutlich, dass die Wende schon vor mehr als einem Jahr eingesetzt hat.

Sollten die Sanktionen gegen Russland und die gestörten Lieferketten mehr Bremsspuren in der Weltkonjunktur hinterlassen, als derzeit erwartet – und dabei erste Kredit- oder Liquiditätsprobleme an den Finanzmärkten auslösen – könnte es schnell zu einer Kehrtwende von der Kehrtwende kommen. Die Fed würde dann wieder stützend eingreifen.

Diese Sondersituation ist auch für unsere Fonds herausfordernd. Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir von steigenden Zinsen profitieren können.

Grundsätzlich sind es ein paar wichtige Punkte, die wir für Sie in der folgenden GRAFIK aufgelistet haben.

Mehr dazu in unserem Spezialreport Zinswende

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