Mut zur Langeweile erhöht Ihre Erfolgschancen.

Bevor Sie beginnen, das Handwerk des Value Investing zu erlernen, müssen Sie drei ganz entscheidende Prinzipien verinnerlichen.
Bei fast jeder Diskussion rund um die Geldanlage werden oft die persönlichen Zielvorstellungen vollkommen ausgeblendet. Investieren ist ein extrem persönliches Unterfangen. Wir alle arbeiten hart für unser Geld und wir investieren nicht nur um des Investierens willen. Am Ende eines jeden Anlageprozesses werden persönliche Ziele anvisiert, die unsere Lebensqualität langfristig verbessern sollen.
“Der größte Vorteil, den ein Investor haben kann, ist seine langfristige Orientierung.“
– Seth Klarman –

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Wie steht es mit Ihnen? Welche sind Ihre langfristigen Ziele?

Wollen Sie genug Geld für den Ruhestand haben? Wollen Sie vollkommene finanzielle Freiheit erlangen? Möchten Sie die Studiengebühren Ihrer Kinder bezahlen können? Oder die Welt bereisen?

Bevor Sie sich in das „Abenteuer“ Value Investing stürzen, sollten Sie Folgendes verstehen:

  1. Es wird Ihnen unmöglich sein, rationale Investitionsentscheidungen zu treffen, wenn Ihr derzeitiger Lebensstil abhängt von Ihrem Erfolg an der Börse. Auf kurze Sicht können alle Investitionen, insbesondere auch Aktien, extrem volatil sein. Rüsten Sie sich mental: Im Laufe Ihrer Aktionärskarriere werden einige Ihrer Investments um rund 70 Prozent im Preis fallen. Wohlgemerkt: im Preis, nicht im Wert, wenn Sie Ihre Hausaufgaben ordentlich gemacht haben. Doch dazu mehr in den kommenden Tagen auf diesem Blog…

Die Volatilität an den Börsen ist nichts für schwache Nerven. Daher sollten Sie das Unterfangen Börse nur mit einer sehr langfristigen Denkweise starten. Sollte Ihr aktueller Lebensstil bei Kursschwankungen in Gefahr geraten, werden Sie nicht in der Lage sein, sachlich begründete Investitionsentscheidungen zu treffen und Chancen, die „Mr. Market“ Ihnen bietet, zu nutzen.

Irrationalitäten am Markt werden die wichtigsten Werttreiber für Ihren Vermögensaufbau mit Aktien sein. Nur wenn Sie überzeugt sein werden von „Ihrem Unternehmen“, dabeibleiben und sogar nachkaufen, wenn viele andere verkaufen, können Sie Preisnachlässe nutzen und Geld an der Börse verdienen. Wenn Sie jedoch schwache Nerven haben und verkaufen, wenn es hektisch wird, werden Sie Verluste erleiden.

Ihre Investments müssen unabhängig sein von Ihrem gegenwärtigen Lebensstil. Nur so können Sie den nötigen Mit aufbringen, die Schnäppchen, die „Mr. Market“ Ihnen bietet, auch wahrzunehmen.

Die besten Ergebnisse werden Sie erzielen in Zeiten, in denen alle anderen panisch verkaufen.

  1. Als angehender Value Investor müssen Sie Querdenker sein, im Englischen „Contrarian“. Oft werden Sie sich genau gegensätzlich zu vielen anderen Anlegern verhalten müssen, um Rendite zu machen. Sie werden sich zurückhalten, wenn Euphorie an den Märkten herrscht. Und Sie werden kaufen müssen, wenn andere in Panik geraten. Als Value Investor müssen Sie willens sein, unabhängig und selbstständig zu denken.

Sind Sie das?

Die meisten Investoren lassen sich leicht beeinflussen. Kurzfristige Ereignisse und Nachrichten bringen sie ins Trudeln und zuvor bewährte Analysen werfen sie dann in den Papierkorb. Überschwänglich ist die Masse der Aktionäre in Zeiten des Wachstums. Hier genügt es einigen wenigen Trends zu folgen. Doch auf die Euphrie folgt stets die Angst. Auf die nachfolgende Rezessionspanik ist so sehr Verlass wie auf das „Amen“ in der Kirche. Ein echter Value Investor nutzt diese Herdenmentalität für sich aus.

Bereits diese beiden Punkte bedeuten eine schwere emotionale Bürde. Aber Sie werden diese nicht allein tragen müssen. ? Mit unserem Börsenbrief Der Privatinvestor werden wir Ihnen helfen, die Marktirrationalitäten auszunutzen und der Anleger-Herde ein Schnippchen zu schlagen.

  1. Value Investing ist meist langweilig. Sie werden sehr viel recherchieren und vor allem oft „Nein“ sagen. Sie werden in den Medien zahlreiche Investmenttipps finden. Doch nur wenige von diesen werden sich als echte Chancen herausstellen. Sie werden starke Unternehmen finden, die jedoch viel zu teuer am Markt gehandelt werden. Sie werden warten müssen, bis der Preis gefallen ist und erst dann einsteigen. Das kann frustrierend sein. Doch gleichzeitig werden Sie klare Maßstäbe und Kriterien haben, an denen Sie ihre Entscheidungen orientieren können. Das ist viel wert in einer Finanzwelt, die Tag für Tag verrückter erscheint.

Eines Tages wird „Mr. Market“ Ihnen folgen und den wahren Wert einer Aktie erkennen, die Sie viele Monate zuvor bereits richtig bewertet haben. Doch es kann lange dauern.

„Investieren sollte sein wie zu beobachten, wie Farbe trocknet oder wie Gras wächst. Wenn Sie den Nervenkitzel brauchen, dann nehmen Sie 800 US-Dollar und gehen Sie nach Las Vegas!“

– Paul Samuelson, Wirtschaftsnobelpreisträger –

Es ist äußerst wichtig zu wissen, wer Sie selbst sind und wie Sie ticken, bevor Sie irgendeine Art von Investition tätigen. Denn Sie werden nicht lange gegen Ihr eigenes, persönliches Naturell agieren können. Eines Tages schlägt Ihr wahres Ich zurück. Sind Sie bereit für das „Abenteuer“ Value Investing?

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Electronic Arts – Mit Skaleneffekten zu hohen Margen und starker Bilanz

Privatinvestor Podcast #22

Electronic Arts arbeitet hoch profitabel. Die Rentabilität des Unternehmens ist in den letzten zehn Jahren dramatisch gestiegen, mit Nettogewinnspannen, auf die einige Konkurrenten neidisch sind. Die Cashflow-Maschine läuft. Höchste Zeit also, dass wir im Privatinvestor Podcast einmal genauer hinschauen.

Auch diese Episode finden Sie bei Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer, Audible, Amazon Music und in Ihrem favorisierten Podcatcher!

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Der Spielehersteller ist eines der Unternehmen, die von Corona und den Lockdowns profitiert haben.  Videospiele haben in den letzten Monaten einen nicht unwesentlichen Teil der Freizeitgestaltung, die früher im Freien stattfand, ersetzt. Der Investment-Case ist angesichts der robusten Cashflow-Generierung nach wie vor attraktiv.

Schauen wir einmal auf das Geschäftsmodell:

Electronic Arts ist seit langer Zeit Branchenführer. Das Unternehmen hat sich im Laufe der Jahre einen großen Katalog von Blockbustern erarbeitet. Einige ikonische Franchises der Spielebranche gehören zum Portfolio.

Dadurch, dass das Unternehmen in einem Wachstumssektor tätig ist und gleichzeitig die Rechte an einigen der meistverkauften Sporttitel und -marken besitzt, konnte es seinen Umsatz kontinuierlich steigern. Im 10-Jahresschnitt steht hier ein Plus von 4,2 Prozent. Zwischen 2019 und 2020 wuchs der Umsatz sogar um fast 12 Prozent.

Gestützt auf seine erfolgreichen Franchises wie FIFA, Madden NFL, UFC, Star Wars sowie auf zahlreiche Einzeltitel betreibt EA ein diversifiziertes Portfolio von Marken. Unterschiedlichste Zielgruppen können sich in diesem Universum wiederfinden.

Diese starke Substanz ermöglicht es dem Unternehmen, seine Spiele in einem relativ weit gefächerten Zeitrahmen zu veröffentlichen. Und damit schafft es EA, einen recht kontinuierlichen Einnahmenstrom zu generieren.

Und auch die Skaleneffekte funktionieren bei Videospielen perfekt. Die Rentabilität kann ohne viel Mehraufwand nach oben geschraubt werden. Ein Studio hat die gleichen Kosten, egal ob einige Tausend oder einige Million Exemplare eines Spiels verkauft werden.

Dank der wachsenden Spielerbasis hat EA seine Bruttomarge stark ausweiten können. Aktuell liegt sie bei sehr guten 74,6 Prozent. Die Eigenkapitalrendite liegt bei 27,8 Prozent, die Gesamtkapitalrendite bei 18,8 Prozent.

Und diese Skaleneffekte werden sich in den kommenden Jahren noch weiter verstärken…

Durch den digitalen Vertrieb können die Kosten zukünftig noch weiter nach unten gedrückt werden. Immer mehr Spiele werden als Download an die Spielerin und den Spieler gebracht. DVDs spielen hier noch nur eine Nischenrolle.

Summa summarum: Der konstante Release-Zyklus, die steigende Nachfrage und die steigenden Margen haben dafür gesorgt, dass EA seine Rentabilität souverän steigern konnte und vielleicht noch weiter steigern kann.

Schauen wir uns nun einmal an, wie es um den Free Cashflow bestellt ist:

Dank der Skaleneffekte wird ein großer Teil des operativen Cashflows zum Free Cashflow. Das Geschäft ist wenig kapitalintensiv. Maschinenanlagen und Produktionshallen sind nicht nötig. Der größte Kostenfaktor sind die Entwicklungsstudios, das Marketing und die Spiele-Designer, die kreativen Köpfe hinter den Spielen. Die Manpower hinter einem Computerspiel ist nicht zu verachten. Nicht selten arbeiten mehrere hundert Menschen an einem Spiel.

Den generierten Free Cashflow nutzt EA zum Aufbau einer gesunden Bilanz. Das Current Ratio liegt bei starken 2,6 und der Verschuldungsgrad nur bei 0,05.

In den vergangenen vier Quartalen hat Electronic Arts einen freien Cashflow von 1,88 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet, was bei seinem heutigen Aktienkurs von 132 USD einer Free Cashflow-Rendite von 4,9 Prozent entspricht.

Das Management hat diesen Free Cashflow bislang auf zweierlei Arten verwendet: Zum einen für den Aktienrückkauf, zum anderen zur Stärkung der Bilanz.

In den letzten vier Quartalen hat EA Aktienrückkäufe im Wert von mehr als 1 Mrd. USD getätigt, was dazu führte, dass etwa 3 Prozent der Aktien dem Markt entzogen wurden.

Darüber hinaus hat EA seinen Cash-Bestand auf fast 6 Mrd. USD erhöht. Für die Größe des Unternehmens ist dies ein hoher Wert. Fast 20 Prozent des Enterprise Value sind damit Barmittel. Zum Vergleich: Bei anderen Tech-Größen liegt dieser Wert bei 5 bis 15 Prozent.

Die Kasse für zukünftige Akquisitionen ist also prall gefüllt. Die bevorstehenden Veröffentlichungen der neuen PlayStation sowie der neuen Xbox von Microsoft wird die Konsolidierung der Branche sicherlich vorantreiben. Der Trend geht deutlich in Richtung großer Studios, die Multi-Millionen-Etats für die Entwicklung neuer Blockbuster veranschlagen können.

Auf jeden Fall stellt die Cash-Position von EA ein komfortables Polster für zukünftige Unternehmungen dar.

Und Sie wissen ja, liebe Zuhörer: Der Free Cashflow ist eine wichtige Kennzahl, um unsere Rendite als Aktionäre zu bemessen. Der Free Cashflow ist das Geld, das uns Investoren nach Abzug aller Betriebskosten und der Investitionsausgaben übrig bleibt.

Ich finde das Unternehmen und seine Zahlen sehr interessant. Das Unternehmen ist stark. Eine ganz andere Frage ist die, ob die Aktie aktuell auch attraktiv bewertet ist, sodass ein Einstieg lohnenswert sein könnte.

Der erste Blick auf die Kennzahlen macht mich eher misstrauisch. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist mit 6,7 noch in Ordnung. Das KGV liegt bei 19. Dieser Wert ist relativ hoch. Und das PEG-Ratio, dass heißt das Verhältnis des KGV zum Wachstum, liegt bei 4,5. Auch dies deutet schon auf eine gewisse Überbewertung.

Electronic Arts bleibt auf meiner Watchlist. Und wo der Innere Wert der Aktie genau liegt, zeige ich Ihnen in den kommenden Tagen auf dem Privatinvestor-Blog. Bis dahin wünsche ich Ihnen einen angenehme Zeit!

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Covid-19: Google Trends unterstützt die Forschung

+ aus der Praxis: So erkennen Sie starke Pioniere einer Branche

Was war in den letzten Tagen besonders wichtig an den Börsen? Ich werde es Ihnen verraten:

  1. Laut einer Analyse von ING Deutschland waren Privat- und Kleinanleger in der ersten Hälfte des Jahres 2020 besonders eifrig an den Märkten. Die Zahl der Anleger, die mindestens einmal in diesem Zeitraum mit Wertpapieren handelten, stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um 69 Prozent. Auch das Handelsvolumen schnellte in die Höhe: Das Kaufvolumen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 166 Prozent, das Verkaufsvolumen um 156 Prozent an.
  2. Laut einer vorläufigen Anordnung der irischen Datenschutzbehörde gegen Facebook soll das soziale Netzwerk seine Datenübertragung in die USA stoppen. Die Beamten berufen sich auf das Urteil des EuGH, mit dem Mitte Juli der Privacy Shield gekippt wurde. Demnach seien die Daten europäischer Bürger und Bürgerinnen nicht ausreichend geschützt, da US-amerikanische Geheimdienste darauf zugreifen könnten.
  3. Dies konnte Donald Trump nicht verbieten: Laut Analyse von SensorTower war TikTok im August 2020 die Non-Gaming App mit den meisten Downloads: 63,3 Mio. weltweit. Vor allem in Indonesien und Brasilien konnte Bytedance viele neue User gewinnen. Das Video-Meeting-Tool Zoom rückte zwischen Juli und August 2020 von Platz drei auf zwei vor und generierte 52,2 Mio. Downloads.
  4. Ex-NSA-Direktor Keith Alexander sitzt nun im Board of Directors von Amazon. Ein Schelm, wer böses dabei denkt… Von der Berufung Alexanders in den Verwaltungsrat dürfte sich Amazon Unterstützung in der Arbeit mit dem US-Militär und den Nachrichtendiensten versprechen. Kurz gefragt: Haben Sie schon Ihr Prime-Abo verlängert?
  5. Der Termin für Apples Herbst-Event steht: Die Veranstaltung findet am 15. September 2020 um 19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit statt. Geplant ist die Vorstellung eines neuen kompakteren 5,4-Zoll-iPhones, zweier Varianten mit einer Bildschirmdiagonale von 6,1 Zoll sowie des neuen Max-Modells mit größerem 6,7-Zoll-Display

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Da sind wir ja schon wieder bei den Tech-Giganten gelandet. Wir kommen einfach nicht an ihnen vorbei…

Letzte Woche hat die Alphabet-Tochter Google ihre Daten zu Suchtrends im Zusammenhang mit den Covid-19-Symptomen veröffentlicht. Der Datensatz, der aus den Suchgewohnheiten der Nutzer gesammelt und zum Schutz ihrer Privatsphäre anonymisiert wurde, in erster Linie aus dem Suchvolumen von „mehr als 400 Symptomen, Anzeichen und Gesundheitszuständen wie Husten, Fieber und Atembeschwerden“. Er umfasst auch das Land und die Region der Suchenden.

Die gesammelten Daten können nun mehrere Verwendungszwecke haben. Naheliegend erscheint folgender: Epidemiologen haben seit den frühen Tagen der Pandemie daran gearbeitet, Hotspots vorherzusagen, und theoretisch könnte Google Trends dabei helfen, diese Vorhersagen zu erstellen.

Doch „es ist extrem schwierig, sich einen Datensatz wie diesen anzusehen und zu sagen: Ich weiß, was in der Welt vor sich geht.“, sagt Stephen Mooney, Assistenzprofessor für Epidemiologie an der Universität Washington. Dieser Datensatz allein könne nicht die volle Wahrheit über die Verbreitung von Covid-19 enthüllen.

Im Hinblick auf die Bekämpfung von Covid-19 könnte Google Trends für Wissenschaftler, die die gesundheitlichen Auswirkungen der Krankheit herausfinden wollen, dennoch nützlich sein. Da das Virus noch relativ neu ist, sind die Forscher noch dabei, die langfristigen Auswirkungen für diejenigen herauszufinden, die sich von einer Infektion erholt haben. Daten zu Suchtrends könnten ein Ausgangspunkt für Forscher sein, um andere Auswirkungen der Krankheit zu untersuchen.

Und ein letzter Schwenk zu Amazon: In den vergangen Tagen habe ich Ihnen an dieser Stelle mehrfach interessante Details zum Imperium von Mukesh Ambani berichtet. Nun bietet er Jeff Bezos einen Anteil an seinem Einzelhandelsgeschäft in Indien. Der Konzern Reliance Industries ist bereit, rund 40 Prozent seines Retail Business für rund 20 Mrd. USD zu verkaufen. Der Deal wäre für Amazon der bis dato größte. Der lokale Offline-Einzelhandel ist in Indien noch sehr stark. Amazon würde mit dem Investment ein großes Stück dies Kuchens bekommen.

Pionier oder Platzhirsch? Sie haben die Wahl!

Eng verknüpft mit Ihrer persönlichen Anlagestrategie und Ihrer individuellen Lebenssituation ist die Art der Unternehmen, nach denen Sie suchen sollten. Grob gesagt, existieren auf der Welt zwei Arten von Firmen an der Börse:

  1. Unternehmen, die mächtig wachsen, aber noch keine Gewinne erzielen. Hier steht das Wachstum der Kundenbasis an oberster Stelle. Erst wenn möglichst die gesamte Welt die Produkte und Dienste kennt, werden Preise, Produktionsverfahren und Infrastruktur so angepasst, dass von jedem Euro Umsatz möglichst viel Gewinn hängen bleibt. Aktuell vielleicht prominentestes Beispiel: Delivery Hero. Ich nenne sie Pioniere. Empfehlung: Eher etwas für junge Anleger mit weitem Anlagehorizont.
  2. Unternehmen, die nicht mehr wachsen, aber sehr profitabel arbeiten, haben diese zweite Stufe bereits erreicht. Womöglich haben sie noch etwas Potenzial in den Entwicklungsländern und können auch noch mit dem einen oder anderen neuen Service weitere Kunden begeistern, doch für Sie geht es nun vor allem um drei Dinge: Gewinne, Gewinne, Gewinne. Gut für uns Anleger: Wir profitieren meist in Form von Dividenden. Beispiele gibt es viele: Die großen Händler von Konsumprodukten, wie Unilever und Procter & Gamble fallen Ihnen hier vielleicht zuerst ein. Ich nenne sie Platzhirsche. Empfehlung: Eher etwas für ältere Semester, die mit Dividenden ein passives Einkommen erzielen möchten.

So weit, so gut. Zu den Erstgenannten möchte ich Ihnen an dieser Stelle etwas mehr erzählen.

Solche wachstumshungrige Unternehmen müssen Pioniere sein, First Mover in bestimmten Branche, die ersten mit einem absolut innovativen Produkt oder ähnliches…

Sie können es sich natürlich denken: Wir Investoren haben niemals die Garantie, dass solche trendprägenden Unternehmen auch auf lange Sicht zu den Gewinnern zählen werden. Aber die First Mover sind zumeist in der besten Lage, herausragende Talente an Land zu ziehen, lukrative Partnerschaften zu schließen und damit auch die lukrativsten Wachstumspotenziale zu erschließen.

Hinter jedem dieser First Mover reihen sich unzählige kleine Nachahmer ein. Und vor allem erkennen natürlich Schwergewichte, die Platzhirsche aus verwandten Branchen die neuen Chancen und investieren ihre Gewinne in entsprechende Forschung. Die Konkurrenz wird also schnell größer. Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen zu erkennen, die sich solcher Wettbewerber erwehren können. Keine leichte Aufgabe…

Doch ich habe für Sie ein ganz starkes Kriterium, das Ihnen helfen wird, starke Pioniere von schwachen One Hit Wonders zu unterscheiden:

Starke Pioniere besitzen eine durchdachte und gut funktionierende Marketing- und Vertriebsstrategie. Ihnen gelingt es, ihr innovatives Produkt auch an den Mann und an die Frau zu bringen. Ihre Problemlöser und Services versauern nicht auf Flipcharts, sondern finden den Weg zum Kunden.

Beispiel Google: Die Alphabet-Tochter war zu Beginn des Internet-Booms bei weitem nicht die einzige Suchmaschinen im Internet. Sie war aber die erste, bei der die Beliebtheit einer Website Auswirkung auf deren Rang in den Suchergebnissen hat – ein klarer Mehrwert für die Nutzer. Google präsentierte die besten Ergebnisse.

Beispiel Amazon: Mit einem aggressiven Marketing gelang es dem heutigen Giganten in immer mehr Geschäftsbereiche und Konsumsektoren vorzudringen. Zudem stand die Kundenzufriedenheit – zumindest anfangs – an oberster Stelle. Auch deshalb ist Amazon heute so dominant.

Google und Amazon sind schillernde Ausnahmen. Wie viele ehemalige Pioniere haben sich schon verlaufen im Dickicht der Kundenwünsche und festgefahren in den Sümpfen fehlender Finanzkraft? Starke Pioniere zu finden ist und bleibt eine Paradedisziplin. Wer sie jedoch treffsicher erkennt, wird nicht selten sein Investment verzehnfachen.

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Welchen Effekt hat Robinhood auf die Aktienmärkte?

+ aus der Praxis: Warum Sie die Konkurrenz nicht aus dem Blick verlieren sollten

Für einige Wochen nach dem Corona-Crash an den Börsen war eine Story besonders populär: Die Trading App Robinhood und ihre zumeist jungen Nutzer beeinflussen den Markt. Immer mehr Kleinanleger investieren ohne echte Analyse oder Vorkenntnis in gehypte Aktien. Auch in unserem Podcast hatte ich mit Florian König, Alan Galecki und Pascal Andres darüber gesprochen.

Eine Analyse von Barclays läuft dieser Story nun zuwider. Die Studie verglich die Aktien, die Robinhood-Nutzer kauften, mit der Bewegung im S&P 500. Ein Zusammenhang wurde nicht entdeckt. Insbesondere soll es keine Korrelation geben zwischen der Day-to-Day-Veränderung eines Aktienkurses und der Veränderung der Anzahl der Robinhood-Investoren, die diese Aktien halten.

Zwar übten Robinhood-Anleger Einfluss beispielsweise auf den Kurs von Kodak aus, doch das bedeute nicht, dass sie größere Unternehmen (wie Apple oder Amazon) oder den Aktienmarkt insgesamt wesentlich beeinflussen. Es scheint einige Aktien zu geben, bei denen der Robinhood-Effekt real ist, aber bei den meisten Aktien sei dies nicht der Fall.

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Das E-Rezept kommt: Gigant Amazon erscheint am Horizont

Jeff Bezos hat mit dem Kauf von Pillpack in den USA seinen Handschuh bereits in den Ring geworfen. Im morgigen Podcast Nummer 20 sprechen wir auch über Zur Rose, das Mutterschiff des Medikamenten-Händlers DocMorris. Die größte europäische Versandapotheke sieht sich für einen möglichen Einstieg von Amazon in den Medikamentenmarkt gut gewappnet. „Wir geben Gas, wir bauen unseren eigenen Online-Gesundheitsmarktplatz auf“, sagt Walter Oberhänsli, Chef der Zur-Rose-Gruppe. Die neue Plattform soll noch in diesem Jahr in Deutschland starten. Die Vision dahinter: Ein Online-Marktplatz, der neben einem E-Rezept-Service und Angeboten stationärer Apotheker auch Serviceleistungen von Krankenkassen, Versicherungsprodukte und Apps zum Gesundheitsmanagement anbietet. Als Plattformbetreiber würde die Zur-Rose-Gruppe an Umsätzen mit rezeptfreien Medikamenten anderer Händler, die dort Dienste anbieten, mitverdienen – wie Amazon auf seiner eigenen Plattform. Das Unternehmen kassiert nach Branchenangaben 15 Prozent.

Auch Gedankenspiele über eine Fusion mit der zweitgrößten Versandapotheke Europas, Shop Apotheke Europe, sind noch nicht vom Tisch.

Künstliche Intelligenz für die Psyche

Der gesamte Gesundheitsmarkt ist hart umkämpft. Mit der Ankündigung eines neuen Sprachüberwachungs-Tools namens Tone versprach Amazon vor wenigen Tagen, dass es sogar wisse, wie sich Glück anhört.

Tone wird ein Bestandteil von Amazons neuem tragbaren Health Tracker mit dem Namen Halo sein. Die Benutzer haben die Wahl, ob sie den ganzen Tag über Ausschnitte ihrer Rede testen möchten oder ob sie das Gerät bis zu 30 Minuten am Stück einschalten möchten, um einen detaillierten Bericht darüber zu erhalten, wie sie in einem bestimmten Gespräch geklungen haben. Basierend auf KI-Algorithmen, die entwickelt wurden, um die „Positivität“ und „Energie“ in menschlichen Stimmen zu erkennen, gibt das Tool vor, den Benutzern Feedback zum Klang ihrer Stimme zu geben, damit sie ihre Kommunikationsfähigkeiten und Beziehungen verbessern können.

„Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass es ein einziges objektives Maß geben könnte“, sagt jedoch Jim Allen, Professor für Psychologie an der State University of New York. Er schreibt und lehrt über die Psychologie des Glücks. Unsere Wahrnehmung, wie eine glückliche Stimme klingt, variiere je nach Kultur, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und anderen persönlichen Faktoren.

Ein Sprecher von Amazon sagte, dass die Entwickler diesen Unterschieden Rechnung getragen hätten, indem sie Stimmproben von Zehntausenden von Stimmen aus verschiedenen Regionen und demographischen Gruppen der USA herangezogen hätten. Ein Team von Amazon-Mitarbeitern hörte sich dann die Aufnahmen an und bewertete die Stimmen als glücklich oder traurig, um „Positivität“ zu bestimmen.

Amazon vs. Zur Rose: Der Gesundheitsmarkt bietet in diesen Tagen spannende Beispiele dafür, worauf wir Anleger achten sollten.

Drehen Sie jeden Stein zweimal um – nein, dreimal!

Als Investor arbeiten Sie wie ein Detektiv. Sie recherchieren gründlich und analysieren alle verfügbaren Daten so präzise wie möglich, um Ihr Geld am Ende effektiv anzulegen.

Wenn Sie das Investitionspotenzial eines Unternehmens bewerten wollen, müssen Sie detaillierte Informationen über das Unternehmen aus allen möglichen Blickwinkeln sammeln.

Nicht nur die Informationen, die Sie auf den Investor-Relations-Seiten des Unternehmens finden, sind relevant. Auch die Konkurrenz kann Ihnen viel verraten über das Marktumfeld, die Branche und die Zukunftsaussichten des Geschäftsmodells.

Wollen Sie heute noch eine Amazon-Aktie kaufen? Dann schauen Sie doch vor mal in die Geschäftsberichte von Zur Rose. Womöglich erkennen Sie dann das volle Potenziale und auch die Risiken des Gesundheitsmarktes. Der Blick auf die Konkurrenz gehört zu jeder guten Fundamentalanalyse.

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Das neue Öl: Super Apps mischen den asiatischen Markt auf

+ aus der Praxis: 4 Grundregeln, die helfen, auch 2020 langfristig souverän zu investieren

Im August legten die Aktienmärkte weltweit weiter zu. Der DAX kletterte um 5,13 Prozent, der breiter aufgestellte Stoxx Europe 600 um 2,86 Prozent, In den USA gewann der S&P 500 weitere 5,64 Prozent. Viele aktuelle Quartalsberichte gaben diesen Kletterpartien den nötigen Halt. Vor allem in den USA, aber auch in Deutschland gab es Anlass zu neuer Hoffnung. Die Unternehmen des S&P 500 beispielsweise übertrafen die Gewinnerwartungen der Analysten um 23 Prozent.

Auch so manches Konjunkturdatum entwickelte sich besser als von vielen erahnt. Der deutsche Einkaufsmanagerindex kletterte um 2 auf 53 Punkte – der höchste Stand seit 2018. Der ifo-Geschäftsklima-Index stieg von 90,4 auf 92,6 Punkte und der ZEW-Konjunkturindex von 59,3 auf 71,5 Punkte.

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Nicht wenige Investoren rechnen in diesen Tagen mit unablässig sprudelnder staatlicher Unterstützung. Die Fed hat inzwischen so ziemlich alle Register gezogen, um der US-Wirtschaft zu helfen. Anleihen im Wert von 80 Mrd. USD pro Woche wurden bereits gekauft, um die Zinsen niedrig zu halten. Die Fed kündigte an, dass sie die Zinsen auch dann niedrig halten wird, falls der Preisanstieg wieder anziehen sollte.

Niedrigere Kreditkosten sollten es den Unternehmen leichter machen, sich zu refinanzieren, wodurch Ausfälle weniger wahrscheinlich werden. Da sicherere Anlagen so wenig Ertrag abwerfen, haben die Anleger möglicherweise das Gefühl, dass sie kaum eine andere Wahl haben, als Aktien zu kaufen.

Auch Trading Apps à la Robinhood gaben den Aktien in den vergangenen Monaten Rückenwind. Noch nie war es einfacher, Aktien zu kaufen. Eine frische, junge Generation von Anlegern schaffte es per Smartphone auf den Aktienmarkt. Inmitten der weit verbreiteten Lockdowns zu Beginn dieses Jahres hatten viele Menschen wahrscheinlich kaum andere Gelegenheiten, ihr Geld zu verkonsumieren. Die klassischen Wettbüros waren mangels sportlicher Events geschlossen. Viele hatten dank der staatlichen Stimulierung auch zusätzliches Geld in der Tasche.

Die Frage bleibt, ob der Aktienmarkt und die High Flyer der Tech-Branche, die ihn tragen, weiterhin der Schwerkraft trotzen werden. Wenn der US-Arbeitsmarkt und die Wirtschaft nicht in Schwung kommen, kann es eng werden.

Noch rockt die Stimuli-Party…

Die viel beachtete Zahl der Anträge auf US-Arbeitslosenunterstützung stieg zuletzt um 2,2 Millionen auf 29,2 Millionen – der größte Anstieg seit dem 1. August. Am gestrigen Montag, den 7. September begann das kalifornische Ministerium für Beschäftigungsentwicklung mit der Auszahlung von 900 USD an 3,1 Mio. anspruchsberechtigte Antragsteller auf Arbeitslosenversicherung. Diese Pauschalzahlung besteht aus drei wöchentlichen Zahlungen in Höhe von 300 USD  im Rahmen des bundesstaatlichen Lost Wages Assistance Program, das durch die Executive Order von Präsident Trump genehmigt wurde und auf den Katastrophenhilfsfonds der FEMA zurückgreift. Sie erfolgt zusätzlich zur regulären Arbeitslosenversicherung auf bundesstaatlicher Ebene und ersetzt die 600 USD pro Woche, die Ende Juli mit dem CARES Act ausgelaufen waren.

Kalifornien steht nicht allein da. Die Zusatzzahlungen werden Schritt für Schritt in den gesamten USA eingeführt. Jedoch ist keinerlei Finanzierung in Sicht, sobald die anfänglich genehmigten 44 Mrd. USD aus dem FEMA-Fonds aufgebraucht sind.

Wie nachhaltig ist die Erholung?

In Europa warnt die Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) nun vor einer „verlängerten Risikolaufzeit für institutionelle und private Anleger“ sowie  „möglicherweise erheblichen Marktkorrekturen“. „Besonders besorgniserregend“ seien die Nachhaltigkeit der jüngsten Markterholung und die möglichen Auswirkungen eines weiteren breiten Marktausverkaufs, so die ESMA in ihrem Bericht über Trends, Risiken und Schwachstellen im Jahr 2020.

Abgesehen von den unmittelbaren Risiken, die von einer zweiten Corona-Welle ausgingen, könnten auch andere externe Ereignisse wie der Brexit oder Handelsspannungen zwischen den USA und China die aktuell fragilen Marktbedingungen in naher Zukunft weiter destabilisieren.

Langfristig gesehen dürfte die Krise die Wirtschaftstätigkeit dauerhaft beeinträchtigen – „aufgrund dauerhafter Arbeitslosigkeit oder struktureller Veränderungen, die sich auf die künftigen Erträge auswirken könnten“. Der Anstieg der Verschuldung des privaten und öffentlichen Sektors könnte auch zu Solvenzproblemen führen.

Derivate-Problemberg bei SoftBank

Am gestrigen Montag verlor die Aktie des japanischen Telekommunikationskonzerns deutlich mehr als 7 Prozent. Einige Stunden zuvor hatte die Financial Times von massiven Wetten des Konzerns auf US-Tech-Werte berichtet. Bei der nächsten Korrektur drohen hohe Verluste. Insgesamt sollen Kaufoptionen im Wert von rund 30 Mrd. USD im Raum stehen. SoftBank selbst hat zuletzt Investitionen in Höhe von 4 Mrd. USD in die Aktien von Amazon, Microsoft, Netflix und Tesla offengelegt.

Bereits in dessen Gründungsjahr 1999 steckte SoftBank 25 Mio. USD in den B2B-Marktplatz Alibaba von Jack Ma. Der Börsengang von Alibaba folgte 2014 und ließ 25 Mrd. USD in die Unternehmenskassen fließen. Zum Vergleich: Facebooks IPO im Jahr 2012 generierte „nur“ 16 Mrd. USD.

Das bis dato wichtigste Alibaba-Produkt ist womöglich die App Tmall. Für westliche Augen eine schnöde Shopping App. Doch langfristig soll sie mehr werden als nur ein Marktplatz für die Hosentasche. Sogenannte „Super Apps“, die Chats, Video-Streaming, Shopping und Bezahlsysteme vereinen, sind in Asien der große Renner.

Das Rennen in Indien

Reliance Jio, von dem ich Ihnen an dieser Stelle bereits vergangene Woche berichtet habe, kooperiert aktuell mit Facebook, um zeitnah die Jio Super App auf den indischen Markt zu bringen. Diese soll das enorme Netzwerk von 10.901 Retail-Filialen ergänzen und den großen internationalen Wettbewerbern Amazon und Walmart Paroli bieten.

Mukesh Ambani, Vorstandsvorsitzender von Jio, kennen Sie sicherlich bereits dank seines Ausspruchs „Daten sind das neue Öl“. Im Jahr 2007 erweiterte er sein Petrochemie-Konglomerat Reliance Industries um den Mobilfunkanbieter Jio Infocomm. Seitdem wurde das Portfolio um Streaming, E-Commerce, Virtual Reality und diverse Unterhaltungsmedien ergänzt. Die in Kooperation Facebook entwickelte App soll alsbald den Schlussstein bilden, der das Gesamtgefüge zusammenhält und in bare Münze wandelt.

Das Internet wird in Indien massentauglich. Im Jahr 2016, bevor die Dienste von Jio eingeführt wurden, kostete ein einziges Gigabyte an mobilen Daten im Durchschnitt umgerechnet rund 2,60 EUR. Im Jahr 2019 lagen die durchschnittlichen Kosten für ein Gigabyte bei etwa 0,20 EUR. Die Ankunft von Jio  auf dem indischen Markt zwang andere Telekommunikationsanbieter in einen Preiskampf, wodurch Kosten und Preise auf breiter Front sanken. Diese Preisaggressivität, zusätzlich zur gut ausgebauten und günstigen 4G-Infrastruktur, machte Jio zur Nummer eins unter den Mobilfunkbetreibern des Landes.

Nicht nur Facebook blickt mittlerweile konzentrierter nach Asien. Im dortigen Streaming-Sektor halten Netflix und Amazon Prime Video jeweils rund 20 Prozent Marktanteil. Mike Hopkins, Senior Vice President von Prime Video und Amazon Studios, nannte Indien kürzlich einen „Prioritätsmarkt“, auf dem die Plattform über ein Dutzend eigener Originale veröffentlichen wird.

Netflix hat bisher aufgrund seiner hohen Preise nur wohlhabende Nutzer in Indien angezogen, versucht nun jedoch Wege zu finden, auch die Massen zu umwerben. Anfang September begann Netflix, indischen Android-Benutzern freien Zugang zu einigen seiner beliebtesten Titel wie Stranger Things, Bird Box, Love Is Blind und Grace and Frankie ohne Abonnement anzubieten. Ein Marketing-Versuch. Darüber hinaus begann der in Kalifornien ansässige Streaming-Gigant mit dem Testen eines „Mobile+“-Plans, mit dem Benutzer in High-Definition über Handys, Tablets und Computerbildschirme streamen können, und der für umgerechnet 4 EUR pro Monat angeboten wird. Und Disneys Streaming-Dienst Hotstar hat zwischen April und Juni 625.000 neue Abonnenten in Indien gewonnen.

Lassen Sie sich nicht abschrecken

Warnungen von Behörden, Pessimismus der Analysten, übermächtige Player und drohende Monopolbildung… Die Welt steht auch 2020 vor Herausforderungen. Doch war es jemals anders?

Mit einem breit diversifizierten Aktienportfolio ist es Ihnen langfristig möglich, erfolgreich zu investieren. Einige wenige Regeln sollten Sie aber stets beachten:

  1. Bleiben Sie realistisch: Die jährliche Realrendite von Aktien inklusive der reinvestierten Dividenden beträgt ca. 6,5 Prozent. Das bedeutet eine Verdopplung Ihres Vermögens alle zwölf Jahre.
  2. Investieren Sie langfristig: Bei Anlagezeiträumen von mindestens 20 Jahren sollten Sie den überwiegenden Teil Ihres Vermögens in Aktien investieren – auch um es vor Inflation zu schützen., Anleihen haben ein wesentlich höheres Inflationsrisiko als Aktien.
  3. Investieren Sie international: In Zukunft wird es keine Rolle mehr spielen, wo ein Unternehmen seinen Firmensitz hat. Entscheidend wird sein, welche Produkte es wo und an wen verkauft.
  4. Investieren Sie strategisch: Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen leiten. Verfolgen Sie stattdessen diszipliniert eine einmal festgelegte Strategie.

Mit unserem Börsenbrief Der Privatinvestor helfen wir Ihnen hier gerne weiter.

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Wie legen Sie 100.000 Euro am besten an?

Privatinvestor Podcast #21

Immer wieder werden wir gefragt: Wie lege ich eine Summe X am besten an? Menschen kommen zu uns und fragen nach Investmentchancen für 10.000, für 50.000, für 100.000 und sogar für 1 Million Euro und mehr. In Episode 21 des Privatinvestor Podcast zeige ich Ihnen, wie Sie hier vorgehen sollten.

Den Podcast finden Sie bei Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer, Audible, Amazon Music und in Ihrem favorisierten Podcatcher!

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Transkript

Immer wieder werden wir gefragt: Wie lege ich eine Summe X am besten an? Menschen kommen zu uns und fragen nach Investmentchancen für 10.000, für 50.000, für 100.000 und sogar für 1 Million Euro und mehr. Heute zeige ich Ihnen, wie Sie hier vorgehen sollten. Viel Spaß!

Meine Damen und Herren, herzlich willkommen zum Privatinvestor Podcast. Mein Name ist Henning Lindhoff und ich möchte heute meine Gedanken mit Ihnen teilen zur Frage: „Wie lege ich 100.000 Euro am besten an?“

Unseren Disclaimer finden Sie am Ende dieser Episode. Aus Compliance-Gründen kann ich Ihnen heute leider keine konkreten Aktientitel nennen. Mein Tipp: Abonnieren Sie unseren Börsenbrief „Der Privatinvestor“. Dann erhalten Sie in unserem Archiv alle Anlaysen zu den hier angedeuteten Unternehmen.

Na gut, wie gehen Sie vor, wenn Sie 100.000 Euro zur Verfügung haben und sinnvoll investieren möchten? Ein Patentrezept gibt es natürlich auch hier nicht. Ich will Ihnen aber Grundsätze und Möglichkeiten zeigen.

Geld, Investitionen und finanzielle Sicherheit sind keine Themen, für die es einfache Erklärungen gibt. Sie müssen zuallererst Ihre persönlichen Investmentziele exakt bestimmen. Dabei sollten Sie unter anderem folgende Aspekte einbeziehen:

  1. Ganz enstcheidend ist Ihr Lebensalter. Junge Menschen haben einen weiten Anlagehorizont. Anleger, die kurz vor der Rente stehen, sollten vor allem auf Vermögenserhalt setzen.
  2. Möchten Sie das Geld für sich selbst oder Ihre Nachkommen anlegen?
  3. Möchten Sie Ihr Vermögen weiter vermehren oder besteht Ihr Ziel darin, von anfallenden Dividenden Ihren Lebensunterhalt teilweise oder sogar komplett zu bestreiten?

Sie sehen: Auf die zunächst sehr simpel anmutende Fragestellung kann keine allgemeingültige Antwort gegeben werden. Ihr ganz konkretes, höchst individuelles Lebensszenario spielt eine entscheidende Rolle.

Ganz gleich, wie Ihr individuelles Anlageszenario aussieht, raten wir von „Der Privatinvestor“ Ihnen immer, genügend Cash für Ihre laufenden Fixkosten und für etwaige Notfälle vorzuhalten. Sie sollten bei Jobverlust mindestens 6 Monate von Ihrem Ersparten leben können. Zudem sind Gold und Silber wichtige Komponeneten einer effektiven Vermögensabsicherung. 10 bis 20 Prozent Ihres Vermögens sollten Sie in jedem Fall in Form physischer Edelmetalle besitzen – entweder in einem Bankschließfach oder im eigenen Tresor deponiert.

Soweit unsere fundamentalen Grundsätze. Jetzt geht es rein in die Praxis!

Ich gehe im Folgenden von 100.000 Euro aus, die so gut wie möglich angelegt werden sollen.

Und ich gehe von monatlichen Fixkosten in Höhe von 2.000 Euro aus. Dann beläuft sich die Mindest-Cash-Reserve auf 12.000 Euro. Die verbliebenen 88.000 Euro Vermögen werden zu 15,5 Prozent in Edelmetalle angelegt. Ein 250g schwerer Goldbarren kostet aktuell – es ist Montag, der 28. September 2020, 13.209 Euro im Ankauf. Somit verbleiben noch 74.791 Euro für Investments in Aktien.

Bis zu diesem Punkt gilt unsere Anlagestrategie für jeden Anleger, unabhängig von seiner konkreten Lebenssituation.

Nun aber wird es knackig. Ich werde Ihnen zwei verschiedene Musterszenarien für den weiteren Investment-Weg zeigen.

Für ein Depot namens „Ruheständler“ gehe ich von einem Anleger im Rentenalter aus, der sein bestehendes Vermögen so investieren möchte, dass er eine „Rentenlücke“ schließen kann. Ziel ist es hier, hohe Dividenden zu erzielen. Das bestehende Vermögen soll gesichert werden.

Für ein Depot namens „Erbin“ gehe ich von einer Anlegerin mittleren Alters aus, die von ihren Großeltern einen Geldbetrag geerbt hat und nun so investieren will, dass das Vermögen weiter wächst, ohne jedoch allzu viel Risiko eingehen zu müssen. Ihr Anlagestil ist erfolgsorientiert, aber weitgehend risikoavers.

Also gut. Los geht es mit unserem ersten Szenario.

Als Ruheständler setzen Sie am besten auf profitable Unternehmen mit sicherer Dividende. Hier bieten sich ganz aktuell zwei der großen Tabakkonzerne an. Aber auch die bekannten Konsumgüter-Giganten und Ölkonzerne. Auch der Sektor Lebensmittel bietet immer interessante Dividendentitel. Selbst die Corona-Krise kann nicht verhindern, dass hier einige starke Konzerne ihre beeindruckende Historie als Dividendenkönige fortsetzen werden. Empfehlen möchte ich Ihnen an dieser Stelle unsere Publikation „Der Privatinvestor Dividendenkönige“.

Die verbliebenen 74.791 Euro können Sie in diesem Szenario „Ruheständler“ nach Belieben auf die Aktien dieser Unternehmen aufteilen. Wir empfehlen eine gleichmäßige Allokation.

Während ich im ersten Szenario vor allem auf Sicherheit, Vermögenserhalt und sichere Dividenden setze, will ich Ihnen im zweiten Szenario „Erbin“ eine etwas sportlichere Strategie vorschlagen.

Haben Sie persönlich Ihre Lebensmitte noch nicht überschritten, darf das Vermögen durchaus noch etwas wachsen. Neben den oben erwähnten Assetklassen Cash und Edelmetalle spielen hier Wachstumsaktien aus der IT und der Industrie eine wichtige Rolle.

Dank exzellenter Logistik und einer eigenen Medikamentensparte wird er, unserer Einschätzung nach, Amazon und Alibaba Paroli bieten können.

Auch ein hochwertiger Vertreter der Pharmabranche sollte nicht fehlen. Ein dänisches Unternehmen hat es uns hier besonders angetan. Ihre Ära ist noch lange nicht vorbei.

Extrem stark ist die Cashflow-Generierung eines IT-Systemhauses aus deutschen Landen. Seine Langfristperspektive und die Wachstumsaussichten sind vielversprechend. Die Nachfrage nach performanter IT-Infrastruktur wird in absehbarer Zeit nicht abreißen.

Konkrete Namen darf ich Ihnen leider auch hier nicht nennen. Abonnenten von „Der Privatinvestor“ schauen am besten einfach in unsere Datenbank.

Das war es auch schon. Kurz und knackig, hoffe ich. Ich habe Ihnen zwei verschiedene Anlageszenarien präsentiert und entsprechende Investments vorgeschlagen. Cash, Aktien und Edelmetalle gehören zu jeder vernünftigen Anlagestrategie. In welche Aktien Sie danach investieren hängt maßgeblich von Ihrer Lebenslage und Ihren Anlagenzielen ab.

Ein Merksatz gilt immer: Je näher der Ruhestand rückt, desto stärker sollten Sie auf zuverlässige Dividendenzahler setzen. Junge Menschen können den Fokus auf Wachstumstitel richten.

Disclaimer

Alles, was Sie in diesem Podcast jemals hören werden, sind natürlich stets unsere eigenen, höchst subjektiven Einschätzungen. Genau deshalb übernehmen wir keinerlei Haftung für Ihre Transaktionen an der Börse. Denken Sie daran: Geldanlage ist Chefsache – nämlich Ihre eigene.

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Dystopia & Metaversum: Hinter dem Kampf zwischen Apple und Epic steckt mehr als nur Geld

+ aus der Praxis: So finden Sie Wachstumsbranchen mit Burggraben-Effekt

Die Themen und Hashtags sprudeln nur so in diesen Tagen. Beginnen wir heute direkt mit einem Knaller:Der E-Zigarettenhersteller Juul plant, 2.200 seiner Mitarbeiter zu entlassen. Bereits im April gingen 1.000 Jobs verloren. Zudem erwägt das Management, den Vertrieb in Europa und Asien einzustellen und sich stattdessen auf die USA und Großbritannien zu fokussieren. Hier werden aktuell 90 Prozent des Umsatzes erzielt.

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K.C. Crosthwaite, seit einem Jahr Juuls CEO, schrieb am vergangenen Mittwoch in einer E-Mail an seine Mitarbeiter, dass die Geschäftsbereiche nicht genügend Einnahmen generierten, um weitere Investitionen zu rechtfertigen, und dass die Kürzungen ermöglichen würden, in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien zu investieren. Oberstes Ziel scheint es zurzeit, den Aufsichtsbehörden zu zeigen, dass Vaping weniger schädlich sei als das Rauchen der klassischen Zigaretten. „Diese Investitionen werden zwar kurzfristig keine Einnahmen bringen, aber sie werden uns helfen, Vertrauen zu gewinnen und langfristig ein Unternehmen aufzubauen“, so Crosthwaite in seiner E-Mail.Für Altria bedeutet dies eine große Herausforderung. Im Jahr 2018 generierte Juul Einnahmen von 1,3 Mrd. USD. Ende 2018 erwarb Altria 35 Prozent von Juul für sage und schreibe 12,8 Mrd. USD. Wir sprechen hier also von einer Unternehmensbewertung von 38 Mrd. USD. Aus heutiger Sicht viel zu hoch.

Laut Management im Februar 2019 sollten die Einnahmen für das Jahr 2019 auf 3,4 Mrd. USD steigen. Doch die Einnahmen betrugen letztlich nur 2 Mrd. USD, was einen Verlust von 1 Mrd. USD bedeutete. Altria wiederum verbuchte einen Verlust in Höhe von 4,1 Mrd. USD auf seine 12,8-Milliarden-Beteiligung und schrieb diese im dritten Quartal 2019 um ein Drittel ab.

Im Jahr 2019 weckten eine Reihe von Todesfällen und Hunderte von Krankenhauseinweisungen aufgrund schwerer Atemwegserkrankungen im Zusammenhang mit Vaping Forscher und Regulierungsbehörden auf. Im Mai 2019 reichte North Carolina als erster Bundesstaat eine Klage gegen Juul ein, in der ihm unter anderem vorgeworfen wurde, sich in unlauterer Weise an Jugendliche zu wenden. Andere Staaten folgten mit rechtlichen Schritten, die bis heute andauern. Der letzte war der Bundesstaat Washington, der vor wenigen Tagen eine Verbraucherschutzklage gegen Juul einreichte, in der dem Konzern vorgeworfen wird, dass er minderjährige Verbraucher ins Visier nimmt. Im April 2020 reichte die Federal Trade Commission eine Kartellklage gegen Altria ein und behauptete, dass Altria im Jahr 2018 geheime Geschäfte mit Juul abgeschlossen habe, in deren Rahmen Altria aus dem Markt austrat und den ehemaligen Konkurrenten erwarb.

Die Herausforderungen für Altria werden in diesen Tagen nicht kleiner. Das 12,8 Mrd. USD schwere Kronjuwel verliert Geld und steht vor enormen regulatorischen Problemen.

K.C. Crosthwaite, seit einem Jahr Juuls CEO, schrieb am vergangenen Mittwoch in einer E-Mail an seine Mitarbeiter, dass die Geschäftsbereiche nicht genügend Einnahmen generierten, um weitere Investitionen zu rechtfertigen, und dass die Kürzungen ermöglichen würden, in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien zu investieren. Oberstes Ziel scheint es zurzeit, den Aufsichtsbehörden zu zeigen, dass Vaping weniger schädlich sei als das Rauchen der klassischen Zigaretten. „Diese Investitionen werden zwar kurzfristig keine Einnahmen bringen, aber sie werden uns helfen, Vertrauen zu gewinnen und langfristig ein Unternehmen aufzubauen“, so Crosthwaite in seiner E-Mail.

Für Altria bedeutet dies eine große Herausforderung. Im Jahr 2018 generierte Juul Einnahmen von 1,3 Mrd. USD. Ende 2018 erwarb Altria 35 Prozent von Juul für sage und schreibe 12,8 Mrd. USD. Wir sprechen hier also von einer Unternehmensbewertung von 38 Mrd. USD. Aus heutiger Sicht viel zu hoch.

Laut Management im Februar 2019 sollten die Einnahmen für das Jahr 2019 auf 3,4 Mrd. USD steigen. Doch die Einnahmen betrugen letztlich nur 2 Mrd. USD, was einen Verlust von 1 Mrd. USD bedeutete. Altria wiederum verbuchte einen Verlust in Höhe von 4,1 Mrd. USD auf seine 12,8-Milliarden-Beteiligung und schrieb diese im dritten Quartal 2019 um ein Drittel ab.

Im Jahr 2019 weckten eine Reihe von Todesfällen und Hunderte von Krankenhauseinweisungen aufgrund schwerer Atemwegserkrankungen im Zusammenhang mit Vaping Forscher und Regulierungsbehörden auf. Im Mai 2019 reichte North Carolina als erster Bundesstaat eine Klage gegen Juul ein, in der ihm unter anderem vorgeworfen wurde, sich in unlauterer Weise an Jugendliche zu wenden. Andere Staaten folgten mit rechtlichen Schritten, die bis heute andauern. Der letzte war der Bundesstaat Washington, der vor wenigen Tagen eine Verbraucherschutzklage gegen Juul einreichte, in der dem Konzern vorgeworfen wird, dass er minderjährige Verbraucher ins Visier nimmt. Im April 2020 reichte die Federal Trade Commission eine Kartellklage gegen Altria ein und behauptete, dass Altria im Jahr 2018 geheime Geschäfte mit Juul abgeschlossen habe, in deren Rahmen Altria aus dem Markt austrat und den ehemaligen Konkurrenten erwarb.

Die Herausforderungen für Altria werden in diesen Tagen nicht kleiner. Das 12,8 Mrd. USD schwere Kronjuwel verliert Geld und steht vor enormen regulatorischen Problemen.

Doch nicht nur Altria hat viel Arbeit vor der Brust. In Zeiten der Corona-Krise steigt das Emissionsvolumen der sogenannten „Junk Bonds“ enorm. Dies verriet ich Ihnen bereits am vergangenen Montag. Analysten von Standard & Poor’s haben nun aktuelle Zahlen zusammengetragen. Demnach reden wir hier von einem Anleihevolumen von 320 Mrd. USD bis Mitte Juli 2020. Zum Vergleich: Im gesamten Krisenjahr 2009 erreichte der Berg der „Schrottanleihen“ 308 Mrd. USD.

Zocker und High-Yield-Jäger fühlen sich wie im Paradies. Langfristinvestoren auf der Suche nach verlässlichem Wachstum haben es jedoch schwerer.

Apple investiert weiter

Nun betreibt der IT-Gigant sein erstes Rechenzentrum in Europa. Das 45.000 Quadratmeter große Center im dänischen Viborg ist ab sofort in Betrieb und soll Apple-Dienste wie iMessage, Siri und Musik-Streaming sowie den App Store in Europa versorgen.

App Store? Da war doch was…

Richtig. Der Streit mit dem Spieleentwickler Epic Games zieht weitere Kreise. Neueste Entwicklung: Auch das deutsche Bundeskartellamt verfolgt nun die Auseinandersetzung zwischen den Unternehmen.

Natürlich geht es ums Geld – auf den ersten Blick: Die Apple-Richtlinien sehen vor, dass App-Entwickler 30 Prozent Provisionsabgaben entrichten müssen. Dies gilt insbesondere auch für In-App-Käufe. Dagegen wehrte sich Epic Games und setzte kurzerhand eine eigene Bezahl-Option in seinem Spiele-Klassiker „Fortnite“ ein, was wiederum gegen Apples Richtlinien verstößt und den Rauswurf des Entwickler-Kontos zur Folge hatte. Das Ganze geht nun den juristischen Weg.

Auf den zweiten Blick geht es womöglich um mehr als nur den schnöden Mammon: Kennen Sie den Roman „Snow Crash“ von Neal Stephenson?

Amazon-Gründer Jeff Bezos soll mit Stephenson befreundet und von diesem 1999 zur Gründung seiner Space-Firma Blue Origin ermutigt worden sein. „Snow Crash“ handelt von einer dystopischen, durchtechnisierten Zukunft. Megakonzerne herrschen, der Staat hat sich zurückgezogen. Ein zentrales Konzept ist das „Metaversum“, eine digitale Zwischenwelt, in die die Menschen eintauchen, um aus der deprimierenden Realität zu fliehen.

Im Jahr 2019 sagte Epic-Gründer Tim Sweeney, das letzte Ziel seines Unternehmens sei es, „etwas Ähnliches wie das Metaversum zu bauen“. Auf diesem Weg wird er nicht der Einzige sein. Was wir aktuell beobachten, sind womöglich die Geburtswehen unterschiedlicher, miteinander konkurrierender digitaler Konsum-Entertainment-Parallelwelten – erste Scharmützel um Klicks und Bewohner inklusive.

Doch kommen wir zurück zum Aktienmarkt…

Der Megatrend der Digitalisierung lässt uns auch hier nicht kalt. Als Anleger wollen wir langfristig Wachstum sehen. Natürlich können wir auch in weniger schnell wachsenden Industriezweigen Unternehmen finden, deren Marktwert recht zügig steigen werden, doch in schnell wachsenden Branchen ist die Anzahl solcher Chancen natürlich um ein Vielfaches größer.

Es ist wichtig, zu verstehen, dass wir nicht nur nach zuverlässig wachsenden Branchen suchen, sondern auch nach wichtigen und bedeutenden Industrien. Das ist entscheidend, da grundlegende wirtschaftliche Trends im Regelfall zwei Dinge implizieren:

  1. einen existierenden großen Markt und
  2. einen schnell wachsenden Trend.

Doch was genau lässt Industrien wachsen?

Voraussetzung ist sicherlich, dass Produkte oder Leistungen angeboten werden, die von mehr und mehr Kunden auf der ganzen Welt nachgefragt und gekauft werden. Grundsätzlich gibt es drei Auslöser für wachsende Industrien: Erfindungen, Weiterentwicklungen und Adaptionen. Jeder dieser drei Punkte kann Quelle sein für interessante Unternehmen.

Die heutigen IT-Giganten wie Apple und Samsung profitieren beispielsweise von der Weiterentwicklung des klassischen Handys hin zum Smartphone. Auf diesem Weg hat zuerst Apple, dann Samsung den vormaligen Klassenprimus Nokia an den Rand der Insolvenz gedrängt.

Nvidia wiederum profitiert von der Adaption bestehender Technologien. Hier liegt das Geschäftsmodell darin, ein bestehendes Produkt (die Grafikkarte) für neue Anwendungen (das Deep Learning) zu nutzen. Während die Gaming-Sparte gesättigt ist und kaum mehr signifikantes Wachstumspotenzial bereithält, steht der Bereich des Deep Learnings noch vor einer grandiosen Zukunft. Hier wird der Bedarf an leistungsfähigen Grafikchips enorm sein.

Die Frage, ob eine wachsende Industrie langfristig von Bedeutung sein wird, kann niemand zu 100 Prozent wissen. Wird ein Produkt jemals unersetzlich sein? Wann wird es durch eine Weiterentwicklung ersetzt? Kann es mittels Adaption vor seinem Untergang bewahrt werden? All dies sind äußerst komplexe Fragestellungen. Aber wir als Investoren können und sollten Antworten suchen.

Die entscheidende Frage, die wir uns stellen müssen, lautet:

  1. Kann diese Branche in fünf Jahren noch wachsende Umsätze generieren?

Wichtig: Die angefragte Zeitspanne hängt natürlich von Ihrem individuellen Anlagezeitraum ab. Sie können auch fragen, ob die Umsätze in zehn Jahren noch steigen werden.

Eine Branche, für die wir auf diese Frage mit einiger Sicherheit mit „Ja“ antworten können, ist der E-Commerce. Sie kennen natürlich Amazon. Hätten Sie im Juni 1997, also kurz nach Börsenstart, zu etwa 1,45 USD pro Aktie investiert, wären Sie heute ein gemachter Mann, eine gemachte Frau: Sie hätten Ihr Geld verzweitausendfacht. Rechnen Sie selbst aus, vor welchem Strandparadies Sie heute auf Ihrer Luxusjacht herumschippern würden…

Doch wer glaubt, dass E-Commerce damit schon am Ende ist, sollte zur Kenntnis nehmen, dass Online Shopping in Deutschland gerade einmal 10 Prozent des Einzelhandelsumsatzes ausmacht. Corona wird diesen Wert für 2020 nach oben drücken. Doch auch in anderen Ländern sind die Zahlen noch ähnlich niedrig. Hier liegt also noch Musik in der Luft. Und neben Amazon agieren noch andere hochinteressante Konzerne mit Börsennotierung auf diesem Gebiet.

Und noch eine wichtige Frage zur Beurteilung eines Industriezweiges: Was würde passieren, wenn diese Branche einfach so verschwinden würde?

Sie kennen die Antwort, liebe Leser: Würde eine wirkliche wichtige Branche einfach wegfallen, würde morgen beispielsweise das Online Shopping gesetzlich verboten werden, würde natürlich ein riesige öffentliche Diskussion aufflammen. Amazon und Co. sind nahezu systemrelevant. E-Commerce als Branche hat einen Burggraben. Jetzt stellt sich aber die Frage, welches Unternehmen innerhalb dieses Burggrabens ebenfalls einen Burggraben besitzt. Welches Unternehmen im Wachstumsmarkt E-Commerce ist so stark am Markt, dass es kaum noch verdrängt werden kann?

Fällt Ihnen ein Titel ein? Ich schreibe zu diesem Thema mehr in der kommenden Woche.

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E-Commerce wächst: Auch Target und Walmart profitieren

+ aus der Praxis: Berechnungsgrundlagen zum Cashflow

Sie wissen es, werte Leser, und ich habe es an dieser Stelle des Öfteren erläutert: Nach dem Corona-Crash haben wir in den letzten Wochen und Monaten einen extrem dynamischen Bullenmarkt beobachten können. Die Stimmung an den Märkten wandelt sich aber in diesen Tagen wieder. Erste Warnleuchten springen an, zum Beispiel der berühmte Buffett-Indikator. Die Marktbewertung aller weltweiten Aktien hat nun die Weltwirtschaftsleistung überholt. In der Vergangenheit war dies kein gutes Zeichen. In den Jahren 2007, 2017 und Anfang 2020 ging es danach kräftig runter.

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Nichtsdestotrotz sehen wir aktuell noch einige Peaks. Apple hat endlich die 2 Bio. USD Marktbewertung geknackt. Die Tesla-Aktie peilt die 2.000-USD-Grenze an. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens hat sich seit März mehr als verfünffacht.

Und auch Airbnb drängt nun an die Börse. Das Unternehmen aus San Francisco reichte seinen Antrag für eine Aktienplatzierung ein. Wie viele Aktien und zu welchem Preis dabei angeboten werden sollen, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Der Einzelhandelsgigant Target hat gute Zahlen gemeldet. Der frühzeitige Einstieg in das Online-Geschäft macht sich längst bezahlt und hat insbesondere während Corona Früchte getragen. Der Quartalsumsatz stieg auf 23 Mrd. USD. Die Bruttomarge mit 28 Prozent und die EBIT-Marge mit knapp 5 Prozent sind ordentlich. Die Eigenkapitalrendite beträgt fast 25 Prozent. Und Target wächst noch weiter: Der Umsatz stieg in den letzten 10 Jahren um 1,8 Prozent pro anno, der Gewinn je Aktie um 6,8 Prozent. Die Dividende wird seit 2011 Jahr für Jahr gesteigert. Die Payout Ratio liegt bei gesunden 48 Prozent. Anleger sollten jedoch die Verschuldung im Auge behalten.

Das Target-Management blickt nun mit Spannung auf die politischen Verhandlungen um ein neues CARES-Paket in den USA. Heute werden im Laufe des Tages neue Zahlen zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe gemeldet.

Neben Target ist auch Walmart stark im boomenden E-Commerce vertreten. Die Umsätze des gesamten US-Online-Einzelhandels stiegen im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent saisonbereinigt auf 211 Mrd. USD. In absoluten Zahlen war der Sprung im Vergleich zum zweiten Quartal des letzten Jahres der größte, der jemals gemessen wurde.

Walmart berichtete vor wenigen Stunden, dass seine Online-Verkäufe im zweiten Quartal im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres um 97 Prozent gestiegen seien. Zwar sank die Anzahl der Transaktionen in den USA um 14 Prozent, doch gleichzeitig wurden die Warenkörbe immer größer. Um 27 Prozent stieg zuletzt das durchschnittliche Volumen eines einzelnen Einkaufs.

Das Weihnachtsgeschäft 2020 rückt zudem näher. Sony und Microsoft werden sich hier einen neuen Schlagabtausch liefern. Beide Konzerne stellen neue Spielekonsolen vor. Profiteur des Wettstreits ist Nvidia. Der Grafikkarten-Experte liefert seinen Ampere-Chip sowohl an Sony wie auch an Microsoft.

Nvidias Zahlen zum zweiten Quartal 2020 sind stark. Im Datacenter-Segment wuchs der Umsatz um 167 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Gaming-Segment legte beim Umsatz um rund 25 Prozent zu. Andere Bereiche brechen jedoch derzeit weg: Automotive sowie das Visualisierungsgeschäft mit Quadro-Lösungen machten deutlich weniger Umsatz. Unter dem Strich wuchs Nvidias Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent. Steigende Kosten drücken auf die Gewinnmargen. Der Gewinn je Aktie legte nur um 10 Prozent auf 2,18 USD je Aktie zu. Die Erwartungen vieler Analysten wurden dennoch übertroffen. Der operative Cashflow wuchs in den letzten Jahren oft zweistellig. Nach Abzug der Investitionen ergab sich zuletzt ein jährliches Free-Cashflow-Wachstum von 35 Prozent.

Bilanzbuchhalter berechnen den Cashflow nach folgender Formel:

Gewinn + Abschreibungen +/- Rückstellungen = Cashflow

Abschreibungen verteilen die Kosten einer Investition über die Laufzeit ihrer Nutzung. Beispiel: Ein Unternehmen kauft eine Fräsmaschine für 80.000 EUR. Die Maschine wird 8 Jahre lang genutzt und kann daher mit 10.000 pro Jahr abgeschrieben werden. Da die 80.000 EUR im Jahr der Anschaffung ausgegeben wurden, muss man diese Ausgabe vom Gewinn subtrahieren.

Rückstellungen mindern ebenfalls den Gewinn. Sie werden für ungewisse oder spätere Verbindlichkeiten gebildet, beispielsweise Kosten für Pensionen der Mitarbeiter oder für laufende Gerichtsverfahren. Auch dies mindert den Gewinn, obwohl noch kein Cash geflossen ist. Rückstellungen können aber auch wieder aufgelöst werden, wenn ihr Grund entfallen ist, ein juristisches Verfahren zum Beispiel gewonnen wurde.

Bei Abschreibungen und Rückstellungen fließt kein Geld. Obwohl der Gewinn gedrückt wird, befindet sich das Geld noch in den Kassen des Unternehmens und steht zur Finanzierung neuer Investitionen oder auch zur Schuldentilgung bereit. Auch ist es nachvollziehbar, dass Unternehmen mit einem hohen Cashflow leichter und günstiger neue Kredite bekommen. Je höher der Cashflow, desto höher auch die Finanzkraft des Unternehmens.

Dies zunächst als kurze Einführung. Als Investoren müssen wir noch differenzierter an das wichtige Thema Cashflow herangehen. Welche Details hier von Bedeutung sind, verraten ich Ihnen in den kommenden Tagen auf dem Privatinvestor-Blog.

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Die Nachfolger von Wirecard unter der Lupe

+ aus der Praxis: Die besten Geschäftsmodelle liegen auf der Straße!

Spannend werden heute die neue Zahlen von Walmart und morgen der Quartalsbericht von Target. Die bis Ende Juli gezahlte US-Sonder-Arbeitslosenhilfe hat den Konsum ordentlich stimuliert. Dieser Faktor bricht nun weg und könnte die vom Konsum abhängige US-Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen. Goldman Sachs sieht dennoch 3.600 Punkte für den S&P 500 bis Ende des Jahres in Reichweite. Die Gewinne der Unternehmen in diesem Index sollen im kommenden Jahr um 30 Prozent steigen.

Morgan Stanley erwartet einen Anstieg der Renditen von Staatsanleihen, konkret beim 10-jährigen US-Bond um 20 Basispunkte. Nicht allzu viel, sollte man meinen. Doch es wäre ein prozentualer Anstieg vom jetzigen Niveau um mehr als 30 Prozent. Und er soll nach Meinung der Morgan Stanley-Analysten nicht der letzte bleiben in den kommenden Monaten.

Warren Buffett hat derweil seine Beteiligungen an JP Morgan und Wells Fargo deutlich reduziert. Nur das Aktienpaket der Bank of America blieb unangetastet. Gleiches gilt für Apple. Goldman Sachs flog komplett aus dem Portfolio von Berkshire Hathaway. Einen großen Goldförderer, den auch wir bereits seit vielen Monaten in unseren Fonds führen, hat Buffett aufgestockt.

Nvidia wird am morgigen Mittwoch seine Quartalszahlen melden. Alibaba folgt am Donnerstag. Der chinesische Konzern steht aktuell ebenso am US-amerikanischen Pranger wie Bytedance mit TikTok und Tencent mit WeChat. Nicht zu vergessen ist Huawei: Die Trump-Administration verschärfte am gestrigen Montag die Sanktionen gegen den IT-Konzern. Nun dürfen an diesen grundsätzlich keine Chips mehr geliefert werden, die mithilfe amerikanischer Software entworfen oder mit amerikanischer Technik gefertigt wurden. Auch Produkte europäischer Halbleiterfirmen sind von dieser Regelung betroffen.

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BVB mit zweistelligem Fehlbetrag

Während Konkurrent Bayern München in der Champions League brilliert, weist die börsennotierte Borussia aus Dortmund einen Verlust von 43,9 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2019/20 aus. Durch Corona sei vieles in Schieflage geraten, so Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Gründe für den Verlust sind die ausbleibenden Ticketeinnahmen sowie Minderungen bei Werbe- und VIP-Hospitality-Erlösen.

Aus Anlegersicht bleibt der BVB nicht viel mehr als eine Wette auf goldene Fußballjahre und neue Titel. Im 5-Jahres-Durchschnitt wuchs der Umsatz um 13 Prozent pro anno, der Nettogewinn um 8 Prozent. Operative Marge und Bruttomarge sind mit jeweils 4 Prozent eher gering. Die Eigenkapitalrendite liegt bei 5 Prozent. Ein positiver Free Cashflow wurde in den letzten Jahren nur selten erwirtschaftet. Die Dividende ist als Bonus für die Fans zu sehen. Die Payout Ratio lag stets um die 10 Prozent. Das Fußball-Business ist und bliebt investitionshungrig. Verlässliches Wachstum gibt es in dieser Branche nicht.

Sanofi buhlt um US-Konzern

Der französische Pharmakonzern will mit einer Milliardenübernahme sein Geschäft mit Medikamenten gegen Autoimmunerkrankungen und Allergien stärken und bietet für Principia Biopharma 100 USD je Aktie. Dies entspricht einer Unternehmensbewertung von rund 3,7 Mrd. USD. Der Deal soll bereits im vierten Quartal dieses Jahres vollzogen werden.

Principia Biopharma ist erst seit 2016 an der Börse und investiert hohe Summen in die Forschung. Für die Anleger sprang bislang nicht viel heraus. Die Bilanz mit einem Current Ration von 17 und einem Verschuldungsgrad von 0,04 ist jedoch grundsolide und bietet ein stabiles Fundament für weitere Forschungsleistungen.

Wirecard: Delivery Hero übernimmt den freiwerdenden Platz im DAX

Der Lieferdienst soll bereits ab kommenden Montag in den Deutschen Aktienindex aufsteigen. Abgesehen vom DAX muss ab dem 24. August auch Wirecards Platz im TecDAX neu besetzt werden. Das Kopf-an-Kopf-Rennen hat hier nach Meinung mancher Experten bereits die LPKF Laser & Electronics AG, ein Hersteller für Lasersysteme aus Garbsen, für sich entschieden. Das Wachstum ist ordentlich. Die Umsätze wuchsen in den letzten 10 Jahren um 10,7 Prozent pro anno, der Nettogewinn um 10,75 Prozent und der Gewinn pro Aktie um 2,3 Prozent. Die EBIT-Marge mit fast 10 Prozent ist ordentlich. Die Eigenkapitalrendite lag 2019 sogar bei 15 Prozent. Seit 2017 ist auch der Free Cashflow positiv. Die Bilanz ist sauber. Das Current Ratio liegt bei guten 2,54 und der Verschuldungsgrad bei nur 0,07.

Delivery Hero hingegen muss seinen enormen Cash Burn in den Griff bekommen – eine schwere Aufgabe angesichts des personalintensiven Geschäftsmodells. Das Management will in den kommenden 2 bis 3 Jahren den Break Even erreicht haben. Während Corona stieg zwar die Nachfrage, gleichzeitig verlor die Angebotsseite an Boden, da immer mehr Restaurants immer größere Probleme bekamen. Delivery Hero betreibt keine eigenen Restaurants, konzentriert sich allein auf die Logistik zwischen eigenständigen Gaststätten und den zahlenden Kunden. Das Geschäft lohnt sich fast nur für einen Monopolisten. Der Konsolidierungsprozess ist europaweit, zumindest bis zur Corona-Krise, gut vorangekommen. Nicht nur aufgrund der Krise brauchen interessierte Anleger hier aber noch viel Geduld.

Die besten Geschäftsmodelle liegen auf der Straße

Die Kuriere von Delivery Hero sehen Sie, liebe Leser, sicherlich auch fast täglich auf den Straßen deutscher Großstädte. Gehen Sie mit offenen Augen durch Ihre private und berufliche Welt, so können Sie sicherlich zwei bis drei Mal pro Jahr eine lukrative neue Aktie finden. Davon war und ist nicht nur Peter Lynch überzeugt.

Lynch legt stets viel Wert auf eine saubere Analyse von Profitabilität und Bilanz. Daneben hat er aber auch ebenso verständliche wie wichtige Grundsätze für die qualitative Analyse von Unternehmen definiert, die für Klein- und Privatanleger eine ebenso große Bedeutung entfalten wie für die großen institutionellen Investoren – wenn auch Letztere sie aus verschiedenen Gründen allzu oft ignorieren:

  1. Investieren Sie nur in Geschäftsmodelle, die Sie auch wirklich verstehen. Wenn Sie sich allein auf Hochglanzprospekte der Investor-Relations-Abteilungen verlassen, aber nicht nachvollziehen können, was das Unternehmen überhaupt produziert bzw. anbietet, ist Ihr Investment in den meisten Fällen auf Sand gebaut. Das Durchdringen von Produkten und Dienstleistungen ist ihr Investment-Fundament.
  2. Lassen Sie sich auch nicht von modern klingenden Firmennamen ablenken. Während der Dotcom-Blase zur Jahrtausendwende gingen Aktien von Unternehmen mit dem Internetkürzel „.com“ weg wie warme Sammeln. 99 Prozent von ihnen stürzten nach wenige Monaten gnadenlos ab. Aktuelle Hypes tragen oft „Cannabis“ oder „Cloud“ im Namen. Generell gilt: Einfache und langweilige Produkte sind manchmal besser als hochmoderne Technologien, die ihre Praxistauglichkeit noch nicht unter Beweis gestellt haben.
  3. Nischengeschäfte können sehr lukrative Investments bieten, insbesondere wenn sie sich eine Monopolstellung in einem Segment oder einer Region erarbeitet haben.
  4. Kurzlebige Verbrauchsgüter sind oft lohnenswerter als langlebige Produkte. Lebensmittel und Haushaltswaren beispielsweise beinhalten von Natur aus ein Abo-Modell.

Zugegeben: Dieser Blick auf das Geschäftsmodell hat viel mit dem individuellen Bauchgefühl zu tun. Er kann und darf nicht das einzige Werkzeug der Unternehmensbewertung sein. Weitere Tools wie die quantitative Fundamentaldatenanalyse sind unabdingbar für ein langfristig erfolgreiches Investment. Mehr zu dem gesamten Inhalt der Anleger-Toolbox finden Sie auf unserem Blog.

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Aufstand gegen das System Apple

+ aus der Praxis: Den Verschuldungsgrad richtig bemessen und einordnen!

Insbesondere die US-Wirtschaft zeigte sich in den letzten Wochen sehr dynamisch. Die Arbeitsmarktdaten, genauso wie einige Stimmungsbarometer sind weitaus positiver als zuletzt von vielen Analysten befürchtet. Gleichzeitig nimmt der Inflationsdruck zu. Die Nachfrage nach 30-jährigen Staatsanleihen war bei der letzten Auktion eher flau. Der US-amerikanische Staat muss den Anleihekäufern mehr zahlen. Die Renditen steigen. Dennoch spülte die Auktion nur rund 26 Mrd. USD in die Staatskassen.

Es wird noch spannend zu beobachten sein, wie insbesondere die Fed in Sachen Zinsen agieren wird, wenn sich die Wirtschaftsdaten in Folge auslaufender Hilfsprogramme wieder abschwächen werden. Noch haben sich Republikaner und Demokraten nicht auf ein gemeinsames Wirtschaftspaket einigen können. Ende Juli lief der CARES Act aus. Die letzten Zusatzschecks an Arbeitslose wurden am 25. Juli verschickt.

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Kommen wir zu Handfestem:

Die Geschäfte des deutschen Batterieherstellers Varta laufen rund. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2020 ein rasantes Wachstum hingelegt. Der Umsatz stieg um knapp 158 Prozent auf 390,7 Mio. EUR. Varta hatte erst vor knapp zwei Wochen einen Patentstreit mit Samsung beendet und mit dem Technologieriesen einen Liefervertrag geschlossen.

Im 10-Jahres-Durchschnitt wuchs der Umsatz zuletzt um 83 Prozent pro anno, der Nettogewinn im 3-Jahres-Durchschnitt um 74 Prozent. Der freie Cashflow entwickelte sich jedoch volatil. Für eine Dividende reicht es noch nicht. Die Bilanz ist jedoch solide mit einem Verschuldungsgrad von 0,09 und einem Current Ratio von 1,38.

Ein anderes deutsches Unternehmen feierte am vergangenen Freitag seinen Börsengang. Curevac startete an der Nasdaq mit einem Kurs von 50 USD pro Aktie. Mit dem IPO nahm Curevac rund 213 Mio. USD ein. Mit dem Geld will es die Corona-Impfstoffentwicklung auf Basis der sogenannten mRNA-Technologie vorantreiben. Auch eine beschleunigte Zulassung wird nicht mehr ausgeschlossen. Die Ergebnisse der kürzlich gestarteten klinischen Erprobung des Impfstoffkandidaten sollen demnach im Herbst veröffentlicht werden. Die Zulassung sei nach bisheriger Planung für die erste Jahreshälfte 2021 geplant.

Der mRNA-Impfstoff von Curevac codiert das Spike-Protein von SARS-CoV-2 samt seiner Rezeptor-bindenden Domäne – so, dass sie aussehen wie mRNA. Man gibt der menschlichen Zelle also ein Molekül, das einer Anweisung ihres eigenen Zellkerns entspricht, dieses Protein herzustellen. Die Proteine, die das Immunsystem gegen SARS-CoV-2 „scharf schalten“, produziert der menschliche Körper dank der Impfung also eigenständig.

Der mRNA-Impfstoff muss dabei nicht bis in den Zellkern gelangen, da die Körperzelle sie direkt in Proteine übersetzt. Promoter und Adjuvantien sind damit nicht notwendig. Die bloße Präsenz der fremden RNA erzeugt eine starke Immunreaktion.

Boeing zieht die 747-400 aus dem Verkehr

Ursprünglich wollte man die 31 Jumbo-Jets erst im Jahr 2024 aus dem Verkehr ziehen. Jedoch mussten aufgrund der Corona-Pandemie die Pläne geändert werden. Eine Modernisierung ist nun nicht mehr angedacht.

„Wegen des durch die Covid-19-Pandemie verursachten Rückgangs des Reiseverkehrs ist es unwahrscheinlich, dass unsere Königin der Lüfte“ jemals wieder kommerzielle Dienste für British Airways anbieten wird“, teilte British Airways bereits im Juli 2020 mit.

Erstaunliches Detail am Rande: Wie die Cyber-Sicherheitsfirma Pen Test Partners herausfand, spielt die gute alte 3,5-Zoll-Diskette noch immer eine wichtige Rolle bei Boeing, wenn es um die Bereitstellung von Software-Updates für die 747-400 geht. Insbesondere die Navigationsdatenbanken dieser Flugzeuge werden alle 28 Tage mit wichtigen System-Updates über acht solcher Disketten aktualisiert.

Aufstand gegen das System Apple

Technisch deutlich weiter vorn liegen Apple, Alphabet und Epic Games. Der Spiele-Publisher gehört zu rund 40 Prozent der chinesischen Holding Tencent. Epic Games wirft Apple und Google vor, exzessive Gebühren in ihren App Stores zu verlangen. Daher wurde im Spiel „Fortnite“ ein eigenes Zahlungssystem eingeführt, das die 30-prozentige Kommission umgeht. Prompt haben Apple und Google den Epic-Hit aus ihren Stores geworfen. Der Kampf wird vor Gericht weitergeführt.

Aufstand gegen Wucher, schön und gut… Doch auch Epics Weste ist nicht blütenweiß. Sein Geschäftsmodell ist es, Kindern, Jugendlichen und deren Eltern über diverse Glücksspiel- und Sucht-Tricks Geld aus der Tasche zu ziehen.

Für uns Anleger ist er Ausgang des momentanen Streits durchaus von Interesse. Schließlich sind die 30 Prozent ein gewichtiger Posten in den Geschäftsberichten von Apple und Google.

Und wie sieht es aus mit Epic-Anteilseigner Tencent?

In den letzten Jahren entwickelte sich die Aktie zwar sehr volatil, doch Geld haben die Chinesen immer verdient. In sehr vielen IT-Bereichen wird groß investiert: Online-Gaming, Zahldienste, Musik, Versandhandel, Mobilität. Während Alibaba im E-Commerce der chinesische Platzhirsch ist, hat sich Tencent nahezu den Rest der Internetwelt gegriffen. Die politischen Gefahren, gerade mit Blick auf den Handelsstreit mit den USA, sind natürlich groß, doch ebenso die Wachstumsfantasien.

Tencent arbeitet profitabel. Die EBIT-Marge mit zuletzt 28 Prozent, die operative Marge mit 25 Prozent und die Bruttomarge mit 45 Prozent sind sehr interessant. Umsatz und Gewinn steigen seit 10 Jahren im zweistelligen Bereich. Auch der Free Cashflow entwickelte sich positiv. Die Dividende wird seit 2010 Jahr für Jahr angehoben. Doch selbst wenn Sie die Aktie nicht Depot haben: Wenn Sie in einen großen ETF investiert haben, sind Sie über diesen Weg sicherlich auch an dem einen oder anderen Tencent-Unternehmen beteiligt.

Aus der Praxis: Was bedeutet der Verschuldungsgrad?

„Mehr als alles andere sind es die Schulden, die darüber entscheiden, welche Unternehmen in einer Krise überleben können und welche pleitegehen werden.“ – Peter Lynch –

Krisen à la Corona machen uns Anlegern deutlich, wie sehr es auf eine stabile Bilanz ankommt. Dem Verschuldungsgrad kommt dabei eine besonders wichtige Rolle zu. Wie hoch dieser ausfällt, können Sie in den Geschäftsberichten nachlesen, die Sie auf den Internetseiten eines jeden börsennotierten Unternehmens finden (Investor Relations). Die Formel zu seiner Berechnung lautet:

Verschuldungsgrad = Fremdkapital / Eigenkapital

Dass ein Unternehmen Fremdkapital, meist Kredite von Banken, aufnimmt, um beispielsweise größere Investitionen in Technik, Infrastruktur und Personal zu tätigen, ist völlig normal und aus unserer Aktionärssicht in den meisten Fällen positiv zu bewerten. Schließlich wollen wir, dass das Unternehmen auch in Zukunft wächst und gedeiht und uns ordentliche Renditen und Dividenden beschert. Doch bevor Sie Aktien eines Unternehmens kaufen, sollten Sie sich stets den Verschuldungsgrad anschauen. Vor einigen Jahren hat Peter Lynch diese Definition aufgestellt: „Im Normalfall weist eine Unternehmensbilanz 75 Prozent Eigenkapital und 25 Prozent Schulden auf.“

Doch heutzutage hat sich dieses Verhältnis nahezu komplett umgekehrt. In vielen Branchen gilt bereits eine Eigenkapitalquote von 30 Prozent als „solide“.

Mein Tipp: Gerade bei familiengeführten Unternehmen aus dem Mittelstand finden Sie noch einige börsennotierte Kandidaten, die eine vergleichsweise hohe Eigenkapitalquote aufweisen.

Der Verschuldungsgrad variiert von Branche zu Branche. Heute wird ein Verschuldungsgrad von 2 (die aufgenommenen Schulden sind doppelt so hoch wie das Kapital der Aktionäre!) noch als akzeptabel eingestuft. Möchten Sie es so strikt wie Warren Buffett handhaben, sollten Sie bereits bei einem Verschuldungsgrad von 0,5 stutzig werden.

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Covid-19: Die ersten 100 Tage nach dem Mini-Crash

+ aus der Praxis: Nutzen Sie das Price-Earnings-to-Growth-Ratio zur Aktienbewertung!

Makroökonomen schauen, nicht nur in der Corona-Zeit, besonders gerne auf die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Diese Zahl liegt für die vergangene Woche bei 963.000 und damit leicht besser als erwartet. Zuvor lag die Zahl 21 Wochen lang bei über 1 Million. Der Wall Street war dies schnuppe. Der S&P 500 bewegt sich weiter seitwärts.

Die Bilanz der ersten 100 Tage nach dem Covid-19-Mini-Crash ist sehr positiv. Der S&P 500 konnte um 50 Prozent zulegen – seine beste Performance seit 1933! Der Nasdaq legte sogar um 60 Prozent zu – die stärkste Rallye seit dem Frühjahr 2000. Das liegt natürlich an den großen Tech-Überfliegern. Apple kratzt am 2-Billionen-USD-Market-Cap. In nur 2 Jahren wurde der Börsenwert des Giganten nun verdoppelt.

Doch vergessen wir nicht die Zinsen: Die Realzinsen lagen im Jahr 2000 noch bei 4 Prozent. Aktuell liegen sie 500 Basispunkte darunter, bei -1 Prozent. Mit Blick auf die Aktienbewertungen macht dies einen großen Unterschied aus.

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Finanzwirtschaft hui, Realwirtschaft pfui

An den Finanzmärkten läuft es zurzeit also richtig gut, doch die Risse in der US-Realwirtschaft werden größer. Immer mehr Verbraucher und Haushalte kommen ins Schwimmen.

CARES, das Moratorium für Zwangsräumungen in den USA ist inzwischen ausgelaufen. Experten warnen davor, dass ein beispielloser Ansturm von Zwangsräumungen bevorsteht, der Millionen von Amerikanern mit Obdachlosigkeit bedroht, während sich Covid-19 weiter ausbreitet.

Millionen von US-Amerikanern haben aufgrund der Krise ihre Arbeit verloren, müssen aber weiter ihre Rechnungen begleichen. Eine aktuelle Umfrage des Portals EnergyBot unter 2.000 US-Bürgern stellt fest, dass seit Beginn der Pandemie bereits 24 Prozent der Befragten mindestens eine Zahlung versäumt haben. In dieser Gruppe geben 26 Prozent an, dass sie ihre Mobiltelefon- oder Kabel-TV-Rechnungen nicht bezahlt haben. Weitere 25 Prozent haben es versäumt, für Streaming-Dienste zu bezahlen, und vielleicht noch beunruhigender ist, dass sie einige ihrer Strom- oder Versorgungsrechnungen nicht bezahlen konnten.

38 Prozent haben Abonnements sowie Mitgliedschaften in Fitnessstudios gekündigt. 35 Prozent wiederum senken ihre Kosten, indem sie keine Lebensmittel zum Mitnehmen mehr bestellen.

Insgesamt sagen 52 Prozent, dass sie heutzutage nur noch „das Nötigste“ kaufen. Einige nehmen einen neuen Lebensstil an: 41 Prozent sagen, dass sie eine „minimalistische Lebenseinstellung“ gewählt haben.

Die Nahrungsmittelunsicherheit für US-Haushalte erreichte in den vergangenen Wochen den höchsten gemeldeten Stand seit Beginn der Datenerfassung durch das Census Bureau im Mai. Fast 30 Millionen Amerikaner berichteten, dass sie in den sieben Tagen bis zum 21. Juli nicht genug zu essen gehabt hätten.

Die New Yorker Fed veröffentlichte derweil einen Bericht über die Kreditwürdigkeit von Haushalten. Er fasste zusammen, was einzelne Kreditgeber über ihre eigenen Praktiken berichtet hatten: Wenn Kreditnehmer die Zahlungen für ihre Hypothek, ihren Autokredit, ihre Kreditkartenschulden oder ihren Studentenkredit nicht leisten können, bitten sie um einen Zahlungsaufschub oder eine Stundung, und sie müssen die Zahlungen nicht leisten. Der Kredit gilt nicht als säumig, wenn er nicht schon vorher säumig war. Und selbst wenn er vorher säumig war, können sie einen Zahlungsrückstand „heilen“, indem sie den Kredit zurückstellen und ändern lassen.

Keine Zahlung, kein Problem.

Darlehensnehmer von Studentendarlehen wurden im Rahmen des CARES-Gesetzes automatisch in Unterlassungshaftung versetzt, und obwohl viele Studenten ihre Zahlungen eingestellt hatten, sanken die Säumigkeitsraten. Laut Daten der New Yorker Fed fiel die Säumigkeitsrate der Kreditnehmer von Studentendarlehen, obwohl viele ihre Zahlungen eingestellt hatten, von 10,75 Prozent im ersten Quartal auf 6,97 im zweiten Quartal 2020 – den niedrigsten Stand seit 2007.

Die Stundung von Studentendarlehen ist bis zum 30. September möglich, und bis dahin wird auf die Zinsen verzichtet, statt sie dem Darlehen hinzuzurechnen.

Weil Zahlungsrückstände bei Studienkrediten, Autokrediten, Kreditkartenschulden und Hypotheken „geheilt“ werden, indem die Kredite in Stundungsprogramme überführt und die säumigen Kredite modifiziert werden, werden sie zu „laufenden“ Krediten, auch wenn keine Nachholzahlungen geleistet wurden.

Verrückte Welt. Ally Financial berichtete für das zweite Quartal, dass etwa 21 Prozent seiner Autokreditkunden an seinem Stundungsprogramm teilnahmen, bei dem sie 120 Tage lang keine Zahlungen leisten müssen. „Die überwiegende Mehrheit unserer Darlehensstundungen für Kunden im Programm sollen bis Ende August 2020 auslaufen“, hieß es in dem Bericht. Und was passiert danach?

Ist der Kreditdienstleister Ally Financial für Aktionäre ein Chance? In den letzten 10 Jahren wuchs der Umsatz um 1,87 Prozent pro anno. Der Free Cashflow schwankte jedoch stark. Eine Dividende wird seit 2016 gezahlt und Jahr für Jahr angehoben. Der Cash-Bestand wächst ebenso stetig. Dennoch ist der Verschuldungsgrad hoch. Das Kreditgeschäft verspricht zwar auf den ersten Blick verlässlichen Cashflow, doch die konjunkturellen Aussichten geben Anlass zur Sorge. Kreditgeber selbst könnten Probleme bekommen.

Auch deutsche Versorger fürchten Zahlungsausfälle der Kundschaft

Wegen der geringen Nachfrage musste beispielsweise Eon bereits beschafften Strom im zweiten Quartal 2020 wieder verkaufen. Zudem legte der Konzern Geld für mögliche Zahlungsausfälle von Kunden beiseite. Inklusive dieser Effekte rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr mit Corona-bedingten Belastungen von 300 Mio. EUR. Der Verschuldungsgrad ist heute bereits mit 4,7 sehr hoch, das Current Ratio zu niedrig. Der Cash-Bestand von Eon schmilzt seit 2016 rapide. Einzig die Dividende hält die Anteilseigner derzeit noch bei Laune. Sie soll trotz Krise um jährlich 5 Prozent angehoben werden. Trotz schwacher Bilanz sicherlich ein verlässlicher Titel für die Rente, jedoch ohne jede Wachstumsfantasie. Für Geschäftsjahr 2019 liegt das KGV bei 14. Die Aktie scheint also fair bewertet zu sein.

Das Price-Earnings-to-Growth-Ratio (PEG)

Obacht: Das KGV ist in vielen Fällen wenig  verlässlich. Bei Unternehmen mit starkem Gewinnwachstum fällt es oft relativ hoch aus. Und dabei ist genau dieses Gewinnwachstum ein sehr wichtiges Bewertungskriterium.

An diesem Punkt hilft Ihnen das Price-Earnings-to-Growth-Ratio (PEG) weiter. Zur Berechnung dieser Kennzahl teilen Sie das KGV durch das erwartete Gewinnwachstum in Prozent. Sind KGV und Gewinnwachstum identisch, liegt das PEG folglich bei 1. Sehr günstige Aktien weisen ein PEG von unter 1 auf. Bei ihnen liegt das Gewinnwachstum also über dem KGV.

Ein Beispiel: Das Gewinnwachstum von Amazon lag im Geschäftsjahr 2019 bei 13,44 Prozent. Im gleichen Jahr lag das KGV bei 78,76. Wir rechnen also:

78,76 / 13,44 = 5,86

Das PEG von Amazon lag 2019 bei 5,86. Die Aktie wurde an der Börse also höher bewertet, als es das reale Gewinnwachstum des Konzerns empfiehlt. Gemessen am PEG war Amazon 2019 kein günstiges Investment.

Doch Vorsicht: Eine mögliche Schwachstelle dieser Kennzahl liegt im Betrachtungszeitraum. Vor allem zu Zeiten unberechenbarer Konjunkturentwicklungen und systematischen Krisen können wir Anleger uns kaum auf Wachstumsprognosen verlassen. Doch achten Sie bei der Aktienauswahl auf Management, Geschäftsmodell und Bilanz, werden auch Sie regelmäßig Unternehmen finden, die relativ berechenbare Zahlen abliefern. Das PEG ist in solchen Fällen eine sinnvolle Ergänzung zum traditionellen KGV. Es hilft uns, die Bewertungen am Markt differenzierter zu betrachten. Eine Aktie mit KGV 30 muss nicht zwangsläufig zu teuer sein. Wenn die Gewinne des Unternehmens stark wachsen, kann auch ein solch hohes KGV noch im Rahmen einer gesunden Investmententscheidung liegen. Umgekehrt kann aber auch eine Aktie mit KGV 10 bereits zu teuer sein, wenn die Gewinn stagnieren. Wie für jede Kennzahl gilt auch für das PEG: Niemals sollte es der einzige Maßstab für ein Investment sein.

Werfen also noch einen zweiten Blick auf Amazon. Die Aktie ist nicht besonders günstig anhand des PEG. Doch der große Corona-Gewinner hat für das zweite Quartal 28 Prozent Umsatzwachstum gemeldet. Im Gesamtjahr hat man bislang 321 Mrd. USD eingenommen. Der Cloud-Dienst AWS hat dabei für 40 Mrd. USD gesorgt. Sicherlich nutzt auch die eine oder andere App auf Ihrem Smartphone die Amazon Web Services. Bei der Nettomarge sollten wir angesichts der aktuellen Zahlen eher mit einer 6 als einer 5 vor dem Komma rechnen, wodurch auch der Gewinn in den kommenden 12 Monaten auf rund 25 Mrd. USD steigen sollte. Angesichts der derzeitigen Verteilung der digitalen Welt zwischen China und den USA kann mit Fug und Recht auch über die Aufnahme des Amazon-Papiers in das eigene Depot nachgedacht werden, wenn Sie nicht schon investiert sind. Bei einer solcher zukunftsweisenden Story spielt dann auch das PEG eine untergeordnete Rolle.

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V, U oder L? Schwache Erholung erhöht das Kreditrisiko

+ aus der Praxis: Mit Kredithebel investieren: Eine gute Idee für Privatanleger?

Die französische Zentralbank ärgert sich über die ausufernde Unternehmensverschuldung. In unserem Nachbarland ist der Schuldenstand der Firmen im April um 9,9 Prozent gestiegen. Ein Großteil dieser, während der Pandemie neu aufgenommenen, Schulden wird vom französischen Staat garantiert – im Fall der großen Unternehmen in Höhe von bis zu 80 Prozent. Die Zinssätze für Unternehmenskredite französischer Banken lagen im April durchschnittlich bei nur 1 Prozent. Dies ist der niedrigste Stand seit 2003. Die Banque de France warnt nun: „Der Anstieg der Unternehmensverschuldung könnte die Solvenz vieler Unternehmen beeinträchtigen, und dieses Risiko könnte sich noch verschlimmern, wenn die Erholung schwach ist und sich ihre Ratings verschlechtern. Eine starke Zunahme von Unternehmenskonkursen könnte wiederum die notleidenden Kredite der Banken erhöhen und den für die wirtschaftliche Erholung notwendigen Kreditfluss verlangsamen.“

Europas Geschäftsbanken werden für das zweite Quartal 2020 einen deutlichen Anstieg der zu erwartenden Kreditverluste ausweisen müssen. Zu dieser Erkenntnis gelangt die Ratingagentur Fitch Ratings in seinem neuesten „Large European Banks Quarterly Credit Tracker“. Europäische Banken hatten bereits vor Beginn der aktuellen Krise ein Rentabilitätsproblem. Das letzte Mal, dass die durchschnittliche Eigenkapitalrendite in diesem Sektor die 10-Prozent-Schwelle erreichte, war 2007. Zu dieser Zeit notierten auch viele Bankaktien auf ihrem All Time High. Seitdem hat der durchschnittliche Return on Equity der europäischen Banken dieses Niveau nicht annähernd wieder erreichen können. Er war sogar in drei von fünf Jahren nach dem Höchststand der Aktienkurse 2007 negativ: in den Jahren 2008, 2011 und 2012.

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Die Pandemie-Lage belastet insbesondere Geschäftsimmobilien

Intu Properties, das 17 Einkaufszentren in Großbritannien besitzt, darunter 9 der 20 größten, ist unter Konkursverwaltung gestellt worden, nachdem die Gespräche mit seinen Gläubigern gescheitert waren. Mit einer Marktkapitalisierung von 13 Mrd. GBP in der Spitze vor über einem Jahrzehnt ist Intu das bisher größte britische Unternehmensopfer der Corona-Krise. Der nahende Untergang gefährdet 132.000 Arbeitsplätze, sowohl im Unternehmen als auch in den Tausenden von Geschäften, die es in seinen Einkaufszentren unterhält. Schulden in Höhe von 4,5 Mrd. GBP stehen zur Diskussion. Zuletzt wurden im Jahr 2017 rund 83 Prozent des damaligen Gewinns ausgeschüttet, um Aktionäre bei der Stange zu halten. Der Free Cash Flow lag letztmals 2016 in den schwarzen Zahlen. In den vergangenen 3 Jahren schrumpfte der Bruttogewinn um 5,15 Prozent pro anno.

Auch der Fracking-Vorreiter Chesapeake Energy musste Insolvenz anmelden. Nun soll gemäß Chapter 11 des US-Insolvenzrechts die Kapitalstruktur neu geordnet werden. Der Schuldenberg des Unternehmens ist gewaltig. Allein die langfristigen Finanzverbindlichkeiten übersteigen das gesamte Firmenvermögen um mehr als 17 Prozent. Kurios: Bilanzmathematisch schulden die Aktionäre dem Unternehmen nun sogar Geld. Das Current Ratio ist mit 0,8 wenig erfreulich. Das Geschäft mit Fracking-Gas und -Öl verlief in den letzten Jahren überaus schwankend. In den letzten 5 Jahren fiel der Umsatz um 16,5 Prozent pro anno. Der Bruttogewinn fiel in den vergangenen 10 Jahren um 10 Prozent jährlich. Doch Chesepeake steht nicht allein da wie der sprichwörtliche begossene Pudel. Die gesamte Branche steckt in einer schweren Krise. In diesem Jahr haben schon mindestens 20 Öl- und Gasproduzenten aus den Vereinigten Staaten Insolvenz angemeldet.

Und auch die US-Autoindustrie steht unvermindert unter Corona-Druck. Am 27. Juni haben mehrere Arbeiter zweier Werke von Fiat Chrysler in Detroit, aus Protest gegen die mangelhaften Corona-Sicherheitsmaßnahmen, ihre Arbeit niedergelegt. Drei Arbeitsschichten hintereinander lehnten es ab, die Produktion in der Jefferson North Assembly Plant (JNAP), wo 5.000 Arbeitnehmer beschäftigt sind, weiterzuführen. Auch im Sterling Heights Assembly Plant (SHAP) mit 7.300 Beschäftigten, wurde die Produktion am Samstag stillgelegt, nachdem Arbeiter von einem positiv getesteten Materiallieferanten, der Kontakt mit Produktionsarbeitern hatte, erfahren haben. In dem Werk hat es bisher fünf Tote unter den Arbeitern im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gegeben.

Dass es in diesen Zeiten vor allem auch um das Image geht, hat Konkurrent Ford verstanden. Spätestens in 30 Jahren will der traditionsreiche Autobauer CO2-neutral produzieren. In Europa nutzt das Unternehmen in den Werken in Großbritannien, im rumänischen Craiova und in Köln bereits zu 100 Prozent regenerativ erzeugten Strom. Bis 2035 will das Unternehmen überall nur noch lokal bezogenen Strom aus erneuerbaren Energiequellen für alle seine Produktionsstätten weltweit zu nutzen. Bis 2022 will Ford 11,5 Mrd. USD in Elektrofahrzeuge investieren, in jeder PKW-Produktlinie soll mindestens eine elektrifizierte Version in Europa angeboten werden.

Fahrdienstvermittler Uber muss sich auf eine Sammelklage vorbereiten. Der kanadische UberEats-Fahrer David Heller möchte für sich und andere Chauffeure den Angestelltenstatus erstreiten. Trotz einer Schiedsgerichtsklausel in Hellers Vertrag darf dieser nun im kanadischen Ontario vor Gericht ziehen. Dies entschied der kanadische Supreme Court vor wenigen Tagen mit Verweis auf die grobe Benachteiligung durch Uber. Weitere Uber-Fahrer könnten Hellers Beispiel nun folgen. Uber selbst operiert noch tief in den roten Zahlen. Der operative Verlust liegt für die letzten 12 Monate bei 8,8 Mrd. USD, der Free Cashflow bei -4,7 Mrd. USD. Die Bilanz allerdings ist stabil. Der Verschuldungsgrad liegt bei 0,64 und das Current Ratio bei 1,68 für das letzte Quartal. Auch die Wachstumsstory ist trotz Krise intakt. Im letzten Quartal wurde der Umsatz um 14 Prozent, der Bruttogewinn um 22 Prozent gesteigert.

Hoffnung wächst auch in der Luft. Boeing verkündete den ersten Flug einer 737 Max seit mehr als einem Jahr. Am gestrigen Montag hob in Seattle eine Maschine für einen Testflug zur Neuzertifizierung ab. Weitere Testflüge sollen folgen, um das umstrittene Flugzeugmodell eines Tages doch wieder im Normalbetrieb fliegen lassen zu können. Nachdem die 737 Max seit März 2019 nicht mehr starten darf, fiel der Umsatz um 24,2 Prozent im Gesamtjahr 2019 sowie um weitere 26,2 Prozent im letzten Quartal. Der Bruttogewinn stürzte um 163 Prozent. Der Free Cashflow war zuletzt 2018 positiv. Die Ausschüttungsquote wurde 2019 von 38 auf 120 Prozent hochgetrieben, um Aktionäre bei Laune zu halten. Die langfristigen Verbindlichkeiten kennen seit 2018 nur noch eine Richtung: aufwärts.

Die letzte Story präsentiere ich Ihnen heute aus dem Tech-Sektor. Hardware-Produzent Lenovo aus Hongkong hat unter den Namen „M75n“ und „M75n IoT“ zwei neue ThinkCentre-Systeme vorgestellt, die vor allem durch ihre geringe Größe überzeugen sollen. Bei M75n handelt es sich um einen Desktop, dessen Gehäuse 179 mm x 88 mm × 22 mm misst und nur rund 505 g wiegt. Beim Prozessor hat Lenovo sich für einen Ryzen 3 Pro 3300U bzw. einen Ryzen 5 Pro 3500U, beide von AMD, entschieden. Der CPU stehen in beiden Rechnern 8 GByte Arbeitsspeicher zur Seite. In den USA wird der M75n mindestens 539 USD und der M75n IoT mindestens 329 USD kosten.

Lenovo selbst ist von der Corona-Krise nicht verschont geblieben. Im letzten Quartal schrumpfte der Umsatz um mehr als 24 Prozent, der Bruttogewinn um 61 Prozent. Die Margen jedoch wurden stabil gehalten. Lenovo wirtschaftet profitabel. Der Free Cashflow wurde zuletzt sogar um 60 Prozent gesteigert. Der Verschuldungsgrad ist mit 0,46 gesund.

Mit Kredithebel investieren: Eine gute Idee für Privatanleger?

Bei einem Wertpapierkredit verpfändet ein Anleger seine Wertpapiere und bekommt dafür Geld geliehen. Da es sich um einen Kredit handelt, wird das Geld aus dem Nichts erschaffen, muss aber auch wieder vernichtet werden, wenn der Pfand, in diesem Fall die Wertpapiere, zu wenig wert ist. Sie wissen, werte Leser, die Geldanlage in Aktien kann riskant sein. Sie können im schlimmsten Fall alles verlieren. Ein Wertpapier kann daher auch eines Tages absolut wertlos werden. Genau deshalb sorgen die Banken für sich vor und bauen hier eine Sicherheitsmarge ein. Für DAX-Aktien beispielsweise erhalten Kreditnehmer rund 70 Prozent des aktuellen Kurses, für chinesische Titel ca. 30 Prozent. Andere Regionen und Märkte werden von den Banken als noch unsicherer bewertet.

Gehen wir nun einmal davon aus, ein Beispiel-Anleger namens Bernd besitzt 1.000 Aktien von BASF. Am gestrigen Montag schloss die Aktie bei 50,12 EUR. Das macht einen aktuellen Gegenwert von 50.120 EUR. Von seiner Bank erhält Bernd nun 70 Prozent dieser Summe als Kredit, also 35.084 EUR. Von diesem Geld kauft er 1.000 Aktien des DAX-Unternehmens Covestro zum Kurs von 34,42 EUR. Bernd besitzt nun also verpfändete BASF-Aktien im Wert von 50.120 EUR sowie Covestro-Aktien im Wert von 34.420 EUR. Auch diese Covestro-Aktien kann er nun verpfänden. Er erhält von seiner Bank abermals 70 Prozent des Gegenwertes, also 24.094 EUR. Dieses Geld investiert er in 1.000 Aktien von Infineon zum Kurs von 20,54 EUR…

Gut, Sie wissen, worauf ich hinaus will. Das Spiel kann mehrfach wiederholt werden. Mittels zweier Kreditanträge und zweier Transaktionen bereits hat Bernd den Wert seines Aktiendepots von 50.120 EUR auf 108.634 EUR mehr als verdoppelt. Solange die Kurse stabil seitwärts verlaufen oder sogar steigen, sieht das wunderbar aus für unseren Beispiel-Anleger.

Doch nicht vergessen: Bernd hat 100 Prozent seiner BASF-Aktien und 100 Prozent seiner Covestro-Aktien verpfändet, aber jeweils nur 70 Prozent des Gegenwerts als Kredit erhalten. Und leider haftet Bernd mit seinem gesamten Privatvermögen für dieses geliehene Geld. Beginnen eines Tages die Aktienkurse zu fallen, wird seine Bank ihn nur kurz darauf aufmerksam machen, dann aber recht zügig damit beginnen, die als Sicherheit verpfändeten Aktien zu veräußern. Je schneller der Wagen auf der Börsen-Achterbahn nach unten saust, desto schneller dreht sich auch die Verkaufsspirale. Die Erlöse pro Verkauf sinken dabei proportional zur steigenden Verkaufspanik an den Börsen. Letzten Endes bleiben im schlimmsten Fall nur noch die Schulden übrig. Und dann greift die Bank womöglich auch zum kleinen Reihenhäuschen, das Bernd für sich und seine Familie vor kurzem noch erstanden hat.

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