Philipp Morris International (PMI) ist der weltweite Marktführer unter den Tabakkonzernen. Das Unternehmen generiert einen Großteil seiner Umsätze mit populären Marken wie Marlboro oder Winston. Aber auch bei innovativen Produkten wie dem Erhitzer bedient PMI global inzwischen mehr als 15 Millionen Nutzer. Auch die für 2021 erwartete Dividendenrendite von fast 5 % ist bemerkenswert. Bedauerlicherweise hat Corona auch PMI zugesetzt. Aber sollten Sie als Privatinvestor die Philipp Morris-Aktie deswegen verkaufen? Oder sollten Sie vorerst einmal abwarten? Andererseits könnte die aktuelle Situation eine Gelegenheit für den Ausbau oder Aufbau einer (neuen) Position sein. Wichtig ist, die aktuelle Situation richtig zu beurteilen. Nur dann können Sie optimal reagieren. Unsere Datenbank gibt Ihnen die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen zu erkennen und auf dieser Basis richtig zu entscheiden. Unsere Toolbox verhilft Ihnen dazu, Ihre Anlagestrategie zu verfeinern. Wir möchten, dass Sie Ihre Anlageentscheidungen auf fundierter Grundlage fällen können. Selbst kurzfristige Entwicklungen entgehen Ihnen nicht mehr.
SIXT+ mischt die Branche auf
Die neuste Innovation des Familienunternehmens aus Pullach ist das Fahrzeugabo Sixt+. Gegen eine monatliche Gebühr kann man bequem auf die neuesten Fahrzeugmodelle aus der Sixt-Premiumflotte zurückgreifen. Das ist eine gute Lösung für Verbraucher, die zwar ein eigenes Auto benötigen, sich aber zugleich nicht durch den Kauf für Jahre daran binden möchten. Zulassung, Steuern aber auch Wartungs- und Instandhaltungskosten werden von Sixt getragen (und natürlich auf die monatliche Miete umgelegt). Kunden können aber – anders als bei Leasing – jederzeit kündigen. Weiterer Flexibilitätsvorteil: Sie können ein Auto für jeden Anlass mieten, z.B. für den Urlaub an der Côte d’Azur ein Cabrio oder für den Theaterbesuch oder die Hochzeit eine Limousine.
Das ist ein spannendes Thema, aber hat dies auch Zukunft? „Ja“ – sagt das Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. Während es aktuell nur etwa 20.000 Auto Abo-Verträge in Deutschland gibt, sollen bis zu einer Million Verträge innerhalb der nächsten zehn Jahre möglich sein. Das ist ein enormes Potenzial für Sixt, allein in Deutschland. In den USA gibt es hier noch wesentlich mehr Potenzial, deshalb bietet Sixt das Auto Abo Sixt+ auch jenseits des Atlantiks an.
Herstellerübergreifend und technologisch unabhängig
Im direkten Vergleich zu den flexiblen Mobilitätslösungen (z.B. Vermietung oder Leasing) der Autohersteller hat Sixt einen grundsätzlichen Vorteil: Schließen Sie bei einem BMW-Händler einen flexiblen Mietvertrag ab – können Sie bei den Fahrzeugen allenfalls zwischen den Marken BMW und MINI wählen. (Vielleicht geht auch noch Rolls-Royce.) Beim Fiat-Händler haben Sie neben Fiat noch Jeep und Alfa-Romeo zur Auswahl. Marken-Flexibilität über Unternehmensgrenzen hinweg haben Sie aber nur bei Sixt. Und die Kundenpräferenzen hinsichtlich Automarken sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Was darf’s denn in Sachen Antrieb sein? Elektromobilität oder Wasserstoffmotoren? Noch kann niemand mit Sicherheit sagen, welche der beiden Technologien sich letztlich flächendeckend im Markt behaupten können wird. Wer weiß, vielleicht kommen ja auch noch ganz neue innovative Konzepte ins Gespräch? Für das Geschäftsmodell eines Unternehmens wie Sixt, das ganz grundsätzlich einen fahrbaren Untersatz zur Verfügung stellt, spielt das nur eine sehr untergeordnete Rolle. Je nachdem, welche Technologie es am Ende sein wird, muss Sixt seine Flotte natürlich mit den entsprechenden Fahrzeugen ausstatten. Anders als die Autobauer, steht Sixt aber nicht vor der Herausforderung, die Produktion auf die neuen Technologien umstellen zu müssen.
Die Autobauer stehen hier deutlich im Nachteil: Einerseits müssen sie maßgeblich in Forschung und Entwicklung investieren, um technologisch nicht den Anschluss im Markt zu verlieren, andererseits wissen auch sie nicht, was sich am Ende durchsetzen wird. Setzen sie jetzt also alles nur auf eine Karte, gehen sie das Risiko ein, dass es am Ende die falsche ist. Die Umstellung verschlingt hohe Kosten und gleichzeitig drohen Start-ups aus Asien in den Automarkt zu drängen. Für Sixt spielt das keine Rolle. Das Unternehmen wird seine Flotte mit den Fahrzeugen und Marken bestücken, die später gefragt sein werden.
Wegfall der Konkurrenz, Sicherung neuer Potenziale
Die US-Unternehmen Hertz und Advantage Rent a Car sind durch Corona und fehlerhafte Managemententscheidungen stark getroffen und in die Insolvenz geschlittert. Das ist kein gutes Zeichen für die Werthaltigkeit der Lizenzen. Dennoch hat das gut aufgestellte Familienunternehmen Sixt die Chance erkannt und sichert sich die Lizenzen für die Airports Boston, allen drei New Yorker Flughäfen, Maui, Denver, Houston, Orlando und Las Vegas.
Durch Corona ist das Flugaufkommen zwar erstmal noch niedrig. Sobald sich das Flughafengeschäft erholt, ist Sixt im Autovermietungsmarkt der Welt mit einem Umsatzvolumen von über 32 Mrd. USD stark positioniert. Das Unternehmen hat in den USA klein angefangen, ist aber mittlerweile an 25 der 30 wichtigsten US-Flughäfen vertreten. Das ist ein starker Grundstein für künftiges Wachstum nach der Krise.
Mit Kostendisziplin durch die schwierigen Zeiten
Die staatlich verordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben natürlich auch Sixt maßgeblich beeinträchtigt und tun dies auch weiterhin. Die Konsequenz war ein Sparprogramm, das schon jetzt erste Erfolge zeigt. Die gesamte Kostenbasis konnte im zweiten Quartal 2020 um über 200 Mio. EUR – knapp 35 % – verringert werden. Damit zeigt sich die hohe Anpassungsfähigkeit des Geschäftsmodells. Letztlich erzielte Sixt im Geschäftsjahr 2020 immer noch einen Konzernumsatz von 1,53 Mrd. EUR – trotz Reise- und Ausgangsbeschränkung der Corona-Pandemie.
Dennoch ist das Geschäftsmodell von Sixt bei Lockdown-Phasen stark getroffen. Der Autovermieter schloss, vorläufigen Zahlen zufolge, das erste Quartal 2021 mit einem Vorsteuerverlust in Höhe von 14 Mio. EUR. Im Vorjahresquartal lag der Verlust bei 5,1 Mio. EUR. Umgesetzt wurden rund 328 Mio. EUR gegenüber 485,5 Mio. EUR im ersten Quartal 2020. Unter anderem in den USA habe sich gegen Ende des Quartals aber eine positive Entwicklung eingestellt. Den aktuellen Herausforderungen der Branche kann sich Sixt zwar nicht entziehen. Die hohe Innovationskraft und der strategische Weitblick des Managements sind beste Voraussetzungen, dass das Unternehmen als Gewinner aus der Krise hervorgehen kann.
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Führend in Europa mit globaler Perspektive
Als IT-Systemhaus und IT-Händler ist das Unternehmen in der DACH-Region die Nr. 1. Durch Zukäufe wird die Marktführerschaft zudem kontinuierlich ausgebaut. Im Bereich E-Commerce und Handel ist Bechtle mittlerweile längst über das Länderdreieck Deutschland-Österreich-Schweiz hinausgewachsen. Die bisherige Entwicklung von Bechtle zeigt: Eine sehr dynamische Übernahmestrategie ist möglich, auch ohne, dass sich ein Unternehmen dabei übernimmt. Dies führt das Management von Bechtle seit Jahren beeindruckend vor. Während der Corona-Pandemie war Bechtle außerdem in der Lage, seine Nettoschulden fast gänzlich abzubauen. Die aktuell noch ausgewiesenen 9,3 Mio. EUR Nettoschulden machen gerade einmal noch 3 % des operativen Cashflows aus. Auch die Eigenkapitalquote hielt das Unternehmen mit 44,8 % stabil.
Die Wachstumsstrategie bleibt derzeit in erster Linie auf den europäischen Markt fokussiert. Dies ergibt auch absolut Sinn, da die Expansionsmöglichkeiten dort noch mehr als ausreichend sind. Dennoch macht sich Bechtle auch Gedanken über globale Wachstumsperspektiven. Hierzu initiierte das Unternehmen bereits im Jahr 2013 die globale IT-Allianz GITA. Ziel dieserAllianz ist es, Kunden bei internationalen Projekten mit einheitlichen Qualitätsstandards zu unterstützen. Jedes Mitglied bleibt dabei auf seine Region konzentriert, man unterstützt sich aber gegenseitig und betreut global agierende Kunden gemeinsam.
Stabiles Wachstum mit soliden Zahlen
Im Gesamtjahr 2020 schaffte Bechtle ein Umsatzwachstum von 8 %. Der Vorsteuergewinn (EBT) stieg 14 %. Im Zeitraum Januar bis März 2021 stieg der Umsatz um 11,4 %. Beim Vorsteuerergebnis legte der Konzern sogar einen deutlichen Zahn zu. Das EBIT stieg um beeindruckende 19,5 %. Stark finden wir, dass ein Großteil des Wachstums organisch ist, von Bechtle also aus eigener Kraft generiert wird. Das Segment IT-Systemhaus erweist sich weiterhin als das umsatz- und margenstärkste. Der Geschäftsbereich, der für 64 % der Konzernumsätze verantwortlich ist, generiert gleichzeitig auch zwei Drittel der operativen Gewinne (EBIT).
Ausbau der Marktposition durch Kooperationen
Bechtle ist bestrebt, sein Produkt- und Dienstleistungsangebot fortlaufend zu erweitern. In den letzten Monaten schloss Bechtle zwei neue strategische Kooperationen. Eine neue und langfristige Vertriebspartnerschaft mit Dropbox bindet sämtliche cloudbasierten Dropbox-Dienste nun in die Multicloud-Plattform von Bechtle ein. Eine weitere neue Kooperation besteht mit Virtustream, einer Tochtergesellschaft von Dell Technologies. Virtustream unterstützt Firmenkunden weltweit bei der Transformation ihrer IT und der Verlagerung geschäftskritischer Anwendungen in Cloud-Strukturen. Die Zusammenarbeit mit Bechtle umfasst Services für Planung und Migration sowie den Betrieb geschäftskritischer Anwendungen wie etwa SAP.
Auch der Ausbau der Partnerschaft mit Cisco wird Bechtle helfen, seine Expansion voranzutreiben. Die kürzlich erhaltene Masterzertifizierung für die Bereiche Netzwerk und Sicherheit (Network & Security) durch Cisco ist das höchste Qualitätssiegel, das Cisco an seine Partnerunternehmen vergibt. Bechtle verfügt nun über die ganze Auszeichnungs-Palette von Cisco und wurde im Oktober 2020 zudem mit dem Award „Globaler Cisco Enterprise Partner des Jahres“ ausgezeichnet.
Dividenden- und Unternehmensentwicklung im Einklang
Auf den aktuellen Kurs bietet Bechtle eine Dividendenrendite von 0,9 %. Zugegeben, das ist noch nicht der „Burner“. Doch was noch nicht ist, scheint so langsam zu werden. Immerhin wurde jüngst die Dividende um 12,5 % auf nun 1,35 EUR je Aktie angehoben. Es ist schön, dass das Unternehmen seine Aktionäre an dem erneuten Rekordergebnis auf diese Weise teilhaben lässt. Und mit der nun elften jährlichen Dividendensteigerung in ununterbrochener Folge, zeigt der Konzern, dass er auf eine nachhaltige und stetige Dividendenpolitik schon jetzt viel Wert legt. Für einen Wachstumstitel wie Bechtle, der in Sachen Expansion noch am Anfang steht, ist dies eher die Ausnahme.
Dass die Ausschüttungsquote weiterhin zurückhaltend ist, ist nachvollziehbar. Schließlich hat Bechtle in Sachen Wachstum noch viel vor. Dafür ist es wichtig, Kapital im Unternehmen zu behalten. Wir sind überzeugt, dass Bechtle in Zukunft noch großes Potenzial erschließen kann. Viele Kunden, die den Themen Digitalisierung, Virtualisierung, und Home-Office gegenüber bisher verschlossen waren, sind nun offener dafür. Zudem bieten sich dem Geschäftsfeld von Bechtle insgesamt noch gigantische Entfaltungsmöglichkeiten.
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Klimaneutralität im Blick
Vodafone hat auch die Klimaneutralität im Fokus. Ab dem 1. Juli 2021 stellt der Konzern in Europa auf „Grünstrom“ um – einschließlich Mobilfunk- und Festnetz, Rechenzentren, Einzelhandel und Büros. Ab diesem Zeitpunkt bezieht das Unternehmen 100 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen. In Deutschland ist der Wechsel auf Grünstrom bereits im Oktober 2020 erfolgt. Bereits damit ist der CO2-Ausstoß um 92 % oder 245.000 Tonnen gesunken. Der Wechsel auf „Grünstrom“ ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu den Nachhaltigkeitszielen des Konzerns: klimaneutral bis 2030, in Deutschland bereits 2025. Für die gesamte Wertschöpfungskette will die Vodafone Gruppe dieses Ziel bis 2040 erreichen.
Vantage Towers mit überzeugendem Börsenstart
Der Börsengang von Vantage Towers kann absolut als erfolgreich bezeichnet werden. Bereits wenige Monate danach notiert die Aktie des jungen Unternehmens knapp 10 % oberhalb des Ausgabekurses. Und schon eine Woche nach dem IPO wurde Vantage Towers in den SDAX aufgenomme. Die Aufnahme in die Indexfamilie der Deutschen Börse ist trotz des geringen Streubesitzes von lediglich 18,3 % keine große Überraschung. Denn Vantage Towers kommt aktuell immerhin auf eine Marktkapitalisierung von 14 Mrd. EUR. In Zukunft könnte der Handel mit dem Wert durch die Indexaufnahme eher noch zunehmen, da neue Investorengruppen auf die Aktie aufmerksam werden dürften.
Vantage Towers hat sich viel vorgenommen. Das Unternehmen möchte organisch und auch anorganisch wachsen (d. h. durch Akquisitionen) und den stark fragmentierten europäischen Markt für Mobilfunktürme konsolidieren. Als größter Player auf der Szene sind die Voraussetzungen gut, um kleinere Wettbewerber aufzukaufen bzw. den Eintritt in gänzlich neue Regionen zu wagen.
Vodafone ist der zweitgrößte Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen in Deutschlands. Das Unternehmen ist ausgezeichnet positioniert und kann auf eine hohe Innovationsfähigkeit und eine bemerkenswerte Expansionspolitik verweisen. Herausragend ist die außerordentliche Dividendenrendite, die besonders konservativ-orientierte Investoren anspricht. Darüber hinaus wurde vor wenigen Monaten die erfolgversprechende Funkturm-Sparte Vantage Towers aussichtsreich ausgegliedert. Leider hat die Covid-19-Pandemie dem Umsatz und dem Gewinn des Konzerns zugesetzt. Bedeutet das nun für Sie als Privatinvestor bei der Vodafone-Aktie Vorsicht walten zu lassen? Oder können Sie die aktuelle Situation für neue Käufe nutzen? Oder besser noch abwarten? Wichtig ist, in der aktuellen Situation das Richtige zu tun. Und jederzeit schnell zu reagieren. Unsere Datenbank unterstützt Sie bei Sie dabei, auf aktuelle Entwicklungen richtig zu reagieren. Dieses Instrumentenbaukasten hilft Ihnen, Ihre Anlagestrategie immer wieder anzupassen und Ihre Anlageentscheidungen leichter zu fällen. Wir bewerten und analysieren in unserer Datenbank fortlaufend selbst die kurzfristigsten Entwicklungen.
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Veranstaltungen und Ticketverkäufe unter einem Dach
Das Geschäftsmodell von CTS Eventim ist – vor und sicherlich auch nach Corona – schier atemberaubend, was Umsätze und Cashflows angeht. Sie kennen es vielleicht aus eigener Erfahrung oder haben es schon gelesen: Es gibt Veranstaltungen, die sind schon nach nur wenigen Stunden ausverkauft. Als Europas führender Ticketanbieter, über den der Verkauf in den meisten Fällen abgewickelt wird, generiert also auch CTS Eventim binnen kürzester Zeit gigantische Umsätze (die Grenze von 1 Mrd. EUR wurde bereits 2017 erstmalig überschritten). Wie hoch genau der Anteil am Ticketpreis ist, der bei der Eventim-Gruppe hängenbleibt, ist zwar ein vom Unternehmen bis heute wohl gehütetes Geheimnis, ein Anteil von bis zu 10 % ist aber durchaus denkbar.
Neben dem Ticketing verzeichnet das Unternehmen große Umsätze im Eventgeschäft (im Segment Live Entertainment). Hier agiert die Eventim-Gruppe als Veranstalter oder ist als Betreiber von sehr gefragten Eventhallen involviert. CTS Eventim tritt hierbei häufig gar nicht namentlich in Erscheinung. Der nach außen auftretende Veranstalter ist häufig eine Tochtergesellschaft. Seine Marktpräsenz in diesem Geschäft hat sich CTS Eventim nämlich über die Jahre vor allem dadurch aufgebaut, dass man sich andere größere oder auch kleinere Konzertveranstalter einverleibte. Obwohl man damit auch in dieser Hinsicht „hinter den Kulissen“ agiert, wird am Spektakel „auf der Bühne“ kräftig mitverdient. Selbst die Konzertveranstalter, die weiterhin eigenständig sind, kommen nicht mehr am Eventim-Imperium vorbei. Dass der Ticketverkauf über die Portale dieses Dienstleisters angeboten werden muss, versteht sich aufgrund der Marktmacht und dem Bekanntheitsgrad von CTS Eventim sowieso fast von selbst.
Das Angebot auf eventim.de, der deutschen Portalseite, ist heute so gewaltig, dass es für die Endkonsumenten gleichzeitig auch ein perfektes Suchportal ist. Vielleicht haben auch Sie die Absicht einem Freund oder Verwandten Karten für ein Konzert oder eine sonstige Veranstaltung zu schenken, wissen aber gar nicht, „was im Augenblick so läuft“? Beim Stöbern auf eventim.de werden Sie garantiert fündig. Durch den hohen Bekanntheitsgrad und das hohe Vertrauen, das CTS Eventim bei den Konsumenten genießt, sind die Online-Portale der perfekte Vermittler zwischen Veranstalter und Kunde. Aus diesem Grund arbeiten viele Veranstalter sogar exklusiv mit Eventim als Dienstleister.
Nr. 1 in Europa – und bald auch in Übersee?
In Europa ist CTS Eventim der größte Betreiber von Ticketportalen und auch als Konzertveranstalter ist das Unternehmen hier führend. In Deutschland, Österreich und der Schweiz rangiert das Unternehmen in beiden Geschäftssegmenten mit großem Abstand zur Konkurrenz auf Platz 1. Auch in Italien, Spanien und anderen Ländern konnte sich CTS Eventim auf eine führende Marktposition bringen. Weltweit ist das Unternehmen im Event Ticketing auf Platz 2 und im Live Entertainment auf einem sehr guten dritten Platz. Der Ticketverkauf wird dabei sowohl über lokale Verkaufsstellen abgewickelt als auch über Online-Portale. Dabei hat CTS Eventim seine Portale jeweils auf den lokalen Markt abgestimmt oder die vor Ort bereits etablierten Portale aufgekauft.
Hart getroffen, dennoch stabil durch die Krise
Natürlich war auch CTS Eventim als europäischer Entertainment-Gigant im Veranstaltungsbereich maßgeblich von den Auswirkungen der Coronapandemie beeinträchtigt. Der Umsatz brach massiv ein. Es konnten im Jahr 2020 gerade einmal Erlöse in Höhe von 256,8 Mio. EUR erwirtschaftet werden. Im Vorjahr stand an dieser Stelle ein Umsatz von 1,4 Mrd. EUR. Da ist auch der Einbruch des Nettoergebnisses (minus 82,3 Mio. EUR) nicht überraschend. 2019 generierte CTS Eventim ein Plus von 132,9 Mio. EUR.
Dennoch weist das Unternehmen bis heute eine sehr komfortable Nettoliquidität aus. Im letzten Jahr wurde diese zwar abgebaut (damit finanzierte sich CTS Eventim in der Krise), immer noch sind es aber rund 340 Mio. EUR an Nettoliquidität. Im Gegensatz zu Lufthansa musste der Konzern nicht durch milliardenschwere Staatsbeihilfen gerettet werden, sondern konnte sich selbst helfen. Die Schulden sind im Corona-Jahr 2020 nicht etwa gestiegen, sie wurden sogar leicht abgebaut. Möglich war dies nur durch die schlanken Geschäftsstrukturen des Unternehmens. Dadurch konnte CTS Eventim in der Krise viel agiler und kosteneffizienter „runterzufahren“ als es für kapitalintensive Player der Event- und Touristikbranche möglich gewesen wäre.
Sobald sich die Marktsituation wieder normalisiert, trauen wir dem Unternehmen zu, schnell wieder an seine alte Dynamik anknüpfen zu können. Das Geschäft verlief im ersten Quartal 2021 zwar noch sehr holprig. Früher oder später wird es aber anziehen und das Know-how im Ticketing ist sogar auf andere Bereiche ausweitbar. Mit seinem Angebot an die Bundesländer, für diese das Impfterminmanagement abzuwickeln, hat CTS Eventim die Flexibilität seines Geschäftsmodells aufgezeigt. Leider ließen sich nur wenige Bundesländer darauf ein. So manche Panne zu Beginn der Impfkampagne hätte bei einer Zusammenarbeit mit CTS Eventim verhindert werden können.
Zuversichtlich in die Zukunft
Die Menschen waren für einen langen Zeitraum fast jeglicher Zerstreuungsmöglichkeiten beraubt. Egal ob Museum, Bibliothek, Kino, Konzerte, Sportevents – alles war lange Zeit geschlossen, abgesagt oder verschoben. Sobald dies wieder möglich sein wird, werden die Menschen einen Drang nach Freiheit und Abwechslung verspüren und sich auf die wieder zur Verfügung stehenden Unterhaltungsmöglichkeiten stürzen. Es kann dadurch sogar ein regelrechter „Run“ entstehen. Veranstaltungen, die CTS Eventim dann wieder anbietet, werden binnen kürzester Zeit ausverkauft sein.
Im Moment kommt es mehr denn je darauf an, auf Unternehmen zu setzen, die langfristig gute Perspektiven haben. Damit meinen wir nicht nur Wachstum. Die Aktie steht jedenfalls mittlerweile bereits wieder mehr oder weniger auf dem Vorkrisen-Niveau. Auch die Anleger scheinen also bester Hoffnung auf ein baldiges „back to normal“ zu sein.
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Das neue Tochterunternehmen bündelt sämtliche Aktivitäten und Angebote, die auf die Medizintechnik-Branche abzielen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein wurde 2020 erreicht. Bertrandt Medical erreichte 2020 als weiteren wichtigen Meilenstein die vollumfängliche Zertifizierung nach ISO 13485. Für potenzielle Kunden ist dies extrem bedeutend, weil sie nur so regulatorische Anforderungen in punkto Sicherheit erfüllen können.
Bertrandt legt den Fokus im Kerngeschäftsfeld, Engineering für die Automobilindustrie, auf ein neues Erfolgsrezept: DAVE. DAVE ist ein Akronym aus den Begriffen Digitisation, Autonomous Driving, Vehicle Connectivity und Electric Mobility. Zu Deutsch: Digitalisierung, Autonomes Fahren, Konnektivität und E-Mobilität. Diese Bereiche werden nicht nur mit hauseigenen Investitionen vorangebracht. Das Unternehmen setzt auch auf strategische Kooperationen. So ging Bertrandt eine Zusammenarbeit dem Systementwickler Bozzio ein. Bozzio ist auf dem Gebiet von Drive-Wire-Systemen einer der führenden Anbieter sowohl in Europa als auch auf dem US-Markt.
Auch Bertrandt geht es um die Frage, welche Antriebstechnologie sich durchsetzen wird. Der strombetriebene Elektromotor oder Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technik? Das ist noch keineswegs entschieden. Möglicherweise werden beide auch nebeneinander existieren – so wie heute noch Benziner und Diesel. Bertrandt bietet daher Lösungen für beide Technologien. Nur wenige Unternehmen im Automobilbereich haben sich bislang für die strengen Sicherheitsbestimmungen qualifiziert – Bertrandt ist eines davon.
Geschäftszahlen erholen sich wieder
Wie erwartet wurden auch die Zahlen von Bertrandt durch Corona in Mitleidenschaft gezogen. Mit der Veröffentlichung der Daten für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 Ende Mai deutet sich aber bereits wieder eine Verbesserung an. In diesem Zeitraum belief sich die Gesamtleistung auf 416 Mio. EUR (Vorjahr 508 Mio. EUR). Nach 202 Mio. EUR im ersten Quartal konnte die Gesamtleistung im zweiten Quartal um 6,6 % auf 215 Mio. EUR gesteigert werden. Das EBIT lag bei 11 Mio. EUR nach rund 21 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einer Marge von 2,7 % (Vorjahr 4,2 %). Die Investitionen beliefen sich auf ca. 22 Mio. EUR (Vorjahr rund 27 Mio. EUR).
Wie geht es weiter?
Bertrandt zählt zu den Musterschülern der heimischen Industrie und steht für deutsche Ingenieurskunst. Das Unternehmen zeichnet sich aus durch eine breite Angebotspalette. Immer wieder angefacht, durch mutige Innovationen. Weiterer Pluspunkt: Die Firmenpolitik setzt auf ein breiteres Sortiment, mit dem immer wieder neue Kundenkreise angesprochen werden können.
Wie aber geht es am Ende oder nach der Pandemie weiter mit dem Bertrandt-Kurs. Was sollen Sie als Privatinvestor in der aktuellen Situation machen? War der Kursanstieg der zurückliegenden Monate vielleicht schon zu viel? Oder ist das Nachholpotenzial noch lange nicht ausgeschöpft?
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Starke Marke mit großen Plänen
Zalando hat sich zum Ziel gesetzt, in Sachen Mode der bedeutendste Player in ganz Europa zu werden. Wir finden es gut, dass das Unternehmen von einer globalen Expansion erst einmal absieht. In Europa ist das Potenzial schließlich noch groß genug. Langfristig will Zalando dort einen Marktanteil von 10 % erreichen. Ausgehend vom jetzigen Marktanteil wäre das eine Verdreifachung. Unrealistisch ist dies aber nicht.
Zwei Aspekte sprechen dafür, dass Zalando das schaffen kann: Erstens verfügt das Unternehmen über eine starke Marke und zweitens kann die neue Plattformstrategie dabei helfen. Zalando öffnet seinen Shop mittlerweile nämlich auch für Drittanbieter. Und genau dieses Partnerprogramm erfuhr während der Corona-Krise einen gehörigen Schub. Viele neue Geschäftspartner haben sich der Plattform angeschlossen.
Partnerprogramm mit Eigendynamik
Es liegt auf der Hand: Je mehr Käufer sich auf der Seite von Zalando tummeln, desto wichtiger ist es, dort vertreten zu sein. Gerade für kleinere Geschäfte eröffnet dies neue Potenziale. Mithilfe von Zalando können sie ihre Reichweite und ihren Kundenkreis erweitern. Bieten sie ihre Waren dort an, werden diese auch von Kunden gekauft, die den eigenen Online-Shop womöglich nie gefunden hätten. Zudem erweitert Zalando sein Geschäftsmodell gerade recht clever: Neben dem reinen Plattform-Dienst, für den das Unternehmen sich eine Gebühr einstreicht, bietet Zalando seinen Partnern seit neuestem auch Dienstleistungen aus den Bereichen Marketing und Fulfillment an.
Auch Zalando-Kunden profitieren von der Ausweitung des Partnerprogramms. Mit so manchem Hersteller will Zalando nämlich Exklusivrechte vereinbaren. Die neueste Kollektion oder Limited Edition eines Sportschuhherstellers oder bestimmten Mode-Labels könnte es damit demnächst im Pre-Sale exklusiv bei Zalando geben.
Spezielles Filialkonzept: Outlet-Stores in Toplagen
Die Eröffnung von Präsenz-Filialen ist mittlerweile fester Bestandteil des Zalando-Konzepts. Dabei geht das Unternehmen einen außergewöhnlichen Weg: Statt normale Läden mit einem ausgewählten Standard-Sortiment zu eröffnen, setzt Zalando auf Outlets in exklusiver Top-Lage.
Insgesamt hat Zalando mittlerweile 12 solcher Outlet-Stores in fast allen wichtigen deutschen Innenstädten – zum Beispiel auf der Düsseldorfer Kö. Exklusiver und präsenter geht kaum. Düsseldorf ist zwar nicht Paris oder Mailand, aber immerhin die Mode-Hauptstadt Deutschlands. Und Die Kö ist dort die Einkaufs- und Flaniermeile schlechthin. Der Standort ist ein klares Statement, wie stark die Marke Zalando mittlerweile ist.
Mit seinem Konzept schlägt das Unternehmen zudem gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zum einen erreicht Zalando damit auch Kunden, die auch heute noch lieber auf die „altmodische“ Art einkaufen gehen. Gleichzeitig lockt das Unternehmen preissensible Konsumenten, die auf Schnäppchen aus sind. Die Outlets sind somit auch eine gute Möglichkeit, „Online-Ladenhüter“ auf diese Weise loszuwerden.
Gut aufgestellt für die Zukunft
Aktuell weist Zalando eine EBIT-Marge von 6,4 % auf. Für einen Modehändler ist dies ein guter Wert. In den letzten Jahren konnte der Konzern seine Marge bereits gut ausbauen. Es wäre Zalando zuzutrauen, dass hier in den nächsten Jahren noch ein bisschen mehr geht. Alles in allem scheint Zalando für die Zukunft gut gerüstet. Das Geschäftsmodell trifft jedenfalls den Zahn der Zeit und passt in die „neue digitale Welt“.
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Schwacher Umsatz im 1. Quartal 2021 – guter Ausblick
Der Umsatz von Danone sank im 1. Quartal 2021 um 9,4 % auf knapp 5,7 Mrd. EUR. Nach Unternehmensangaben lag der vergleichbare Rückgang ohne Währungseffekte bei 3,3 %. In einem von Danone selbst zusammengestellten Konsens hatten Analysten durchschnittlich mit Erlösen von rund 5,6 Mrd. EUR gerechnet. Durch die Pandemie kam es zeitweise zu Unterbrechungen der Vertriebswege. Davon war vor allem und ausgerechnet das lukrative Geschäft mit Babynahrung betroffen.
Für den weiteren Jahresverlauf ist der Konzern aber positiver Dinge. Im 2. Quartal will Danone zu einem Umsatzwachstum zurückkehren und dies soll sich im 2. Halbjahr fortsetzen.
Anlegerfreundliche Dividendenpolitik
Danone hat seit 1995 jedes Jahr eine Dividende an seine Aktionäre gezahlt. Es gab seither nie eine Unterbrechung. Und wann immer möglich wurde der Ausschüttungsbetrag je Aktie angehoben. Dies war in den letzten 18 Jahren mit einer einzigen Ausnahme (2014 blieb die Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr unverändert) jedes Jahr der Fall. Auf Sicht von zehn Jahren liegt die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate bei 12,7 %. In den letzten fünf Jahren wurde die Ausschüttungssumme je Aktie immerhin um durchschnittlich 7 % p. a. angehoben.
Gekürzt hat Danone seine Dividende in der Vergangenheit noch nie. Dass es dieses Jahr erstmals dazu kam, ist einzig und alleine dem Ergebniseinbruch durch die Pandemie geschuldet. Während es 2020 2,10 EUR je Anteilsschein gab, waren es in diesem Jahr nur 1,94 EUR (Ausschüttung im Mai 2021). Wir sind aber überzeugt, dass Danone nach der Pandemie wieder zu seinem bisherigen Dividendenkurs zurückkehren wird. An der anlegerfreundlichen Ausschüttungspolitik sollte sich jedenfalls in den kommenden Jahren nichts ändern.
Danone ist einer der führenden Lebensmittel- und Getränkehersteller weltweit. Joghurt oder Mineralwasser des Konzerns hatten auch Sie wahrscheinlich schon einmal in Ihrer Einkaufstasche. Die Danone-Marken kennt zumindest in Europa fast jedes Kind. Denn die Gesellschaft ist in zahlreichen Produktgruppen Marktführer. Nachteil: Starkes Wachstum ist wohl kaum noch möglich. Dafür bietet das Unternehmen andere Vorteile: Kontinuität und Solidität. Als Dividendentitel macht Danone auch jetzt eine gute Figur. Die aktuelle Dividendenrendite auf den jetzigen Kurs beträgt 3,3 %.
Was ist die Aktie wert?
Die Corona-Pandemie hat natürlich auch Danone zugesetzt. Wie ist das zu bewerten? Was bedeutet die jüngste Dividendenkürzung? Und wie sollen Sie sich als Privatinvestor in der aktuellen Situation verhalten? Diese und ähnliche Fragen müssen Sie sich bei Ihrer Investmentstrategie immer und bei jedem Titel stellen.
Mit unserem wöchentlichen Kapitalanlagebrief “Der Privatinvestor” und unserer Datenbank können wir Sie dabei unterstützen. Wir beobachten eine Vielzahl von Aktien fortlaufend und ermitteln regelmäßig den Inneren Wert sowie Einstiegs- und Verkaufsschwellen. Probieren Sie unseren Brief gerne einmal aus.
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Nachholbedarf und Potenzial durch Industrie 4.0
Hermle hat nun, da sich ein vorläufiges Ende der Pandemie abzeichnet, enorme Chancen und ein großes Entfaltungspotenzial. Besonders während der verschiedenen Lockdownphasen wurden sich zahlreiche Unternehmen ihres Nachholbedarfs in Sachen Automatisierung, Digitalisierung und Robotik bewusst.
Wer den Anschluss nicht verpassen will, kann diesbezügliche Investitionen nicht auf ewig hinausschieben. Für Firmen, die gerade jetzt investieren, kann dies sogar ein entscheidender Vorteil bedeuten. Sie könnten sich auf die Weise einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Klarer Hinweis darauf: Jetzt, da die Zeichen wieder auf konjunkturelle Erholung stehen, ziehen die Aufträge bei Hermle wieder an. Vielleicht wird sogar ein langanhaltender Run daraus. Für Hermle hat „Industrie 4.0“ bereits begonnen.
Finanzstark
Hermle weist eine Eigenkapitalquote von rund 79 % auf. Auch an anderer Stelle wird die Finanzstärke des Unternehmens deutlich. Noch immer verfügt Hermle über eine Nettoliquidität in Höhe von 130 Mio. EUR – und das bei einer Bilanzsumme von etwa 297 Mio. EUR. Mit einem solchen Puffer kommt Hermle gut durch Krisen. Im letzten Jahr hat Hermle dies eindeutig bewiesen.
Hermle ist geradezu ein Paradebeispiel für das alte Markenzeichen „Made in Germany“. Zuverlässigkeit und Präzision waren einstmals Attribute für die Technik deutscher Industrieprodukte. Darauf beruhte das sogenannte Wirtschaftswunder in den ersten Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg. Hermle zeichnet sich aber auch durch eine solides Finanzmanagement und durch kurze Entscheidungswege aus, wie sie nur in familiengeführten Gesellschaften beobachtet werden können.
Aber wie sollen Sie sich als Privatinvestor in der aktuellen Situation verhalten? Ist die Hermle-Aktie im Moment ein Kauf? Oder sollten Sie derzeit lieber noch vorsichtig sein und die Lage beobachten? Könnte irgendetwas die Erholung bremsen? Eine detaillierte Bewertung finden Sie in unserer Privatinvestor-Datenbank.
Auf gute Investments!
Prof. Dr. Max Otte
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Genauso gut lässt sich für die Kursreaktion zu Coca-Cola, die es am 14. Juni gab noch eine ganz andere plausible Erklärung finden – die absolut nichts mit Ronaldos persönlicher Abneigung gegenüber der braunen Limonade zu tun hat. Am 14.06. war auch der Ex-Dividenden-Tag für die nächste Quartalsdividende, die Coca-Cola bald auszahlen wird. Es ist absolut nichts ungewöhnliches, dass eine Aktie am Ex-Dividenden-Tag leicht nachgibt, schließlich sind Anleger, die die Aktie am oder nach besagtem Stichtag erwerben, von der nächsten Dividendentranche ausgeschlossen. Dieser Ihnen entgehenden Einnahmen mindern den Wert, den die Aktie für sie in diesem Moment hat. Für diesen Minderwert verlangen sie folglich einen Preisnachlass.
Tatsächlich halten wir dies für den viel wahrscheinlicheren Auslöser der Kursreaktion. Doch was auch immer es war, eine Kurskorrektur von 2 % interessiert uns als Langfristinvestoren bei einer Aktie so oder so nicht. Im Intraday-Chart mag dies dramatisch aussehen – aber solche kurzfristigen Betrachtungszeiträume interessieren uns ebenfalls nicht.
Auf die langfristigen Perspektiven, die sich Coca-Cola als einer der größten Softgetränkehersteller der Welt bieten können, sind wir in einem anderen Blog-Beitrag vor kurzem eingegangen. Coca-Cola ist schon lange weit mehr als nur braune Zuckerbrause. Das Markenportfolio umfasst längst auch etliche globale Mineralwassermarken, Tees, Kaffee und selbst Milchgetränke. Auf der Wasserflasche, die Ronaldo während der Pressekonferenz demonstrativ hochhielt, war keine Marke zu erkennen. Eine Wassermarke aus dem Coca-Cola-Universum ist jedoch unter anderem Vio. Und diese Wassermarke haben wir bei anderen EM-Pressekonferenzen schon diverse Male im Bild gesehen…Unter anderem als Jogi Löw das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich kommentierte.
Wenn Sie langfristig an der Börse erfolgreich sein wollen, können wir auch Ihnen generell folgende Ratschläge geben:
- Lassen Sie sich nicht von Emotionen leiten
- Lassen Sie sich von kurzfristigen Kursentwicklungen nicht verunsichern
- Behalten Sie die langfristigen Perspektiven des Unternehmens im Auge
Je mehr emotions- und impulsgetrieben die Mehrheit der Anleger reagieren, desto wichtiger ist es, selbst an Börse einen kühlen Kopf zu bewahren.
In unserem Kapitalanlagebrief “Der Privatinvestor” haben wir Coca-Cola einem intensiven Bewertungscheck unterzogen. Wir haben den fairen Wert der Aktie sowie geeignete Kauf- und Verkaufsschwellen ermittelt. Coca-Cola ist nur eines von rund 70 Unternehmen, die wir auf diese Weise fortlaufend beobachten und regelmäßig bewerten.
Testen Sie kostenlos unseren Börsenbrief für wertbasierte Aktien-Investments und einen langfristigen Vermögensaufbau. Durch unsere systematische und auf Langfristigkeit und Kontinuität ausgerichtete Anlagestrategie realisieren wir stabile Renditen zu angemessenen Chance-Risiko-Profilen. Unseren Ansatz der wertorientierten Kapitalanlage (Value-Investing) machen wir Ihnen mit unseren wöchentlichen Analysen inklusive Aktien-Datenbank und Musterdepots zugänglich.
Auf gute Investments!
Ihre Kerstin Franzisi
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Die Gig Economy: Treiber der neuen Arbeitswelt
Eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY aus dem Jahr 2018 zeigt, dass der Markt für kurzfristige Dienstleistungen – sogenannte „Gigs“ – stetig wächst. Der englische Begriff „Gig“ stammt ursprünglich aus der Musikszene. Dort ist ein „Gig“ ein (Kurz)auftritt. Mittlerweile hat sich die Vokabel auf die gesamte Freiberuflerszene ausgeweitet. Inzwischen hat sich der Trend, vor allem IT-Projekte durch externe Dritte erbringen zu lassen, ausgebreitet. Immer mehr Unternehmen schätzen diese Möglichkeit der Flexibilität. Neben schlanken Personalstrukturen gibt es nämlich einen vielleicht noch schlagkräftigeren Grund, um mit Freelancern zu arbeiten: Je nach Projekt können sich Unternehmen auf diese Weise genau die Spezialisten suchen, die sie gerade benötigen.
Die digitale Welt ist mittlerweile derart facettenreich und komplex, dass es für jeden Bereich Experten gibt und auch braucht. Ein Generalist, der eben von allem ein bisschen, aber nichts bis ins letzte Detail beherrscht, könnte den Qualitätsansprüchen der Unternehmen nicht gerecht werden. Auf der anderen Seite wird hochgradig spezifisches Expertenwissen häufig nur temporär benötigt. Auch dies fördert das „Gig“-Denken und die Freiberuflerszene, gerade im IT-Bereich. In den USA gab es 2014 immerhin schon 53 Millionen Menschen, die so als Freelancer ihren Lebensunterhalt verdienten. Sechs Jahre später waren es bereits über 57 Millionen.
Skalierbares Geschäftsmodell mit großer Beschleunigung
Die Kunden von Fiverr sind im Grunde beide Seiten: Unternehmen und Freelancer. Die Firmen, die Projekte ausschreiben sind quasi die „Käufer“. Von ihren gezahlten Honoraren streicht Fiverr eine Provision ein. Die Freelancer auf der anderen Seite sind die „Verkäufer“ ihrer Dienstleistungen. Sie „überlassen“ Fiverr sozusagen einen Teil ihres Honorars, nämlich die vorher abgezogene Provision. Je mehr Projekte über das Portal abgewickelt werden und je zufriedener „Käufer“ und „Verkäufer“ sind, desto mehr Vertreter beider Seiten werden sich auf Fiverr tummeln. Und desto mehr Projekte werden über die Plattform abgewickelt werden.
Für Fiverr bedeutet dies stetig steigende Einnahmen und neue Möglichkeiten, den Service für seine Kunden zu erweitern. Ähnlich wie bei Amazon können „Käufer“ auch Bewertungen für die „Verkäufer“ abgeben. Gute Bewertungen führen dazu, dass die Freelancer auf der Plattform einen höheren Status erreichen. Dies hilft ihnen, weitere Aufträge an Land zu ziehen. Den Firmen hilft es wiederum, den Richtigen für das Projekt zu finden.
Das Amazon für den Dienstleistungssektor
Fiverr ist einer der klaren Gewinner der zunehmenden Digitalisierung. Die Plattform könnte eine ähnlich erfolgreiche Dymamik annehmen, wie das Geschäftsmodell von Amazon. Fiverr agiert als Plattform und Vermittler – ganz ähnlich wie Amazon auf seinem „Marketplace“. Fiverr selbst kommunizierte als Vision ganz offen, das „Amazon für Arbeitswelt“ werden zu wollen.
An der Börse ist das Unternehmen aus Tel Aviv erst seit Sommer 2019. Das Geschäftsmodell halten wir trotz der noch frühen Phase für interessant: 1. Das Wachstumspotenzial ist groß. 2. Das Geschäftsmodell ist aufgrund der schlanken Kostenstruktur extrem gut skalierbar. Dies hat auch „Mr. Market“ schon erkannt. Die Aktie hat in den letzten zwölf Monaten eine extreme Aufwärtsentwicklung gemacht: Von knapp unter 64 USD stieg Fiverr Mitte Februar dieses Jahres auf über 323 USD. Nach kurzem Dip unter die 200er Marke Anfang März bewegt sich die Aktie derzeit bereits wieder bei über 205 USD.
Gleichzeitig gibt es für das Unternehmen noch Herausforderungen zu meistern. Noch ist der Break Even nicht geschafft. Das hat auch einen Grund: Hohe Ausgaben für Marketing verhindern derzeit noch den bilanziellen Eintritt des Unternehmens in die Gewinnzone. Bei weiter steigender Nachfrage dürfte dies aber nur eine Frage der Zeit sein. Der Cashflow immerhin ist mittlerweile positiv.
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Durch unsere systematische und auf Langfristigkeit und Kontinuität ausgerichtete Anlagestrategie spüren wir Qualitätsaktien mit angemessenem Chance-Risiko-Profil auf.
Der Testbezug umfasst 4 Ausgaben unseres Kapitalanlagebriefs Der Privatinvestor und ist ab dem Zeitpunkt der Anmeldung vier Wochen lang gültig. Sie gehen damit keine Verpflichtungen ein. Eine Notwendigkeit einer Kündigung besteht somit nicht.
Auf gute Investments!
Prof. Dr. Max Otte
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Der Hintergrund: das Unternehmen verzeichnete solide Ergebnisse für das erste Quartal. Damit konnte Trupanion einen Teil der seit Anfang 2021 erlittenen Verluste ausgleichen. Trupanion steigerte den Umsatz in den USA und Kanada im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 % auf 154,7 Mio. USD. Optimistisch stimmt auch die langfristige Umsatzentwicklung.
Starke Marktposition
Nach eigenen Angaben ist Trupanion der führende Tierversicherer in den USA. Konkrete Angaben zu Marktanteilen macht das Unternehmen allerdings nicht. Wir haben den Marktanteil jedoch annäherungsweise bestimmt.
Laut einer Studie der American Veterinary Medical Association (AVMA) hielten die US-Amerikaner 2017 bis 2018 etwa 76,8 Mio. Hunde und 58,4 Mio. Katzen. Insgesamt also rund 135 Mio. Haustiere. Die AVMA schätzt zudem, dass derzeit rund 1 % davon in den Genuss einer Versicherung kommen. Nach Adam Riese ergibt 1 % von 135 Mio. 1,35 Mio. Haustiere und somit auch 1,35 Mio. Versicherungspolicen.
Bei Trupanion waren im Jahr 2020 577.957 Hunde und Katzen krankenversichert. In Relation zur Gesamtzahl an Policen errechnen wir daraus einen Marktanteil von rund 43 %. Obwohl diese Berechnung nur eine grobe Schätzung sein kann, verdeutlicht dies dennoch die herausragende Marktposition von Trupanion.
Ernormes Potenzial
Nur 1 % der Amerikaner versichern ihr Haustier gegen Gebrechen. Da ist noch sehr viel Luft nach oben. Der Branche bietet dies noch enormes Potenzial. Natürlich kann und wird nicht jeder Hunde- oder Katzenbesitzer eine Police für seinen „besten Freund“ abschließen. Aber selbst wenn sich nur ein Bruchteil der noch Nicht-Versicherten dafür entscheidet, kann dies einen gewaltigen Wachstumsschub für Trupanion bedeuten.
Zudem scheint sich Trupanion tatsächlich schon für andere Märkte zu öffnen. Hinweis darauf: Der Versicherer schloss Ende Oktober 2020 eine Vertriebskooperation mit Aflac. Da Aflac nicht nur in den USA, sondern auch in Japan als Versicherungsmakler aktiv ist, könnte dies die Tür für erste Geschäfte außerhalb des Heimatmarktes öffnen.
Hervorragendes Image dank einer „No-Limit“-Strategie
In anderen Ländern, beispielsweise Großbritannien, ist der Prozentsatz der krankenversicherten Haustiere bereits um ein Vielfaches höher als in den USA. Haben Amerikaner ihre Haustiere weniger lieb als Europäer und kann des Geschäftsmodell deshalb in den USA gar nicht funktionieren? Auf keinen Fall. Die Unterversorgung mit Tierviersicherungen rührt von ganz anderer Seite her. Das Leistungsangebot der meisten Versicherer deckt sich nicht mit den Erwartungen der Tierhalter. Es gab und gibt in den Policen vieler Anbieter so viele Ausnahmen, die von einer Kostenübernahme entbinden, dass ein Vertragsabschluss für Tierbesitzer sprichwörtlich „für die Katz´“ wäre.
Trupanion ist die große Ausnahme. Das Unternehmen garantiert, 90 % der Behandlungskosten zu übernehmen – und das ohne Kostenlimit. Auch werden den Tierärzten keine Vorschriften oder Einschränkungen bezüglich Behandlungsmethode gemacht. Trupanion genießt daher im Vergleich zu seinen Wettbewerbern einen ganz hervorragenden Ruf. Bei allmählich anziehender Nachfrage nach Tierversicherungen wird Trupanion für viele Tierhalter sehr wahrscheinlich die erste Wahl sein.
Wir fassen zusammen: Trupanion ist der größte Anbieter von Haustier-Krankenversicherungen in Nordamerika. Das Unternehmen punktet zudem durch sein exzellentes Image. Der Wachstumsstrategie der Gesellschaft, in der Weiterempfehlung eine ganz wichtige Säule ist, steht damit nichts im Wege.
Doch ist die Trupanion-Aktie zum aktuellen Zeitpunkt ein klarer Kauf? Oder sollten Sie lieber abwarten, ob sich das Wachstumstempo fortsetzt? Unsere Datenbank liefert Ihnen Antworten auf diese Fragen. In unserer Toolbox analysieren wir aktuelle Entwicklungen und stellen Ihnen unsere Ergebnisse zur Verfügung. Damit aktualisieren und verfeinern Sie Ihre persönliche Anlagestrategie.
Auf gute Investments!
Prof. Dr. Max Otte