Zugegeben, es gibt spannendere Branchen, dafür bieten Produkte des täglichen Bedarfs wie Milchprodukte und Babynahrung etwas anderes: das Geschäft ist krisensicher. Ob Pandemie oder nicht, Joghurt und Trinkwasser können Sie nicht so einfach vom Einkaufszettel streichen wie den Kurzurlaub an die Riviera oder nach Mallorca. Zudem liefern Aktientitel wie Danone zuverlässig Spitzen-Dividenden.

Breites Angebot und starke Marken

Der Danone-Konzern ist in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt: Danone Essential Dairy & PlantBased, Danone Waters und Nutricia Milupa (Specialized Nutrition). Insgesamt ist das Markenportfolio sehr breit gestreut. Neben den Danone-Fruchtjoghurts und Quarkzubereitungen, die unter dem eigenen Namen vermarktet werden, gehören auch Marken wie Activia und Actimel dazu. Eine weitere Marke des Konzerns dürfte vielen von Ihnen noch aus der eigenen Kindheit in Erinnerung sein: Fruchtzwerge.

Auch Silk und Alpro gehören zu Danone. Beide Marken bieten eine breite Palette an pflanzenbasierten Alternativen zu konventionellen Molkereierzeugnissen. Damit trifft Danone nicht nur den Geschmack von Veganern. Es gibt immer mehr Konsumenten, die zwar nicht vollständig auf Milchprodukte verzichten wollen, den Verzehr aber reduzieren möchten. Mit Alpro hat der französische Konzern schon sehr früh auf Milchersatzprodukte gesetzt. Die Marke feierte 2020 ihren 40. Geburtstag. Danone war mit dieser Idee wesentlich früher am Markt als andere. Die marktführende Stellung, die sich der Konzern dadurch sicherte, besteht bis heute.

Das Geschäftssegment Danone Waters macht etwa 18 % des Umsatzes aus. Hier lauten die bekanntesten Marken Evian und Volvic. Das Segment musste während der Corona-Pandemie die größten Umsatzverluste einstecken und stand deshalb auch bei so manchen aktivistischen Aktionär in der Missgunst. Für den Absatzrückgang konnte Danone aber nichts. Wegen der Covid-19-Beschränkungen sanken die Verkäufe bei öffentlichen Veranstaltungen und in Restaurants drastisch.

Der Bereich Specialized Nutrition umfasst vor allem Säuglings- und Kleinkindernahrung aber auch gesundheitsfördernde Nahrungsergänzungsmittel für Erwachsene. Mit diesem Segment erwirtschaftet Danone knapp ein Drittel des Konzernumsatzes. Die Margen sind hier mit Abstand am höchsten. Die EBIT-Marge beispielsweise liegt dort bei über 25 %. Sie ist damit mehr als doppelt so hoch wie in den anderen beiden Bereichen. Auch die Marktposition ist hervorragend. Bei Säuglingsnahrung belegt Danone nach eigenen Angaben weltweit Platz 2. China ist dabei der wichtigste Absatzmarkt.

Schwacher Umsatz im 1. Quartal 2021 – guter Ausblick

Der Umsatz von Danone sank im 1. Quartal 2021 um 9,4 % auf knapp 5,7 Mrd. EUR. Nach Unternehmensangaben lag der vergleichbare Rückgang ohne Währungseffekte bei 3,3 %. In einem von Danone selbst zusammengestellten Konsens hatten Analysten durchschnittlich mit Erlösen von rund 5,6 Mrd. EUR gerechnet. Durch die Pandemie kam es zeitweise zu Unterbrechungen der Vertriebswege. Davon war vor allem und ausgerechnet das lukrative Geschäft mit Babynahrung betroffen.

Für den weiteren Jahresverlauf ist der Konzern aber positiver Dinge. Im 2. Quartal will Danone zu einem Umsatzwachstum zurückkehren und dies soll sich im 2. Halbjahr fortsetzen.

Anlegerfreundliche Dividendenpolitik

Danone hat seit 1995 jedes Jahr eine Dividende an seine Aktionäre gezahlt. Es gab seither nie eine Unterbrechung. Und wann immer möglich wurde der Ausschüttungsbetrag je Aktie angehoben. Dies war in den letzten 18 Jahren mit einer einzigen Ausnahme (2014 blieb die Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr unverändert) jedes Jahr der Fall. Auf Sicht von zehn Jahren liegt die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate bei 12,7 %. In den letzten fünf Jahren wurde die Ausschüttungssumme je Aktie immerhin um durchschnittlich 7 % p. a. angehoben.

Gekürzt hat Danone seine Dividende in der Vergangenheit noch nie. Dass es dieses Jahr erstmals dazu kam, ist einzig und alleine dem Ergebniseinbruch durch die Pandemie geschuldet. Während es 2020 2,10 EUR je Anteilsschein gab, waren es in diesem Jahr nur 1,94 EUR (Ausschüttung im Mai 2021). Wir sind aber überzeugt, dass Danone nach der Pandemie wieder zu seinem bisherigen Dividendenkurs zurückkehren wird. An der anlegerfreundlichen Ausschüttungspolitik sollte sich jedenfalls in den kommenden Jahren nichts ändern.

Danone ist einer der führenden Lebensmittel- und Getränkehersteller weltweit. Joghurt oder Mineralwasser des Konzerns hatten auch Sie wahrscheinlich schon einmal in Ihrer Einkaufstasche. Die Danone-Marken kennt zumindest in Europa fast jedes Kind. Denn die Gesellschaft ist in zahlreichen Produktgruppen Marktführer. Nachteil: Starkes Wachstum ist wohl kaum noch möglich. Dafür bietet das Unternehmen andere Vorteile: Kontinuität und Solidität. Als Dividendentitel macht Danone auch jetzt eine gute Figur. Die aktuelle Dividendenrendite auf den jetzigen Kurs beträgt 3,3 %.

 Was ist die Aktie wert?

Die Corona-Pandemie hat natürlich auch Danone zugesetzt. Wie ist das zu bewerten? Was bedeutet die jüngste Dividendenkürzung? Und wie sollen Sie sich als Privatinvestor in der aktuellen Situation verhalten? Diese und ähnliche Fragen müssen Sie sich bei Ihrer Investmentstrategie immer und bei jedem Titel stellen.

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