Neuemissionen an der Börse sind aufregend! Große Erwartungen, viel mediales Tamtam und die getriebene Aussicht auf rapide Erfolgsgeschichten begleiten viele Neueinsteiger – wofür diese im Vorfeld ja nicht selten selbst sorgsam Verantwortung tragen. Nehmen wir als Beispiel den Börsengang von Airbnb im Dezember letzten Jahres: Die Aktie des Online-Zimmervermittlers gewann dabei in kürzester Zeit um über 100 Prozent. Der börsennotierte Unternehmenswert kletterte damit bis auf fast 102 Milliarden USD. Das entspricht mehr als dem Wert der Wettbewerber Marriott und Expedia zusammen! Ob dieser explosionsartige Ausbruch nach oben auch nur annähernd einem substanziell stabilen inneren Unternehmenswert entspricht, darf zumindest angezweifelt werden. Zumal dem Geschäftsmodell von Airbnb pandemiebedingt erhebliche Hindernisse und Restriktionen ins Haus stehen dürften. Die zukünftigen Kursentwicklungen werden in jedem Fall spannend zu beobachten sein.

Vantage Towers: größter Börsengang 2021?

Ein anderer junger und spektakulärer Neuemittent ist die Vodafone-Tochter Vantage Towers. Mit der Auslagerung hat Vodafone das ertragsstabile Geschäftsmodell des Betriebs seiner 82.000 Funkmaststandorte in zehn Ländern am 18. März 2021 mit Hauptsitz in Deutschland an die Börse gebracht – und damit aus dem Stand einen Brutto-Erlös von rund 2,3 Milliarden EUR eingestrichen. Der Börsenwert von Vantage Towers beläuft sich damit auf über 12 Milliarden EUR, was die Aufnahme in den M-Dax noch in diesem Jahr ermöglichen sollte. Dennoch hat sich der Kurs hier seit Auflage kaum entwickelt. Im Gegenteil, er ist sogar leicht abgefallen und laviert derzeit um die Marke von 24 EUR. Angesichts des gut bilanzierten Mutterkonzerns und der vielversprechenden Marktprognosen für Funkturmbetreiber und ihrer Rolle im 5G-Netzausbau verwundert der „zahme“ Börsengang von Vantage Towers regelrecht. Vor allem im Vergleich mit extremeren Beispielen für die teils irrationalen Börsenkurse bei Neuemissionen – mehr als augenscheinlich beim weiter oben beschriebenen Initial Public Offering (IPO) von Airbnb.

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Value-Investing statt IPO-Hysterie

Eine hohe Anzahl von Börsengängen in kurzer Zeit bedeuten für Anleger vor allem eins: Bedarf an erhöhter Aufmerksamkeit. Spekulationsblasen und eine generelle Überhitzung des Marktes sind stets die potenzielle Kehrseite der Medaille. Denn letztlich sprechen wir bei den Neuemissionen über Unternehmen und Geschäftsmodelle ohne börsentechnische Historie. Das heißt: Wir können hier keine Kursentwicklungen, Chartanalysen und sonstigen Indikatoren zur Bewertung heranziehen. Schon allein aus diesem Grund unterliegen Investitionen in IPOs größeren Risiken als dies in transparenteren Bewertungsbedingungen bereits länger im Börsengeschehen aktiver Value-Unternehmen der Fall ist. Schlussendlich bezeichnen Börsengänge immer eine Situation, in der Unternehmen das Ziel verfolgen, möglichst vorteilhaft Kapital einzusammeln. In der Regel geschieht das in bewegten Marktphasen, in denen Aktien teuer sind und die Investitionsstimmung aufgekratzt ist. In einer derartigen Umgebung können Anleger viel verlieren, denn rein statistisch macht die Mehrheit der Börsengänge Verluste.

Nachhaltige Value-Analyse für langfristig wert- und ertragsstabile Investmentstrategien

Im Falle von Vantage Towers hält der Mutterkonzern Vodafone nach Börsengang immer noch mehr als 80 Prozent Anteile der ausgelagerten Funkturm-Tochter. Insofern sind Vodafone-Aktionäre automatisch mitinvestiert und partizipieren in hohem Maße an den Renditechancen der zukünftigen Kursentwicklung von Vantage Towers, ohne jedoch die Risiken des IPO mitgehen zu müssen. Hier kann es immer noch gute Einstiegschancen geben, um sich auf indirektem Weg am Potenzial von Vantage Towers zu beteiligen und gleichzeitig die langfristige Investment-Qualität des Mutterkonzerns mitzunehmen. Umso vorteilhafter natürlich, wenn man bereits vorbörslich dabei war und Vodafone-Aktien im Portfolio hält, wie der Max Otte Vermögensbildungsfonds.

Der Max Otte Vermögensbildungsfonds

Wir halten aktuell wieder über 25% liquide Mittel. Einen kleinen Teil davon, rund 1,2% unseres Fondsvolumens, sind in kurzlaufende Unternehmensanleihen angelegt, um Negativzinsen zu vermeiden. Wir beobachten die Märkte sehr genau und warten auf gute Gelegenheiten, um attraktive Unternehmen bei einer nächsten Korrektur günstig zu kaufen. Zoomt man aus der aktuell volatilen Zeit heraus, performte der Max Otte Vermögensbildungsfonds seit unsere Strategieschwenks im Sommer 2016 einem soliden Plus von 36,8%. Das entspricht einer jährlichen Rendite von 7,6%. Damit stehen wir in an der Spitze unserer Vergleichsindizes. Der DAX erwirtschaftete ein Plus von 31,8%, der MSCI World EUR schaffte +35,7%, der SMI +27% und der Euro Stoxx 600 performte mit mageren +11,5% in demselben Zeitraum.

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Prof. Dr. Max Otte

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