Die anhaltende Wachstumsabkühlung in China, befeuert durch die Probleme des hoch verschuldeten chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande ist nur ein Grund für den derzeitigen Seitwärtstrend an den internationalen Aktienmärkten. Der stetige Anstieg der Preise für Transport, Energie und Rohstoffe überall auf der Welt setzt die Margen vieler Unternehmen unter Druck. Dies beeinflusst deren Kursentwicklung an der Börse zusätzlich. Dennoch gibt es Branchen, die dem aktuellen Trend trotzen. Eine davon ist die Medizintechnik.

Medtronic ragt heraus

Ein Unternehmen ragt dabei als dominantester Player der Branche heraus. Medtronic ist mit einem Jahresumsatz von über 30 Mrd. USD das Schwergewicht des Medizintechniksektors. Dabei ist der Konzern alles andere als schwerfällig oder träge. Kluge Zukäufe und Investitionen in zukunftsträchtige Bereiche, z.B. minimalinvasive Eingriffe sowie Hirn- und Wirbelsäulenchirurgie, sorgen für ordentlich Wachstumsmusik. Und dann ist da noch das Segment Kardiologie. Dies ist im wahrsten Sinne des Wortes das „Herzstück“ des Konzerns. Medizinischer Fortschrift und erweiterte Anwendungsbereiche sorgen dafür, dass Medtronic nie zum Stillstand kommt.

Während selbst namenhafte Techriesen  in den letzten Wochen teils herbe Rücksetzer am Aktienmarkt hinnehmen mussten, hielt sich der Kurs der Medtronic-Aktie bemerkenswert gut. Dafür gibt es zahlreiche Ursachen. Im Laufe der Pandemie ist für viele Investoren das Thema Medizin und Medizintechnik wesentlich näher in das Blickfeld gerückt. Und das nahezu unbemerkt. Checken Sie nicht auch seit etlichen Monaten Inzidenzdaten oder Impfquoten? Und hätten Sie vorher gedacht, dies einmal zu tun? Nein, sicherlich nicht. Aber nicht nur der Kampf gegen Corona bestimmt unseren Alltag, der gesamte Themenbereich Gesundheit und diesbezügliche Innovationen interessiert wesentlich mehr Menschen als früher.

Vorreiter bei patientenorientierten Technologien 

Nach Unternehmensangaben hat sich die Zahl der Menschen, die mit vernetzten Geräten ihre Gesundheit überwachen, geschätzt von 7,1 Millionen im Jahr 2016 auf über 50 Millionen im Jahr 2021 versiebenfacht. Mit telemetrischer Fernüberwachung, mobilen Geräten, Telemedizin und einem Verwaltungskostenanteil von 30 % an den aktuellen Gesundheitsausgaben besteht ein großes Potenzial. Neue digitale Lösungen im Bereich Patientenmonitoring und neue Behandlungsmöglichkeiten dank technischem Fortschritt ermöglichen nicht nur eine bessere medizinische Versorgung für Patienten, auch die Verwaltungskosten in Kliniken und medizinischen Einrichtungen könnten dadurch weiter gesenkt werden.

Dank neuester Möglichleiten der telemetrischen Fernüberwachung sinkt bei Patienten mit Herzinsuffizienz das Risiko für Vorhofflimmern um 46 %, wie Medtronic in einer aktuellen Studie nachweisen konnte. Auch die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Hospitalisierung der Betroffenen sinkt. Medtronic ist jedenfalls von sich überzeugt: „Die individuelle Therapie auf Basis des Algorithmus sorgt dafür, dass weniger Patienten ins Krankenhaus kommen. Auf Systemebene führt das zu Einsparungen und schont die Gesundheitsressourcen.“

Die Dividende steigt und steigt und steigt

Die Dividendenhistorie von Medtronic ist beeindruckend. Der Medizintechnikspezialist hat seine Ausschüttung in der Vergangenheit ohne Unterbrechung in jedem Jahr immer wieder erhöht. Im Mai diesen Jahres wurde die Dividende das 44. Jahr in Folge angehoben. Die Steigerungsrate der letzten zehn Jahre liegt bei 7 % p.a. Das Unternehmen hat Ende August eine Quartalsdividende von 0,63 USD bekannt gegeben. Auf Jahressicht hochgerechnet erhalten die Anteilsinhaber 2,52 USD. Beim aktuellen Aktienkurs beträgt die Dividendenrendite rund 2 %. Die nächste Auszahlung erfolgt am 15. Oktober 2021.

Erneutes Umsatzwachstum und Sieg bei Patentstreit

Das Unternehmen meldete Ende August für das erste Quartal des aktuellen Geschäftsjahres 2021/22 einen weltweiten Umsatz von rund 8 Mrd. USD. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 23 %. Die Ergebnisse spiegeln eine starke Erholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wider, die das Unternehmen im Jahr 2020 erlebte. Um die Intensivbetten für Covid-Patienten frei zu halten, wurden viele andere Operationen, die nicht lebensnotwendig waren, verschoben. Diese werden nun nachgeholt.

Derweil setzt sich Medtronic im Patentstreit mit Axonics durch. Axonics hatte gegen mehrere Patente geklagt, die Medtronic im Bereich der sakralen Neuromodulation, also an  sogenannten Beckenbodenschrittmachern hält. Diese werden unter anderem zur Behandlung von Inkontinenz eingesetzt. Dabei werden feine Nervenbahnen elektrisch stimuliert. Dadurch sollen jene Reflexe wiederhergestellt werden, die zur korrekten Funktion von Harnblase und Schließmuskel notwendig sind. Das US-Patentgericht entschied zugunsten von Medtronic. Damit bleiben die Produkte des Medizintechnikkonzerns weiter geschützt.

Innovative Insulinpumpen

Eine weitere Innovation gelang Medtronic dieses Jahr im Bereich von Insulinpumpen. Ende September 2021 hat Medtronic die Markteinführung des MiniMedTM 780G Systems in Deutschland bekannt gegeben. Dieses Advanced-Hybrid-Closed-Loop (AHCL) Insulinpumpensystem der nächsten Generation umfasst einen neuen automatisierten Korrekturbolus, Smartphone-Konnektivität und eine anpassbare Zieleinstellungsmöglichkeit bis auf 100 mg/dl (5,5 mmol/l).

Dies ist ein weiteres Beispiel, dass Medtronic fortlaufend  an neuen Technologien und Produktinnovation forscht. Stillstand ist daher bei Medtronic auch in Zukunft kein Thema.

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Prof. Dr. Max Otte

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