Essen und Trinken geht immer. Wir haben es in den Corona-Krisenzeiten erlebt. Und das wird sich wohl auch jetzt nicht ändern, wo in vielen Regionen Europas neue Lockdowns drohen oder bereits umgesetzt werden. Kein Wunder, dass die Konsumgüterindustrie hervorragende Zahlen feiert – wie der Getränkekonzern Diageo (ISIN GB0002374006/WKN 851247).

Beinahe in jeder Hausbar griffbereit

Diageo aus Großbritannien ist einer der weltweit führenden Anbieter von Spirituosen bekannter Marken wie Johnnie Walker, Captain Morgan, Smirnoff, Bailey’s, Tanqueray Gin und José Curvo. Daneben hält das Unternehmen Anteile an Moet Hennessy, dem führenden französischen Hersteller und Exporteur von Champagner und Cognac. Das Portfolio von Diageo wird durch kleinere Alkoholmarken wie Bundaberg Rum, Bell’s Scotch Whisky und Yeni Raki sowie Biersorten wie Guiness oder Harp Lager komplettiert.

Diageo weist für 2020/21 (Geschäftsjahr endet jeweils Ende Juni) einen Umsatz von rund 12,7 Mrd. GBP aus. Das Unternehmen ist in mehr als 180 Ländern tätig, beschäftigt weltweit fast 28.000 Mitarbeiter und seine Aktien werden in London und New York gehandelt.

Der Kursverlauf der Diageo-Aktie spiegelt die robuste Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre. So stiegen die Anteilscheine des Spirituosenanbieters seit dem Höhepunkt von Covid-19 im Frühjahr 2020 um nahezu 100 %.

Unternehmensstrategien ähneln sich

Die Unternehmensstrategien der großen Lebensmittel- und Getränkeanbieter ähneln sich besonders in einem Punkt. Bei allen Unternehmen scheint eine wichtige Devise zu lauten: Nur ja keinen aktuellen Trend verschlafen. Für uns Verbraucher wird dies vor allem beim Einkauf im Supermarkt deutlich. Egal, ob es sich um das neueste Superfood oder eine innovative Entwicklung im veganen Bereich dreht, Konzerne wie Nestlé oder Danone haben diese prompt im Angebot.

Die Riesen der Branche reagieren auf neue Trends mit gezielten Akquisitionen. Die Neulinge werden einfach aufgekauft. Und so kommt es dann auch dazu, dass neue Produkte wesentlich schneller in den Regalen unserer Geschäfte auftauchen als es ohne die Aktivitäten der Konzerne der Fall wäre. Klar, kleinere Anbieter wie stark spezialisierte Startups haben es ungleich schwerer in die Angebotspalette der alles beherrschenden Supermarktketten zu gelangen.

Diageo verfolgt ebenfalls dieses Prinzip. Auch wenn es hierbei in erster Linie um die Verschiedenartigkeit der Geschmäcker geht. Und das gilt insbesondere für Whisky. Allein in Schottland besitzt der Konzern 28 Brennereien und ist zudem vor allem mit Johnnie Walker und Whisky-Mixgetränken in den USA vertreten.

Anlegerfreundliche Dividendenpolitik

Die Dividendenpolitik von Diageo kann durchaus als anlegerfreundlich bezeichnet werden, auch wenn die aktuelle Rendite der Ausschüttung nur knapp über 2 % liegt. In der Vergangenheit hob das Unternehmen die Dividende je Aktie regelmäßig an. Zuletzt wurde sie immerhin beibehalten.

Momentan gibt es 0,70 GBP je Anteilsschein. Die Payout Ratio lag dabei bei 62 %. Es ist sinnvoll, dass Diageo einen Teil der Gewinne einbehält. Dies gibt dem Unternehmen einen komfortablen Puffer, sollte es doch mal eine Durststrecke zu überbrücken geben.

Davon war letzten Jahr nichts zu spüren. Im Gegenteil, das Unternehmen erzielte einen Rekordumsatz und der Gewinn in Höhe von 2,7 Mrd. GBP ist der drittbeste in der aktuellen Dekade.  (Lediglich in den Geschäftsjahren 2017/18 und 2018/19 war das Nettoergebnis leicht höher.)

Optimistische Erwartungen

Wie die Diageo aktuell meldet, geht die Unternehmensführung in den kommenden Jahren von einer besseren Entwicklung seiner Geschäfte als noch vor der Pandemie aus. Wie das Unternehmen erklärt, soll der Umsatz in den nächsten drei Geschäftsjahren aus eigener Kraft um 5 bis 7 % jährlich steigen. Im gleichen Zeitraum soll der operative Gewinn um 6 bis 9 % pro Jahr zulegen. Die mittelfristigen Prognosen des Konzerns übersteigen damit die Wachstumsraten der Jahre 2016/17 bis 2018/19.

Dabei schöpft Diageo Hoffnung aus der Erholung des Handels und aus der Wiedereröffnung von Kneipen und Restaurants, auch wenn diese derzeit durch das Aufflackern von Covid-19 in einigen Teilen Europas Rückschläge hinnehmen muss.

Auf jeden Fall wird die optimistische Haltung bereits heute durch entsprechende Trends untermauert. Demnach soll der Umsatz in den ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres aus eigener Kraft um mindestens 16 % steigen. Im Vorjahreszeitraum hatte Diageo 7,2 Mrd. GBP umgesetzt. Wie Finanzvorstand Lavanya Chandrashekar in Aussicht gestellt hat, soll das organische Wachstum beim operativen Ergebnis noch höher ausfallen. Die Konzernspitze hofft darauf, dass die bislang starke Entwicklung auch im zweiten Teil des Geschäftsjahres anhalten wird.

Auf dem diesjährigen Kapitalmarkttag Mitte November, den Diageo alle zwei Jahre veranstaltet, erklärte CEO Ivan Menezes: „Seit unserem letzten Kapitalmarkttag haben wir weiterhin in unsere Marken investiert, unseren Fokus auf die Beschleunigung des Wachstums geschärft und schnell auf Veränderungen im Verbraucherverhalten reagiert.“

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Prof. Dr. Max Otte

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