Nutzen Sie noch ein eigenes Auto? Falls ja, gehören Sie damit womöglich zu einer aussterbenden Spezies. Immer mehr Baustellen, immer vollere Straßen und immer weniger Parkplätze frustrieren eine steigende Zahl von Verkehrsteilnehmern. Und dies nicht nur in Deutschland. Die Automobilbranche steht insgesamt vor einem Paradigmen-Wechsel. Dies liegt auch daran, dass die Mobilitätsansprüche unserer Kinder und Enkel und aller nachfolgenden Generationen anders sind als bei uns. Mit dem klassischen Autoverkauf werden Hersteller früher oder später keine Einnahmen mehr generieren können.

Flexible Mietlösungen rücken in den Vordergrund. Leasing, Car Sharing und Autovermietung in all ihren Spielarten gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Dabei entstehen kontinuierlich neue Mobilitätskonzepte, die den klassischen Automarkt wie den Mietwagenmarkt und auf den Kopf stellen. Dabei hat die Pandemie den nationalen und internationalen Reiseverkehr seit geraumer Zeit fest im Griff. An Flughäfen bleibt das Geschäft für Autovermieter nahezu lahmgelegt. Keine einfachen Zeiten also. Online-Konferenzen und sonstige Webformate können den Reiseverkehr auch langfristig beeinflussen. Nichtsdestotrotz: früher oder später wird der Reiseverkehr wieder anziehen.

Womöglich wird das Volumen vor Corona nicht wieder erreicht werden – der Kuchen für Autovermieter wird wohl dauerhaft kleiner bleiben. Ein Unternehmen, dass sich in diesem Markt intelligent positioniert und mit innovativen Lösungen nach vorne denkt, kann hierbei dennoch profitieren. Zu den Gewinnern dieser Entwicklung gehört eindeutig der Autovermieter Sixt. So wie sich das über 100 Jahre alte Familienunternehmen derzeit strategisch aufstellt, kann dessen Kuchenstück deutlich größer werden. Das Unternehmen trifft mit seinen Mobilitätsdiensten, die weit über das klassische Vermieten von Autos hinausgehen, vor allem den Geschmack der jüngeren Generationen – sozusagen der Kunden von morgen.

Digital bestens aufgestellt für moderne Mobilitätsanforderungen

Der Fokus von Sixt liegt klar auf der Optimierung der „User Experience“. Der Kunde steht im Mittelpunkt und soll mit innovativen und intuitiv bedienbaren Anwendungen die besten Mobilitätsangebote auf kürzestem Weg erhalten. Ein wichtiger Meilenstein ist die integrierte Mobilitätsplattform samt der Sixt-App, die im Februar 2019 gestartet wurde. Durch die Integration der Miet- und Sharing-Dienste haben Sixt-Kunden heute Zugriff auf mehr als 270.000 Fahrzeuge. Hinzu kommen die Fahrdienste von 1.500 Mobilitätspartnern mit über 1,5 Mio. Fahrern in mehr als 250 Städten auf der gesamten Welt. Mit der App kann man Autos für längere (Rent) oder kurze (Share) Zeit mieten sowie sich einen Taxiservice (Ride) rufen.

Das Carsharing-Angebot ist bislang in Berlin, Hamburg und München verfügbar. Für das Ride-Angebot wurden Partnerschaften mit Taxizentralen in ganz Europa geschlossen. Zuletzt stießen Cabify, Le Cab, Addison Lee und der Uber-Konkurrent Lyft hinzu. Kunden können jederzeit ein Taxi buchen. Selbst die aktuellen E-Scooter gehören bereits zum wachsenden Angebot. Die Ride-Sparte generiert für Sixt aktuell zwar nur geringe Vermittlungsprovisionen, verspricht aber zugleich Zugriff auf viele wertvolle Kundenkontakte, die das Unternehmen in Zukunft monetisieren kann.

SIXT+ mischt die Branche auf

Die neuste Innovation des Familienunternehmens aus Pullach ist das Fahrzeugabo Sixt+. Gegen eine monatliche Gebühr kann man bequem auf die neuesten Fahrzeugmodelle aus der Sixt-Premiumflotte zurückgreifen. Das ist eine gute Lösung für Verbraucher, die zwar ein eigenes Auto benötigen, sich aber zugleich nicht durch den Kauf für Jahre daran binden möchten. Zulassung, Steuern aber auch Wartungs- und Instandhaltungskosten werden von Sixt getragen (und natürlich auf die monatliche Miete umgelegt). Kunden können aber – anders als bei Leasing – jederzeit kündigen. Weiterer Flexibilitätsvorteil: Sie können ein Auto für jeden Anlass mieten, z.B. für den Urlaub an der Côte d’Azur ein Cabrio oder für den Theaterbesuch oder die Hochzeit eine Limousine.

Das ist ein spannendes Thema, aber hat dies auch Zukunft? „Ja“ – sagt das Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. Während es aktuell nur etwa 20.000 Auto Abo-Verträge in Deutschland gibt, sollen bis zu einer Million Verträge innerhalb der nächsten zehn Jahre möglich sein. Das ist ein enormes Potenzial für Sixt, allein in Deutschland. In den USA gibt es hier noch wesentlich mehr Potenzial, deshalb bietet Sixt das Auto Abo Sixt+ auch jenseits des Atlantiks an.

Herstellerübergreifend und technologisch unabhängig

Im direkten Vergleich zu den flexiblen Mobilitätslösungen (z.B. Vermietung oder Leasing) der Autohersteller hat Sixt einen grundsätzlichen Vorteil: Schließen Sie bei einem BMW-Händler einen flexiblen Mietvertrag ab – können Sie bei den Fahrzeugen allenfalls zwischen den Marken BMW und MINI wählen. (Vielleicht geht auch noch Rolls-Royce.) Beim Fiat-Händler haben Sie neben Fiat noch Jeep und Alfa-Romeo zur Auswahl. Marken-Flexibilität über Unternehmensgrenzen hinweg haben Sie aber nur bei Sixt. Und die Kundenpräferenzen hinsichtlich Automarken sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Was darf’s denn in Sachen Antrieb sein? Elektromobilität oder Wasserstoffmotoren? Noch kann niemand mit Sicherheit sagen, welche der beiden Technologien sich letztlich flächendeckend im Markt behaupten können wird. Wer weiß, vielleicht kommen ja auch noch ganz neue innovative Konzepte ins Gespräch? Für das Geschäftsmodell eines Unternehmens wie Sixt, das ganz grundsätzlich einen fahrbaren Untersatz zur Verfügung stellt, spielt das nur eine sehr untergeordnete Rolle. Je nachdem, welche Technologie es am Ende sein wird, muss Sixt seine Flotte natürlich mit den entsprechenden Fahrzeugen ausstatten. Anders als die Autobauer, steht Sixt aber nicht vor der Herausforderung, die Produktion auf die neuen Technologien umstellen zu müssen.

Die Autobauer stehen hier deutlich im Nachteil: Einerseits müssen sie maßgeblich in Forschung und Entwicklung investieren, um technologisch nicht den Anschluss im Markt zu verlieren, andererseits wissen auch sie nicht, was sich am Ende durchsetzen wird. Setzen sie jetzt also alles nur auf eine Karte, gehen sie das Risiko ein, dass es am Ende die falsche ist. Die Umstellung verschlingt hohe Kosten und gleichzeitig drohen Start-ups aus Asien in den Automarkt zu drängen. Für Sixt spielt das keine Rolle. Das Unternehmen wird seine Flotte mit den Fahrzeugen und Marken bestücken, die später gefragt sein werden.

Wegfall der Konkurrenz, Sicherung neuer Potenziale

Die US-Unternehmen Hertz und Advantage Rent a Car sind durch Corona und fehlerhafte Managemententscheidungen stark getroffen und in die Insolvenz geschlittert. Das ist kein gutes Zeichen für die Werthaltigkeit der Lizenzen. Dennoch hat das gut aufgestellte Familienunternehmen Sixt die Chance erkannt und sichert sich die Lizenzen für die Airports Boston, allen drei New Yorker Flughäfen, Maui, Denver, Houston, Orlando und Las Vegas.

Durch Corona ist das Flugaufkommen zwar erstmal noch niedrig. Sobald sich das Flughafengeschäft erholt, ist Sixt im Autovermietungsmarkt der Welt mit einem Umsatzvolumen von über 32 Mrd. USD stark positioniert. Das Unternehmen hat in den USA klein angefangen, ist aber mittlerweile an 25 der 30 wichtigsten US-Flughäfen vertreten. Das ist ein starker Grundstein für künftiges Wachstum nach der Krise.

Mit Kostendisziplin durch die schwierigen Zeiten

Die staatlich verordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben natürlich auch Sixt maßgeblich beeinträchtigt und tun dies auch weiterhin. Die Konsequenz war ein Sparprogramm, das schon jetzt erste Erfolge zeigt. Die gesamte Kostenbasis konnte im zweiten Quartal 2020 um über 200 Mio. EUR – knapp 35 % – verringert werden. Damit zeigt sich die hohe Anpassungsfähigkeit des Geschäftsmodells. Letztlich erzielte Sixt im Geschäftsjahr 2020 immer noch einen Konzernumsatz von 1,53 Mrd. EUR – trotz Reise- und Ausgangsbeschränkung der Corona-Pandemie.

Dennoch ist das Geschäftsmodell von Sixt bei Lockdown-Phasen stark getroffen. Der Autovermieter schloss, vorläufigen Zahlen zufolge, das erste Quartal 2021 mit einem Vorsteuerverlust in Höhe von 14 Mio. EUR. Im Vorjahresquartal lag der Verlust bei 5,1 Mio. EUR. Umgesetzt wurden rund 328 Mio. EUR gegenüber 485,5 Mio. EUR im ersten Quartal 2020. Unter anderem in den USA habe sich gegen Ende des Quartals aber eine positive Entwicklung eingestellt. Den aktuellen Herausforderungen der Branche kann sich Sixt zwar nicht entziehen. Die hohe Innovationskraft und der strategische Weitblick des Managements sind beste Voraussetzungen, dass das Unternehmen als Gewinner aus der Krise hervorgehen kann.


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