Der Konkurrenzkampf um den Antrieb der Zukunft hat längst begonnen. Reiner E-Antrieb oder Wasserstoff? Jeder Autofahrer wird sich schon einmal damit befasst haben. Haben Sie sich bereits entschieden oder warten Sie noch ab? Zum jetzigen Zeitpunkt wird die Frage nicht eindeutig zu klären sein. Sicher scheint: Air Liquide ist gut gerüstet.

Der herkömmliche Verbrennungsmotor ist kaum noch zu retten. Was nun? Elektromotor und Brennstoffzelle haben derzeit beide (noch) Nachteile. Die Antriebsart, der es gelingt, diese am schnellsten abzustellen, hat die besten Chancen die Nummer 1 zu werden. Vielleicht gibt es aber auch eine dauerhafte Koexistenz und somit ein friedvolles Nebeneinander.

Der heute bereits produzierte Mercedes GLC F-CELL zum Preis von ca. 75.000 EUR beweist es. Das Fahrzeug ist eine Symbiose aus Batterie- und Brennstoffzellen-Antrieb. Es könnte die Lösung für die Mobilität der Zukunft sein. Beide Technologien ergänzen sich recht gut, da die Leistung und Dynamik der Batterie von der reichweitenstarken und schnell zu betankenden Brennstoffzelle unterstützt wird.

Elektro- und Brennstoffzellentechnologie boomen

Ebenso wie Autofahrer fragen sich Investoren, welcher Hype wohl der aussichtsreichste ist. Der jüngste Ausbruch bei Wasserstoffaktien ist fürs Erste vorbei. Titel wie Ballard Power, Nel Asa und Plug Power haben nach ihrem Hoch zu Beginn des Jahres wieder 60 bis 80 % ihres Wertes abgegeben. Sie notieren inzwischen wieder zu Kursen wie im November 2020.

Fokus auf Schwergewichte – Air Liquide mit guten Zahlen

Wir halten es für besser, sich als Anleger dem Thema Wasserstoff zu nähern, indem Sie auf die Schwergewichte der Branche setzen. Unser Favorit: Air Liquide. Das französische Unternehmen ist ganz vorne mit dabei: Gemeinsam mit Daimler, Linde, OMV, Shell und TOTAL hat Air Liquide 2015 das Joint Venture H2 MOBILITY Deutschland gegründet. Die Aufgabe: der schnelle, effiziente und flächendeckende Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur für Brennstoffzellen-Autos.

Darüber hinaus ist Air Liquide auch im Bereich Brennstoffzellen aktiv. Das Unternehmen hat sich im vergangenen Jahr zu 18,6 % an Hydrogenics beteiligt. Für das Investment an dem kanadischen Hersteller von Brennstoffzellen zahlte der Konzern 20,5 Mio. USD. Ein weiterer Vorteil von Air Liquide: Gegenüber den kleinen und gehypten Wasserstoffunternehmen hat der Konzern das nötige „Kleingeld“, um sich in Projekte und Unternehmen einzukaufen, die vielversprechend oder sogar bereits etabliert sind. Nel Asa und Co. können ohnehin nur darauf hoffen, dass sie eines Tages ein möglicher Kaufkandidat sein werden.

Gute Zahlen – optimistische Erwartungen

Allerdings sind die Franzosen nicht nur auf dem Wasserstoffsektor tätig. Air Liquide ist insgesamt in Sachen Industriegase weltweit die Nr. 2, ganz dicht hinter Linde. Im ersten Quartal 2021 spielte dem Konzern insbesondere eine gute Nachfrage aus dem Gesundheitsbereich (Stichwort: Sauerstoff) in die Karten. Zudem hat der Konzern im vergangenen Jahr ein Sparprogramm eingeleitet. Laut Management konnten in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 95 Mio. EUR eingespart worden. Air Liquide liegt damit auf Kurs, die jährlichen Kosten um 400 Mio. EUR zu senken.

Jüngst vermeldete das Unternehmen einen Umsatzrückgang um 0,7 % – von knapp 5,4 Mrd. EUR ging es runter auf 5,3 Mrd. EUR. Analysten hatten jedoch einen stärkeren Rückgang erwartet. Im Hinblick auf den Gewinn gibt sich Air Liquide zuversichtlich. Man wolle die operative Marge weiter steigern, um so ein wiederkehrendes Wachstum des Nettogewinns bei konstanten Wechselkursen zu erzielen.

Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit rund 66,2 Mrd. EUR ist Air Liquide ein echtes Börsenschwergewicht. Aufgrund der guten Wachstumsperspektiven, der hohen Gesamtqualität und einer Dividendenrendite von derzeit rund 2,0 % beurteilen wir das Unternehmen durchaus positiv. Selbst dann, wenn sich die Wasserstofftechnologie nicht durchsetzen sollte.

Lohnt ein jetziger Einstieg?

Air Liquide ist neben seinem deutschen Konkurrenten Linde einer der ganz großen Player auf dem Wasserstoff-Markt. Dabei sehen wir die Franzosen sowohl im Hinblick auf die Ergebnisentwicklung wie die Bewertung in der Pole Position. Doch, ist die Aktie beim derzeitigen Kurs ein Kauf? Oder sollten Sie besser abwarten bzw. bestehende Posten noch nicht ausbauen? In unserer Datenbank finden Sie attraktive Geschäftsmodelle wie das von Air Liquide. Dort beobachten wir aktuelle Entwicklungen und halten Sie auf dem Laufenden.

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